Die Ampel in der Dresdener Ziegelstraße hat ihren Namen eigentlich nicht verdient. Denn sie schaltet niemals auf Gelb oder gar auf Grün. Seit 1987.
Dresden – Seit 26 Jahren steht eine Dresdner Ampel auf Rot. Nur ein kleiner grüner Rechtsabbiegepfeil verhindert einen Dauerstau. Ein Versehen? Nein. Die Stadt kennt die Ampel. Das Dauerrot ist Absicht. Es zwingt die Autofahrer zum Anhalten, bevor sie in die Kreuzung einbiegen. Doch warum tauschen die Verantwortlichen die Ampel nicht einfach gegen ein Stopp-Schild? Immerhin kostet die Ampel Geld, laut der „Sächsischen Zeitung“ 5.450 Euro pro Jahr, 4.700 Euro für Instandhaltung und Wartung und 750 Euro für Energie. Gesetzlich vorgeschrieben Ein ziemlich teures Gesetz. In 26 Jahren haben sich die Kosten für die Ampel auf 141.700 Euro summiert. Gut, dass die Zufahrt bald ganz gekappt werden soll. Danach kann sich Dresden um weitere sinnlose Ampeln kümmern, denn laut einem ADAC-Experten gibt es in der sächsischen Landeshauptstadt immerhin rund 100 davon. Insgesamt gibt es in Dresden 465 Ampeln. Sie kosten die Stadt 1,1 Millionen Euro pro Jahr.
Quelle: Sächsische Zeitung |
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