Mon Oct 22 11:25:50 CEST 2012
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volvosilke
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Laut Wetterbericht soll es nun doch bald frisch ums Näschen werden. Und wie jedes Jahr um diese Zeit werden wieder einmal Horrorszenarien von in meterhohem Schnee liegengebliebenen und nicht starten wollenden Autos bemüht, alles aufgrund leerer Batterien. Es werden Superduperschnäppchen angeboten, ohne die man - wenn man den Berichten glauben mag - den Winter nicht lebend übersteht. Ich hatte in meinen bisher 18 Jahren Auto- und Moppederfahrung NIE ein Batterieproblem. Okay, Stopp, ich hatte mal eine defekte Batterie. Das jedoch nur, weil erstens der Limaregler meiner FJ defekt war UND zusätzlich der Vorbesitzer eine wesentlich zu kleine Batterie eingebaut hatte, das jedoch so geschickt, dass selbst die Werkstatt es lange nicht sah. Mein Vater hatte letzten Winter ständig eine leere Batterie. Weil er ausschließlich Superkurzstrecke fährt, seit er in Rente ist, und das auch nur einmal wöchentlich. Lag aber auch nicht an der Batterie selbst. Wie ist das bei euch? Schon mal aufgrund einer defekten Batterie liegengeblieben oder nicht losgekommen? Es gibt natürlich auch winterliche Situationen, in denen eine leere Batterie im Auto das geringste Problem sein mag... |
Sat Oct 20 11:10:04 CEST 2012
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volvosilke
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Wer kennt sie nicht? Die Szene aus "Das Leben des Brian", in welcher er zu seinen Jüngern predigt. Und sie drückt haargenau das aus, was auf dem automobilen Sektor deutlicher und deutlicher wird. Dies ist zu einem großen Teil sicherlich dem Umstand geschuldet, dass viele Marken inzwischen unter dem gleichen Konzern stehen und mit den gleichen Plattformen arbeiten. In den späten 80-ern begannen Autos damit "stromlinienförmig" zu werden, weil plötzlich der cw-Wert alles war. Ich erinnere mich, dass der Omega damit warb, der Wagen mit dem geringsten cw-Wert seiner Klasse zu sein. Innerhalb bestimmter Fahrzeugklassen (kompakte Mittelklasse/Oberklasse-SUV/Sportcoupé etc.) unterscheiden sich selbst die Autos verschiedener Konzerne nur noch marginal. Schaut man sich die heutigen Brocken von Autos an, kann es kaum mehr allein um den cw-Wert gehen, denn die heutigen Werte vieler Autos dürften nicht wesentlich schlechter sein als z.B. der eines 80-er Jahre Ford Escort. Ich könnte sogar wetten, der Wert eines alten DS unterscheidet sich kaum von dem einer z.B. Mercedes E-Klasse, um einfach mal eine große Limousine zu wählen. (Falls jemand das anhand eindeutiger Daten widerlegen kann, gerne bitte.) Bei der optischen Monotonie der heutigen Fahrzeuge ist die Bemühung um Individualität umso größer und spiegelt sich auch im Zubehörangebot freier Anbieter wider. Es gibt für jedes Auto schon bei Markteinführung zahlreiche Felgen, Auspuffe, Bodykits etc. von Zubehöranbietern. Und obwohl jeder individuell sein möchte, kauft er sich letzten Endes doch den neuen Golf, Astra, A3, C4 etc. Wo sind die Autos für ECHTE Individualisten geblieben? |
Thu Oct 18 11:01:41 CEST 2012
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volvosilke
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50, GT, Suzuki Motorrad
![]() Knapp ein Jahr ist es nun her, dass ich die kleine GT50 auf ebay fand, für einen lachhaften Preis erstand und in mein Wohnzimmer brachte, um sie zu zerlegen. Nun steht sie da und sieht hübsch aus. Demnächst ziehe ich noch weiter raus aufs Land, wo zwischen den Orten 5 bis 10 Kilometer enger Landstraße liegen. Eigentlich wusste ich von Anfang an, dass es so enden würde. Dass ich sie niemals regelmäßig bewegen würde. Ob meine Freunde und Familie mich für vollkommen irre halten, wenn ich die Suzi sogar IN die neue Wohnung stellen werde? Zum Glück wird meine neue Wohnung nicht groß genug für meinen Volvo sein... |
Mon Oct 15 09:01:39 CEST 2012
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volvosilke
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Alus sind für Autos, was Schuhe für Frauen sind. Bei Alus ist de Auswahl fast ebenso reichhaltig wie bei Schuhen und mal ganz ehrlich, liebe Männers: Die Tendenz geht - selbst bei den von den Autokonzernen angebotetenen Rädern - zu immer größer. Dann gibt es natürlich auch solche Auswüchse wie das gefundene 22-Zoll-Rad des Camaro, auf dem eine dünne Lage Gummi aufgebracht wird statt eines Reifens... Und wer mir jetzt mir der angeblichen Fahrstabilität der superflachen Reifen kommt, dem könnte ich jetzt wieder seitenlang erzählen, wie ich mit den 65-er Reifen meines 360-ers alle möglichen Sportwagen in jeder Kurve zerlegt habe und wie der Wagen beim Fahrsicherheitstraining einfach nicht zum Ausbrechen zu bewegen war. Und dann eben der Komfort. Warum dann also Riesenräder mit Gummibeschichtung? So wie manche Frauen sich selbst einreden, Stilettos wären gar nicht so unbequem... |
Sun Oct 07 12:34:09 CEST 2012
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volvosilke
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850, 8er, Volvo
Was bist du?Es ist Herbst und es wird langsam kühl. Allenthalben sind die Leute traurig, dass der Sommer vorbei ist. Die meisten Menschen sind Sommermenschen. Ich glaube, ich bin ein Wintermensch. Ich liebe den Winter, ich liebe Schnee und die Stille, die dieser mit sich bringt. Ich mag es, bei Kerzenlicht und Kaminfeuer (noch habe ich keinen eigenen) mit einer Kanne heißem Tee auf der Couch zu sitzen, ein gutes Buch zu lesen oder zu reden oder einfach nur ins Feuer zu sehen. Der Winter ist eine herrliche friedliche Jahreszeit. Welche Jahreszeit mögt ihr am liebsten und warum? (Anmerkung: Da Deutschland ein Regenland ist, und das zu jeder Jahreszeit, ist diesbezüglich der einzige Unterschied die Temperatur des Regens...) |
Fri Oct 05 15:57:58 CEST 2012
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volvosilke
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Fiesta, Ford, Mk7 (JA8)
![]() Eines im Voraus: Bitte diesen Artikel nicht zu ernst nehmen. An meinem Volvo musste nachgearbeitet werden, daher bekam ich heute Morgen ganz spontan einen Fiesta hingestellt. Eingestiegen, losgefahren, direkt ab in unsere Hausbaustelle, schön mit 80... - gähn. Endlich, das Ende der Baustelle, die Kurve am Hanauer Kreuz, die auf die A66 Richtung Frankfurt führt, vor mir ein LKW, also langsam, dann die Auffahrt auf das Verbindungsstück zur AB, welches in einer weiten, zweispurigen Kurve verläuft. Ich erwarte ja gar nicht, dass der kleine Fiesta davon schießt wie von der Sehne gelassen, aber irgendwas sollte er schon tun. Ich entschuldige mich im Geiste, treibe den Fiesta mit reiner Willenskraft voran, dessen Tachonadel Millimeter für Millimeter langsam steigt. Endlich habe ich den LKW passiert, gehe wieder rechts rüber. Ich lasse es nun also etwas ruhiger angehen, halte mich zurück und merke zum ersten Mal, wie verdammt klein die ganzen Lücken zwischen den Autos auf der linken Spur sind. Auf dem Rückweg versuche ich es dann nicht einmal mehr. Ich finde mich damit ab, dass ich, wenn ich mal rechts festsitze, kaum noch nach links rüber komme. Als es gegen Ende frei wird, will ich wissen, was geht. Der Kleine tut mir leid und ich gehe wieder vom Gas. Fahre ganz gemütlich zur Werkstatt und war tatsächlich NIE ZUVOR so froh, endlich wieder in meinem Dickschiff zu sitzen. Und ich verstehe nun endlich, warum so ein Corsa, Fiesta etc. nicht einfach mal eben ein bisschen beschleunigen kann. Ich denke, ich werde in Zukunft freundlicher zu untermotorisierten Kleinwagen sein und mich weniger ärgern, wenn sie nicht aus den Hufen kommen. Auch solche Autos dürfen mal die linke Spur benutzen, weil es rechts auf Dauer nervig ist, wenn man nicht ständig nur 90 fahren möchte. Wenn also auch vor euch mal wieder ein Fiesta oder Corsa nach links ausschert, denkt daran, dass der Insasse vielleicht schon seit zehn Minuten hinter einem LKW hängt und auch viel lieber schneller an diesem vorbeikäme. |
Sun Sep 30 09:18:33 CEST 2012
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volvosilke
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Wer sich in einer aktiven Autoszene befindet, kennt das sicherlich: Auf Treffen kommen die abenteuerlichsten Schrauberaktionen zustande, mit teilweise waghalsiger Fahrzeug- bzw. Personensicherung. Dennoch macht man das mit und meistens gibt einem das Ergebnis Recht: Es geht alles gut, die Teile sind getauscht, der Wagen läuft wieder und das zu einem Bruchteil der Kosten, die das Ganze in einer Fachwerkstatt oder gar beim Vertragshändler gekostet hätte. Manchmal geht es aber auch schief. Zum Beispiel der Zanriementausch auf Bild 2, als beim Zusammenbau die Keilriemen vertauscht wurden und der nun zu kurze Riemen das Lüfterrad dermaßen unter Spannung setzte, dass die Bolzen abrissen und das Lüfterrad im Motorraum herumflog. Ein Glück, dass nichts weiter passierte, aber die anschließende Reparatur war nervig, unnötig und auch nicht gerade billig. In einer Werkstatt bekommt man Gewährleistung auf diese Arbeiten, wenn diese auch nicht immer druchgesetzt werden kann. Wie handhabt ihr das? Bei Neuwagen geht man natürlich eher zum Vertragshändler, das ist mir klar. |
Thu Sep 27 15:19:20 CEST 2012
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volvosilke
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2 (LF), Freelander, Land Rover
Eigentlich sollte ich einen neuen S60 bekommen, während bei meinem Volvo das komplette Kühlsystem renoviert wird. Egal, Land Rover finde ich klasse. Ist eine Marke, die ich mir für mich durchaus vorstellen könnte. Also, ab auf die Teilledersitze, Schlüsselteildingensda in den Schacht gesteckt und Start-Knopf gedrückt. Trotz der Größe und der Unübersichtlichkeit vor allem nach vorne weiß man ziemlich schnell ziemlich genau, wie groß der Freelander ist, denn die riesigen Spiegel bieten eine hervorragende Sicht. Nach wenigen Metern auf der Autobahn weiß ich, wie viel Platz ich zu allen Seiten um mich habe und den Rest tut vor allem beim Einparken das Piepen kund. Bräuchte ich nicht unbedingt, vor allem nicht bei einem weichen Hindernis wie dem Farn hinter meinem Parkplatz. Der Innenraum wirkt relativ hochwertig und modern, natürlich ganz anders als der Defender. Hier gibt es weichen Kunststoff, Leder oder Kunstleder, ein intuitiv zu bedienendes Cockpit und alles fasst sich angenehm an. Etwas nervig ist es, dass bei jedem Start der Auswahlbildschirm des Navis kommt statt der Bildschirmschoner-Uhr, die ich jedesmal neu aufrufe, aber ich schätze, das kann man in den Einstellungen ändern. Vom Fahrgefühl her ist der Freelander eindeutig auf Komfort ausgelegt und fährt sich sehr angenehm. Das Fahrwerk ist leicht schaukelig, holpert nur bei harten, kurzen Wellen, die Bremsen sind griffig, aber nicht so übermäßig giftig wie heutzutage leider oft zu erleben, und die Lenkung ist nicht nervös, aber auch nicht schwammig. Das unterstützt das Cruiser-Fahrgefühl, welches sich in so einem Wagen sowieso einstellt. Das Xenon-Licht leuchtet auch einsame Landstraßen sehr schön aus, die scharfen Kanten zwischen beleuchtet und unbeleuchtet sind aber etwas, das mich an Xenon generell stört. Man bekommt dadurch ein wenig das Gefühl des Tunnelblicks, aber auch das ist subjektiv und Gewöhnungssache. Das Rückfahrlicht beleuchtet alles sehr, sehr gut, was ich sehr wichtig finde. (habe meinen Volvo daher extra mit LEDs ausgestattet, was bisher nicht von TÜV oder Polizei bemängelt wurde) Der Kofferraum ist für ein Fahrzeug dieser Klasse angemessen und die nach innen stehenden Radhäuser sind bei der Fahrzeugbreite relativ egal. Die hohe Ladefläche ist freilich ungeeignet um große und schwere Dinge hineinzuwuchten, aber das weiß man ja, wenn man sich so ein Auto kauft. Der Freelander ist absolut kein Fahrzeug, das ich mir kaufen würde, dafür ist er einfach zu sehr ein Zwitter zwischen allen möglichen Fahrzeugtypen, aber mir gefällt die Ruhe, die sich beim Fahren einstellt. Man fährt gemütlich seine 110 bis 120 km/h, belächelt mitleidig alle, die sich auf der linken Spur bedrängen und ihre Kleinkriege austragen, und es rührt einen einfach nicht, was die alle treiben. Und seltsamerweise - WENN man mal wen überholt und nicht so schnell weg kommt, wenn einer von hinten schneller fahren will, wird man NICHT genötigt! In meinem ollen Pampersbomber, der wesentlich bessere Fahrleistungen hat, versuchen ständig irgendwelche Leute mich von der Spur zu schubsen. Mich lässt das kalt, ich lasse mich nicht hetzen, aber in einem großen Auto passiert das offenbar einfach nicht. Entweder, die Leute wissen, man KANN nicht schneller vom Fleck kommen, oder sie wollen sich einfach ihr Auto nicht an einem Geländewagen zerstören. Ich "darf" den Wagen noch einen Tag länger fahren. Ich kann also auf spezifische Fragen eingehen, wenn ich diese weiß. Aber bitte NICHTS zur Geländegängigkeit, denn ich werde mit einem Werkstattwagen ganz sicherlich nicht über Feld- und Waldwege brettern... |
Fri Sep 21 15:38:52 CEST 2012
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volvosilke
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was bevorzugt ihr?Meine Eltern hatten mal einen Wohnwagen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Mit dem Wohnwagen hat man ein einzelnes Auto, um Ausflüge zu machen, einkaufen zu fahren etc. Mit einem (normal großen) Wohnmobil muss man entweder Fahrräder dabeihaben, oder man muss jedesmal zusammenpacken und mit dem ganzen Ding wegfahren, wenn man mal etwas unternehmen möchte, findet schlecht Parkplätze etc. Möchte man irgendwo stationär sein und Tagesausflüge machen, eignet sich eher der Wohnwagen. Dennoch käme für mich immer nur das Wohnmobil infrage. Wie ist das bei euch? |
Sun Sep 16 09:43:19 CEST 2012
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volvosilke
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Zur Zeit haben sie hier in der Gegend irgendwie den großen Rappel und meine tägliche Heimstrecke ist mehr oder weniger eine einzige große Baustelle, wegen Erneuerung von Fahrbahnbelag, Leitplanken oder wegen eines Kreisel-Neubaus. Auf dem ca. 8 km langen Streckenabschnitt befindet sich EIN EINZIGER Bautrupp irgendwo, der seit Wochen kaum sichtbare Fortschritte erzielt. Da diese Strecke wirklich voll von LKW ist, die nur noch 50 bis 60 km/h fahren (mehr würde ich mich an deren Stelle auch nicht trauen, bei der Qualität des Belags und vor allem bei den Ein- und Ausfahrten), bleibt den PKW eigentlich nur noch die 2-Meter-Spur. Nun gibt es ja inzwischen ein Gesetz, dass diese Spur auch tatsächlich nur von Fahrzeugen befahren werden darf, welche diese 2 Meter Breite nicht überschreiten. Ich muss sagen, die LKW-Fahrer sind hier wirklich große klasse und fahren extrem gleichmäßig und haben ihre Trucks voll unter Kontrolle. Die Fahrzeuge, welche eine volle Ausnutzung der linken Spur behindern, sind hingegen irgendwelche Muttis in ihren Kleinstwagen, die rechts Schlangenlinien fahren, Vans, die in halsbrecherischen Manövern auf dieser engen Spur überholen (einer zwei Autos vor mir streifte schon den linken Begrenzungswall und krachte danach fast in den LKW rechts neben sich) und Fahrer dicker Autos, die es nicht einsehen, rechts zwischen den LKW zu fahren, die sich aber ebenso wenig trauen, diese zügig zu überholen. Der Allerbeste jedoch war einmal der Fahrer eines alten Passat, der schräg versetzt hinter einem LKW die 2-Meter-Spur blockierte, obwohl der LKW immer wieder extra weit rechts fuhr, wann immer das möglich war, damit er vorbei konnte. Der WOLLTE jedoch gar nicht vorbei, und als sich der LKW am Hanauer Kreuz, am Ende der Baustelle, nach einem kurzen Sprint links vor ihn setzte, fuhr ich rechts an ihm vorbei, sah rüber und sah einen selbstzufrieden grinsenden lanhaarigen Öko-Späthippie-Birkenstock-Jesus-Imitator, der entweder vor lauter Dröhnung gar nicht merkte, dass er den Verkehr aufhielt, oder der einfach mal der Anfang eines Staus sein wollte. Es gab auch einen PKW mit leerem PKW-Anhänger (bekanntlich überbreit), der das Ding zudem kein bisschen unter Kontrolle hatte und damit über die rechte Spur schlingerte. Als er endlich einigermaßen geradeaus zu fahren schien, setzte ich zum Überholen an, musste jedoch scharf abbremsen, als der Anhänger abermals schlingerte und mir fast in den Kotflügel krachte. Irgendwann auf einem geraden Stück trat ich dann das Gaspedal kurz mal durch und schoss an dem Kamikazefahrer vorbei und als ich wieder nach rechts scherte, sah ich bis zum Ende der Baustelle niemanden mehr hinter mir, der sich das ebenfalls traute. Manche Leute sollten sich wirklich überlegen, ob sie, nur weil sie das laut Papier dürfen, wirklich alles fahren müssen, was es gibt... Was jedoch positiv auffällt, ist die Anpassung der Leute an die veränderten Gegebenheiten, insofern sie tatsächlich Platz machen und nach links ausweichen, wenn sie jemanden an eine Auffahrt heranfahren sehen, damit derjenige sich einfädeln kann. Auf der Einzelspur in die Gegenrichtung werden absichtlich große Lücken gelassen, damit die Auffahrenden sich einfädeln können und die Leute, die auffahren wollen, fahren tatsächlich vorausschauend, sehen sich beim Heranfahren um und sehen, ob sie es durch starkes Beschleunigen oder durch Abbremsen schaffen, sich möglichst reibungslos in den fließenden Verkehr einzuordnen. Ich fahre dort jeden Morgen um sieben Uhr rum und dann wieder um zwei Uhr rum, manchmal auch später nachmittags und in all den Wochen, seit es die Baustelle gibt, habe ich noch keinen Unfall gesehen. So ein Unfall wäre hier der Supergau, denn er würde den gesamten Verkehr komplett zum Erliegen bringen. Es ist ein kleines Wunder, dass bei all den aberteuerlichen Fahrweisen bisher nichts passierte, doch dies spricht wiederum dafür, dass die Autofahrer besser sind als ihr Ruf. Die Aufmerksamen machen die Unachtsamkeiten der Träumer wieder wett, die Zurückhaltenden bügeln die Gefahrensituationen der Aggressiven wieder aus und PKW- und LKW-Fahrer können sehr wohl in perfekter Harmonie miteinander die Autobahnen füllen. Ich wette, wenn der Straßenbelag in zwölfundsechzigtrillionen Tagen fertig und die Bahn wieder frei ist, DANN kracht es auch wieder... (Die Bilder stammen übrigens aus dem Netz, geben aber recht gut die momentane Situation zwischen dem Hanauer Kreuz und dem Ende der B43 wieder.) |
Fri Sep 07 15:45:54 CEST 2012
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volvosilke
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850, 8er, Fehlercodes, LMM, Volvo
Klar zickt so ein fast zwanzigjähriges Auto auch mal rum. Vor einem Jahr tauschte ich nach zahlreichen anderen Teilen der Zündanlage schlussendlich auch die Kerzen (wieder orischinool) und außerdem den LMM. Bis dahin war ständig die Lambdaleuchte gekommen, mit unterschiedlichsten Fehlercodes. Gestern nach Schulschluss angelassen, auf einmal geht er wieder aus. Na prima, denke ich. Rechts ran, Warnblinker an, auf Lücke warten, aussteigen, Motorhaube auf, Fehlercodes auslesen und löschen. Blöde Kiste, mit MIR nicht! Da könnte ja jeder kommen!!!! Haube zu, eingestiegen, angelassen, läuft. Fährt sich zwar wie ein blöder Sauger, aber fährt. Zum raschen Überholen eines LKWs auch mal kurz 130, ansonsten gemütlich 100, ich will ja nix kaputtmachen. Fehlzündungen ohne Ende beim Gaswegnehmen. Plöpp-plöpp-plöpp. Heil zum Termin gekommen, um fünf soll es weiter gehen. WAS????? LÄUFT????? Die wundersame Selbstheilung des Fast-Youngtimers? Heimfahrt: keine Lamdaleuchte, kein Ruckeln, nix. Und einmal mehr bin ich heilfroh, ein altes Auto zu fahren. - Ich kann meine Fehlercodes selbst auslesen und weiß, was sie bedeuten. Jetzt geht halt die Fehlersuche wieder los. Viel bleibt nicht mehr: Leerlaufsteller und Steuergerät. Hattet ihr auch schon wundersame Selbstheilungen? |
Wed Oct 24 14:21:31 CEST 2012 |
volvosilke
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Ich komme darauf, weil ich mich immer wieder frage, warum manche Leute so viel emotionale Energie in Foren und soziale Netzwerke stecken. Es soll hier vor allem um Menschen gehen, die man NICHT persönlich kennt!
Fast jeder Mensch, der ein "Onlineleben" führt, ist in Foren, sozialen Netzwerken und Chats unterwegs.
Ganz schnell lernt man auf diese Weise tausend und mehr Leute "kennen".
Dann schreibt der eine User: "Mein Hund/bester Freund/Vater ist gestorben."
Oder einer erzählt, wie er seinen Job verlor.
Andere berichten von ihrer Erkältung.
Und es geschieht genau das, was erwartet wird: Mitleid und Mitgefühl werden ausgedrückt.
Für teilweise vollkommen fremde Menschen, die man niemals gesehen oder auch nur mit ihnen telefoniert hat.
Mir wird immer nachgesagt, ich sei ein extrem empathischer Mensch, der sich voller Aufrichtigkeit mit anderen freuen und auch mit ihnen weinen kann. Das bezieht sich jedoch ausschließlich auf Menschen, die ich über längere Zeit PERSÖNLICH kenne.
Wenn hingegen in irgendwelchen Foren jemand klagt oder jubelt, nehme ich das zur Kenntnis und wenn man von demjenigen schon öfter mal was gelesen hat, vielleicht auch etwas interessierter, aber ansonsten?
...der berühmte fernöstliche Jutebehälter, gefüllt mit weißen Körnern, der aus dem Gleichgewicht kommt...
Durch die Vielzahl der virtuellen sozialen Kontakte, welche man heute hat, wäre es da nicht sehr ermüdend, wenn man mit jedem trauern, lachen oder schimpfen würde? Und woher weiß man denn, dass derjenige die Wahrheit spricht?
Ich könnte, nur weil ich Sehnsucht nach ein wenig Mitgefühl habe, ja ständig irgendwas behaupten.
Unterschwellig unterstelle ich damit jedem mir nicht persönlich bekannten User, ein Fake zu sein, richtig.
Bei facebook warten einige Leute seit Monaten darauf, dass ich sie adde, aber da können sie auch noch Jahre warten, da ich sie nicht persönlich kenne.
Es gibt Foren, über die man Leute kennenlernen kann, persönlich, live und in Farbe. Auf die Art und Weise bin ich fest in der Volvoszene verankert. Als ich dort kürzlich vom unerwarteten Tod eines langjährigen, etwa einmal jährlich gesehenen Bekannten hörte, hat mich das schwer getroffen.
Als ich noch im Effjott-Forum aktiv war, kam dort auch die Meldung eines verstorbenen Users, dessen Beiträge ich oft und gerne gelesen hatte. Aber emotional ließ mich das vollkommen kalt.
Ist es also geheuchelt, wenn jemand, den man nie gesehen hat, auf die Mitteilung, er habe einen schweren Unfall gehabt, dutzende von mitfühlenden Antworten erhält?
Oder ist das Höflichkeit?
Ist heucheln höflich? Oder kann man tatsächlich mit jemandem fühlen, den man nicht kennt? (komisch, bei Fiktion, also Büchern oder Filmen, bin ich ganz groß dabei, was Mitgefühl angeht, dabei sind die unbekannten Personen dort nicht einmal real!!!)
Ich schreibe ab und zu bei solchen Threads auch mal was Nettes rein, aber mir kommt es immer vor als würde ich demjenigen dabei ins Gesicht lügen. Und wenn ich etwas hasse, dann sind das Lügen.
Als ich hier über die Restaurierung meiner GT50 schrieb, wollte ich selbstverständlich auch positives Feedback.
Manchmal schreibe ich auch einfach um des Schreibens Willen.
Wie empfindet ihr das?
Würdet ihr in einem Forum, in dem ihr niemanden kennt, persönliche Dinge aus eurem Leben erzählen?
Und was würdet ihr erwarten? Tipps? Mitleid? Aufbauende Worte?
Und wenn jemand euch bemitleidet oder sich mit euch freut, könnt ihr das wiederum schätzen?
Und wenn jemand, den ihr nicht kennt, euch im Internet beschimpft, geht das an euch?
Man merkt, ich halte es lieber mit realen Personen als mit virtuellen.
Dass ich dennoch so oft schreibe, hat etwas mit einem beinahe zwanghaften Schreibwahn zu tun.