Fri Nov 29 20:25:23 CET 2019
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Celsi
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Kommentare (20)
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8S/FV, Audi, Audi, B&O, Bang&Olufsen, GLADEN, Hifi-Umbau, JL, MOSCONI, S/FV, Subwoofer, Subwoofernachrüstung, TT, TT, TT 8S, TT FV/8S, TTS 8S, Veränderungen am TTS, X-Dream Car Audio
UMBAU, JEDE MENGE BILDER UND DAS ENDERGEBNISHallo zusammen, nach längerer Bauzeit folgt nun die Vorstellung des fertigen Umbaus. Wir hatten es nicht sonderlich eilig und wollten stattdessen, dass es möglichst perfekt wird. So hat das Projekt insgesamt, inclusive Einmessen, Einstellen und Umschiffen der zahlreichen Hindernisse, ein gutes halbes Jahr gedauert. Vor den Lautsprechern kommt allerdings noch ein anderes Modul, nämlich das... MMIBei modernen Audis hat das MMI das klassische, gut gegen etwas Ordentliches tauschbare DIN-Autoradio ersetzt, und so kommt das Audiosignal mittlerweile aus dem Handschuhfach. Und hier stellte uns mein Kreuzchen bei "Bang&Olufsen" im Konfigurator gleich das erste Bein: Bei dieser Option gibt das MMI das Signal optischaus, Lichtwellenleiter (LWL) mit dem brandneuen MOST150 Protokoll. Naja, so brandneu dann doch nicht, immerhin gibt es den TT FV/8S schon seit 2014. Aber neu genug, als dass es keinen Wandler auf herkömmliches optisches TOSLINK-Signal dafür gibt, wie es für das vorherige MOST Protokoll der Fall ist (z.B. AUDISON Bit DMA). Allerdings fanden wir eine sehr gute alternative Lösung, die mir zudem das viele Geld (~500EUR) für einen Wandler sparte. Das MMI kann nämlich auch elektrische High-Level Signale ausgeben. Die Pins dafür sind hinten am MMI vorhanden, aber unbelegt, wenn man das B&O geordert hat. Damit an diesen Pins auch ein Signal anliegt, muss man dem MMI per VCPeinreden, dass kein B&O verbaut ist, sondern das Standard-Soundsystem. Und schon liegen Signale an wie folgt (bei Draufsicht auf die "männliche", 8polige Buchse auf der Rückseite des MMI): Reihe 1, linker Pin (L1): Plus hinten rechts
Mehr als diese 4 Kanäle/8 Pins braucht es nicht zur Versorgung aller Endstufen/Lautsprecher. Theoretisch hätten sogar nur 4 Pins für ein ordentliches Stereo-Signal gereicht, also das Frontsignal. Aber wenn man nicht vorne und hinten getrennt abgreift, funktioniert der Fader im Virtual Cockpit hinterher nicht mehr. Der Centerlautsprecher entfällt in dieser Konfiguration völlig und wird auch für Musikwiedergabe kein Stück benötigt, sondern nur für diesen Pseudo-Surround Effekt, mit dem AUDI das B&O System bewirbt. Ich habe mich nie "surrounded" gefühlt, wenn ich den entsprechenden Regler im MMI weiter aufgedreht habe. Es klang nur hohl, verfälscht, die Musikqualität litt hörbar darunter. Demnach stand der Regler bei mir immer auf Null, und mit der Umcodierung auf Standardsoundsystem ist er nun sogar völlig aus dem Menü verschwunden - ich weine ihm und dem Center-Speaker keine Träne nach. Das war es zur Theorie. In der Praxis haben wir das MMI (Handschuhfach, oben links) mit dem mit dem Audi Werkzeug 8E0051 530, das ich günstigerweise schon für die Entnahme der Schalterleiste angeschafft hatte, entnommen. Mit einem fliegend verkabelten, bereits ausgebauten Mitten-Lautsprecher aus einer der Türen haben wir uns kurz versichert, dass nach der Umcodierung wirklich nun Tonsignale an den 8 Pins anliegen. Ein 8poliges, farbig codiertes Kabel mit passendem Stecker hatten wir bereits im Vorfeld besorgt, eingepinnt und ordentlich mit Gewebeschlauch (Sleeve) ummantelt. Rein damit in die Buchse und sorgfältig auf eine Pappe notiert, welche Kabelfarbe für welchen Pin am MMI steht. Schließlich wollten wir hinten im Kofferraum noch wissen, welches HighLevel Signal an welcher Ader des Kabels anliegt.
Einschub in eigener Sache:
DIE HOCHTÖNER(GLADEN PRO 25) Die vorderen Hochtöner werden aktivbetrieben. Dies bedeutet, sie teilen sich keinen Kanal der Endstufe(n) mit dem Mittel- und dem Tieftöner (über Frequenzweichen), sondern haben jeweils exklusiv einen individuell konfigurierbaren Verstärkerkanal für sich. Am prächtigsten klingen gute Hochtonlautsprecher ("Tweeter" ![]() , wenn sie einen direkt antweeten - also frontal auf den Kopf ausgerichtet sind. Der egoistische HiFi-Liebhaber richtet dabei sogar den beifahrerseitigen Tweeter unsymetrisch weit nach links aus, damit er auf den eigenen Kopf zeigt und nicht etwa auf den des Beifahrers. Bei meinem vorherigen TT 8J war das kein Problem - die serienmäßigen ![]() Hochtönergitter im Armaturenbrett saßen weit vorne und wir konnten sie als "Grundplatte" verwenden, um ein auf den Fahrer ausgerichtetes und mit Alcantara bezogenes Hochtönergehäuse zu bauen. Hier beim FV/8S hingegen konnten wir das sofort vergessen - nicht nur die "dreieckige" Form der Gitter war ungeeignet, sondern sie waren auch weit hinten unter der Frontscheibe platziert - kein Raum für einen Aufbau. Das Ganze sollte möglichst unaufdringlich, wenn nicht sogar "unsichtbar" werden, also kamen auch irgendwelche "Anbauten" an die A-Säule nicht in Frage. Blieb nur die originale, versenkte Einbauposition, bei der die hohen Frequenzen das Ohr über den Umweg über die Frontscheibe (Reflexion) erreichen - suboptimal, aber keine Katastrophe. Dafür war der Einbau eine Katastrophe ![]() - so dicht unter der Scheibe blieb kaum Platz zum Hantieren, ![]() während man von draußen durch die Scheibe reinschauen musste um zu sehen, was die Hände innen tun. Nachdem wir die Hochtönergitter entfernt hatten, fanden wir die originalen B&O Tweeter in einer Kunstoffhalterung vor. Diese war ins Armaturenbrett geklipst und wurde ebenfalls mitsamt Tweeter herausgenommen. Der alte Lautsprecher flog raus und die Aufnahmen wurden per Dremel so erweitert, dass sie die GLADEN Hochtöner aufnehmen konnten. Die (serienmäßigen) Kabel wurden angelötet, alles wieder an seinen Platz geklipst, Abdeckung drauf und fertig. Das war der leichte Teil.
DIE MITTELTÖNER(GLADEN PRO 80) Völlig unspektakulär, gibt's nicht viel zu zu schreiben. Auch hier kam ein Plexiglas-Adapter zum Einsatz, der in die bearbeitete OEM-Halterung (3 Schraublöcher) geklebt wurde, um die GLADEN Pro 80 (4 Schraublöcher) befestigen zu können. Auch hier waren die original von Audi verlegten Kabel dick genug, um sie weiterverwenden zu können. Noch 3 Fotos, dann geht's weiter mit aufregenderen Lautsprechern ![]() :
DIE TIEFTÖNER(GLADEN PRO 165) ![]() Weiter ging es mit den Tieftönern. Diese sitzen unten in der Tür hinter der grossen Abdeckung und haben das Standardmaß 16,5cm. AUDI hat ihnen ein geschlossenes (Plastik-)Gehäuse spendiert, wohl einerseits, um die Schallabgabe nach außen zu reduzieren, aber wohl auch für einen besseren, trockeneren und präzisieren Klang. Wie tragisch vergebens dieser Aufwand war, dazu komme ich noch im letzten Kapitel "Der Klang". Wir hatten irgendwo nachgelesen, dass die PRO 165 mindestens 7 Liter Gehäusevolumenbrauchen, um sich entfalten zu können, und das OEM-Gehäuse sah zunächst gar nicht danach aus: Obwohl es fast die gesamte Breite der Tür nutzt, ist es nicht sehr tief ("dick" ![]() . Die Entwarnung kam dann aber beim "Auslitern" (wir haben Wasser reingekippt): 9,5 Liter Volumen. Optimal. Nun war ein Adapternotwendig um die Bohrlochpositionen im Gehäuse (4) auf die der GLADEN Pro 165 (6 Löcher) zu adaptieren. Hier haben wir uns Ringe aus Plexiglas fertigen lassen: dick genug, um die schweren Chassis sicher darin verschrauben zu können, aber dünn genug, damit die Lautsprecher nicht zu weit rausstehen und die Türverkleidung später noch darüber passt. Die Ringe wurden dann auf die originalen Gehäuse mit 2-Komponenten-Kleber aufgeklebt und der Lautsprecher dann mit etwas HiFi-Dichtband eingesetzt und verschraubt. Natürlich nicht, bevor wir nicht die Kabel noch an die Lautsprecherkontakte gelötet hatten. Und bei den Kabeln gab es schon die nächsten Probleme: - Die Verkabelung. Für uns war bisher klar, dass die originale AUDI-Verkabelung in und zu den Türen komplett rausfliegt und durch hochwertigere und dickere Kabel ersetzt wird. Der Durchlass von innen ist jedoch so (mit Blech) verbaut, dass wir diesen Plan schweren Herzens aufgegeben mussten. Aber wir hatten Glück im Unglück: die Kabel für die Mitteltöner waren gerade so ausreichend dimensioniert und (mglw. dank B&O-Kreuzchen) von akzeptabler Qualität. Die Kabel vom Tieftöner waren zu dünn... aber auch hier half uns das Glück: Die B&O Tieftöner haben Doppelschwingspulen und deshalb gab es insgesamt 2 Kabelpaare (4 Adern), die wir bündeln konnten - und dann passte der Querschnitt auch so gerade. - Die Abdichtung: Idealerweise schließt ein Tief(-Mittel)töner luftdicht mit seinem Gehäuse ab. Wenn seine Membran dann ![]() "rausfedert" um einen tiefen Ton zu erzeugen, kämpft sie dabei gegen den Unterdruck in dem geschlossenen Gehäuse, in dem sie sitzt. Dieser Unterdruck fördert das schnelle "Zurückfedern" der Membran nach Ende des Tons und sorgt für einen präzisen, knackigen Bass (der Gegensatz dazu ist ein unpräziser, brummeliger Bass). Ein weiterer Vorteil eines sorgfältig abgedichteten Gehäuse ist es, keine (Luft-) Strömungsgeräuschezu haben. Leider war Audi bzw. Bang&Olufsen das Thema völlig egal, die Kabel der Tieftöner führten durch einen nicht weiter abgedichteten Schlitz ins innere des Gehäuses. Man brauchte die Membran nur leicht mit den Fingern reindrücken, und schon hörte man es aus dem Schlitz "atmen". Hat eine Weile gedauert, bis wir das richtige Material gefunden hatten, um den abzudichten, Affenkitt war zu "grob" dafür, es wurde nicht ganz dicht. Schließlich haben wir Sanitärsilikon reingepumpt und die Sache war erledigt.
DAS HECKSYSTEM(GLADEN RSX 165) Über das passive Hecksystem hatte ich mich ja schon in Teil 1 ausgelassen. Außer, dass es nun noch besser klingt, weil es endlich mit genügend Leistung versorgt wird, hat sich hier nichts geändert. Natürlich kommt dieses vergleichsweise günstige System klanglich nicht an das Frontsystem heran, aber das ist nicht weiter schlimm - es soll ja nur im Hintergrundein wenig "füllen" und ist nicht raushörbar. Und das ist jetzt echt meckern auf hohem Niveau - das RSX ist immer noch um einen zweistelligen Faktor besser als das B&O Geraffel, das da vorher drin steckte. ![]() Was den Einbau angeht, gibt es hier die Besonderheit, dass es, im Gegensatz zu vorne, ein passiver 2-Wege System ist. Also ist hierfür pro Seite nur 1 Endstufen-Kanal vorgesehen und wir müssen zur Trennung von Höhen und Tief-/Mitten Frequenzweicheneinsetzen. Diese haben wir unter dem Fahrersitz verbaut, dort, wo zuvor der B&O Verstärker saß, welcher rausgeflogen ist und in EBAY verkauft wurde. Dazu musste zwar der Fahrersitz raus(aufwändig), aber das war sowieso unumgänglich, weil unter dem Fahrersitz auch alle serienmäßigen Lautsprecherleitungen ankommen, die wir ja größtenteils weiterverwenden wollten. Zunächst noch einmal ein paar Bilder zu den schlabbrigen OEM-Lautsprecheraufnahmen, die wir erst einmal aufwendig mit MDF und Alubutyl stabilisieren mussten, bevor wir die GLADEN Lautsprecher einsetzen konnten. Optisch kein Leckerbissen, aber die Funktion ging vor, besondern, da man hinterher nichts davon sieht:
Anschließend ein paar Bilder zum Ausbau von Sitz, B&O Verstärker und Einbau der Frequenzweicher unter der Abdeckung des rausgeflogenen Verstärkers:
DER SUBWOOFER(GLADEN PRO 10) Jetzt kommt für mich der schönste Teil der Schreiberei, denn der Subwoofer ist, in aller Bescheidenheit, ein Meisterwerk geworden, optisch wie klanglich. Es ist, notgedrungen, wieder eine "Kiste" im Kofferaumgeworden, so dass meine eigentliche Vorgabe des "unsichtbaren" Ausbaus hier nicht weiter umgesetzt werden konnte. Ich hatte in einer vorherigen Ausbaustufe (letztes Jahr) einen Subwoofer unter dem Kofferraumboden ausprobiert, in Kombination mit dem da noch vorhandenen B&O. Obwohl der Woofer ebenfalls einer günstigeren (GLADEN-)Serie entstammte und zudem äußerst flach aufgebaut war, war der Klang sauber und brachial. Aber er hätte nicht mehr zum jetzigen GLADEN Pro Equipment gepasst, und der Platz unter dem Kofferraumboden würde zukünftig komplett von Endstufen und DSP eingenommen werden. Also habe ich den Unterflur-Ausbau an einen Kollegen hier aus dem Forum verkauft, dem wir ihn auch gleich eingebaut haben. Der ist nun überglücklich damit, wie er sein Audi Sound System ergänzt. Zurück zu meiner Kiste: Die haben wir maschinell nach unseren Vorgaben aus ![]() 1,9cm starkem Multiplex Holz fertigen lassen. Das war nicht günstig, aber schnell und perfekt. Das Woofer Chassis und das Anschlußterminal passten ideal in die dafür vorgesehenen Öffnungen. Blieb nur noch die Aussengestaltung, mit der wir uns etwas schwer getan haben. Einfach anmalen oder lackieren war uns zu öde und auch zu empfindlich, ebenso wie Teppich. Folie gefiel uns schon besser, zumal wir eine 3M Folie aufgetrieben haben, die fast exakt zur Oberfläche des TTS Armaturenbretts passt. Aber wir sahen uns nicht in der Lage, das Gehäuse so zu folieren, dass man keine Schnitt-/stoßkanten sieht. Daran sind wir ein paar Tage lang verzweifelt, bis uns eine noch bessere Idee kam: Das Woofergehäuse zum Sattler bringen und es mit einer Leder-/Alcantara Kombinationbeziehen lassen, die genau zu den Sportsitzen vorne passt. ![]() Als der Woofer vom Sattler zurück kam, musste ich gleich zweimal heulen. Erst beim Bezahlen und dann beim Anschauen des Ergebnisses: Es sieht einfach super aus und ist ein echtes Unikatgeworden. Und der Klang... zu dem komme ich später noch. Die Subwoofer-Kiste hat 2 gepolsterte Metallhaken an der Rückseite, mit den sie in die Isofix-Ösenauf der Rückseite der Rücksitzbänke eingehakt werden kann. Damit ist sie einerseits sicher fixiert und anderseits trotzdem schnell gelöst, wenn man sie entnehmen will. Auch der Schnellverschlusssteckerfür das Ton- und Remote-Signal ist mit einem Handgriff gelöst, danach lässt sich die Box auf glatten Teflon-Füßen nach vorne ziehen und herausheben. Dazu sollte man allerdings gut gefrühstückt haben, denn die Kiste ist massiv und sehr schwer. Trotzdem muss sie gelegentlich raus, denn der Woofer verringert den ohnehin nur mittelprächtigen Nutzwert des 8S-Kofferraumes noch einmal erheblich - alltagstauglich geht anders.
DER DIGITALE SOUNDPROZESSOR (DSP)Kommen wir nun zu der Elektronik, die die vorgestellten Lautsprecher befeuert. Vor den Endstufen sitzt zunächst der digitale Soundprozessor (DSP), namentlich ein MOSCONI DSP 8to12 PRO. Dieser nimmt die 2 Stereo-Signale (vorne und hinten) vom MMI entgegen und splittet sie in insgesamt 9 Kanäle auf: - 2 mal Hochton vorne (aktiv) - 2 mal Mittelton vorne (aktiv) - 2 mal Tiefton vorne (aktiv) - 2 mal das gesamte Frequenzband für hinten (passiv) - 1 mal Niederfrequenz-Signal für den Subwoofer (aktiv)
DAS KRAFTWERK![]() Die durch den DSP perfektionierten Signale werden an die die Endstufenweiterleitet, die sie verstärken und über die Lautsprecher ausgeben. Die technischen Daten habe ich in Teil 1 schon runtergeleiert, deswegen halten ich es kurz: Die 2 MOSCONI PRO 4|10 4-Kanalendstufen (auf den Bildern im Vordergrund) haben jeweils 140W pro Kanalund versorgen mit ihren zusammen 8 Kanälen die Front (2x 3 aktive Kanäle) und das Heck (2x 1 passiver Kanal). Die PRO 1|10 hinten links neben dem DSP macht mit 540W auf einen Kanal gebündelt den Subwooferglücklich. Dabei befindet sie sich im "audiophilen Modus", sie könnte im Power-Modus auch 700W raushauen, aber Qualität geht bei uns klar vor Quantität. BAULICHESWie schon geschrieben, verdeckter Einbau war mir wichtig. Zumindest so lange, bis ich das schöne Design der Endstufenzum ersten Mal sah. Und plötzlich fand ich den Vorschlag meines Kumpels, Fenster und Beleuchtung in den Kofferraumboden einzubauen, damit man auch was fürs Auge hat, gar nicht mehr "zu extrovertiert". So besteht die Grundplatte unter , auf der die Endstufen und das DSP ruhen, dann zwar grundsätzlich aus 19mm Multiplex Holz, jedoch haben wir sie mit einer dünnen Platte aus schwarz eloxiertem, gebürstetem Aluminium verkleidet - für die Optik. Erst später haben wir entschieden, dass das Einlassen von Echtglasfenstern (Plexiglas würde zu schnell verkratzen) in den Boden zu aufwendig und ein sauberer Übergang von Teppich zu Glas mit unseren Mitteln kaum zu realisieren ist. Also gab's dann doch keine Fenster, und die edle (und teure) Aluplatte sieht nun niemand mehr, der nicht den Kofferraumboden anhebt. Diese 2schichtige Grundplatte für die Endstufen "schwimmt" in der voll gedämmten (Alubutyl) Reserveradwanneauf großen Klumpen Affenkitt (Butylschnur) - die perfekte Entkopplung und Dämmung gegen Vibrationen und Resonanzen. Der Styroporrahmen, in den die Grundplatte eingelassen ist, ist OEM, aber wir mussten ihn etwas zuschneiden. Insbesondere der mittlere Steg musste komplett weichen, damit die dicken Stromkabelvom Stromverteiler oberhalb der Batterie ihren Weg unter die Grundplatte finden können. Der Stromverteilerist im Grunde nichts anderes als eine titanische Mehrfach-Lüsterklemme und sitzt auf einer kleinen Holzplatte, die wir dort ins Styropor eingepasst haben, wo früher mal das Reifenpannenset saß. Das Reifenset wurde ersatzlos rausgeworfen - ich bin nicht im Automobilclub, um noch selber platte Reifen aufzupusten. Sämtliche nicht stromversorgende Kabel von vorne (in erster Linie Audiokabel) laufen über die Seitenholme oder die Mittelkonsole unter der Rücksitzbank durch und von dort direkt unter die Grundplatte. Unter dieser sind sie, obwohl "unsichtbar", sauber verlegt und befestigt. Durch die länglichen Öffnungen in der Grundplatte und die Anordnung von DSP und Endstufen kommen sie genau unterhalb ihrer zugehörigen Anschlüsse aus dem Boden heraus. Auf dieses Weise sieht das Ganze optisch sehr aufgeräumt aus. Darüber kommt dann nur noch der neue Kofferraumboden . 2-teilig, 19mm Multiplex und mit qualitativ hochwertigem Stoff in passender Farbe (Bezugsquelle: http://www.autix24.de ) bezogen. Das eingelassene Belüftungsgitter stammt aus Ebay (Anbieter: susanne-flek) und hat trotz guter Qualität (Voll-Alu) nur einen Zehner gekostet. Es stellt die Minimal-Kühllösung da, denn die Endstufen und vor allem das DSP entwickeln ordentlich Abwärme . Letztendlich mussten wir den neuen Kofferraumboden aus diesem Grunde auch noch mal 2 Zentimeter "höherlegen" (mithilfe des schwarzen Holzrahmens rundherum), damit die Komponenten darunter ein wenig Luft über dem Kopf haben und die Abwärme sich zum Auslassgitter bewegen kann. So, jetzt kommt erst mal ein Schwall von Bildern zum gerade erzählten:
Also musste man die Möglichkeit schaffen, den Bass Level ständig anpassen zu können, und zwar in Griffweite. DER KLANGDies ist das letzte Kapitel dieses Blogartikels, aber keinesfalls das kürzeste. Denn der Weg zum göttlichen Klangwar lang und steinig. Na gut, jetzt habe ich es schon vorweggenommen: es klingt einfach super. Wenn das Ausgangsmaterial stimmt, und das kann ich gar nicht fettgedruckt genug schreiben, dann ist das Klangerlebnis überragend. Brilliante Höhen, präzise aufgelöste Mitten und ein präziser, knochentrockener Bass. Besonders die Mitten beeindrucken: es gibt "schwierige" Tracks (z. B. "Kara Remembers" aus dem Battlestar Galactica Score von Bear McCreary), da spielen so viele Instrumente gleichzeitig und durcheinander, dass schlechte und durchschnittliche Anlagen da einen einzigen Matsch draus machen. Nicht so das Gladen Pro Ensemble: man kann klar und deutlich jedes einzelne Instrument heraushören und, wenn gewünscht, seiner Melodie folgen... inmitten der anderen Instrumente und Melodien. Einfach grandios. Aber wie gesagt, es gab diverse Probleme auf dem Weg dahin:
Also konnte ich keine mp3 verwenden, und auch kein FLAC. Blieb also nur noch selber singen oder das MMI als Abspieler meiner Musikdateien abschreiben. Das tat ich schließlich, und trotz meiner anfänglichen Bedenken war diese Entscheidung goldrichtig. Aber das ist nicht der Grund, warum ich die Entscheidung für das Smartphone als Player "goldrichtig" nannte. Und ausserdem nannte ich, vor ca. 20.000 Wörtern, Audis Bemühungen, mit der Kapselung der Tieftöner einen besseren Klang zu erreichen, "tragisch vergebens". Denn kaum hatte ich das Smartphone mit dem MMI verbunden und das erste FLAC angespielt, kamen mir die Tränen. Aber diesmal Tränen der Ergriffenheit: Es klang plötzlich nicht nur wie erhofft, sondern darüber hinaus: genial. So, wie ich es schon zu Anfang dieses Kapitels "Klang" beschrieben habe. Mit exakt der gleichen FLAC Datei, die über USB nur mittelprächtig klang. Und nicht nur das: vom Smartphone abgespielt, klangen auch meine mp3s wieder gut. Und damit endet dieser überlange Artikel endlich. Meinen Respekt, wenn Du ihn wirklich bis hier hin gelesen hast und dabei nicht weggenickt bist Klangvolle Grüße |
Fri Nov 29 23:18:15 CET 2019 |
Brot-Herr
Moin!
Nein, ich bin nicht weggenickt. Ich bin eher fasziniert davon und habe die Beruhigung, daß ich nicht der einzige Verrückte bin
Sat Nov 30 08:39:00 CET 2019 |
PIPD black
Sehr interessant, was du da so alles angestellt hast, wo doch das Thema Car-HiFi ja nicht mehr so aktuell ist, wie es z. B. noch in den 90-ern war.
Vielen Dank, dass du dir die Mühe mit dem ellenlangen Text und vielen Bildern gemacht hast.
Mon Dec 02 11:27:00 CET 2019 |
Wepamat
"Smartphone über Bluetooth": Weißt du welchen Codec dein Smartphone mit dem MMI aushandelt? Bei so manchem könntest du dir die FLAC Speicherung sparen und einfach bei MP3 bleiben..
Mon Dec 02 11:49:40 CET 2019 |
strawalersen
Ganz feine Handwerkskunst mit Liebe zum Detail…! Topp!
Mon Dec 02 15:22:32 CET 2019 |
Celsi
@ Alle: Danke für die netten Kommentare!
@Brot-Herr
Ja, aber leider sind wir Verrückten eine aussterbende Art. Sein es zuhause oder im Auto: Kaum einer will sich mehr den Aufwand machen bzw. man nimmt den Aufwand als überzogen wahr, weil der Standard heute leider ein 128kbps mp3 über einen Lautsprecher halb so gross wie ein Schuhkarton ist.
Eine Soundbar gilt ja mittlerweile schon als gehobene HiFi.
@Wepamat:
Nein, da habe ich leider(?) aufgehört, nachzuforschen, was Bluetooth betrifft. Ich war schon heilfroh, dass es besser klang als mp3 über die USB Schnittstelle. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich dann schon die Hälfte meiner CD-Sammlung neu als FLAC gerippt.
Jetzt bleib ich bei FLAC. Die wenigen Ausnahmen, wo ich keine eigenen CDs habe und die ich bei 7Digital nur als 320kbps mp3 bekommen habe, klingen in der Tat nicht schlechter als meine FLACs.
Tue Dec 03 09:03:53 CET 2019 |
Brot-Herr
Bei mir im Auto bin ich etwas anders herangegangen. Es ist ein paar Jährchen älter als Deines und unsere Familienkutsche, da gibt es etwas andere Voraussetzungen. Mein Car-Hifi-Händler, der das bei mir alles eingebaut hat, hat mein Auto gelobt, weil man gut an alles rankommt und es sehr gut wieder zusammensetzen kann.
Mon Jan 20 18:16:13 CET 2020 |
chipi_bed
Zitat: Egal ob mp3 oder FLAC, egal ob von USB, von SD-Karte oder von der "Jukebox" genannten internen Platte des MMI: wenn das MMI Musikdateien abspielt, versaut es den Klang. Ich kann es sogar konkretisieren: es "überbetont" den 400Hz bis 600Hz Bereich, dadurch klingt die Musik "dumpf", flach und in den Höhen beschnitten (obwohl die Höhen in Ordnung sind, aber der 500Hz Bereich "überbügelt" sie etwas).
Das dass MMI beim Abspielen der Soundquellen anders klingt als per Smartphone liegt daran, da du das MMI Umcodiert hast und die High-Level ausgänge kein Lineares Signal ausgeben, sondern das Signal schon im MMI per internen EQ an die Standart Audi Soundsystem Lautsprecher zurecht gebogen wird. Per VCDS kann man sogar das Klangprofil ändern, für A4, A6, Q5 usw. oder ob Avant oder Limousine. Hättest du einen Mostbus-Wandler dann wäre das Signal Linear und das MMI würde mit sicherheit genau so klingen, wie wenn du das Musiksignal mit dem Handy abspielst!
Es gebe die möglichkeit, das High-Level Signal zu Messen und per Eingangs EQ (wenn das dein DSP hat) wieder zu Linearisieren. Dann sollte das auch ohne Mostbus-Wandler gut klappen und du kannst wieder alles per MMI abspielen.
Mon Feb 17 22:35:37 CET 2020 |
Celsi
Hallo und danke für den Tipp.
Das war natürlich die erste Aktion des Soundprofis, zu dem ich das Fahrzeug nach Einbau gebracht habe: Das Signal völlig "neutral" und auf den Fahrer ausgerichtet "glattzubügeln", bevor wir es nach meinen Wünschen anpassten. Dazu hat er (laienhafte Beschreibung) ein Mikrofon auf Position meines Kopfes im Auto montiert und lange Zeit Testsignale abgespielt (meist klang es wie weisses Rauschen) und endlos mit seinen beiden Laptops hantiert.
Als die perfekte neutrale Einstellung gefunden war, wurde dieses Profil als Grundlage und auch als Backup für unsere kommenden Anpassungen nach meinem Geschmack gespeichert.
Das unvorhergesehene Problem an der Sache: Er hat das Testsignal über sein Smartphone zugespielt und damit das MMI von vorn herein umgangen. Deswegen sind dessen Defizite beim Decodieren durch das Linearisieren nie kompensiert worden.
Könnte ich jetzt natürlich nachholen lassen. Aber das kostet a) wieder Geld und b) kann das MMI danach immer noch keine 44,1kHz FLAC decodieren.
Mon Feb 17 22:56:39 CET 2020 |
chipi_bed
Hallo Celsi,
der Soundprofi hätte müssen am Dsp-Ausgang das Signal mit einer Kalibrieren Soundkarte messen müssen, mit dem MMI als Signalquelle. Dieses hätte man dann mit dem Eingangs EQ, sofern im Dsp vorhanden, Linear gestellt und erst dann wäre das Spiel mit dem Messmikrofon los gegangen! ;-)
Also dein Profi, ist vermutlich nicht ganz ein Profi!
Aber du hast recht das dass MMI dann trotzdem kein Flac abspielen würde!
Tue Feb 18 07:59:47 CET 2020 |
Celsi
Hallo chipi_bed,
ich finde Dein Urteil über meinen Soundprofi etwas voreilig. Vermutlich hat er eine kalibrierte Soundkarte verwendet, wenn das notwendig ist, ich habe mir nicht alles Equipment detailliert erklären lassen, sondern den Mann in Ruhe arbeiten lassen.
Tue Feb 18 14:19:52 CET 2020 |
Celsi
Oh Moment, ich sehe gerade, ich habe mich missverständlich ausgedrückt und damit Deine Kritik provoziert, Entschuldigung.
Er hat natürlich das MMI nicht vollständig umgangen mit seinem IPhone, das wäre ja in der Tat widersinning, das IPhone als direkte Signalquelle zu verwenden und dabei die Veränderung des Signals durch das MMI (z. B. Laufzeit, EQ...) komplett zu ignorieren. Das IPhone war schon per Kabel mit dem MMI verbunden.
Was ich sagen wollte und was zur späteren Diskrepanz im Klang geführt hat: auch wenn das Iphone mit dem MMI verbunden war: Das IPhone hat das FLAC zum Einmessen dekodiert und es an das MMI geschickt, das es nur "weitergereicht" hat. Die Schwächen, die das MMI beim eigenständigen Dekodieren offenbart, sind so nicht aufgetreten und beim Linearisieren nicht kompensiert worden.
Meinem Profi könnte man deshalb allenfalls "vorwerfen", dass er nicht damit gerechnet hat, dass das MMI komprimiertes Material schlechter aufbereitet als ein 9,99 EUR mp3 Player aus China.
Tue Feb 18 17:19:01 CET 2020 |
chipi_bed
Das ist wieder was anderes! Es klang so als ob dein Soundprofi zum Einmessen das MMI übergangen hat und direkt mit dem IPhone in den Dsp gegangen ist. In dem Fall ware es so wie ich vorher geschrieben hab. Wenn das IPhone am MMI hing und dann eingemessen wurde, dann sieht die sache schon besser aus. In dem Fall hätte er den Werksteitigen MMI EQ bei der Messung / Einstellung mit Ausgeglichen.
Dann hätte dein Soundprofi doch nicht so viel verkehrt gemacht. ;-)
Tue Feb 18 17:48:08 CET 2020 |
Celsi
Ja, hast Recht, sorry für meine dumme Formulierung
Tue May 19 17:31:17 CEST 2020 |
hafke
Guten Tag der Herr,
ich lese deine Berichte immer sehr gerne. Hätte bei meinem ersten TT fast deine PhoneBox-Nachrüstung nachgebaut, hatte aber kein passendes Telefon... Bisschen basteln macht immer Spaß.
Ich bin mal so frei, vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen. Muss leider etwas ausholen:
Mein letztes Nachrüst-Soundsystem war ein Eton POW 160.2 in einem Ford Fiesta.
Ist im vergleich zu deinem natürlich am unteren Ende.
Für mich wars damals aber eine Offenbarung. Zusammen mit dem Alpine SWE-815 war ich sehr zufrieden.
Dann kam der TT mit B&O. Der Alpine hörte sich leider nicht mehr so gut an. Ich dachte mir "die Hutablage ist viel stärker, ist halt jetzt so"
Jetzt hab ich letztes Wochenende die Eton in den Ibiza meines Bruders gepackt, er wollte eigentlich nur einen Sub für die Reserveradmulde.
Hab ihn dann vom Dämmen überzeugt und wir haben alle 4 Türen plus Kofferraumwanne großzügig ausgefüllt und an den beliebten "Plastik-auf-Plastik" Stellen Butylschnur rein. Ergebnis: Ich mag mein B&O nicht mehr
Zur eigentlichen Frage: Der B&O Verstärker hat wohl 680 Watt, hört sich für mich erstmal ok an. Da dachte ich an Gladen ZERO 165.3 oder Eton MAS 160 & 80. Mich würde deine Einschätzung interessieren. Überlege noch ob ich die Hinteren einfach ausstecke oder doch besser ersetzen soll.
Das beste Sounderlebnis hatte ich bisher mit Beyerdynamic DT 770 und dem Schiit Fulla DAC.
Tue May 19 19:57:29 CEST 2020 |
Celsi
Hallo, schwer zu sagen, da sich meine Erfahrungen leider auf genau das beschränken, was wir an meinem Wagen gemacht haben. Ich bin KEIN allgemeiner Car HiFi Experte. Das Eton Set, eine Deiner beiden Alternativen, kenne ich z. B. nicht mal vom Ansehen...
Aber ich kann Dir folgendes sagen:
- Nur die B&O Lautsprecher vorne gegen was Ordentliches zu tauschen war auch mein Plan A. Von dem Plan sind wir aber wieder ab, weil
-- Die Qualität der Lautsprecher nur ein Teil des Problems ist. Der andere Teil ist die Einstellung (der EQ, bzw. die Frequenzeinstellungen) des B&O Verstärkers
-- Diese Einstellungen sind zudem auf die B&O Lautsprecher eingestellt, um optimal mit Ihnen zusammenzuspielen. Mit anderen Lautsprechern wird das vermutlich nicht harmonieren.
-- Wir haben nie rausgefunden, wie viel Watt Verstärkerleistung auf die vorderen LS geht. Aber wenn Du bedenkst, dass die 680W insgesamt 11 Lautsprecher versorgen, dürfte das nicht allzu viel sein. Wir haben befürchtet, dass die Tauschlautsprecher dann "unterversorgt" sind. Bestätigt hat sich das dann, als wir hinten vorübergehend die 2-Wege GLADEN am B&O Verstärker hängen hatten: Die waren deutlich leiser als die B&O Lautsprecher zuvor,ich musste 75% nach hinten faden, um das auszugleichen.
-- Der Center, der ja nach diesem Plan original bleibt, wird Dir weiter vorne das Klangbild versauen. Ich bin mir nicht sicher, ob Du den einfach abklemmen kannst, oder ob der Teile des Signals exklusiv wiedergibt, die fehlen würden.
Das Problem ist halt, man weiß es nicht, Infos über das B&O kann man nirgendwo nachlesen und Audi rückt auch nichts raus.
- Ob Du die hinteren abklemmen kannst, hängt davon ab, ob Du lieber etwas "in" der Musik sitzt (dann brauchst Du die, um hinten etwas zu "füllen"
, oder ob Du mit der Bühne "von vorne" klarkommst, also die Musik Dich von vorne anstrahlt.
Hoffe, das hilft Dir weiter.
VG
Thomas
Tue May 19 23:19:31 CEST 2020 |
hafke
Hallo, danke für die ausführliche Antwort.
Hab irgendwie verdrängt, dass der Verstärker auf die Lautsprecher abgestimmt ist. Ja die Center wollte ich auch ausstecken. Würde Audi aber zutrauen, dass man dann Fehlermeldungen bekommt.
Da der "EQ" im MMI sehr mager ist, werd ich um einen DSP wohl doch nicht vorbei kommen.
Du (ihr?) habt ja die Weichen für die hinteren Lautsprecher unter den Fahrersitz gepackt. Mussten da auch neue Lautsprecherkabel verlegt werden?
Und noch eine, damit sichs lohnt: Habt ihr die Lautsprecher an die Originalkabel gelötet oder Stecker verwendet? Wenn Stecker, wo bekommt man die? Auch den fürs MMI. Hatte die Tür noch nicht auf.
Danke nochmal, für deine Zeit.
Tue Jun 16 21:01:39 CEST 2020 |
Bauhaus1964
Respekt und danke für das Offenlegen so vieler Geheimnisse ;-)
Und ich dachte erst, dass ich wohl keine Ahnung habe, weil ich mit meiner B&O-Anlage im TT nicht zufrieden bin. Aber scheinbar geht es anderen ja auch so.....
Tue Jun 16 21:17:46 CEST 2020 |
Brot-Herr
@ Bauhaus1964: Du hast einfach höhere Ansprüche als die meisten Leute.
Wed Jun 17 00:06:21 CEST 2020 |
Celsi
@Bauhaus1964: ich sag immer gerne, das B&O im TT FV bekommt von mir eine 3+ in Schulnoten. Zunächst fühlen dich dadurch die, die das Geld dafür hingelegt haben, nicht zu sehr auf den Schlips getreten, und irgendwie ist es das ja unterm Strich auch: Die breite Masse (wenn man beim TT davon reden kann) findet es befriedigend oder gar besser. Mir hat schließlich früher in der Schule eine 3+ oft auch gereicht.
Aber bei HiFi darf's nicht schlechter als eine 1- sein, und da kann das B&O einfach einpacken.
Wobei ich auch wirklich ein "fieses" Gehör habe. Die verpolten Anschlüsse am Anfang, bei der ersten Inbetriebnahme, die habe ich sofort rausgehört. Nicht exakt mit dieser Ursache, ich konnte das Problem nicht in Worte fassen, ich habe immer nur gesagt: das klingt falsch.
Die Techniker immer: Komm runter, das ist nur noch nicht eingemessen, das ist okay. Zum Glück prüft die Einmess-Software ganz am Anfang sofort die Anschlüsse, ob da "ein Kurzer drin" ist, und siehe da... ich hatte es rausgehört, die anderen nicht
Wed Jun 17 13:50:04 CEST 2020 |
Brot-Herr
Das mit dem Gehör kenne ich. Ich höre, wenn etwas nicht stimmt, kann es aber nicht benennen.
Ich weiß nicht, ob ich vielleicht strenger bewerte als Du, aber ich bin mit der 2+ meiner Autoanlage zufrieden. Da mein Auto unsere Familienkutsche ist, muß ich einfach mehr Kompromisse machen als Du. Das Originalsystem meines Autos bekommt klanglich eine glatte 4.
Den meisten Leuten ist guter Klang einfach nicht so wichtig oder zumindest im Auto nicht. Viele haben die Musik unterwegs ganz aus, viele hören einfach Radio oder Hörbücher. Deutlich weniger Leute wollen etwas mehr Bumms haben, aber dort kommt es meistens auch nur auf den vordergründigen Effekt an. Das sind die Leute, die mit den aufpreispflichtigen Werkssoundsystemen glücklich sind. Nur noch wenigen Leuten reicht das nicht, zumal die Werkssysteme heute deutich besser sind als noch vor einigen Jahren.
Deine Antwort auf "[Teil 2] Umbaubericht: Audiophiler HiF-Ausbau für den TT(S) FV/8S"