Sun Jun 25 18:57:03 CEST 2023
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Bildung, Verkehr
![]() Hallo! Vor kurzem habe ich geschaut, was der aktuelle Stand der Dinge ist, wenn ich heute wieder mit dem ÖPNV zur Schule müsste. Entgegen aller Ankündigungen wurden die ÖPNV-Verbindungen schlechter. Deswegen stelle ich mir die Frage: Werden Bildungschancen verringert durch div. Verkehrsmaßnahmen? Möchte euch das nun genauer erklären. Die Situation damals bei mir Wie gesagt, zwischen daheim und der Schule lagen ca. 20km. Ich wohne in der drittgrößten Stadt des Landkreises, aber relativ weit vom hiesigen Bahnhof weg. Das Gebäude wo wir dann als Schüler die allermeiste Zeit waren, war eine Bushaltestelle vom dortigen Hbf. entfernt. Die ÖPNV-Routenplaner haben mir nie eine Zugverbindung empfohlen. Bin dann immer fast vor der Haustür in einen ÖPNV-Bus eingestiegen, der eine der beiden Routen durch alle Dörfer zwischen den beiden hier relevanten Bahnhöfen abgeklappert hat. Musste also nie umsteigen. Es hat schon damals viel länger gedauert, als wenn ich mit dem Auto hätte fahren können. Auch weil auf dem Heimweg die nächste Bushaltestelle von mir daheim recht weit weg war, ich also noch ein ganzes Stück laufen musste.
Die Situation heute
Wenn ich heute nach diesen Kriterien eine Verbindung für die erste Schulstunde heraussuche, ist immer folgendes:
Es ist aber bekannt, dass man als Schüler nicht zu früh aufstehen müssen und an der Schule einigermaßen fit ankommen sollte. Und je länger man im Bus unterwegs ist, desto weniger Zeit hat man um in Ruhe Hausaufgaben zu machen. Was hat sich nun außer dem ÖPNV an sich geändert? Inzw. ist innerorts auch auf den Hauptverkehrsstr. auf den Dörfer bis auf ganz kleine Ausnahmen überall Tempo 30. Das bremst eben auch den ÖPNV deutlich aus. Zudem hat man bei uns den ÖPNV verschlimmbessert. Durch diese Änderung kommt z. B. das zusätzliche Umsteigen. Man hat aber dafür massiv Fördergelder abgegriffen und sich ganz doll gegenseitig auf die Schultern geklopft :-( Alternativen? Jetzt könnte man auf die Idee kommen, mit 15 einen Führerschein der Klasse AM oder mit 16 einen der Klasse A1 zu machen. Mit Klasse AM, also max. 45km/h (z. B. S-Pedelec bzw. Roller oder Leicht-Kraftfahrzeuge Klasse L6e) ist man auf der Landstraße ein immer stärkeres Verkehrshindernis, weil immer mehr sinnlose Überholverbote eingerichtet wurden. Es wurden zwar neue Radwege an Landstraßen eingerichtet wo vorher kein Wirtschaftsweg war, aber ob man die wie Wirtschaftswege mit 45km/h befahren darf, ist fraglich.
Klasse A1 ist für viele G8-Gymnasiasten die dorthin wechseln aus Altersgründen keine Option. Betrifft also nur einen Teil der Schüler. Man darf zwar schneller fahren, aber:
Dazu die üblichen Probleme an der Schule. Z. B. Parken wird insb. für alles was größer wie ein Fahrrad ist für Schüler immer weiter eingeschränkt. Zudem sind insb. Fahrräder oft gerade an Schulen von Vandalismus/Diebstahl betroffen. Ggf. haben die Akkus in solchen Fahrzeugen eine nicht auch im Winter 100%ig sicher ausreichende Reichweite (großer Einzugsbereich der Schule), z. B. auch aus Kostengründen. Entnehmbare und im Fahrzeug unklimatisierte Akkus, die wenn man sie mitnimmt und dabei ggf. herunterfallen können eine nicht unerhebliche Brandgefahr darstellen, dürften auch immer öfter unerwünscht sein. Zumal meist erst noch eine akzeptable Lösung gefunden muss, wie soviele Leute so große Akkus laden (verglichen mit Smartphone-Akkus) ohne dass die Schule arm wird. Ein Abrechnungssystem macht aber bei sovielen eher geringen Beträgen auch nicht viel Sinn (viel geringere Akku-Kapazitäten bzw. Verbräuche als bei E-Autos). Fazit |
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