Toyota Proace, Citroën Jumpy, Peugeot Expert: Fahrt, Motoren, Preise
Diese Drei haben was auf dem Kasten
verfasst am Sat Jun 04 08:04:08 CEST 2016
Sie kommen alle vom gleichen Band und doch gibt es kleine Unterschiede: Toyota Proace, Citroën Jumpy und Peugeot Expert fahren in eine neue Runde.
Citroën Jumpy: Wie seine Brüder Peugeot Expert und Toyoat Proace kommt er aus dem PSA-Werk im nordfranzösischen Valenciennes
Quelle: PSA
Paris/Köln – Wir geben es zu: Boxen ist spannender. Aber auch in der Drei-Tonnen-Klasse der Transporter gibt es bald etwas Spannung. Nachdem Renault, Mercedes, Ford, Iveco und VW ihre Transporter-Modelle bereits erneuert oder überarbeitet haben, bringen Citroën und Peugeot Mitte Juni ihre neuen Jumpy und Expert auf den Markt. Im September folgt außerdem der baugleiche Toyota Proace. Anders als beim Vorgänger, den die Japaner nur einkauften, handelt es sich diesmal um ein richtiges Gemeinschaftsprojekt.
Die beiden Franzosen sind als Kasten, Doppelkabine, Kombi oder reine Plattform und zu Preisen ab 22.990 Euro netto (27.358 Euro brutto) erhältlich. Die Pkw-Versionen (Bus für bis zu neun Personen) hören auf die Namen Spacetourer (Citroën) sowie Traveller (Peugeot) und kommen im September auf den Markt. Die Pkw-Version heißt bei Toyota Proace Verso. Mit einem Einstiegspreis von 20.900 Euro netto (24.871 Euro brutto) ist der Japaner etwas günstiger als die baugleichen französischen Brüder.
Alle drei Autos gibt es in drei verschiedenen Längen und in verschiedenen Komfortstufen, darunter eine Pkw-Version für Familien oder Shuttle-Services
Quelle: PSA
Drei Autos, drei Längen
Laden können alle drei das Gleiche: Die Transporter kommen in drei Längen (4,60, 4,95 und 5,30 Meter), zwei Höhen (1,90 und 1,93 Meter) und mit zwei Radständen (2,97 und 3,29 Meter). Das Ladevolumen variiert zwischen 5,10 und 6,60 Kubikmetern. Die maximale Nutzlast liegt bei 1.400 Kilogramm. In Einheiten „Europalette“ ausgedrückt: In die Langversion passen bis zu drei Paletten, die mittlere und kurze Variante nehmen je zwei auf.
Geladen werden können in der kurzen Version Gegenstände bis zur einer Länge von 3,30 Metern. Wie beim Renault Trafic gibt es auch bei Jumpy und Expert eine Öffnung in der Trennwand. Durch diese können bei hochgeklappten Beifahrersitz lange Transportgüter verstaut werden. So stehen dann in der Langversion bis vier Meter Nutzlänge zur Verfügung.
Die Basis kommt nackt
Dem Trend entsprechend gibt es auch für Transporter allerlei Extras und Assistenten: Abstandswarner, Rückfahrkamera, autonomes Bremssystem, Head-up-Display, modernes Infotainmentsystem mit Smartphoneanbindung und ein Touchscreen-Navigationssystem. Dazu gibt es erstmals bei einem Transporter die Möglichkeit, die seitlichen E-Schiebetüren per Fußbewegung zu öffnen und zu schließen. Diese Features sind aber aufpreispflichtig.
Fahrzeuge, die im Basisniveau vom Band rollen, sind transportertypisch kaum ausgestattet. Elektrische Fensterheber, Radiovorbereitung und der Fahrerairbag gehören hier zum Serienumfang. Klimaanlage oder Radio nicht. Serienmäßig sind beim Proace unter anderem drei Sitze in der ersten Reihe, eine Schiebetür auf der Beifahrerseite (beidseitige Schiebetüren optional), Tempomat und Geschwindigkeitsbegrenzer
Die Leistung der Dieselmotoren in Jumpy, Expert und Proace reicht von 95 bis 180 PS
Quelle: PSA
Motoren für Jumpy, Expert und Proace
Bei den drei Kasten arbeiten die aus der Vorgängergeneration bekannten Diesel: zwei 1,6-Liter-Aggregate mit 95 PS und 115 PS sowie drei 2,0-Liter-Triebwerke mit 122 PS, 150 PS und 180 PS. Die Kraftübertragung erfolgt beim Basismotor über ein Fünfgang-Schaltgetriebe. Die anderen sind an Sechsgang-Getriebe gekoppelt, die stärkste Version an eine Sechsgang-Automatik. Die Motoren entsprechen der EU-6-Abgsnorm.
Bei den von den Kunden favorisierten 122-PS- und 150-PS-Varianten fließen durchschnittlich 5,3 Liter Treibstoff durch die Leitungen. Drehmomente von 340 und 370 Newtonmetern sorgen hier zudem für genügend Durchzugskraft.
Die Basis der Autos dagegen kommt nackt - im Toyota Proace fehlen Klima und Radio
Quelle: Toyota
Kurze Probefahrt in den Franzosen
Mit dem Wendekreis von 11,30 Metern gelingt das Rangieren in Expert und Jumpy leicht. Das Handling erinnert an einen Pkw - kein Wunder bauen die Vans auf der PSA-Plattform EMP2 auf, die unter anderem für den Peugeot 308 und Citroën C4 Picasso genutzt wird.
Fahrer und Beifahrer kommen bequem unter. Ein zweiter Beifahrer sollte schmal um die Hüften sein. Langbeinige Insassen stoßen zudem schnell an den Armaturenträger. Schön: Die üblichen Ablagen und Staufächer sowie die zur Laptop-Auflage umklappbare Mittelsitzlehne sind Standard. Ob sich der Japaner im Bunde auch so entspannt fährt, können wir leider noch nicht sagen. Denn obwohl bei Handwerkern Pünktlichkeit angesagt ist, lässt Toyota sich noch etwas Zeit.
Weitere Infos zu Motoren und Maßen den drei Kastenwagen findet Ihr in diesem Artikel.
Alle drei Autos gibt es in drei verschiedenen Längen und in verschiedenen Komfortstufen, darunter eine Pkw-Version für Familien oder Shuttle-Services
Quelle: PSA
Blick in den neuen Citroën Jumpy
Quelle: PSA
Ziemlich ähnlich: Jumpy und Expert unterscheiden sich hauptsächlich an der Front - und bei den Emblemen
Quelle: PSA
Für alle drei Auto stehen insgesamt fünf Diesel zur Wahl
Quelle: PSA
Die Leistung der Dieselmotoren in Jumpy, Expert und Proace reicht von 95 bis 180 PS
Quelle: PSA
Moderne Kastenwagen brauchen scheinbar einige Assistenzsysteme. Das Trio bietet jedenfalls viele - optional
Quelle: PSA
Die Basis der Autos dagegen kommt nackt - im Toyota Proace fehlen Klima und Radio
Quelle: Toyota
Ein Blick in den Laderaum des Proace
Quelle: Toyota
Toyota Proace - Innenraum Detail
Quelle: Toyota
Toyota Proace - Innenraum
Quelle: Toyota
Sehr interessante Kastenwagen. Ein Bild vom Innenraum der Busversion wäre nett gewesen.
Ansonsten aber: alle erfüllen EU6. Aber wie ?
Die Zeiten dürften vorbei sein, dass man ohne weitere, wenn auch nur kurze Beschreibung der EU6-Einhaltung, Neufahrzeuge mit Dieselmotoren veröffentlichen kann. Das reicht wohl nicht mehr.
Ein paar weitere Infos zu den Modellen gibt es hier: http://www.peugeot-professional.de/neuer-expert/
Zum Thema Euro 6: Wie bei allen PSA Motoren setzt man konsequent auf den SCR-Kat mit AdBlue.
Ein paar weitere Infos zu den Modellen gibt es hier:
http://www.peugeot-professional.de/neuer-expert/
Zum Thema Euro 6: Wie bei allen PSA Motoren setzt man konsequent auf den SCR-Kat mit AdBlue.
Das steht in diesem Artikel aber nicht (nicht nur hier).
Ich meine ganz einfach: wenn die Dieselmotoren SCR haben, sollte man das künftig auch angeben. Dann übrigens auch beide Tankvolumen (Diesel und AdBlue). Einschließlich dann auch: kann der Fahrer unkompliziert AdBlue nachtanken ?
Das scheint man (auch in der Automobilindustrie) immer noch nicht zu begreifen oder begreifen zu wollen.
Obwohl sich das immer mehr zum Kaufkriterium für viele Nutzer entwickelt und viele inzwischen auch die tatsächliche Sinnhaftigkeit der EU6-Norm begriffen haben.
Ansonsten sind die Typen wirklich interessant (auch die Combis). Gefallen mir gut.
http://p283280.mittwaldserver.info/.../index.html#p=1
Ich bin soweit, dass bei mir Tankvolumen und Adblue (ja/nein) mit in die Entscheidung einfliessen, soll heissen, der Tank muss gross ein und es darf kein Adblue vorhanden sein, das ist für mich ein KO-Kriterium.
Ich bin soweit, dass bei mir Tankvolumen und Adblue (ja/nein) mit in die Entscheidung einfliessen, soll heissen, der Tank muss gross ein und es darf kein Adblue vorhanden sein, das ist für mich ein KO-Kriterium.
Da dürfte dann wohl kaum einer der Diesel, die auch 2017 der RDE-Norm entsprochen sollen, infrage kommen.
Ich bin soweit, dass bei mir Tankvolumen und Adblue (ja/nein) mit in die Entscheidung einfliessen, soll heissen, der Tank muss gross ein und es darf kein Adblue vorhanden sein, das ist für mich ein KO-Kriterium.
Spätestens mit erscheinen des Handbuchs (online abrufbar) kann man diese Punkte klären. Das Tankvolumen für Kraftstoff steht bei PSA in der Regel auch in der normalen Preisliste.
Warum AdBlue ein KO-Kriterium ist, kann ich nicht nachvollziehen.
Multimeter48651
Im Gegensatz zu Renault und Ford wenigstens nicht so unglaublich überzeichnet und mit klaren Linien. Die Front könnte noch etwas ruhiger sein aber ansonsten schön unauffällig.
Batterietester39
@206driver
Bei Peugeot gefunden: http://www.peugeot.de/.../
Dort steht beschrieben, wie bzw. wo AdBlue eingefüllt wird und wird das Tankvolumen AdBlue angegeben. Das ist vorbildlich ! 😊
Die Auto-Journalisten sollten da mal detaillierter berichten, anstatt oberflächlig - und zwar zu allen Diesel-Neuerscheinungen, unabhängig vom Fabrikat. Trifft aber auch hier bei MT zu.
Schattenparker50835
In meinem überlassenen Passat B8 ist die AdBlue- Geschichte ganz ordentlich gelöst, der Tank lässt sich einfach von außen auffüllen. Das war bei vorherigen Modellen teilweise gar nicht möglich und sehr kompliziert.
Das Tankvolumen reicht für etwa 8000km. Da der Wagen ohne AdBlue nicht mehr laufen darf muss man immer schön nachfüllen.
Die praktischen Tankstellen gibt es bei mir in der Region nicht, also muss man regelmäßig mit Kansiter von Amazon nachfüllen. Für ältere Personen oder Unwissende kaum möglich.
In Zukunft sollte die reale AdBlue- Reichweite und der Verbrauch mit angegeben werden, ist schließlich auch ein Kostenfaktor.
Spannungsprüfer51428
Nicht schlecht, die Teile. Als Kastenwagen in der kleinsten Version werden die wohl bei uns einen alten Caddy ersetzen, wenn der Preis passt.
Spiralschlauch42181
Ich habe es schon mal geschrieben, von Toyota bin ich beim Minibus sehr enttäuscht. Hier wurde einfach wieder nur nach dem Prinzip es lebe billig gearbeitet ein ein französisches Fahrzeug mit Stinkerdiesel auf den Markt geworfen.
Das ist nicht nur rückständig sondern auch mutlos, denn man hat im Konzern eine ganze Serie von Großraumvans (Noah, Voxy, Esquire, Estima, Alphard, Vellfire) welche in Japan sehr erfolgreich laufen und mit sauberem Hybridantrieb angeboten werden. Einige dieser Fahrzeuge werden in unterschiedlichen Variationen auch als Normalbenziner in Asien und Russland angeboten.
So bleibt für den Toyota Proace Verso nur zu sagen, dieser Großraumvan stinkt! 😤
Sehr interessante Kastenwagen. Ein Bild vom Innenraum der Busversion wäre nett gewesen.
Ansonsten aber: alle erfüllen EU6. Aber wie ?
Die Zeiten dürften vorbei sein, dass man ohne weitere, wenn auch nur kurze Beschreibung der EU6-Einhaltung, Neufahrzeuge mit Dieselmotoren veröffentlichen kann. Das reicht wohl nicht mehr.
Ein paar weitere Infos zu den Modellen gibt es hier:
http://www.peugeot-professional.de/neuer-expert/
Zum Thema Euro 6: Wie bei allen PSA Motoren setzt man konsequent auf den SCR-Kat mit AdBlue.
Also mich überzeugen die jetzt schon 😆 ......ich bin nur erst erschrocken, dass die auf EMP2 aufbauen, aber wenn es funktioniert.......
😉
Ich meine ganz einfach: wenn die Dieselmotoren SCR haben, sollte man das künftig auch angeben. Dann übrigens auch beide Tankvolumen (Diesel und AdBlue). Einschließlich dann auch: kann der Fahrer unkompliziert AdBlue nachtanken ?
Das scheint man (auch in der Automobilindustrie) immer noch nicht zu begreifen oder begreifen zu wollen.
Obwohl sich das immer mehr zum Kaufkriterium für viele Nutzer entwickelt und viele inzwischen auch die tatsächliche Sinnhaftigkeit der EU6-Norm begriffen haben.
Ansonsten sind die Typen wirklich interessant (auch die Combis). Gefallen mir gut.
http://p283280.mittwaldserver.info/.../index.html#p=1
Wenn ich mir die Preisliste ansehe, ist der Peugeot doch sehr interessant
Lieferwagen mit 1,4 to Nutzlast ?
Da wird versicherungstechnisch wohl kein PKW Tarif passen.
Ich bin soweit, dass bei mir Tankvolumen und Adblue (ja/nein) mit in die Entscheidung einfliessen, soll heissen, der Tank muss gross ein und es darf kein Adblue vorhanden sein, das ist für mich ein KO-Kriterium.
Warum AdBlue ein KO-Kriterium ist, kann ich nicht nachvollziehen.
Im Gegensatz zu Renault und Ford wenigstens nicht so unglaublich überzeichnet und mit klaren Linien. Die Front könnte noch etwas ruhiger sein aber ansonsten schön unauffällig.
@206driver
Bei Peugeot gefunden:
http://www.peugeot.de/.../
Dort steht beschrieben, wie bzw. wo AdBlue eingefüllt wird und wird das Tankvolumen AdBlue angegeben. Das ist vorbildlich ! 😊
Die Auto-Journalisten sollten da mal detaillierter berichten, anstatt oberflächlig - und zwar zu allen Diesel-Neuerscheinungen, unabhängig vom Fabrikat. Trifft aber auch hier bei MT zu.
In meinem überlassenen Passat B8 ist die AdBlue- Geschichte ganz ordentlich gelöst, der Tank lässt sich einfach von außen auffüllen. Das war bei vorherigen Modellen teilweise gar nicht möglich und sehr kompliziert.
Das Tankvolumen reicht für etwa 8000km. Da der Wagen ohne AdBlue nicht mehr laufen darf muss man immer schön nachfüllen.
Die praktischen Tankstellen gibt es bei mir in der Region nicht, also muss man regelmäßig mit Kansiter von Amazon nachfüllen. Für ältere Personen oder Unwissende kaum möglich.
In Zukunft sollte die reale AdBlue- Reichweite und der Verbrauch mit angegeben werden, ist schließlich auch ein Kostenfaktor.
Nicht schlecht, die Teile. Als Kastenwagen in der kleinsten Version werden die wohl bei uns einen alten Caddy ersetzen, wenn der Preis passt.
Ich habe es schon mal geschrieben, von Toyota bin ich beim Minibus sehr enttäuscht. Hier wurde einfach wieder nur nach dem Prinzip es lebe billig gearbeitet ein ein französisches Fahrzeug mit Stinkerdiesel auf den Markt geworfen.
Das ist nicht nur rückständig sondern auch mutlos, denn man hat im Konzern eine ganze Serie von Großraumvans (Noah, Voxy, Esquire, Estima, Alphard, Vellfire) welche in Japan sehr erfolgreich laufen und mit sauberem Hybridantrieb angeboten werden. Einige dieser Fahrzeuge werden in unterschiedlichen Variationen auch als Normalbenziner in Asien und Russland angeboten.
So bleibt für den Toyota Proace Verso nur zu sagen, dieser Großraumvan stinkt! 😤