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Mercedes S-Klasse 2013 - Neun Gänge und sieben Varianten machen die neue S-Klasse einmalig

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Im Sommer blitzt in Stuttgart der schönste Stern des Jahres auf. Die neue S-Klasse kommt. Mit mehr Komfort, mehr Technik, maximaler Sicherheit. Noch neuer ist nur die Zahl der Varianten.

Die neue S-Klasse 2013, hier noch am Computer gezeichnet Die neue S-Klasse 2013, hier noch am Computer gezeichnet Quelle: Reichel Car Design

Von MOTOR-TALK-Reporter Michael Specht
Das muss erst mal jemand nachmachen. Noch im letzten Jahr vor ihrer Ablösung war die Mercedes S-Klasse die meistverkaufte Luxus-Limousine weltweit. Jetzt läuft der Anlauf für das Nachfolgemodell, intern W 222 genannt. Es ist nicht nur der Technologieträger im Stuttgarter Konzern, sondern auch das Symbol für German Engineering. „Unser Anspruch ist klar definiert: Das beste Auto der Luxusklasse zu bauen“, sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche. Die neue S-Klasse kommt im September auf den Markt. Gezeigt wird sie das erste Mal im Juli, abseits aller Messen. Der Ort der Weltpremiere wird die Hansestadt Hamburg.

Eine modische S-Klasse wäre ein Desaster


Das Styling muss sitzen, da kann sich Designchef Gorden Wagener nicht mehr auf „Altlasten“ seines Vorgängers Peter Pfeiffer berufen. Für das Flaggschiff der Marke trägt der 44-Jährige jetzt komplett allein die Verantwortung. Seiner Beschreibung zufolge wird das Spitzenmodell opulenter. „Die S-Klasse erhält mehr Präsenz“, so Wagener. Dennoch soll sie dynamisch wirken. Optisch ein schmaler Grat.
Man weiß um die konservative Klientel in diesem Fahrzeugsegment. Eine „modische“ S-Klasse wäre ein Desaster. „An diesem Mercedes wird Wagener gemessen“, sagte kürzlich ein ehemaliges Daimler-Vorstandsmitglied zum MOTOR-TALK-Reporter

Die S-Klasse in 7 Varianten


Neue Varianten sollen dazu beitragen, den Absatz von derzeit rund 80.000 Autos jährlich zu verdoppeln. Insgesamt sind sieben Modelle in Planung. Nie zuvor in der Geschichte der S-Klasse hatte der Käufer eine solch große Auswahl. Neben der 5,06 Meter langen Normalversion wird es eine Variante mit 20 Zentimeter längerem Radstand geben. Darüber hinaus bietet Mercedes als reine Chauffeurs-Limousinen eine XL- sowie eine noch längere XXL-Version an. Beide sollen den glücklosen Maybach beerben. Vermutlich wird für die Superlang-Version ein Name wiederbelebt, den Mercedes schon in den 60er-Jahren prominent nutzte: Pullmann.

Ein S wie ein Aston Martin?


Ein Jahr nach der Limousine folgt das S-Klasse-Coupé (C 217). Ein Auto, das früher behäbig und schnell in einem war. Und das künftig deutlich kompakter wird. Es soll ein zweitüriger Sportwagen werden. „Wir spielen damit in Sachen Emotionalität in der Liga Aston Martin“, sagt Wagener. Sehen werden wir die erste Version davon noch auf der IAA im Herbst.

Ein Cabrio für Kalifornien


Derivat Nummer sechs wird intern unter A 217 geführt. Dahinter steckt das Cabrio der S-Klasse (Debüt: voraussichtlich 2015). Angelehnt an das Coupé wird auch dieser Wagen sportlicher. Beim Bau des Verdecks sind die Spezialisten von Magna in Österreich im Gespräch. Vor allem die US-Kunden in Kalifornien erwarten dieses Modell sehnsüchtig. Ein Beau für die Reichen von Hollywood auf den Boulevards von Beverly Hills. Für die Kunden, denen die Limousine noch zu brav wird, denken die Daimler-Entwickler über ein viertüriges Coupé (C 222) im Stile des CLS nach. Eine finale Entscheidung steht noch an.

Diesel-Hybrid mit Plug-in kommt


Technisch fährt die S-Klasse nicht vollständig auf der neuen MRA (Mercedes Rear Wheel Drive Architecture), sondern erhält eigene Heckantriebskomponenten. Als Aggregate kommen überarbeitete Sechs- und Achtzylinder sowie Vier- und Sechszylinder-Diesel zum Einsatz. Auch der V12 bleibt im Programm, allerdings nur über die Tuning-Tochter AMG. Daneben gibt es Benzin- und Diesel-Hybride, recht zügig als Plug-in-Version. Die Rede ist von 2014.

Zum ersten Mal mit neun Gängen


Die neue Sechszylinder-Reihenmotor-Generation OM 656 erreicht die S-Klasse 2016. Sie sollen aufgrund ihrer Bauart geschmeidiger laufen als die derzeitigen V6-Motoren – und sparsamer werden. Entwickelt wird dazu eine eigene Neungang-Automatik, die zu allen Triebwerken passt. Besser als alle anderen Autos soll die S-Klasse beim Thema Komfort und Sicherheit sein. Neben einer Vielzahl von Assistenzsystemen, die teils schon in Richtung autonomes Fahren gehen, wird es unter anderem den Magic Carpet geben. Hier scannt ein Stereo-Kamerasystem die Fahrbahn bis zu 25 Meter im Voraus und passt Federung und Dämpfung entsprechend an. Insassen sollen so komfortabel reisen wie es in einem Auto nie zuvor möglich war.

Quelle: MOTOR-TALK
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130 Kommentare:

Dumm gelaufen. Die alten, die die Folgen davon nicht mehr tragen müssen haben für einen Ausstieg gestimmt.
Die Jungen Leute knapp über 20, die noch mehr als 60 Jahre mit dieser Entscheidung leben müssen, haben mit großer Mehrheit dagegen gestimmt.

Dumme alte Menschen.
Da sieht man mal die negativen Folgen von direkter Demokratie!

http://i.dailymail.co.uk/.../...ow_different_ag-m-11_1459672827371.jpg

Avatar von Spiralschlauch42181
Fri Jun 24 13:59:34 CEST 2016

Im Hinblick auf die japanischen Hersteller kann man auch noch einen Blick auf die Türkei werfen. Dort haben unter anderem Toyota und Honda ein Werk. Wenn der Mafiakönig Adolf Erdogan so weitermacht wie bisher, kündigen die Europäer zurecht die Zusammenarbeit mit der Türkei auf und man kann sich Gedanken über Einfuhrzölle machen, damit dem Vollkasper aus Ankara mal wieder etwas Bodenhaftung zukommt.

Toyota hat ein Werk in Frankreich, da sind sie auf der sicheren Seite. Die Briten könnten wieder eine Mitgliedschaft in der EFTA anstreben, bzw. das "Schweizer Modell", dann würden die Handelsbarrieren im Rahmen bleiben.

Da haben die Briten alles richtig gemacht!

Avatar von där kapitän "Vectra B - geschädigt"
Opel
Fri Jun 24 14:02:33 CEST 2016

Da sind sie wieder, die lupenreinen Demokraten, wenn ihnen ein Wahlergebnis nicht passt.

13.000 Euro würde jeden Deutschen der Brexit nun kosten, also ein netter Kleinwagen.
Dass uns wegen irgendwelcher Schuldner- und Bankenrettung pro Kopf eine S-Klasse verloren geht, geschenkt.

200.000 Euro pro Brite, was man an EU-Mitgliedsbeitrag spart. Wohin nur mit dem Geld? Die sind ja wirklich nicht zu beneiden.

Ja ja.

cheerio

Zitat:

@VectraBSport schrieb am 24. Juni 2016 um 14:02:08 Uhr:


Da haben die Briten alles richtig gemacht!

Eher nicht. Das ist eher ein Rückfall in die Zeit vor dem letzten Krieg, was daraus wurde ist ja bekannt.

Avatar von där kapitän "Vectra B - geschädigt"
Opel
Fri Jun 24 14:05:59 CEST 2016

Wie ist das eigentlich mit Norwegen, Island und der Schweiz? Schicken wir da aus Brüssel immer noch Rosinenbomber hin oder kommen die jetzt alleine klar?

Nur so eine Frage.

cheerio

Avatar von Neronbg "VCDS / VCP"
Audi
Fri Jun 24 14:06:55 CEST 2016

Zitat:

@VectraBSport schrieb am 24. Juni 2016 um 14:02:08 Uhr:


Da haben die Briten alles richtig gemacht!

Seh ich auch so.

Ich hoffe das weitere folgen.

Zitat:

@Neronbg schrieb am 24. Juni 2016 um 14:06:55 Uhr:



Zitat:

@VectraBSport schrieb am 24. Juni 2016 um 14:02:08 Uhr:


Da haben die Briten alles richtig gemacht!
Seh ich auch so.
Ich hoffe das weitere folgen.

Seid ihr zwei dann auch die ersten die Herumheulen, weil alles wieder teurer wurde? Oder man beim Reisen wer weiß wie lange warten muss uU usw...

Zitat:

@hudemcv schrieb am 24. Juni 2016 um 13:59:33 Uhr:


Dumm gelaufen. Die alten, die die Folgen davon nicht mehr tragen müssen haben für einen Ausstieg gestimmt.
Die Jungen Leute knapp über 20, die noch mehr als 60 Jahre mit dieser Entscheidung leben müssen, haben mit großer Mehrheit dagegen gestimmt.

Dumme alte Menschen.
Da sieht man mal die negativen Folgen von direkter Demokratie!

http://i.dailymail.co.uk/.../...ow_different_ag-m-11_1459672827371.jpg

Dumm? Aus der Statistik geht nichts über den Bildungsgrad der verschiedenen Altersgruppen hervor. Zumal von "großen Mehrheiten" nicht die Rede sein kann bei zweistelligen "Undecided"-Prozentzahlen.

Direkte Demokratie? Das ist die einzige Art von Demokratie, bei der ich mir noch nicht wie in einer Diktatur vorkomme.

Zudem glaube ich bei jungen Menschen in anderen europäischen Ländern wie Spanien und Frankreich angesichts von Rekordarbeitslosigkeit nicht an eine große EU-Euphorie unter den jungen.

Zitat:

@där kapitän schrieb am 24. Juni 2016 um 14:05:59 Uhr:


Wie ist das eigentlich mit Norwegen, Island und der Schweiz? Schicken wir da aus Brüssel immer noch Rosinenbomber hin oder kommen die jetzt alleine klar?

Nur so eine Frage.

cheerio

Denen geht es eigentlich sehr gut, ich kann nur von Norwegen und der Schweiz sprechen. Mit Island kenne ich mich nicht aus.

Der Schweizer Wirtschaft geht es gut, der Handel mit der EU funktioniert auch ohne Mitgliedschaft und ohne Euro. Einzig der hohe Wert des Schweizer Franken schadet der Schweizer Wirtschaft.

Gut gemacht!

Ein Volk hat dem aufgeblähten, nicht mehr entscheidungsfähigem Monster EU gezeigt, was Sache ist.
Nicht die Engländer haben verloren, die EU, sie muss sich jetzt radikal sanieren, es gibt kein weiter mehr so.

Direkte Demokratie funktioniert nicht? Blablabla!! Das ist eine Sternstunde der Demokratie!

Zitat:

@hudemcv schrieb am 24. Juni 2016 um 14:08:10 Uhr:



Seh ich auch so.
Ich hoffe das weitere folgen.

Seid ihr zwei dann auch die ersten die Herumheulen, weil alles wieder teurer wurde? Oder man beim Reisen wer weiß wie lange warten muss uU usw...

Wenn ich nichts zu verzollen habe, kann ich einfach und problemlos in die Schweiz einfahren ohne Wartezeit.

Zitat:

@Vega-Driver schrieb am 24. Juni 2016 um 14:15:24 Uhr:


Gut gemacht!

Ein Volk hat dem aufgeblähten, nicht mehr entscheidungsfähigem Monster EU gezeigt, was Sache ist.
Nicht die Engländer haben verloren, die EU, sie muss sich jetzt radikal sanieren, es gibt kein weiter mehr so.

Direkte Demokratie funktioniert nicht? Blablabla!! Das ist eine Sternstunde der Demokratie!

Danke!

Zitat:

@Neronbg schrieb am 24. Juni 2016 um 14:06:55 Uhr:



Zitat:

@VectraBSport schrieb am 24. Juni 2016 um 14:02:08 Uhr:


Da haben die Briten alles richtig gemacht!
Seh ich auch so.
Ich hoffe das weitere folgen.
Richtig gemacht schon, hoffe allerdings nicht das weitere folgen.

Ich hoffe eher, dass langsam mal ein Umdenken in der EU stattfindet. Grundsätzlich ist die EU eine gute Sache, aber erkläre mal einem Engländer, Deutschen, Niederländer, Franzose usw. warum er beispielsweise für die Griechenland Rettung Milliarden von Euro verpulvern musste.....

Das nächste grosse EU Thema was ansteht ist die europäische Einlagensicherung, d. h. der deutsche (aber nicht mehr der englische) Sparer/Banken haften auch für Einlagen in Griechenland, Spanien, Portugal usw..

Solange so ein Mist in der EU passiert, kann ich / man Nettozahler wie UK und den Brexit verstehen.