Der schärfste Nissan wird etwas schneller: Im Modelljahr 2017 bekommt der GT-R 20 zusätzliche PS und etwas mehr Komfort. Dabei steht er bei Nissan für Anti-Luxus.
New York – „Der GT-R ist purer Anti-Luxus, kein weichgespülter Salonsportwagen mit Komfortsitzen, alles andere als ein Spielzeug für Lebemänner“. Keno Kato beschreibt mit Glanz in den Augen den GT-R, Nissans Supersportwagen. Der japanische Manager ist Vizepräsident bei Nissan und gilt als der Chefstratege in der Führungsetage. Nirgendwo sonst bekäme man ein solches Auto für weniger als 100.000 Euro, sagt er. Nissan GT-R Facelift: 20 PS mehr für Modelljahr 2017 Die Designer kümmerten sich vor allem um die Front des GT-R. Der Flitzer trägt jetzt einen größeren Grill mit Netzoptik, eine Spoilerlippe darunter und einen leicht veränderten Stoßfänger. Das alles sorgt laut Nissan für besseren Abtrieb. An der Flanke gibt es breitere Seitenschweller, hinten die klassischen Rundleuchten. Eine Hommage an die Vorgänger des Sportmodells aus den 60er- und 70er-Jahren. Ein schönerer Innenraum für den Nissan GT-RTrotz beschworenem „Anti-Luxus“ gibt es im Innenraum, ja, mehr Luxus. Armaturenbrett und Instrumententafel wurden neu gestaltet und mit Leder ummantelt. Der Touchscreen-Monitor des Navigationssystems wächst auf acht Zoll. Dafür gibt es weniger Knöpfe, nämlich 11 statt 27. Zudem verbesserte Nissan die Dämmung, für weniger Außengeräusche - nicht für weniger V6-Beschallung. Fahrdaten und Verbrauch sind noch nicht bekanntWie schnell der GT-R in seiner neusten Ausbaustufe wird, das behält Nissan noch für sich. Auch der Verbrauch bleibt vorerst geheim. Hier greift der oberste Chef selbst in die Debatte ein. Carlos Ghosn zur „Sozialverträglichkeit“ solcher Fahrzeuge: „Wir verkaufen Millionen von Fahrzeugen im Jahr, darunter gerademal 2.200 GT-R. Selbst wenn wir den Verbrauch unseres Sportlers um etliche Prozent senken könnten, würde sich das beim Gesamtverbrauch aller unserer Modelle erst an der x-ten Stelle hinterm Komma auswirken“. Fans sind diese Rechenübungen ohnehin egal. Sie wird nur ärgern, dass es den neuen GT-R erst ab Mitte des Jahres gibt. Und dass der Preis der Basisversion weiterhin bei rund 100.000 Euro liegen wird. |
