Neu entwickeltes Licht soll Unfälle an Bahnübergangen verhindern
Blitzlicht soll Bahnübergänge sicherer machen
Mit dem "Peri-Light" könnten in Zukunft Unfälle an unbeschränkten Bahnübergängen verhindert werden. Das pulsierende Licht soll die Aufmerksamkeit des Fahrers schärfen.
Quelle: DLR
Berlin - Mit einem neuen Blitzlicht-System sollen Unfälle an unbeschränkten Bahnübergängen verhindert werden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat die Technik entwickelt. Autofahrer werden durch das sogenannte „Peri-Light“ dazu animiert, nach links und rechts zu schauen, um so einen herannahenden Zug rechtzeitig wahrzunehmen.
Quelle: DLR
Das Blitzlicht ist neben den Gleisen, etwa 40 bis 60 Meter links und rechts vom Bahnübergang angeordnet. Passiert der Fahrer einen Sensor, der sich etwa 60 bis 80 Meter vor dem Übergang befindet, wird Peri-Light ausgelöst. Das Licht pulsiert zehnmal im Wechsel weiß und pink. Zuerst links und eine Sekunde später rechts. So soll es die instinktive Aufmerksamkeit des Verkehrsteilnehmers auf sich ziehen.
Unkenntnis, Unaufmerksamkeit und Leichtsinn sind laut DLR die Hauptgründe für Kollisionen: So haben Forschungen des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik ergeben, dass ein Großteil der Auto-, Motorrad- und Lkw-Fahrer an Bahnübergängen nicht nach einem sich nähernden Zug schaut. Etwa jeder vierte Unfall an einem Bahnübergang endet laut DLR tödlich. Allein im Netz der Deutschen Bahn gibt es gut 18.000 Bahnübergänge, weniger als die Hälfte sind technisch nicht gesichert. Lediglich ein Andreaskreuz kennzeichnet den Vorrang der Schienenfahrzeuge. Etwa 95 Prozent aller Unfälle an Bahnübergängen sind auf Fehlverhalten der Straßenverkehrsteilnehmer zurückzuführen.
Da Peri-Light nicht durch den Zug, sondern durch den Autofahrer ausgelöst wird, ist das System laut DLR deutlich günstiger als technische Lösungen, die in die Schienen-Infrastruktur eingebunden werden müssen. Das Projekt wurde vom Kultusministerium gefördert – ob es sich tatsächlich auf der Straße durchsetzt, bleibt allerdings abzuwarten.
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notting
Im Übrigen sitzt der Versager immer hinter dem Autolenkrad. Die Bahn ist an ihre Schienen gebunden und kann daher nicht ausweichen. Ausserdem ist aufgrund der beschleunigten Masse der Bremsweg derartig lang, dass der Lokführer eigentlich gar nicht bremsen bräuchte, wenn er ein Hindernis auf der Schiene sieht. Den Zusammenprall kann er nicht verhindern. Mit viel Glück sind die Folgen etwas gemildert.
Bevor derart sinnvolle Maßnahmen Eingang in die StVO finden, vergehen in D
Jahre, und irgendein Bedenkenträger verhindert´s dann, was vielen wieder das Leben kostet.
Die Niederlande sind da pragmatischer, da wird gehandelt, nicht alles zu Tode diskutiert.
https://www.youtube.com/watch?v=32oJZdoXFqI
Hier sieht man auch mal schön wie dieser Bahnübergang schafft alles zu blockieren. Die Linksabbieger stauen sich zurück, relativ schnell stehen die auch auf der Durchgangsspur und dann staut sichs zurück bis zum Kreisel, im Feierabend auch mal bis zur Autobahnbrücke die man am Anfang des Videos sieht.
Fahrzeuge mit derartig beschissenen Reibungswerten bei Vollbremsungen hätte man im Straßenverkehr längst aus dem Verkehr gezogen, aber auf den Schienen ist's ja kein Problem, die Fahrzeuge/Gespanne dort wiegen ja im Schnitt nur ein Vielfaches 😤
Und es passiert sehr wohl, dass die Bahn bzgl. Schranken einfach Mist macht!
notting
Die Teile sind dann dreimal so teuer wie ein Schrankensystem...
Jede(r), der einen Führerschein gemacht hat, weiß wie er/sie sich an einem Bahnübergang verhalten muss.
An fast allen tödlichen Unfällen waren die Autofahrer selbst schuld.
Und es sind nicht nur die tödlichen Unfälle, wo der Autofahrer die Schuld trägt.
neben dem grundsätzlichen im umgang dazu in der fahrschule...
Vor allem Ampelanlagen auf Parallelstraßen zur Bahnstrecke... geht die Schranke runter, schaltet die Ampel für die GERADEAUSSPUR auf rot?!?! Da bekommt man jedesmal nen Krampf...
notting
Ein 40t-zGM-LKW (prinzipiell bedingt recht gute Bremswirkung bei intakter Bremse) darf max. 80km/h fahren (in der Praxis wird eher Richtung 90km/h gefahren). Ein Triebwagen mit beschisseneren Bremsen und 40t Leer(!)masse darf bis zu 120km/h fahren, auch wenn direkt neben den Schienen ein Wohngebiet mit 30er-Zone ist (wo eben auch der LKW nur 30km/h fahren darf).
notting
Wenn man deinen Gedankengängen folgen würde, dürfte niemals irgendwo ein Flugzeug landen, die haben im Vergleich zu ihrer Masse und Grösse geradezu microskopische Bremsen.
Unsinn, Flugzeuge haben Gummi-Räder wie Kfz, also auf jeden Fall deutlich besser als Metall auf Metall! Reibungswerte der Materialkombinationen haben nix mit der Masse zutun!
notting