Sun Jan 21 10:57:07 CET 2018
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Dynamix
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Kommentare (19)
Der Titel sagt es eigentlich schon, heute soll es mal um Autos gehen die eher ein Flop waren. Wie jeder Autohersteller, so hatten auch die Amerikaner im Laufe der Zeit immer mal wieder Modelle im Programm die gefloppt sind. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mal liegt es einfach nur an einer Optik die völlig am Geschmack der Kunden vorbeigeht, mal an technischen Problemen und manchmal einfach nur an einem schlechten Image. Fangen wir also an: Chevrolet Corvair
Nader hatte sich also genau auf dieses Fahrverhalten gestürzt und sein ganzes Buch darauf ausgerichtet. Die Folge war eine hohe Aufmerksamkeit für den Corvair, diese war allerdings alles andere als gut für den Wagen. Schon im Jahr 1966 brachen die Verkäufe stark ein welche sich im Laufe der Folgejahre immer weiter verschlechterten. Von noch 235.000 Autos im Jahr 1965 waren im Jahr 1969 gerade mal lumpige 6000 Stück übrig geblieben. Zu wenig um erfolgreich zu sein und damit war das Ende des Corvair besiegelt. Chevrolet Citation
Pontiac Aztek Edsel
DMC12 Der DeLorean ist ein weiterer kolossaler Fehlschlag, wenn auch ein sehr hübsch anzuschauender. Nach seinem Rausschmiss bei GM wollte John Z. Delorean seine eigene Automarke gründen. Die Entwicklung zog sich über Jahre hin, es gab alle möglichen Änderungen während der Entwicklung, die Kosten explodierten und ein nicht unerheblicher Teil der Investorengelder versickerte in schwarzen Kanälen. Der Wagen sollte ursprünglich 12.000 Dollar kosten und sehr sicher sein. Beides Attribute die am Ende der Entwicklung nicht mehr eingehalten werden konnten. Zum einen war der Wagen am Ende der Entwicklung mehr als doppelt so teuer wie geplant und zum anderen war von der ursprünglichen Idee des DMC12 (die 12 steht übrigens für den angepeilten Preis von 12.000$) nicht mehr viel übrig. Das Design wurde geringfügig verändert, das Chassis stammte am Ende von Lotus und der ursprünglich angedachte Motor mit ausreichend Leistung wurde gegen den trägen PRV Euro V6 ersetzt. Dazu kamen noch erhebliche Probleme bei der Produktion in Nordirland sowie eine handfeste Absatzkrise Anfang der 80er als der Wagen endlich fertig war. Es gab zwar sehr viele Vorbestellungen, allerdings wurden davon auch viele wieder zurückgezogen. Die übrig gebliebenen Käufer klagten unter massiven Qualitätsmängeln was sehr kostspielige Rückrufe zur Folge hatte. Dazu kam das John Z. DeLorean sich aus Geldnot auf einen dubiosen, gefakten Drogendeal einließ. Dies kam zwar im Prozess heraus und er wurde freigesprochen, allerdings hatte sich das schlechte Image solange der Prozess lief natürlich im Kopf der Menschen festgesetzt. Die Marke ging Pleite und alles was nicht niet und nagelfest war wurde verkauft. Darunter auch Teile der Produktionsanlagen die laut einer Legende auf Anweisung von Maggie Thatcher in der Nordsee versenkt wurden, angeblich mit der Begründung das niemand davon profitieren sollte das die britische Regierung Unsummen in die Firma gesteckt hatte. Dies erwies sich aber als Blödsinn. Die besagten Teile der Produktion wurden zwar tatsächlich in der Nordsee versenkt, allerdings auch nur weil man diese an eine Fischereifirma verkauft hatte die daran Ihre Netze festmachte Plymouth Prowler
Chrysler Airflow
Dodge La Femme
Cadillac Cimmaron
Cadillac Catera
Chevrolet SSR
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Sun Jan 21 11:50:38 CET 2018 |
Trottel2011
MNir fehlt der größte "Flop" allerzeiten... Der Tucker Torpedo. Eigentlich ein genialer Wagen mit viel High Tech, welches aber aufgrund von Negativwerbung der großen 3 als Unsicher abgestuft wurde... "Sichere Autos brauchen keine Gurte". Dazu noch die Probleme der Finanzierung der Herstellung. Quasi Tesla 1940 nochwas
Sun Jan 21 12:02:13 CET 2018 |
Dynamix
Ok, ist genehmigt aber den Tucker finde ich wieder cool weil er für die damalige Zeit wirklich einige revolutionäre Ideen hatte
Wohl auch ein Fall von "zu früh" wie der Airstream
Sun Jan 21 12:38:15 CET 2018 |
Trottel2011
Der Airstream lebte bei Volvo etwas weiter...
Carioca oder so hieß der dann
Sun Jan 21 22:15:42 CET 2018 |
British_Engineering
Schöner Artikel. Die meisten dieser Fahrzeuge kenne ich nur vom Hörensagen, da ich mich bei den Amis eigentlich nur mit den Alltagsfahrzeugen auskenne und so manches Modell einfach komplett an mir vorbei gegangen ist wie der Plymouth Prowler oder der Chevrolet SSR.
Etwas vertrauter ist mir der Chevrolet Citation, der ja der erste Ausflug Chevrolets in die Welt des Frontantriebs war. Als fünftürige Schrägheckversion sieht der in meinen Augen richtig gelungen aus. Zumindest als Pontiac (da hieß er Phoenix) war auch in ganz dezent sportlicher Aufmachung und mit einer betörenden Zweifarb-Lackierung erhältlich. Ich habe vor Jahr und Tag mal ein Prospektblatt vom Phoenix zusammen mit einer Menge anderer Exoten-Prospekte bei eBay geschossen und fand dieses Auto sofort ansprechend. So weit ich weiß, wurde es aber nie offiziell in Deutschland angeboten. Auf jeden Fall finde ich es interessant, was GM alles tat, um die X-Bodies noch irgendwie zu retten, aber es ging einfach nicht mehr.
Der Aztek ist zwar per se hässlich, aber in Vergleich zu manchem heutigen Design-Unfall wie dem Nissan Juke gar nicht so schlimm.
Mon Jan 22 06:18:08 CET 2018 |
Trottel2011
Wobei der Nissan Juke nicht hässlich ist. Er ist anders und viele können mit anders nicht viel anfangen. Als Juke GT-R ist es noch geiler. Ich mag den Juke. Eine Abkehr des typischen Einheitsbreis.
Mon Jan 22 06:23:29 CET 2018 |
PIPD black
Das sehe ich auch so.
Er ist nicht wirklich praktisch, muss er aber auch nicht, dafür gibt es andere Autos.
Auch der Yeti brauchte lange um seine Fans zu finden. Als die Abkehr von den großen runden Nebellampen kam, war der Aufschrei plötzlich groß.
Mon Jan 22 06:40:02 CET 2018 |
Trottel2011
Den Yeti fand ich immer schick. Und gerade die grossen Neben machten ihn eigenständig. Ähnlivh wie die Citroen Modelle heute.
Der Multipla war tatsächlich hässlich. Das bestreitet keiner. Aber besonders vom biederen Hersteller Nissan, ist der Juke eine Revolution. Und der Wagen verkauft sich echt blended. Vom Yeti mit seiner konservativen Form sehe ich weniger als vom Juke und wir haben hier glaube nur 2 Nissan Händler und knapp 15 Skoda.
Mon Jan 22 14:25:16 CET 2018 |
pico24229
Sehr interessanter Artikel.
Also Juke ist für mich sehr hässlich. Yeti normal, praktisch. Der Multipla ist zwar hässlich aber absoluter Kult und mit zwei Dreiersitzreichen genial.
Mon Jan 22 14:27:17 CET 2018 |
VolkerIZ
Schöne Übersicht. Vor allem kennt man viele Geschichten ja gar nicht. Z.B. was aus den X-Modellen von GM wurde. Die wurden bei uns auch in allen Zeitungen usw. mit Interesse zur Kenntnis genommen und bisher war ich immer der Meinung, die hätten GM gerettet und sich in Massen verkauft. Amerika ist ja auch weit weg, da bekommt man sowas nicht mit. Wenn es nicht gerade so ein einzigartiger Ausnahme-Flop wie der Edsel ist, der dadurch zum Kult wurde.
Tue Jan 23 18:15:20 CET 2018 |
scion
Im Autotest im Deutschen Fernshen von 1979 schneidet der Chevrolet Citation gar nicht sooo schlecht ab
https://www.youtube.com/watch?v=GANcs2sxcH8&t=393s
Der SSR und der Prowler werden bestimmt Sammlerstücke, Le Femme und auch die Corvair sind es schon.
https://www.youtube.com/watch?v=FEPBMFFDomU
https://www.youtube.com/watch?v=sR-U3WIuMtE
Tue Jan 23 18:33:56 CET 2018 |
Trottel2011
Der Citation wurde übrigens von Volvo verwendet um den Frontantrieb im 480 zu erproben... Sprich man hat ihn auf Volvotechnik umgebaut
Tue Jan 23 19:35:52 CET 2018 |
VolkerIZ
Mir war gerade vor ein paar Monaten mal wieder ein Test vom Citation in die Hände gefallen und da kam er auch ganz gut weg. Ende der 70er wurde ja in Europa auch noch recht interessiert beobachtet, was die Amis so machen. Chevrolet hatte ja mit Camaro, Caprice und Malibu sogar einen kleinen Erfolg in Europa. Mehr war nicht drin, dafür waren das alleine schon wegen der Größe Nischenmodelle mit einem eingeschränkten Käuferkreis bei uns. Aber grundsätzlich wäre die Tür zu der Zeit offen gewesen. Warum sich der Erfolg nicht fortgesetzt hat? Kann vielleicht jemand beantworten, der sich mit dem Dollarkurs auskennt. Der spielt auch immer eine Rolle.
Wed Jan 24 12:17:01 CET 2018 |
Creeper45
British_Engeneering schrieb: Der Aztek ist zwar per se hässlich, aber in Vergleich zu manchem heutigen Design-Unfall wie dem Nissan Juke gar nicht so schlimm.
Da fällt mir der Spruch von Volker Pispers ein: das kleinere Übel muss nicht unbedingt klein sein
Der Aztek hatte nen Auftritt bei J.A.G als neues Auto von Commander Rabb, Replacement für seine geklaute Vette
Wed Jan 24 19:30:33 CET 2018 |
Rostlöser51231
Mir gefaellt der Aztek. Der ist so schraeg, dass er schon wieder cool ist. Gute Gebrauchte werden aber langsam teuer und sind immer seltener zu finden.
Aber um noch ein paar Misserfolge hinzuzufuegen:
- Lincoln Blackwood. Quasi ein F150 mit unbrauchbarer Pritsche
- Vector
- GMC Envoy XUV. Ein SUV welches sich in einen Pickup verwandeln konnte
- Chrysler Crossfire.
Wed Jan 24 19:36:44 CET 2018 |
Trottel2011
Der Aztek wird aber nur wegen Breaking Bad beliebt. So ist es bei solche Erfolgsserien. Siehe den Impala aus Supernatural... Oder den silbernen C30 aus Twilight. Oder den Mustang aus Bullit. Nur für ein Fastback kst der Preis mal eben ein paar Tausend Dollar höher als Cabrio oder Coupé.
Oder wie schlartig teuer die Supra, GT-R, Celica und Skyline wurden, nachdem Fast and the Furious lief... Davor kannte man die Leistung ja nur so in Kennerkreisen. Davor kannte kaum einer wirklich die Besonderheit. Heute weiss jeder, dass ein 2JZ oder RB25 Leistungsdaten bringen knnen, die heute noch immer voraus sind.
Promibonus gint es dann z.B. beim Rosanen Cadillac Eldorado Cabrio wegen Elvis, Dodge Charger wegen den Dukes of Hazard, DeLorean nur wegen Zurück in die Zukunft, E Type weil angeblich Enzo Fiaterrari es als hübsch bezeichnet hat, usw.
Wed Jan 24 22:39:58 CET 2018 |
Creeper45
Nee. E-Type wegen Jerry Cotton

Blade fuhr auch nen Charger
Old Enzo hat mal den Jeep als american true sports car betitelt
Ohne den Greis gäbe es heute keine Lambos, weil sein zukünftiger Konkurrent nicht eingelassen wurde ins sanctum sanctorum. Tja. Vom Trecker zum Renner, wie Porsche...
back to topic: der Taurus wäre mein Flop-Modell der Wahl, aber ich kenn die Eckdaten nicht. Hässlichkeit alleine zählt ja nicht
Thu Jan 25 00:15:21 CET 2018 |
Rostlöser51231
Ich bin ein Fan skurriler Autos. Pontiac Aztek, Citroen DS, Citroen Ami6, AMC Pacer, Saab 99, Renault Megane II, Fiat Multipla... Alles was etwas verschroben ist.
Thu Jan 25 21:39:17 CET 2018 |
Creeper45
Also den Pacer mag ich auch
Wer hat sonst schon ein Auto mit unterschiedlich großen Türen?
Aber die Form ist auch knuffig.
Thu Jan 25 21:41:49 CET 2018 |
Dynamix
Hyundai Veloster?
Der hat zumindest auf der Beifahrerseite eine zweite Tür die es auf der Fahrerseite nicht gibt.
Den Pacer finde ich ja irgendwie ganz witzig und so abgedreht finde ich das Design gar nicht, aber ich denke das Konzept war für die Amerikaner damals eher neu. Der Hatchback hat sich ja bis heute dort nicht so massiv durchgesetzt wie bei uns. Zeigt meiner Meinung ganz gut die Tatsache das die Amerikaner dem Golf die kalte Schulter zeigen und dafür deutlich stärker auf Jetta und Passat abfahren
Den Golf könnte man fast in diese Reihe aufnehmen wenn er kein deutsches Auto wäre
Deine Antwort auf "America's Flop Models"