Sun Feb 19 20:00:03 CET 2012
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flatfour
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Kommentare (4)
Achsantrieb Lager und Seitendeckel wechseln und einstellen. Aus-und Einbau ersieht man an den Bildern, auch in Verbindung mit dem nächsten Kapitel. Hier geht’s um wichtigeres. Vorweg, es gibt 2 VW-methoden. Die alte, hier als a) und die neuere - hier als b) - die ich erst kürzlich sah. 1.Ihr habt die Diagnose gestellt:- eins oder beide Kegelrollenlager beim SL-Getriebe sind defekt. Das also sind die Punkte wo man eigentlich neue Lager, mindestens aber einen neue Einstellung braucht. Gut, bei einem neuen Seitendeckel wäre es bei vorsichtiger Vorgehweise noch möglich das alte Lager zu benutzten. Man muss ja nur den alten Laufring rausholen. Wenn ihr die Schadensdiagnose gestellt habt, kommt der Beweis 2. Akt – es muss etwas auf den Lagern zu sehen sein ( s. Allgemeines/Materialkunde), sonst war es was anderes. Heißt weiter suchen. Nur die Lager wechseln,erneuern.(hier s.a.nächstes Kapitel) Ein neuer Seitendeckel kommt hinzu; meist ist es dann ja ein verstärkter. Grundsätzliches zum Einstellen der Lagervorspannung:- Also, 1 neuer Deckel, mit schei.... Flankenspiel, 2 neue Deckel, oder neues G.-gehäuse dann sowieso , alles zusammen...oder für ganz genaue. Ein Drehmomentschlüssel, auch ein kleiner, ist hier ungeeignet. Es werden kgcm bzw. Ncm statt Nm gemessen. Also Faktor bis zu 10 weniger. Die kleinen DM-Schlüssel fangen leider schon bei 5Nm an. Neue Lager laufen bis zu 3Nm, gelaufene 0,3Nm. Da habt ihr's. Ausserdem zeigt er euch nur wann ihr das Reibmoment ÜBERSCHRITTEN habt, nicht den wichtigen, leicht schwankenden Mittelwert. Zahnflankenspiel - 0,2mm = Scheibendicke des kupplungsseitigen Lagers. Eine Ausnahme: wer auf dem Tellerrad K835 = 8:35 = 4,375:1 findet, muss das obige Ergebniss mal 1,1 nehmen. Gesamtstärke der Scheiben - Scheibendicke Kupplungsseite = Scheibendicke anlasserseitiges Lager Brrr—äh...boa ey, ….....zu kompliziert? Egal ob mit einer oder 3 Scheiben. Das ist nicht so wie beim Axialspiel der Kurbelwelle.Wichtig ist, das die Gesamtdicke gleichbleibt. Aus 1,65mm dürfen nie 1,7 oder 1,6mm werden, weil es euch irgendwie besser auskommt . Diese dann so einbauen und zu 99,7% ist dann auch anschliessend das Zahnflankenspiel i.O. Und nun kommt Methode Ihr habt keine Messuhr, keine Vorrichtung, auch nicht die selbstgebaute und wollt sie auch nicht haben oder nachbauen, geht auch so? Der Fall der Fälle -das ZF-spiel stimmt nicht, z.B. zu gross. So, ich denke das diese Erklärungen etwas klare Luft gebracht haben. |
Sun Feb 19 20:47:56 CET 2012 |
rudi1967
Also,... wie ich mir schon gedacht habe, ist Schräglenker absoluter Peanuts gegen ein Pendelachsgetriebe.
OHNE SCHERZ! Da weiss ich, wovon ich rede.
Bei Schräglenker ist das ein besseres Radlager einstellen, blos anstelle von Verstellmuttern eben Scheiben.
)
Um dann Tellerrad/Triebling einzustellen ist es genau wie bei Pendelachse ein Umverlagern der Scheiben. (wenn man die passenden hat
Hinweis: wenn das Zahnflankenspiel dann stimmen sollte, dann muss das Tragbild kontrolliert werden. Wie in einem vorhergehenden Blog-Beitrag beschrieben. Es kann Stunden, Tage oder Wochen dauern, bis das Optimum gefunden wurde.
Bis zu zehn mal das Getriebe komplett zusammen bauen und wieder zerlegen ist da durchaus manchmal nötig. Ich meine, für geübte Schrauber. Die 'Russenschlosser' brauchen natürlich nicht so lange.
Wed Feb 22 21:58:44 CET 2012 |
flatfour
Na ja, sooo schlimm ist die PA Klamotte auch nicht. Schlimm ist es immer VORHER, wenn man nix weiss wie machen Scheffe.
Tragbild ist dagegen wirklich 'ne Affenarbeit.
Wed Feb 22 23:15:18 CET 2012 |
rudi1967
Ich muss mich da nochmal korrigieren. Beim Pendelachs-Getriebe ist es eben der Aufwand, die Lager vom Diff zu ziehen und die dort darunter befindlichen Scheiben zu wechseln. Letztendlich ist das Scheiben wechseln unter den Lagern beim Schräglenker auch fucky, mit Simmerring erst heraus murksen und so weiter. Bei Schräglenker gibt es aber einen klaren Punkt, wo man merkt, dass das Spiel weg ist und dann legt man noch etwas unter, bis das Reibmoment eben passt. Ob nun gefühlt oder gemessen, das sei erst einmal dahingestellt. Es würde mich mal interessieren, wie viel noch in etwa dazu gelegt wird, also Vorspannung gegeben wird, von Dir. So'n Erfahrungswert würde mich da mal interessieren.
Thu Feb 23 10:57:01 CET 2012 |
flatfour
Tja, rudi, wenn ich das alles noch wüsste.....???
VW selbst sagt ja so zw. 0,9 und 2,1mm könnten das sein.
Es gibt hier keinen Erfahrungswert. Mit 1,6 mm kann das eine Getriebe schon Randale machen und das andere (was 0,9braucht) nach 10.000km schon die Flügel strecken.
Die gezeigte Vorrichtung ist auf jeden Fall keine Fehlinvestition, denn damit kann man problemlos zustellen bis es passt, gefühlsmässig meinetwegen, aber es paßt dann. Und wie schon gesagt, um 2-3/100mm nicht streiten, die Scheibenstärke muss eh' auf 5 oder 0 enden.
Heisst nix anderes als Auf-oder Abrunden.
Das einzigste was ich noch weiss ist das 3/100mm zuviel, wirklich zuviel sind für die Lager. Die gehen dann schon seeehr schwer.
Die HA- Lagerung bei meinem 412 ist ja ähnlich: 2 Kegelrollenlager gegeneinander gestellt, den Reibwert auch messen, den aber dann mit einer anderen Abstandshülse einstellen. Dabei muss aber das Drehmoment der M14er Schraube zw. 130 und 150Nm liegen.
Damals gings nur mit 110Nm. 120 waren schon zuviel. 4 Jahre später( etwa 5.000km) konnte ich wieder nachstellen- locker!
Da ist eine Nachbauhülse von mir drin. 3x abgeschnitten- immernoch zu kurz.
Die gibt wohl langsam auf.
Die nächste Hülse wird mit Hartauftragselektrode darauf eingestellt. Problem ist nur 1/10mm mehr oder weniger entscheiden über Hop oder Top. Damals 1/10mm abgedreht weil zuu lockere Lager. Anschliessend käse - zu fest.
UND! Simmerring 63 aussen! Such mal schön einen neuen.
Deine Antwort auf "SL-getriebe Kegelrollenlager einstellen"