Sat Dec 03 19:49:17 CET 2016
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Telsch
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Hallo liebe Leser, heute folgt wie versprochen Teil 2. Für die neuen Leser, hier findet ihr Teil 1. Als erstes standen für mich umfangreiche Recherchen zu Problemen des Motors und zu benötigten Dichtungen zum Stoppen des Ölverlusts an- am Ende beschloss ich mit Shibi zusammen eine Motorrevision durchzuführen. Der Motor ist bekannt für Probleme mit Gleitschienen die brechen und zum Motorschaden führen können, die Pleuellagerschalen sollen auch gelegentlich verschleißen. Die weitere angesprochene Schwachstelle des Motors sind die Gleitschienen der Steuerkette. Diese sind aus Kunststoff und werden im Laufe des Jahres porös - sie zersprangen teilweise schon beim Ausbau - es war also wirklich höchste Zeit diese zu ersetzen. Der nächste kritische Punkt waren die Vanoseinheiten. Diese werden im Laufe der Zeit undicht so dass der Öldruck nicht mehr gehalten wird und die Verstellung nicht mehr richtig funktionieren kann. Von verschiedenen Herstellern werden hier Vanosdichtsätze angeboten die deutlich länger als die Dichtungen von BMW halten sollen. Mit dabei ist auch Spezialwerkzeug, dass einen an einen Zahnarztbesuch erinnert. Damit müssen die alten Dichtungen durch einen Spalt entfernt werden der dünner ist als die Dichtung, so das auch noch Kraft benötigt wird diese zu komprimieren. Beim Ausbau nicht das größte Problem - ist ja schließlich egal wenn etwas kaputt geht. Nur beim Einbau begann dann die Hölle auf Erden. Ein Jenseitsgepfriemel fast ohne Erfolgsaussicht. Als die Dichtringe nach viel Gepfriemel und Gefluche endlich drin waren mussten wir leider feststellen, dass sie uns zu weit nach unten gerutscht waren und nicht in der eigentlichen Aussparung lag. Sie daraus zu ziehen und ein Stückchen weiter oben wieder einzulegen war uns nicht möglich - aber wir bekamen Unterstützung aus der Mietwerkstatt von einem Mechaniker der die Dichtungen mit viel Geduld befreite - leider nicht gänzlich unbeschädigt. Naja wird schon dichthalten - der Motor muss auch langsam mal wieder zusammengebaut werden sonst werden wir nicht fertig (ein großer Fehler wie ich später feststellen muss). Weiter gehts dann in Teil 3 (der vorerst letzte Teil) der nächste Woche Samstag erscheinen soll. |
Sat Nov 26 19:54:38 CET 2016
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Telsch
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5er, BMW, E39
Hallo liebe Leser, Nach einiger Recherche entschied ich mich dafür, dass ein E39 540i mit Schaltgetriebe den Lexus beerben sollte. Kurz zum Fahrzeug und seiner Historie: Eine meiner ersten Aktionen war es dann, die Verspachtelungen am Schweller zu entfernen um das Ausmaß einer späteren Reparatur abzuschätzen. Der Schweller war an der gespachtelten Stelle ein Wrack. Zeitungen, die Aufnahme, viel Spachtel und sogar eine Müslipackung kamen daraus hervor als ich den Spachtel entfernte. Etwas schockiert war ich da schon, überdachte auch nocheinmal kurz meinen Beschluss den 5er zu richten - beschloss aber daran festzuhalten. Jetzt wird sich sicher jeder fragen: Warum? Teil 2 ist für nächsten Samstag geplant. Darin geht es dann um den großen Eingriff der Motorrevision. |
Fri Jun 24 20:37:04 CEST 2016
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Telsch
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![]() Hallo liebe Leser, Heute gibt es mal einen Blogartikel der nichts mit meinen Autos zu tun hat. An einem schönen Tag im Juli 2015 bekam ich von Golf_CL den Anruf ich hätte den zweiten Platz gemacht und ein Fahrsicherheitstraining bei BMW gewonnen. Ich freute mich sehr darüber. Es ist zwar nicht mein erstes Fahrtraining, aber man lernt immer wieder etwas dazu und verfeinert sein Fahrkönnen. Innerhalb von sechs Wochen sollte ich einen Gutschein und weitere Informationen von BMW erhalten. Als nach zwei Monaten noch nichts da war, hakte ich vorsichtig bei MotorTalk nach ob alles in Ordnung sei. Golf_CL kümmerte sich darum, doch leider kam es auf Seiten von BMW zu Komplikationen, so dass es bis November dauerte bis ich den Gutschein in meinen Händen hielt. Da standen bei mir dann aber leider erstmal Prüfungsvorbereitung und dann die Prüfungen an. Im Mai 2016 wollte ich dann das Training für Juni 2016 buchen und musste dabei feststellen, dass der Gutschein für das gewonnen Training nicht ausreichte und am Schluss noch ein Betrag von 70 Euro offen blieb. Ich wendete mich also wieder an MotorTalk, diesmal kümmerte sich Bianca um mein Anliegen und das Problem wurde schnell aus der Welt geschafft. Am 19.06 war es dann endlich soweit. Es ist 5 Uhr morgens, der Wecker klingelt. Völlig verschlafen falle ich nach einer kurzen Nacht aus dem Bett. Kurz vor sechs bin ich bereits auf dem Weg - ein bisschen Reserve kann zeitlich nie schaden. Die Straßen sind frei und ich stelle schnell fest, dass ich viel zu früh mein Ziel erreiche. Also runter von der Autobahn und über Landstraßen auf die Schwäbische Alb. Kein Verkehr, kurvenreiche Straße - einfach perfekt. Bis hinter einer Kurve plötzlich ein Reh auf der Straße auftaucht. Glücklicherweise kann ich noch bremsen und die Situation endet schadlos. Später auf der Autobahn - auch alles frei. Endlich bekommt mein 5er mal wieder freien Auslauf und er kann zeigen was er kann. Rechtzeitig vor Beginn bin ich da. Auf einem Flugplatz stehen die Trainingsfahrzeuge für alle Trainings. Nahezu alle Modellreihen sind vertreten. Ich begebe mich zum Empfang, registriere mich und darf ein zweites Frühstück zu mir nehmen, bevor es um kurz nach 8:30 Uhr losgeht und alle Teilnehmer in die Gruppen eingeteilt werden. Es geht los mit der Theorie. Gefahren im Straßenverkehr, die richtige Sitzposition, die richtige Lenkradhaltung, richtiges Bremsen, Bremsweg, der Kamm´sche Kreis, die Bedeutung von guten Reifen und die Funktionsweise der Regelsysteme werden erklärt. Nach ca. 45 Minuten geht es dann aber raus in die Praxis. Immer zu zweit bekommen wir einen aktuellen 330d mit guter Ausstattung zur Verfügung gestellt. Es geht los mit Slalomfahren um das Fahrzeug etwas kennen zu lernen. Anschließend geht es zu Übungen zum Thema Vollbremsung. Es gibt immer noch zu viele Fahrer, die nicht stark genug in die Bremse treten und dadurch den Bremsweg unnötig lang werden lassen. Weiter ging es mit einer Ausweichübung. Mit definierter Geschwindigkeit auf ein Hütchen zufahren und kurzfristig ausweichen. Dabei durfte ich feststellen, dass ich hierbei einfach nicht weit genug rüberziehe beim Ausweichen und das Hütchen dann mit der Hinterachse plattmache. Aber nach ein paar Versuchen klappte auch das einwandfrei. Auch wenn es am Anfang zu einigen Problemen kam bis alles klappte, war es am Ende doch ein schönes Erlebnis bei dem ich wieder dazugelernt habe. |
Sun Jun 05 17:40:46 CEST 2016
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Telsch
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Liebe Leser, heute folgt der letzte Teil der Audistory |
Wed Mar 09 20:26:04 CET 2016
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Telsch
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Hallo liebe Leser, Im September stand noch die Entscheidung an, Mitsubishi oder Audi behalten. Der Audi machte auf mich insgesamt den besseren Eindruck, hatte allerdings nur noch wenig Rest-TÜV. Also sollte der TÜV die Entscheidung treffen. Wenn nichts Großes kommt sollte der Audi bleiben, falls irgendwas im Argen ist der Mitsubishi. Daher habe ich einen vorgezogenen TÜV-Termin gemacht (September statt Dezember) und den Audi unvorbereitet dorthin gebracht - Ergebnis: bestanden ohne Mängel. Also ganz klar der Mitsu konnte bzw. musste weg. (Drei Autos sind für einen einfachen Studi dann auf Dauer doch zu viel und beim Mitsu waren einige Sachen fällig) Der Audi begleitet mich treu jeden Tag an die Hochschule, hatte im Dezember zum Youngsters Wintertreffen seine erste richtige Langstrecke und ich kann mich weiterhin nicht beklagen. Vor einigen Wochen meldete sich das Radlager vorne links zu Wort. Also habe ich ein neues Radlager bestellt und wollte es mit @Bayernlover in einer Mietwerkstatt einbauen. Beim Ausbau des Federbeins stellten wir aber fest, dass nach 25 Jahren einige Teile nicht mehr zerstörungsfrei auszubauen waren. Daher beschlossen wir alles wieder zusammenzubauen, die Teile zu besorgen und dann alles zu richten. Dumm nur das beim Zusammenbauen eine "morsche" Schraube abriss und die Aktion damit den Audi vorerst stilllegte. Daraufhin habe ich die defekte Schraube und weitere Teile (Querlenker, Spurstangenkopf) bestellt und einen neuen Termin mit Bayernlover und Flo-95 gemacht. Nach drei Wochen fand sich endlich wieder ein Termin und die Teile wurden samstags in einer Tagesaktion in der Mietwerkstatt eingebaut - fast zumindest. Das Federbein wieder reinzubekommen gelang uns leider erst montags, als wir zusätzlich noch den Stabi ausbauten. Man gewöhnt sich sehr an das angenehm entspannte Fahren, dass man ihn eigentlich gar nicht mehr abgeben möchte. |
Wed Oct 21 20:02:17 CEST 2015
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Telsch
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1.8, 1.8 GDI, Abschied, Benzindirekteinspritzer, Benzindirekteinspritzung, Carisma, DA0, erstes Auto, GDI, Mitsubishi, Mitsubishi Carisma
Hallo liebe Leser, wie ihr im letzten Artikel gelesen habt, ist der Lexus schon wieder weg und der Mitsu ist liegengeblieben. Dieser Blogartikel soll zum Fortgang des Mitsubishis diese Geschichte abschließen. An einem schönen Sommertag beschließe ich im Geschäft (bzw. meiner Praxissemesterstelle) etwas früher Schluss zu machen um abends noch etwas radeln gehen zu können. Doch es kommt leider immer anders als man denkt. Wenige km nach dem Start geht in einem kurzen Stau innerorts plötzlich der Motor aus. Ich rolle rechts ran, versuche zu starten - er startet kurz bevor er gleich wieder abstirbt. Ok, Warnblinker, Motorhaube öffnen, Aussteigen und nachsehen. Kurzer Check ob irgendwas sofort auffällt und von einem weiteren Startversuch abhält - Fehlanzeige. Also Motorhaube schließen und den nächsten Versuch starten, mit Gas den Motor am Leben erhalten - 50m später ist wieder Schluss. Da noch 25 km vor mir liegen hat das keinen Sinn, also erneut rechts ran, Motorhaube auf, genauer hinsehen. Dank eines netten Passanten konnte der Mitsu von der Straße auf den Marktplatz nebenan geschoben werden, so dass er zumindest nicht mehr im Wege steht. Eine genauere Begutachtung des Motorraums ergibt, dass die Riemenscheibe defekt aussieht. Der Innenring hat sich gegen den Außenring gedreht und somit konnte die Kraft nicht mehr vom Riemen übertragen werden. Dazu kam noch, dass sich der Außenring auch axial verschoben hat und somit die Schutzvorrichtung für den Zahnriemen durchgescheuert und die Ölwanne angeschliffen hat. Glücklicherweise alles nicht so tief, dass ein größerer Schaden entstehen konnte. Also ADAC angerufen - es kommt jemand. Eine knappe Stunde später kommt tatsächlich jemand vom ADAC und stellt fest, was ich schon gesagt hatte. Er schickt einen Abschlepper, der eine weitere Stunde später kommt und den Mitsu auflädt. Kulanterweise bringt er mich sogar nach Hause, anstatt nur zur nächsten Werkstatt. Dort wird er erstmal abgeladen und geparkt. Dem, urpsrünglich als Übergangsfahrzeug gedachten, Audi 100 widme ich dann meinen nächsten Artikel. |
Thu Aug 13 18:20:24 CEST 2015
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Telsch
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GS, Lexus, S16
Liebe Blogleser, diesmal kommt mal keine Fahrzeugvorstellung, sondern ein persönlicher Bericht von mir. Die Suche Der Kauf Der Verkäufer startet den Motor... Dieser Sound.... Der Hammer... Überführung und Zulassung Die ersten Erfahrungen und Überraschungen Der Horror beginnt Ich fahre zu meinem Lexus Forum, zahle die Rechnung, bekomme meinen Schlüssel wieder und den Hinweis ich solle zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Ich lasse den Schock nocheinmal setzen. Am nächsten Abend rufe ich den Verkäufer an und frage mal nach, was er mir da für einen Schrott angedreht hat und ob er mir noch etwas dazu zu sagen hat. Er erklärt mir, er wüsste von nichts und habe den Wagen bei einem "Freund" richten lassen, nachdem eine (!) Warnleuchte angegangen sei. Er verspricht mir mit ihm zu reden und sich zu melden. Er meldet sich nicht, also rufe ich zwei Tage später an. Sein "Freund" habe alles zugegeben - na super, das hilft mir jetzt auch nichts. Ich stelle ihn vor die Entscheidung entweder er nimmt den Karren zurück oder er zahlt mir die Kosten die durch die Warnleuchten entstanden sind. Er entscheidet sich für die zweite Option und will mir die Teile schicken. Wir einigen uns darauf den Wagen in einer Freien Werkstatt richten zu lassen, da es dort deutlich günstiger ist. Das Ende Noch bevor der Lexus abgeholt wird, bleibe ich mit dem Mitsu liegen, so dass ich nun zwei Wracks habe. Ich will beide Auto loswerden und mir erstmal auf die Schnelle ein Übergangsauto kaufen, da ich zur Zeit auf ein eigenes Auto angewiesen bin. Zwei Tage nach dem Liegenbleiber habe ich mir dann einen Audi 100 2,3 für den Übergang mit TÜV bis Ende 2015 gekauft. Nach langen Debatten mit der Verkäufer konnten wir schließlich eine Einigung erzielen, die m.Mn.n. recht fair ist, so dass ich mit diesem Fahrzeug endlich abschließen kann. |
Wed Feb 18 20:46:55 CET 2015
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Telsch
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GS, JZS160, JZS161, Lexus, S16, S160, Sport
Diesen Artikel widme ich dem Lexus GS S16, wobei ich mich hier speziell auf die Faceliftvariante (ab 2000) und dabei v.a. auf den GS 430 konzentrieren werde. Ich werde auch kurz auf den GS 430 Sport eingehen. Allgemeines Der Lexus GS der Baureihe S16 wurde 1997 auf der IAA vorgestellt und bis 2005 gebaut. Im Jahre 2000 wurde er einem Facelift unterzogen. Der S16 basiert auf dem Fahrgestell des Toyota Crown und wurde in Japan als Toyota Aristo verkauft. Technik Es gab beim S16 drei verschiedene Motorisierungen: Bei allen Motorisierungen befindet sich der Motor vorn, während der Antrieb auf die Hinterräder erfolgt (Standardantrieb). Außerdem sind alle Motoren mit VVT-i (intelligente variable Ventilsteuerung) ausgestattet. Die Achtzylinder haben vier obenliegende Nockenwellen, während der Sechszylinder zwei obenliegende Nockenwellen besitzt. Sowohl der GS 300 als auch der GS 430 besitzen eine 5-Gang-Automatik. Während beim GS 300 auf Wunsch auch mit Paddles am Lenkrad geschaltet werden kann, besitzt der GS 430 ein AI-Shift System. Bei diesem System (AI steht für Artificial Intelligence) werden die Straßenbedingungen und der Fahrstil des Fahrers analysiert und aus diesen Informationen wiederum werden die optimalen Schaltpunkte berechnet. (In vielen Quellen liest man zum GS 400 Leistungsangaben von 294 oder 305 PS, dabei sei allerdings zu beachten, dass es sich dabei immer um SAE-PS Zahlen handelt die nicht mit den DIN-PS Zahlen vergleichbar sind) Karosserie und Ausstattung Der GS ist eine modern und sportlich wirkende Limousine der oberen Mittelklasse. Die Anordnung der Frontscheinwerfer erinnert stark an das Vieraugengesicht vom Mercedes-Benz W210. Die Karosserieform wurde von Lexus als "Aero-Ellipsenform" bezeichnet und auf eine gute Aerodynamik ausgelegt; der GS hat einen cW-Wert von lediglich 0,29. Der Lexus GS 430 hatte einen Grundpreis von 105.028 DM und lag damit auf gleichem Niveau mit der Konkurrenz (BMW 540i, Mercedes-Benz E 430), wobei er von allen die umfangreichste Serienausstattung mitbrachte. Zur Serienausstattung des GS 430 gehören: Als Sonderausstattungen wurden Schiebedach (2.450 Mark), Metalliclackierung (1.467 Mark), Freisprecheinrichtung (2.740 Mark) und Navigationssystem (10.073 Mark mit Mark Levinson Audio System, sonst 6.750 Mark) angeboten. Aufgefallen an der Ausstattung sind mir besonders die Antenne, sowie die automatische Umluftschaltung der Klimaanlage. Um hier noch auf den GS 430 Sport einzugehen: Dieser hatte zusätzlich zum GS 430 einen TTE Kühlergrill, einen Heckspoiler, ein Sportfahrwerk mit 30 mm Tieferlegung, getönte Scheiben, sowie 18 Zoll Leichtmetallfelgen Zeitweise wurde der GS auch der Oberklasse zugeordnet, da das KBA die einzelnen Lexus Modelle erst später unterschied. DM-Preisangaben stammen von 2001 und sind teilweise von Euro in DM umgerechnet, können also von der Realität leicht abweichen. Sie stellen somit lediglich einen Richtwert dar. Aktuelles und Probleme Aktuell sind vom GS 300 S16 noch 654 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen (480 vom Vorfacelift und 174 vom gelifteten), vom GS 430 sind es nur noch 129 Exemplare. Vom GS 430 Sport sind in Großbritannien noch 118 Fahrzeuge zugelassen, in Deutschland sind mir drei Exemplare bekannt. (Quelle: howmanyleft, Stand 2014) Im Jahr 2010 wurden zwei freiwillige Rückrufaktionen für die GS-Modelle der Baureihe S16 gestartet. Bei dem auf den Fotos abgebildeten Fahrzeug handelt es sich um einen Lexus GS 430 Sport. Abgesehen von den Felgen, welche so auf dem normalen GS 430 verwendet wurden, und der Beklebung der Armaturen befindet er sich im Originalzustand. |
Tue Feb 03 19:10:43 CET 2015
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Telsch
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BDE, Benzindirekteinspritzung, Carisma, GDI, Mitsubishi
In diesem, meinem ersten Blog, schreibe ich etwas über mein erstes Auto - eine Mitsubishi Carisma 1,8 GDI. Allgemeines Die Mitsubishi Carisma wurde von 1995 bis 2004 (Vorfacelift bis 1999) von NedCar zusammen mit dem Volvo S40 und V40 gebaut. Carisma und S40, sowie V40 teilen sich, das von Proton entwickelte (und auch im Proton Waja verwendete), Fahrgestell. Es gab Benzinmotoren mit 1,3 Liter (nicht in Deutschland), 1,6 Liter und 1,8 Liter, sowie einen 1,9 Liter Diesel. Nun zum eigentlichen Fahrzeug dieses Blogs, dem 1.8 GDI. Er leistet 125 PS und liefert 174 Nm, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Der GDI sollte ein Spritsparmodell mit trotzdem ordentlichen Fahrleistungen sein. Vor allem Familien sollten mit diesem Fahrzeug angesprochen werden. Das Design fand in Europa allerdings keinen allzu großen Anklang, weshalb sich das Fahrzeug nicht so gut wie erhofft verkaufte. Technik Der GDI-Motor wurde im August 1997 eingeführt und auf der IAA 1997 erstmals in Europa vorgestellt. GDI steht für Gasoline Direct Injection. Die Carisma war somit das erste Großserienmodell mit Benzindirekteinspritzung. Zuvor gab es nur Fahrzeuge in Kleinserie die diese Technik hatten (Bspw. Gutbrod Superior, Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer). Mitsubishi versprach durch diese Technik eine Verbrauchseinsparung und CO2-Reduktion von 20% bei einer Mehrleistung von 10%. Es wurde ein Verbrauch von 6,5 Litern pro 100 km im kombinierten Zyklus angegeben. Das Triebwerk wurde in der Presse viel gelobt, das Auto Journal bspw. schrieb 1997 von einer "Industriellen Revolution". Exkurs zur Bezindirekteinspritzung Bei der, bis heute bei Benzinern üblichen, Saugrohreinspritzung wird der Kraftstoff ins Saugrohr eingespritzt und dort mit der Luft vermischt. Dieses homogene Gemisch wird in den Zylinder eingelassen, wo es dann mit Hilfe der Zündkerze gezündet wird. (Keine explosionsartige Verbrennung) Karosserie und Ausstattung Bei der Karosseriegestaltung wurde großen Wert auf eine gute Aerodynamik gelegt. Mit einem Cw-Wert von 0,29 gehörte er damals wie heute zu den aerodynamisch günstigeren Fahrzeugen. Es wurden verschiedene Austattungsvarianten angeboten. Die Basisausstattung wurde GL, bzw. L genannt und umfasste elektrische Fensterheber vorn, eine Zentralverriegelung, Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbag für die Vordersitze, Gurtstraffer vorne, ABS, Servolenkung, Außenspiegel auf Fahrerseite mit asphärischem Glas, neigungsverstellbare Lenksäule, Drehzahlmesser, vier Lautsprecher und einen Flankenschutz in den Türen. Aktuelles und Probleme Das bekannteste Problem des GDI-Motors dürfte die Verkokung des Ansaugtraktes sein. Dies liegt an der Abgasrückführung, die einen Teil der Abgase einer erneuten Verbrennung zuführt. Durch die Abgasrückführung werden zwar die NOx-Emissionen reduziert, stattdessen steigt u.a. der Anteil an Partikeln, weshalb mittlerweile auch über einen Partikelfilter für Benzindirekteinspritzer diskutiert wird. Was macht dieses Auto also besonders? Ich hoffe mein erster Artikel hat euch gefallen und war weder zu oberflächlich noch zu tiefgehend. Alle Fotos stellen eine Mitsubishi Carisma 1.8 GDI als Fließheck in der LX-Ausstattung dar. Das auf dem Innenraumfoto zu sehende Radio ist nicht original, sondern nachgerüstet, ebenso die Halterung fürs Navigationsgerät und die Antirutschpads. |
Sat Dec 10 19:21:08 CET 2016 |
Telsch
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Hallo liebe Leser,
heute folgt wie versprochen Teil 3. Für die neuen Leser, hier findet ihr Teil 1 und hierTeil 2.
Der Motor ist gerichtet und der 5er sollte jetzt erstmal fahren. München-Hamburg-Berlin-Nordschleife-Frankreich heißen die nächsten Ziele bevor der nächste Punkt, das Fahrwerk, ansteht.
Serienmäßig ist das M-Fahrwerk (also mit Tieferlegung) verbaut und ich fand es etwas zu "labbrig". Ok, es hat über 200.000 km runter und einige Sachen sind ausgeschlagen. Ich machte mir also Gedanken was als nächstes rein sollte. Schlussendlich bin ich bei Bilstein gelandet. Blieb nur noch die Frage B4, B6, B8 oder B12. B4 sollte der normalen Serie entsprechen, B6 dem Sportfahrwerk ohne Tieferlegung, B8 dem Sportfahrwerk mit Tieferlegung (wie M-Fahrwerk nur noch einen Tick tiefer) und das B12 Eibach Federn mit B8 Dämpfern. Die Entscheidung fiel auf das B12 (Tieferlegung durch M-Fahrwerk ab Werk 20/20, mit Bilstein B12 Pro-Kit insgesamt 30/25, also 10/5 tiefer als das M-Fahrwerk) und wenn ich schon was am Fahrwerk mache, dann auch gleich Spurstange, inkl. Köpfe, Querlenker, Koppelstangen, etc. Shibi bot wieder seine Hilfe an - perfekt. Dann kann ich auch gleich noch Fahrwerkserfahrungen sammeln. Maximal eine Woche hatten wir Zeit - ich hatte extra Urlaub genommen. Diesmal sollte die Aktion bei Shibi in einer Schrauberhalle in Landsberg am Lech stattfinden. Montags fuhr ich also runter und wir wurden noch am selben Tag mit der Vorderachse fertig. Lediglich die Spurstange hat sich anfangs etwas gewehrt. Gut gelaunt gings am nächsten Tag mit der Hinterachse los - doch der Anfang holte uns ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. 16 Jahre Gammel und eine aufwendige Konstruktion können auch anders aussehen. Für die Dämpfer muss der Innenraum hinten zerlegt werden. Rückbank, Seitenwangen, Leseleuchten, Kofferraumablage, samt Lautsprechern - all das muss raus um an die Schrauben der Domlager zu kommen. Ich mache mich also im Innenraum zu schaffen, während Shibi außen zugange ist. Das Tagesziel wird von einer Achse auf eine Seite angepasst. Schließlich ist es fast geschafft und nur noch der Integrallenker muss noch raus. Eigentlich sieht er noch ganz gut aus, aber das Teil ist ja eh schon da, dann kommts auch rein. Die Schraube will nicht aufgehen - mit viel Kraft geht jedoch alles auf - außer die Schraube reißt ab - Shit! Ausbohrversuch - hmm die gehärtete Schraube ist härter als der Titanbohrer.
Der nächste Tag startet also mit Plan B, der lautet einen Achsschenkel beim Schrotti zu besorgen und einfach den Achsschenkel zu tauschen. Gleich auch schonmal die Mutter für die Radnabe kaufen - diese ist nämlich mehr als vergammelt.
Aber wir wollen zuerst die andere Seite machen. Nachdem auch da der Integrallenker gut aussieht und er sich nicht ohne weiteres lösen lässt, beschließen wir ihn lieber so zu lassen wie er ist. Am Tag darauf schließlich soll der Achsschenkel getauscht werden. Wir scheitern schon am Anfang - der Mutter auf der Antriebswelle. Man erkennt nichteinmal was zur Antriebswelle gehört und was zur Mutter - Bohrmaschine mit Stahlwolleaufsatz bringen das aber etwas Klarheit rein. Wir biegen die "Rastnasen" nach außen, damit sich die Mutter, zumindest theoretisch, drehen kann. Verlängerungsschlüssel mit 50cm Hebelweg - kein Erfolg. Naja der Schlagschrauber mit bis zu 1700Nm wirds schon richten - Fehlanzeige - es bewegt sich gar nichts. Letzter Versuch - Verlängerunsschlüssel mit 2,5m Rohr darüber. Einer guckt, dass der Schlüssel richtig sitzt, der andere hängt sich auf der anderen Rohrseite an den Schlüssel und versucht durch auf- und abschwingen die Mutter zu lösen. Plötzlich kracht es und der Schlüssel bricht - das war dann wohl auch nix. Da hilft nur noch in die Werkstatt schleppen. Die bauen den Schenkel dann am nächsten Tag aus und bohren die Mutter mit Hartmetallbohrern aus. Es ist geschafft - nach 6 Tagen kann ich endlich den Heimweg antreten - langsam natürlich das Fahrwerk muss schließlich noch neu eingestellt werden. Zuhause angekommen habe ich natürlich gleich einen Termin für die Fahrwerksvermessung gemacht, direkt im Anschluss gings auch gleich zum Gutachter um das Fahrwerk eintragen zu lassen. Letzte Woche habe ich dann noch die Leitungen gefettet um hier der Korrosion vorzubeugen. Zwischendrin war ich auch noch bei Luke-R56 mit dem ich eine Hohlraumkonservierung des 5ers durchgeführt habe. Es gibt trotzdem noch einiges zu tun. Auch im nächsten Jahr wird es also nicht langweilig. Das Hauptprojekt jedoch wird ersteinmal der nächste TÜV sein.
Leider musste ich auf den letzten 10.000 km seit der Revision feststellen , dass, zumindest eine Vanoseinheit, halt doch nicht richtig dicht hält und das Drehmoment untenrum nun wieder magerer ausfällt
Als wäre das nicht schon schlimm genug, starb leider auch mein Viskolüfter und der Motor wurde wohl kurzzeitig etwas heiß - jedenfalls begann er an zwei Stellen wieder etwas Öl zu verlieren. Einmal am Ventildeckel und dann noch am unter Kettenkastendeckel. Die Undichtigkeit am Ventildeckel war recht groß, aber auch einfach zu beheben. Der Kettenkasten wird dann wohl ein Projekt im neuen Jahr.
Viel Geld ärmer, viele Erfahrungen reicher. Ich würde es wahrscheinlich nicht wieder tun, stehe aber zu dem Projekt und bringe das jetzt auch zu Ende. Ich mag den Wagen sehr und er begleitet mich auch gut und zuverlässig auf meinen Langstrecken. Für Kurzstrecken habe ich den Mx-5 zu dem auch ein Artikel überfällig ist.
Also nochmal zusammenfassend, was wurde bereits gemacht/getauscht:
Zylinderkopfdichtungen, Gleitschienen, Steuerkette, Kurbelwellenentlüftung, Vanosüberholung, Obere Ölwannendichtung, untere Ölwannendichtung, Wellendichtring Kurbelwelle (vorn und hinten), Thermostat, Zündkerzen, Wasserpumpe, Keilriemen, Zylinderkopfschrauben, Kurbelwellensensor, Nockenwellensensoren, Pleuellagerschalen, Kupplung, Innenraumfilter, Luftfilter, Pleuelschrauben, Unterdruckschlauch, Kopfplanung, Getriebeölwechsel, Motorlager, Getriebelager, Abgaskrümmerdichtungen, Klimakompressor tauschen, diverse Kühlerschläuche, Kupplungsnehmerzylinder, Wagenheberaufnahmen richten lassen, neue Drosselklappe, neuer Fahrergurt, Servoschläuche, neue Viskokupplung, neue Frontscheibe, neue Bremsschutzbleche, Hohraumkonservierung, neue Bremsscheiben und Beläge hinten, Stellelemente Leuchtweitenregulierung ersetzt, Stoßdämpfer und Federn, Querlenker vorn und hinten, Spurstange und Köpfe, Integrallenker, Koppelstangen und viele weitere Kleinigkeiten und Sachen die ich in der Liste vergessen habe...