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geradeauslauf - theorie

VW Golf 1 (17, 155)
Themenstarteram 22. Februar 2010 um 19:27

hallo zusammen
ich wollte schon länger mal licht ins dunkle bringen, was das thema geradeauslauf in verbindung mit spur und sturz anbetrifft.
grundlegenes:
spur:
in der regel wird bei autos eine "nachspur" eingestell, die das auto zwangsläufig geradeaus laufen lässt.
"vorspur" hat hingegen den vorteil, dass man härter einlenken kann.
sturz:
negativer sturz ermöglicht höhre kurvengeschwindikeit, weil der rollneigung entgegengewirkt wird.
jetzt mein "problem" :
wenn das auto nicht geradeaus fährt, und das lenkrad verdreht ist, ist dies doch ein indiz dafür, dass die spur nicht stimmt, oder?
nur frage ich mich wieso eine verstellte spur den geradeauslauf behindern kann.
angenommen die räder sind exakt parallel(was wohl nicht der fall sein wird), wird das auto doch insgesamt gesehen dennoch gerade aus fahren.
und angenommen das auto hat eine zu starke nachspur, so würde sicherlich der verschleiß der reifen steigen, jedoch sollte das auto auch hier gerade auszufahren sein.
wenn beide spurstangen unterschiedlich eingestellt sind, so würde sich dies beim beschleunigen (lenkrad lose) tomatisch wieder einpendeln. dann wäre natürlich das lenkrad nicht mehr in der korrekten stellung. jedoch erkenn ich auch hier keinen grund für einen schlechten geradeauslauf.
ich hoffe mir kann das jem. erklären...

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15 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von el_buck0



spur:
in der regel wird bei autos eine "nachspur" eingestell, die das auto zwangsläufig geradeaus laufen lässt.
"vorspur" hat hingegen den vorteil, dass man härter einlenken kann.

Da verwechselst du was, der

Nachlauf

läßt das Auto geradeaus Fahren, ohne Nachlauf könntest du nicht freihändig fahren.

Für den Nachlau muß die Aufstandsfläche des Reifens hinter der Drehachse zwischen Domlager und Führungsgelenk liegen.

Der Golf bekommt entgegen einiger anderer Fronttriebler keine Nachspur sondern Spur Null an der VA.

Unter starker Antriebslast wird daraus eine leichte Vorspur, im Schiebebetrieb leicht Nachspur.

Beim Ein und Ausfedern ändern sich die Werte auch alle. Starkes Ein oder ausfedern führt zur Nachspur, da die Spurstangen "kürzer" werden.

Leichte Vorspur macht etwas agiler und stabilisiert Spiel in Lenkung und Achse.

Ab einer gewissen Abweichung gibt es halt keinen guten Geradeauslauf mehr, auch wenn sich die Fehler der einen Seite an der Anderen ausgleichen.

Die Räder radieren ja dann mehr über den Asphalt als dass sie rollen, jeder Haftungsunterschied re li, der bei parallelen kaum einfluß hat, vermasselt dir ständig diese Selbstausgleichung die bei Spur ungleich Null statfindet.

Für den Rest solltest du mal googlen, um dir das zu erklären reichen ein paar Sätze nicht.

am 22. Februar 2010 um 23:37

Super Erklärung der Lenkgeometrie, @WOB!
@el_buck0,
Was verstehst Du unter "wenn das auto nicht geradeaus fährt"?
1. Zieht zu einer Seite
Mögliche Ursachen:
- Sturz der VA rechts und links unterschiedlich
- Reifen ungleichmäßig abgelaufen
- Schleifende Bremsen einseitig
- Wagen oder Achsteile verzogen ( -> Hundegang)
- ...
2. Läuft mal nach links und mal nach rechts, ständige Lenkkorrektur nötig
Mögliche Ursachen:
- Zu viel Vor- oder Nachspur
- Spiel in Lenkung oder Radaufhängung
- ...

Themenstarteram 23. Februar 2010 um 12:48

super! danke!
ja ich habe den nachlauf vergessen. dieser ist ja entscheiden für das rückstellmoment der lenkung...
jedoch habe ich wohl eher ein verzogenes chassis..
denn mein auto zieht einfach nach links. und zwar ständig. das lässt sich eben nicht durch falsche spur einstellungen (und eig auch weniger durch falschen sturz) erklären..an den reifen liegt es auch nicht..

Zitat:

Original geschrieben von el_buck0


...das lässt sich eben nicht durch falsche spur einstellungen (und eig auch weniger durch falschen sturz) erklären...

Doch, kann auch ausschließlich daran liegen.

Themenstarteram 23. Februar 2010 um 13:44

haha das fänd ich natürlich super :)
jedoch wie? :D
habe aufmerksam gelesen doch kann ich keine begründung für einen permanenten "linksdrang" finden =)
aber gut vlolt ists das hier auch der falsche ort dafür ;)

ohja das Problem habe ich auch nach dem Fahrwerk einbau !
da hier ja kompetente User am Werk sind meine Frage !
wenn ich in eine rechts kurve fahre, dann schiebt das Auto nach vorne und ich merke ein ruckeln in der Lenkung. Wenn ich jedoch nach links fahre, dann nicht dann liegt der schön aufm Asphalt.
Das ist doch dann wohl eine Spur sache oder ?
ich habe beim vermessen versucht den größt möglichen Negativ Sturz zu erreichen, also so dass die Reifen bei schnellen Kurven Fahrten eig mehr Grip haben sollten !( ich hoffe ihr versteht was ich meine )

Bitte um Tipps und Ratschläge

Danke für eure Hilfe

Zitat:

Original geschrieben von kallusch


ohja das Problem habe ich auch nach dem Fahrwerk einbau !
da hier ja kompetente User am Werk sind meine Frage !
wenn ich in eine rechts kurve fahre, dann schiebt das Auto nach vorne und ich merke ein ruckeln in der Lenkung. Wenn ich jedoch nach links fahre, dann nicht dann liegt der schön aufm Asphalt.
Das ist doch dann wohl eine Spur sache oder ?
ich habe beim vermessen versucht den größt möglichen Negativ Sturz zu erreichen, also so dass die Reifen bei schnellen Kurven Fahrten eig mehr Grip haben sollten !( ich hoffe ihr versteht was ich meine )

Bitte um Tipps und Ratschläge

Danke für eure Hilfe

wenn das aussere Rad rattert ist dein sturz viel zu viel im negativ bereich.

ja ich kann ma n bild machen ich mein des müsst ma sehn !
n Kumpel von mir hat nen 2 er vr 6 da ist der sturz brutal aber des ding liegt wie ein kart^^

naja danke erst ma für die schnelle Antwort !

Wollte noch mal mein Semf dazu geben...
Ich bin eine lange Zeit Rennen mit RC-Car´s gefahren und da hat man einige Sachen zwecks Abstimmung / Spur / Sturz Einstellung mitbekommen.
Nur hatten diese Modelle schon vor 10 Jahren Doppelquerlenker vorne und hinten und richtige Federwege, halt eine Fahrwerksgeometrie die nicht, ein aus Kostengründen reinkonstuierte Kompromis- Fahrwerk aller McPerson Federbein und "Starachse" ist...
Weiterhin alles einstellbar mit verschiedenen Anlenkpunkten der Öldruckdämpfer, dünneres oder dickere Öle, Federn in verschiedenen Härten, endlos verschiedene Reifen (Mischungen/Härte/Profil) usw.
Positiver Sturz: Räder sind "oben" enger zusammen als "unten"
Entgegnet der Rollneigung, wie oben richtig geschrieben und vermehrt den Grip in der Kurve, da zu dem Zeitpunkt, das kurvenäussere Rad und damit das was in der jeweiligen Kurve am meissten belastet wird, "vollflächig" aufliegt (grob übertrieben)
Vorspur: Räder stehen "vorne" enger zusammen als "hinten"
1-2° Vorspur ist zum einwandfreien Geradeauslauf zwingend notwendig, da praktisch die beiden Vorderräder "zueinander" laufen und damit die Spur stabilisieren.
Nachspur (Nachlauf):
Lässt den Wagen "gieriger" einlenken, verschlechtert allerdings damit natürlich auch den Geradeauslauf - logisch.
Weiterhin wollte ich nochmal als Info einwerfen:
je härter ein Wagen vom Fahrwerk her abgestimmt ist, desto weniger Rollneigung hat er zwar, aber um so weniger "mechanischen Grip" hat er auch...
D.H.: Tiefer und Härter, macht nicht zwingend schneller...;)

Team-losi-xxx-cr-16

ah danke dann hab ich wohl doch wirklich zu viel positiv sturz
möchte aber Negativ Sturz haben !!

Wo fährst du den mit deinem Golf?
Diese ganze verstellung sollte für den alltagsgebrauch wohl eher suboptimal sein und mir erschliesst sich der Sinn deines Bestrebens nicht...

Es sei den du fährst damit im Rennbetrieb, Slalomrennen oder so...

Gruss

mein wagen zieht auch leicht nach links....kann also an spur oder sturz liegen? oder gar beidem? habe eben bei vw angerufen und nach preisen der einstellung nachgefragt,....warte aber noch auf rückruf....und da währe es interessant zu wissen woran es denn nun genau liegen könnte....

Zitat:

Original geschrieben von kallusch


möchte aber Negativ Sturz haben !!

Mir erschließt sich der Sinn jetzt aber auch nicht?

Was hat man denn davon?

Ich denke, die von VW ermittelten und vorgegebenen Einstellwerte bezüglich Spur und Sturz, werden wohl schon das Optimum im Bezug auf das "Kompromiss" Fahrwerk eines Golfs sein.

In so Fern: Nach Werksvorgabe einstellen lassen und gut...

Selbst für Slalom o.Ä. werden die Serienwerte schon OK sein.

Vor allen, da man beim 2er eh kaum Möglichkeiten hat...

Damit wir hier nicht durcheinander kommen. Wenn die Räder oben enger zueinander stehen, wird das „negativer Sturz“ genannt. Der negative Sturz verbessert den Schräglaufwinkel. Der Reifen kann dadurch mehr Seitenkraft vertragen, bevor er wegrutscht. Bei Golf verschlechtert sich aber dadurch der Lenkrollradius. Unterschiedliche Reibwerte führen dann zum Ziehen nach einer Seite.
Bei dem sehr einfachen Golf-Fahrwerk kann man nichts verbessern. Man stellt am besten nach den Werksvorgaben ein.
Die Stabilität des Geradeauslaufs hängt sehr stark von der richtigen Spureinstellung ab. Beim Golf werden die Räder genau parallel eingestellt. Vor- oder Nachspur verschlechtern jeweils den Geradeauslauf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Radsturz
http://www.beissbarth.com/. Begriffe der Fahrwerksvermessung

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