Der Autozulieferer Takata will sich nach dem Airbag-Skandal mit der US-Justiz in einem Vergleich einigen. Er könnte rund eine Milliarde Dollar Strafe umfassen.
New York/Washington - Autozulieferer Takata steht einem Bericht des "Wall Street Journal" (Donnerstag) zufolge kurz vor der Einigung mit den US-Behörden. Das japanische Unternehmen und das Justizministerium dürften an diesem Freitag einen Vergleich schließen, der auch ein Schuldgeständnis umfasse. Takata soll darin kriminelle Handlungen zugeben. Insgesamt dürfte die Einigung das Unternehmen rund eine Milliarde Dollar (940 Mio. Euro) kosten. Die US-Justiz wirft dem Hersteller vor, irreführende Angaben zum Airbag-Debakel gemacht und Informationen zurückgehalten zu haben. Takata wollte den Bericht auf Nachfrage nicht kommentieren. Defekte Airbags des japanischen Zulieferers machen der Autoindustrie schon lange zu schaffen. Die Mängel haben in den USA zum Rückruf von fast 70 Millionen Airbags geführt. Die US-Verkehrsaufsicht geht von mindestens elf Todesfällen im Zusammenhang mit dem Problem aus. Quelle: dpa |