Tesla muss die PS-Angaben des Model S korrigieren – und zwar nach unten. Der Grund: Der Akku kann nicht beide Motoren mit Volllast betreiben. Der Unterschied: 233 PS.
Berlin – Es tut sich etwas auf der Tesla-Seite. Doch die entscheidende Neuerung fällt kaum ins Auge. Das Topmodell des Tesla Model S hat plötzlich deutlich weniger Leistung als zuvor. Statt mit 772 PS wird der P85D mit einer Systemleistung von maximal 539 PS angeboten – 233 PS weniger. Dabei hat Tesla am Antrieb des Fahrzeugs rein gar nichts geändert. Quelle: Tesla Der Grund für die vermeintliche Leistungsminderung sind EU-Richtlinien. Diese zwingen Tesla dazu, die tatsächlich zu erreichende Nennleistung des Model S anzugeben. Bisher hatte der amerikanische Hersteller die Leistung der beiden Elektromotoren einfach addiert. Bei einem 510-PS-Motor an der Hinterachse und einem 262-PS-Motor an der Vorderachse ergab dies 772 PS. Doch die konnte das Model S in Wirklichkeit niemals liefern. Denn der 85-kWh-Akku kann nicht beide Motoren gleichzeitig mit der für Volllast benötigten Leistung versorgen. Tesla muss deswegen die „Batteriebegrenzte Motorwellen-Höchstleistung“ angeben, die beim P85D bei „nur“ 539 PS liegt. Dies habe aber rein gar nichts mit den Fahrleistungen zu tun, sagt Tesla und hofft, die Kundschaft damit zu trösten. Das Drehmoment von 967 Newtonmetern und auch die Beschleunigungszeiten (0 – 100 km/h in 3,3 oder 3,0 Sekunden) blieben erhalten. Trotzdem dürften einige Model-S-Käufer verärgert sein. Denn sie hatten ursprünglich ein Auto mit 772 PS gekauft. |