Interview: Elon Musk über Ölpreis, Tunnel und Robotertaxis
Elon Musk: "Brennstoffzellen sind lächerlich"
In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat Tesla-Chef Elon Musk über seine Visionen gesprochen, über autonomes Fahren, Tunnel, die Brennstoffzelle und BMW.
Quelle: picture alliance / dpa
Hamburg - Elon Musk ist Milliardär und Visionär. Der 43-Jährige möchte mit seinen bis zu 691-PS-starken Batterieautos der massentauglichen Elektromoblität den Weg ebnen. Er möchte Menschen ins All fliegen lassen und den Hyperloop bauen. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (aktuelle Ausgabe) hat mit dem gebürtigen Südafrikaner gesprochen, über autonomes Fahren, die Brennstoffzelle, Tunnel und BMW.
In dem Interview stellt Musk klar, dass es für ihn bislang keine Alternative zu elektrischen Autos gibt. Plug-in-Hybride sind seiner Ansicht nach so etwas wie die Amphibienfahrzeuge der Elektromobilität. Sie könnten zwei Dinge, aber keines davon wirklich gut. Deshalb konzentriert sich Tesla auf eine Sache und "macht ein großartiges Elektroauto", sagte Elon Musk dem Magazin.
Für das Thema Wasserstoff, mit dem sich viele große Hersteller beschäftigen, hat Musk nur Kopfschütteln übrig. "Brennstoffzellen sind lächerlich", sagte er. Denn es bleibe die Frage, wo der Wasserstoff dafür herkommen soll. Und: "Pro gefahrene Meile verbraucht ein mit Brennstoffzellen angetriebenes Elektroauto unterm Strich dreimal mehr Energie als eines, das mit Batterien angetrieben wird", sagte Musk.
Dennoch investiert vor allem Toyota jede Menge Geld in die neue Technologie, die zumindest bei entsprechender Infrastruktur das Reichweitenproblem lösen könne. Musk hat dafür einen anderen Ansatz, der bereits im kommenden Monat auf den Markt kommt: ein Software-Update. Damit erkennen die Tesla-Modelle, wann sie außer Reichweite der nächstgelegenen Ladestation geraten und warnen den Fahrer.
Zudem sagte Musk, dass Tesla eventuell mit BMW kooperieren könnte. Die beiden Unternehmen sprächen über eine Zusammenarbeit bei Batterietechnik und Ladestationen. Erst kürzlich hatten Daimler und Toyota ihre Anteile an der US-Marke verkauft.
Der Tesla-Chef sieht sich aber nicht nur als Wegbereiter für die Elektromobilität. Er fördert auch das autonome Fahren. Schon jetzt ist jeder Tesla, der in den vergangenen zwei Monaten produziert wurde, mit einem Autopiloten ausgerüstet. Damit ließen sich 90 Prozent aller Kilometer fahren, hauptsächlich auf der Autobahn und im Stau, sagte Musk dem "Spiegel". In drei Jahren könnte dies auch in Wohnvierteln möglich sein.
Ein weiterer Schritt für eine bessere Mobilität sind nach Ansicht von Musk Tunnel. "Der Effekt wäre enorm. Wir leben in diesen dreidimensionalen Häusern mit sehr vielen Stockwerken, haben aber nur zweidimensionale Straßen", sagt Musk. Dafür gebe es zwei Lösungen: fliegende Autos oder Tunnel.
In dem Interview stellt Musk klar, dass es für ihn bislang keine Alternative zu elektrischen Autos gibt. Plug-in-Hybride sind seiner Ansicht nach so etwas wie die Amphibienfahrzeuge der Elektromobilität. Sie könnten zwei Dinge, aber keines davon wirklich gut. Deshalb konzentriert sich Tesla auf eine Sache und "macht ein großartiges Elektroauto", sagte Elon Musk dem Magazin.
Brennstoffzelle ist nicht effizient
Für das Thema Wasserstoff, mit dem sich viele große Hersteller beschäftigen, hat Musk nur Kopfschütteln übrig. "Brennstoffzellen sind lächerlich", sagte er. Denn es bleibe die Frage, wo der Wasserstoff dafür herkommen soll. Und: "Pro gefahrene Meile verbraucht ein mit Brennstoffzellen angetriebenes Elektroauto unterm Strich dreimal mehr Energie als eines, das mit Batterien angetrieben wird", sagte Musk.
Dennoch investiert vor allem Toyota jede Menge Geld in die neue Technologie, die zumindest bei entsprechender Infrastruktur das Reichweitenproblem lösen könne. Musk hat dafür einen anderen Ansatz, der bereits im kommenden Monat auf den Markt kommt: ein Software-Update. Damit erkennen die Tesla-Modelle, wann sie außer Reichweite der nächstgelegenen Ladestation geraten und warnen den Fahrer.
Zudem sagte Musk, dass Tesla eventuell mit BMW kooperieren könnte. Die beiden Unternehmen sprächen über eine Zusammenarbeit bei Batterietechnik und Ladestationen. Erst kürzlich hatten Daimler und Toyota ihre Anteile an der US-Marke verkauft.
Autonomes Fahren: In drei Jahren könnten wir soweit sein
Der Tesla-Chef sieht sich aber nicht nur als Wegbereiter für die Elektromobilität. Er fördert auch das autonome Fahren. Schon jetzt ist jeder Tesla, der in den vergangenen zwei Monaten produziert wurde, mit einem Autopiloten ausgerüstet. Damit ließen sich 90 Prozent aller Kilometer fahren, hauptsächlich auf der Autobahn und im Stau, sagte Musk dem "Spiegel". In drei Jahren könnte dies auch in Wohnvierteln möglich sein.
Ein weiterer Schritt für eine bessere Mobilität sind nach Ansicht von Musk Tunnel. "Der Effekt wäre enorm. Wir leben in diesen dreidimensionalen Häusern mit sehr vielen Stockwerken, haben aber nur zweidimensionale Straßen", sagt Musk. Dafür gebe es zwei Lösungen: fliegende Autos oder Tunnel.
Quelle: Der Spiegel
"Ein weiterer Schritt für eine bessere Mobilität sind nach Ansicht von Musk Tunnel. "Der Effekt wäre enorm. Wir leben in diesen dreidimensionalen Häusern mit sehr vielen Stockwerken, haben aber nur zweidimensionale Straßen", sagt Musk. Dafür gebe es zwei Lösungen: fliegende Autos oder Tunnel."
Ich will auch was von dem Zeug, was der Herr Musk so nimmt. Das scheint gut zu sein. 😆
Ich glaube der Herr Musk mußte noch nie vor einer Ladestation auf das Füllen eines Akkus warten.
Wenn ich mir die hiesigen Bauzeiten von Autobahnen angucke, kann man in der Zeit locker auch einen Tunnel bohren. Die geplante Bauzeit für die Erweiterung der A43 auf 3 Spuren je Richtung beträgt für 17km 10 Jahre. Da ist ein Tunnel deutlich schneller zu bohren...
Das mit dem Autopiloten finde ich höchst interessant. Weiß da wer was genaueres?
Seine "Reichweitenlösung" werde ich mir nochmal im Original durchlesen, das scheint mir doch etwas aus dem Kontext genommen um die Aussage so wie sie da steht für bare Münze nehmen zu können ^^.
Das komlette autonome Fahren wird dann eben irgendwann auch möglich sein. Allerdings wird auch Herr Musk diesen Termin nicht nach vorne Verschieben können, auch mit Milliarden und guten Willen nicht. Und die Voraussetzungen sind auf den breiten High- und Freeways mit stark limitiertem Tempo in den USA auch was anderes, als auf einer kurvigen Landstraße.
Für das Thema Wasserstoff, mit dem sich viele große Hersteller beschäftigen, hat Musk nur Kopfschütteln übrig. "Brennstoffzellen sind lächerlich", sagte er. Denn es bleibe die Frage, wo der Wasserstoff dafür herkommen soll. Und: "Pro gefahrene Meile verbraucht ein mit Brennstoffzellen angetriebenes Elektroauto unterm Strich dreimal mehr Energie als eines, das mit Batterien angetrieben wird", sagte Musk.
Aha. Offenbar hat Herr Musk übersehen, daß Honda und Toyota einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Nämlich die Autarkie des individuellen Haushaltes von netzabhängiger Stromversorgung. Stichwort: Honda Home Energy Station.
Herr Musk sieht seine Felle schwimmen. In 20 Jahren wird man über Autos, die aus Kohle- oder Kernkraftwerken mit Energie versorgt werden, wahrscheinlich nur müde lächeln.
Aber halt: Sollte ich da die Macht der Lobbys vergessen haben? Was machen dann RWE, e on oder Vattenfall? Hmm, da ist noch viel Arbeit in den nächsten Jahren für die Herrschaften. Wo kämen wir denn da hin? Brennstoffzellen für Strom- und Wärmeerzeugung zu Hause? Und dann noch als Abfallprodukt Wasserstoff bei der reversiblen Wasser-Elektrolyse zum Tanken des Brennstoffzellenautos.
Wie sagte doch neulich Herr Toyoda auf die Frage, woher denn bitte der Wasserstoff kommen solle:
".....es dürfte sich unter Physikstudenten des ersten Semesters herumgesprochen haben, daß Elektrolyse umkehrbar ist.....".
Offenbar hat Herr Musk NICHT Physik studiert.
Ja, das mit den diversen Assistenten kenn ich.
Ich wollte wissen, was das konkret bei einem aktuellen Tesla heißt. Was kann der jetzt, in welchen Geschwindigkeitsbereich und unter welchen Bedingungen?
Die ganzen Systeme taugen nur zum Teil bis gar nicht.
Ich will außerdem nie ein Auto NICHT selber fahren.
Das einzige, dass bis jetzt zu etwas taugt ist der Tempomat.
Wofür gibt es denn Marken wie Lambo,Porsche,Ferrari? Sicher nicht für Autopiloten. Aber irgendwie müssen ja die Ingenieure bezahlt werden 😉
Das kann ich machen, wenn ich Städte neu plane, ich keine U-Bahnen kreuzen muss, keine Tiefgaragen umgehen muss, keine Hochhäuser auf mir lasten würden. Aber in eine bestehende Infrastruktur ist das nicht sinnvoll integriebar. Aber aus Marketing-Strategischen Gesichtspunkten heraus betrachtet hat Musk mal wieder alles erreicht!
Sind die geistigen Ergüsse dieses Verfechters des Sackgassen-Antriebs wirklich noch lesenswert? 🙄
Alles, was Tesla nicht im Angebot hat ist lächerlich.
Ob es nun Verbrenner, Hybride oder Brennstoffzellen-Autos sind.
Er ist zu verbohrt, um zu erkennen, dass E-Autos allein eben nicht DIE Lösung für Autos sind, sondern nur EIN TEIL der Lösung.
Aber das erkennt dieser "Visionär" nicht.
Interessant auch die Annäherung an BMW.
Als der i3 und i8 vorgestellt wurden hat er BMW noch öffentlich ausgelacht.
Nachdem Daimler und Toyota ihre Anteile an Tesla verkauft haben ist BMW dann wohl gut genug für eine Partnerschaft...
Mal abwarten, was wirklich dabei herauskommt.
Der Typ ist kein Visionär, sondern radikaler E-Auto-Verfechter mit Tunnelblick.
Das ist beim i3 und i8 bereits serienmässig dabei und mittlerweile afaik auch z.B. im neuen X5 und X6 schon zu haben.
Und Teslas Autopilot ist auch nichts wirklich Neues.
Daimler und BMW haben quasi bereits fertige Autopiloten in der Schublade liegen, die selbstständig beschleunigen, bremsen, die Spur halten und sogar wechseln können.
Es fehlt schlichtweg die gesetzliche Grundlage, diese Systeme in Serie zu bringen.
Was für einen Quatsch! Ein Tesla hat mind. Reichweite von 300 km und keine 30! Ich habe mittlerweile über 26.000km mit meinem Model S in 7 Monaten gefahren... Die haben wahrscheinlich noch nie einen Tesla gesehen geschweige gefahren oder an einem von fast 100 (es werden täglich mehr!) Schnelllader in EU geladen...
Sorry, aber diese Systeme laufen schon, sind schon auf den Straßen unterwegs!
Ich bin sehr gespannt welche Ideen/Konzepte in Zukunft das Rennen machen.
Was uns die Geschichte auf jeden Fall gelehrt haben sollte: Keine Idee sollte von vorne herein als lächerlich, Sackgasse oder für nicht machbar erklärt werden.
Große Erfindungen kamen immer wieder von Menschen, die zT Zeit ihres Lebens belächelt oder gar als "Spinner" hingestellt wurden. Schauen wir doch einfach mal was passiert und versuchen denen die etwas bewegen wollen keine Steine in den Weg zu legen. Egal ob das Teslakonzept Potenzial hat oder nicht - wenigstens passiert hier etwas.