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IAA 2015: Audi E-Tron Quattro Concept eine Elektrostudie - In drei Jahren konkurriert Audi mit Tesla

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2018 kommt der erste Elektro-Audi, mit Tesla-Reichweite und RS-Power. Wie das Auto aussehen könnte, zeigt eine Studie: Das E-Tron Quattro Concept parkt auf der IAA.

Probesitzen in der Studie: MT-Redakteur Constantin Bergander im Audi E-Tron Quattro Concept Probesitzen in der Studie: MT-Redakteur Constantin Bergander im Audi E-Tron Quattro Concept Quelle: MOTOR-TALK

Frankfurt am Main – Diese Studie ist keine Fingerübung. Audi-Technik-Chef Ulrich Hackenberg kündigt an: „Audi wird Anfang 2018 einen rein elektrisch angetriebenen Sport-SUV in der Oberklasse präsentieren.“ Der E-Tron Quattro gebe einen „konkreten Ausblick“ auf Antrieb und Karosserie.
Audi will gegen Tesla antreten. Mit bis zu 500 PS, mehr als 800 Newtonmeter Drehmoment und gut 500 Kilometern Reichweite. Wie üblich nennt Audi bereits bei der Studie sehr konkrete Zahlen. Das E-Tron Quattro Concept leistet dauerhaft 320 Kilowatt (435 PS). Kurzzeitig steigt die Kraft auf 370 kW. Drei Motoren schieben und ziehen den Strom-Koloss in 4,6 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit begrenzen die Ingenieure auf 210 km/h.

Audi E-Tron Quattro Concept: Elektro-SUV ab 2018


Ein Teil der Beleuchtung des E-Tron Quattro Concept nutzt OLEDs Ein Teil der Beleuchtung des E-Tron Quattro Concept nutzt OLEDs Quelle: MOTOR-TALK Für den Messe-Auftritt steckt Audi viele Spielereien in die Studie. Die Türgriffe schließen bündig mit der Karosserie ab und fahren bei einer Berührung heraus, Kameras liefern Bilder für digitale Außenspiegel. Zudem stecken im E-Tron Quattro viele Displays, wenige Knöpfe und ein Tacho aus organischen Leuchtdioden (OLED). Einen ähnlichen Innenraum wird es vermutlich erstmals im neuen Audi A8 geben.
Die Bildschirme spielen auf der Messe nur Demo-Filme ab. Für Zuschauer und Presse soll alles hübsch aussehen, wirklich funktionieren muss es erst in der Serie. Noch wirkt Vieles verspielt. Insgesamt macht der E-Tron Quattro aber einen sehr fortgeschrittenen Eindruck. Sitzposition und Anordnung der Touchdisplays stimmen, die Spiegel-Monitore sitzen allerdings zu tief.
Sitze und Mittelkonsole zeigen, welche Form künftige Innenräume haben sollen. Die Materialien sind hart und dienen der Show. Trotzdem spannt Audi feines Leder über die Ausstattung und Alcantara an den Himmel. Für SUV-Verhältnisse bietet der E-Tron Quattro nach oben zu wenig Platz.

Ausblick auf den Audi Q6 E-Tron


Die Studie soll alles können, was Audi demnächst in Serie bringen will oder bereits anbietet. Radar- und Ultraschallsensoren, ein Laser-Scanner und eine Videokamera versorgen die Steuergeräte mit Daten für autonomes Fahren. Für die Passagiere gibt es LTE-Internet und viele Einstellmöglichkeiten, an der Front Scheinwerfer mit Lasertechnik. Zudem lenken alle vier Räder.
Ausblick auf die Serie: Audi-Technik-Chef Ulrich Hackenberg kündigt für 2018 ein schnelles Elektro-SUV an Ausblick auf die Serie: Audi-Technik-Chef Ulrich Hackenberg kündigt für 2018 ein schnelles Elektro-SUV an Quelle: Audi Bleibt es bei den Maßen, wird das Elektro-SUV 2018 kleiner als ein Audi Q7. Inoffiziell trägt es längst den Namen Q6. Das fertige Auto wird vermutlich BMW X6 und Mercedes GLE Coupé ähneln. Audi findet den E-Tron Quattro jetzt schon coupéhaft und dynamisch. In der Studie gibt es eine abfallende Dachlinie, schmale Fenster und vier Sitzplätze.
Der Luftwiderstandsbeiwert sinkt mit aktiver Aerodynamik auf 0,25. Dafür verschließt Audi Entlüftungsklappen in der Fronthaube, bewegliche Elemente an Seiten und Heck verbessern den Luftstrom. Zwischen den Achsen sitzt ein Akku mit 95 kWh Kapazität. Der soll sich an einer Gleichstrom-Ladesäule mit 150 Kilowatt innerhalb von 50 Minuten vollständig laden lassen.

Die Konkurrenz startet im September 2015


Tesla startet mit dem ersten Elektro-SUV viel früher: Das Model X soll schon im laufenden Monat ausgeliefert werden. Der Hersteller aus Palo Alto hat Audi einige Jahre Elektro-Erfahrung und eine Ladestellen-Infrastruktur voraus. Wie Audi aufholen will, erfahren wir Anfang 2018.
Auch interessant: Audi H-Tron Quattro Concept mit Wasserstoff-Antrieb
Avatar von SerialChilla
BMW
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142 Kommentare:

Zitat:

Man habe zwei Berichte in Nordamerika erhalten, bei denen sich infolge von Unfällen Sicherheitsgurte auf den Rücksitzen gelöst hätten, hieß es. Ein Unfall sei tödlich verlaufen. Ob dies jedoch auf den Defekt zurückzuführen sei, könne man nicht bestätigen.

Auf Berichte aus Nordamerika würde ich nicht viel geben. Wahrscheinlich haben die sich einfach nicht angeschnallt und schwören nun bei Gott das einzig und alleine Toyota daran Schuld ist, weil es auf der hinteren Sitzreihe keine Gurtwarner gibt.

Avatar von Spiralschlauch49968
Thu Feb 18 17:21:49 CET 2016

Zitat:

@draine schrieb am 18. Februar 2016 um 15:46:36 Uhr:


... Wahrscheinlich haben die sich einfach nicht angeschnallt und schwören nun bei Gott das einzig und alleine Toyota daran Schuld ist, weil es auf der hinteren Sitzreihe keine Gurtwarner gibt.

Bei meinen Toyota Verso-S sind Gurtwarner für die Rückbank Serienmäßig. Weiß jetzt aber nicht wie das beim RAV4 ist.

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass nicht ein Rückruf von Toyota Autos notwendig wird. Aber bei amerikanischen Autofahrern ist man vor nichts sicher. Wenn denen beim Rauchen im Toyota die Asche die Hose versengt, wird Toyota verklagt oder es wird ein Rückruf gefordert.

Ich finde die Kommentare hier schon witzig - wenn sich die die Gurte bei einem Unfall lösen, dann ist das keine Kleinigkeit und hat ganz gewiss nichts mit Überreaktionen amerikanischen Behörden zu tun.
Da die Gurte sich nachweislich in mindestens 2 Fällen tatsächlich gelöst haben, dann ist der Rückruf mehr als berechtigt. Ich gehe auch mal davon aus, dass überprüft wurde, ob der Gurt sich gelöst hat, oder man sich nicht angeschnallt hat, zumal die Ursache ja auch gefunden wurde.

Avatar von der_hausmeister "Montag ist Bongotag"
Toyota
Thu Feb 18 21:05:11 CET 2016

Wobei die Quote schon erstaunlich ist. 2,87 Fahrzeuge in 11 Jahren, nehmen wir mal an ein Prozent dieser Fahrzeuge ist verunfallt (Totalschaden oder zumindest wirtschaftlicher Totalschaden)
= 28.700 Fahrzeuge. Von zwei Unfällen mit gelöstem Gurt weiß man, rechnen wir aber mal 10 Unfälle als Dunkelziffer dazu:
12 / 28.700 = 0,04 %
Ob man da einen weltweiten Rückruf starten muss - ich weiß es nicht.

Avatar von Reifenfüller133663
Fri Feb 19 08:51:48 CET 2016

Naja, wenn sie eine konstruktive Schwäche erkannt haben, dann ist es ja gut, dass die überall zurückrufen. Egal wie unwahrscheinlich so ein Problem ist.
Bei den meisten Unfällen sitzt vermutlich hinten auch keiner.

Beim Honda Jazz gab es auch so eine niedrige Quote bei einem Problem.
In den USA ist ein Auto (leider mit Kind) abgefackelt, weil ein Stecker im Lichtschalter einen zu hohen Widerstand hatte. --> weltweit wurden die Stecker getauscht. :eek:

Zitat:

@der_hausmeister schrieb am 18. Februar 2016 um 21:05:11 Uhr:


Wobei die Quote schon erstaunlich ist. 2,87 Fahrzeuge in 11 Jahren, nehmen wir mal an ein Prozent dieser Fahrzeuge ist verunfallt (Totalschaden oder zumindest wirtschaftlicher Totalschaden)
= 28.700 Fahrzeuge. Von zwei Unfällen mit gelöstem Gurt weiß man, rechnen wir aber mal 10 Unfälle als Dunkelziffer dazu:
12 / 28.700 = 0,04 %
Ob man da einen weltweiten Rückruf starten muss - ich weiß es nicht.

Finde es sympathischer für einen Hersteller einen erkannten Sicherheitsmangel konsequent zu beheben, als seinen Kunden die Daumen zu drücken das die Quote gnädig mit ihm ist und / oder dem Wissen zu vertrauen das der Käufer ja meistens vorne sitzt

;)

Klar hätte es auch eine Umrüstung beim nächsten Service tun können aber die werden sich schon etwas dabei gedacht haben. Evtl mögen die in Japan ja auch einfach keine Salami(taktik)

:p

Zitat:

@_Loner_ schrieb am 19. Februar 2016 um 11:33:04 Uhr:


Finde es sympathischer für einen Hersteller einen erkannten Sicherheitsmangel konsequent zu beheben, als seinen Kunden die Daumen zu drücken das die Quote gnädig mit ihm ist und / oder dem Wissen zu vertrauen das der Käufer ja meistens vorne sitzt ;)
Klar hätte es auch eine Umrüstung beim nächsten Service tun können aber die werden sich schon etwas dabei gedacht haben. Evtl mögen die in Japan ja auch einfach keine Salami(taktik) :p

genau das ist es. Toyota steht zu seinen Fehlerchen und ruft auchmal freiwillig Millionen Autos in die Werkstätten. Und das gefällt mir.

Andere Hersteller titulieren sowas arrogant als Einzelfälle und husten den Kunden was ...

Avatar von Spannungsprüfer134391
Fri Feb 19 18:24:02 CET 2016

Zitat:

@TOMW27 schrieb am 18. Februar 2016 um 20:50:04 Uhr:


Ich finde die Kommentare hier schon witzig - wenn sich die die Gurte bei einem Unfall lösen, dann ist das keine Kleinigkeit und hat ganz gewiss nichts mit Überreaktionen amerikanischen Behörden zu tun.
Da die Gurte sich nachweislich in mindestens 2 Fällen tatsächlich gelöst haben, dann ist der Rückruf mehr als berechtigt. Ich gehe auch mal davon aus, dass überprüft wurde, ob der Gurt sich gelöst hat, oder man sich nicht angeschnallt hat, zumal die Ursache ja auch gefunden wurde.
Sicherlich richtig, dass ein Hersteller auf solche Berichte die ihm zugetragen werden reagieren sollte. Tut Toyota ja auch. Obwohl es sich um zwei offenbar bekannte Unfälle handelt. Ich wage einmal zu bezweifeln ob alle Hersteller bei dieser "geringen" Anzahl bereits auf diese Weise aktiv geworden wären und einen Rückruf gestartet hätten.

Eine 2. Möglichkeit die Sache abzuwinkeln wäre eine "stille" Serviceaktion beim Händler gewesen. Hat den "Vorteil" keiner bekommt was mit, keine negative Presse und ich komme nicht in die Schlagzeilen. Ich wage aber zu bezweifeln ob mit dieser Art - und bei Fahrzeugen die zum Teil bereits 10 Jahre auf dem Buckel haben - eine hohe Quote an Besitzern erreicht wird die noch regelmäßig bei der Fachwerkstatt ihre Kundendienste machen lassen.

Oder du kannst auch so reagieren wie es VW im Moment in den USA mit dem Airbag-Problem tut. Sie halten einen Rückruf in IHREM FALL für völlig überzogen und unnötig. Ich denke würde manch anderer Hersteller so reagieren wäre der für immer unten durch....

würde mich nicht wundern, wenn diese Gurtgeschichte genauso endet wie die legendäre Gaspedalsache ... Toyota reagiert, regelt, tut, repariert, obwohl am Ende nachweislich nur ein paar Deppen zu doof waren, das Auto korrekt zu bedienen... Gurtmuffel gibts ja genug und ich sehe oft genug Leute, die sich den Gurt unterm Arm durchfädeln anstatt über die Schulter ... zwickt ja leicht unangenehm... ohne jetzt jemandem konkret was unterstellen zu wollen.

Zitat:

@cocker schrieb am 19. Februar 2016 um 19:58:05 Uhr:


würde mich nicht wundern, wenn diese Gurtgeschichte genauso endet wie die legendäre Gaspedalsache ... Toyota reagiert, regelt, tut, repariert, obwohl am Ende nachweislich nur ein paar Deppen zu doof waren, das Auto korrekt zu bedienen... Gurtmuffel gibts ja genug und ich sehe oft genug Leute, die sich den Gurt unterm Arm durchfädeln anstatt über die Schulter ... zwickt ja leicht unangenehm... ohne jetzt jemandem konkret was unterstellen zu wollen.

Natürlich sind das bei Toyota keine konstruktiv bedingten Fehler. Der Kunde ist einfach zu doof. Und Toyota macht das alles proaktiv. Ich lach mich tot!

So what, wäre das jetzt ein deutscher OEM, würden hier hunderte Kommentare stehen.

in Deutschland fährt kaum einer Toyota... deshalb interessierts hier auch kaum einen.
Aber lach dich nur tot ... wer zuletzt lacht ... :D :D :D

Avatar von der_hausmeister "Montag ist Bongotag"
Toyota
Sat Feb 20 21:36:44 CET 2016

Der kleine feine Unterschied ist, das Toyota einen Rückruf startet obwohl noch niemand von dem Problem gehört oder gelesen hat. Nicht nur bei diesem Rückruf ist das der Fall, eigentlich bei allen Rückrufen der letzten 5 Jahre, ob es nun die Fensterheber im Yaris oder die Hinterachse des Avensis betraf. Noch nie las ich bei einem Rückruf das jemand genau dieses oder jenes Problem beim eigenen Auto hatte oder hat.

Bei gewissen anderen Herstellern, für die man sich als Deutscher bald schämen muss, ist das eben anders, und da wird dann zu recht geflamed und gehated - und zwar von den Fahrern dieses Herstellers.

Es gibt ja auch gott sei dank noch Menschen, die das Internet nicht als Plattform zum jammern, pöbeln oder sonstiges benutzen. Nicht gehört / gelesen heißt nicht, dass es nicht aufgetreten ist. (Was ich diesem Fall auch hoffe!).
Jeder Rückruf ist mit einem enormen Aufwand von Kapital und Zeit verbunden ist. Das macht kein OEM freiwillig.