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Wohnwagen PV Anlage
Hallo,
ich habe da ein Verständnisproblem hinsichtlich einer PV Anlage auf dem Dach des Wohnwagens.
Ich habe auf dem Dach des Wohnwagens 2 PV Panele von ECO Worthy (jeweils mit 130W) die mit einem Victron MPPT Regler (75/15) an einer 280 Ah LiFePO 4 Akku hängen.
Am selben Akku hängt auch 1 PV Panel von Suman (SMF-430F-12x12 UW) mit 430W und einem Victron MPPT Regler
100/20)
Und da fängt mein erstes Problem an, laut dem Rechner von Victron müsste da aber ein 100/30er Regler angeschlossen werden.
Und das verstehe ich schon nicht.
Die PVplatte hat 49,8V +- 5V und mit ein Maximum Power Current von 10,24 A und einen Short-Curcuit Current von 10,74 A.
Wieso reicht da nicht der 100/20er Regler?
Dann habe ich noch eine weiter Suman (SMF-430F-12x12 UW) auf dem Dach. Die ist noch nirgends angeschlossen, ich möchte die für das Aufladen einer Bluetti Power Oak AC200P nutzen .
Diese hat einen integrierten MPPT Laderegler an den maximal 700W /35V - 150VDC mit einem Current von 12A max angeschlossen werden darf.
Das müsste doch eigentlich passen oder ?
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18 Antworten
Der MPPT 100/20 kann laut Datenblatt bei einen 12V System nur max. 290W = 20 A Ladestrom bei Ladeschlussspannung auf der 12V Seite.
Der MPPT 100/30 kann laut Datenblatt max. 440W Leistung bei einen 12V System und der MPPT 100/50 kann bis zu 700W bei einen 12V System.
Mit dem MPPT 100/20 verschenkst du also 140W Leistung deiner Solarzelle, da der 100/20 bei 290W einfach abriegelt.
https://www.victronenergy.de/.../...,-75-15,-100-15,-100-20_48V-DE.pdf
https://www.victronenergy.de/.../...er-MPPT-100-30-&-100-50-DE.pdf
Hallo,
das mit dem Verlust/abriegeln war klar, ich hab mir einen 100/30 er gekauft. Wird in der Woche gewechselt.
Das mit dem Ladestrom verstehe ich halt nicht. Das Modul macht doch nur 10,24 A .
Da kommen doch nur um die 49V mit max 11A zum Regler.
Daraus macht der Regler dann 14,6V mit max 20A als Ladespannung auf die Batterie?
genau, das 100/20 wandelt die PV Spannung in bis zu 14,x V (je nach eingestellten Batterietyp) bei 20A Ladestrom, während der 100/30 bei 14,x V bis zu 30A Ladestrom kann = 440W max.
Rechnerisch wird das alles stimmen. Nur ist Frage ob bei der Montage auf dem Wohnwagendach überhaupt die maximale Leistung erbracht wird.
Gruß Volker
Folgende Formel ist dafür wichtig:
Leistung (P) = Spannung (U) * Stromstärke (I)
P in W (Watt)
Spannung in V (Volt)
Stromstärke in A (Ampere)
Bei deiner Angabe wären es
49V * 11A = 539W
Nehmen wir mal an, die Ladespannung wäre 14V und die Verluste vernachlässigen wir hier…
539W / 14V = 38,5A
Das ist vereinfacht ohne Verluste, Wirkungsgrade etc. , bevor man mir das wieder ankreidet…
Das stimmt. Deswegen die Angabe der Panels in W(att)p(eak). Aber der 100/20 MPPT verträgt gerade mal rund 280W, die bei einem Panel mit ~400Wp auch bei ungünstiger Einstrahlung sehr schnell erreicht bzw. überschritten werden. Und da stellt sich die Frage, wie der MPPT das (insbesondere thermisch) auf längere Sicht verkraftet, denn genau dann, wenn die Sonne mit vollem Ballett aufs Dach kracht, wird es im Fahrzeug ja auch wesentlich wärmer. Das schadet selbstverständlich elektronischen Bauteilen, die genau dann gleichzeitig an ihrer technischen (und insbesondere thermischen) Belastungsgrenze arbeiten.Zitat:
@roomster5 schrieb am 3. März 2025 um 09:39:33 Uhr:
Rechnerisch wird das alles stimmen. Nur ist Frage ob bei der Montage auf dem Wohnwagendach überhaupt die maximale Leistung erbracht wird.
Gruß Volker
Wie bereits beschrieben steht die erste Zahl (100) für die maximale PV-Leerspannung (IN). Die zweite Zahl (30) steht für den maximalen Ladestrom (OUT). Das bedeutet, dass selbst der 30er für dein Panel nicht ausreichend ist.Zitat:
@DerRatlose schrieb am 2. März 2025 um 04:47:24 Uhr:
Hallo,
das mit dem Verlust/abriegeln war klar, ich hab mir einen 100/30 er gekauft. Wird in der Woche gewechselt.
Das mit dem Ladestrom verstehe ich halt nicht. Das Modul macht doch nur 10,24 A .
Da kommen doch nur um die 49V mit max 11A zum Regler.
Daraus macht der Regler dann 14,6V mit max 20A als Ladespannung auf die Batterie?
Schau mal hier - da gibt es eine Excel-Tabelle, mit der man den passenden MPPT ermitteln kann:
https://www.victronenergy.com/.../
Sofern Du jetzt sowieso wechselst, würde ich definitiv gleich einen ausreichend dimensionierten MPPT verbauen. Dabei würde ich mindestens den 150/45 (ca. 630Wp), besser den 150/60 (840Wp) verbauen. Denn 100/50 (ca. 700Wp) würde ich nicht verbauen.
Warum:
Das jetzige PV-Panel wird nicht ewig halten. Willst Du später eine nur etwas leistungsfähigere PV Anlage wechseln, wirst Du mehrere Module zusammenschalten müssen. Häufig wird dabei eine Reihenschaltung verwendet (weil einfachere Verkabelung). Dabei summiert sich jedoch die Eingangsspannung, womit Du mit einem 100/50er direkt ins nächste Problem laufen wirst, da dieser (siehe oben) nur 100V Eingangsspannung verträgt. Der 100/50er ist also eher für Parallel-Schaltung der Panels geeignet, was jedoch aufgrund der komplizierten Verkabelung bei Campingfahrzeugen meist nicht gemacht wird, obgleich eine Parallelschaltung bei Teilverschattung klare Vorteile bietet.
Mit einem 150/45 (oder besser dem genannten 60er) könntest Du perspektivisch problemlos eine Anlage mit 2 oder 3 Panels in Reihenschaltung (oder wenn man will auch mit Parallelschaltung!) verbauen ohne noch mal an den Laderegler zu müssen, da der 150er eine höhere Eingangsspannung verkraftet.
Hinweis:
Achte auch darauf, welche Variante du nimmst. Die Variante "BlueSolar" unterstützt entgegen dem Produktnamen kein Bluetooth. Wenn Du Bluetooth möchtest, musst Du die etwas teurere Variante "SmartSolar" wählen.
@DerRatlose:
Die Bezeichnung 100/20 bedeutet bei Victron, daß Du max. 100V Modulspannung (also auf der PV-Seite) und 20A Ladestrom (also auf der Batterieseite) haben solltest.
Gruß
Jürgen
Wir haben 2x 140 Wp auf dem Dach (Vechline Solarmodul Top-Hit Easy), vermute in Parallelschaltung (weiss ich aber nicht sicher, war so beim Kauf). Zudem einen Victron SmartSolar MPPT 75/15.
Unser Laderegler reicht eigentlich für die Maxwerte nicht aus, gemäß Herstellerangaben machen die Panels knapp 20V und gut 7A maximal - d.h. bei Vollgas (14V Ladespannung) wären das ~20A.
Allerdings habe ich noch nie eine Leistung gesehen, die irgendwo in der Nähe der Max-Werte lag - im Sommer bei kühlen Temperaturen vielleicht mal 200W, häufig aber auch nur 160-180W. Und im Winter bin ich froh, wenn der Ertrag dreistellig ist.
Von daher glaube ich, dass man im vorliegenden Fall mit dem MPPT 100/30 sowohl in Reihen- als auch in Parallelschaltung klar kommt, da meiner Erfahrung nach die Wp Angabe bei Dachmontage eher Theorie sind.
Grüße, Markus.
Kommt immer auf die Module an würde ich sagen. Ich hab bei 600 Wp in Nordkroatien schon 530 W gesehen. Scheint als ob die Module mehr leisten als angegeben. Bei den jetzt installierten 1050 Wp waren es schon 870 W.
Aber klar ist, daß man bei Flachmontage nie von der vollen nominellen Leistung ausgehen muss.
Gruß
Jürgen
Also die angegebene Wp (Watt Peak) darf nur innerhalb der angegebenen Toleranz schwankend nicht überschritten werden. 100Wp mit 5% Toleranz darf max. 105Watt liefern. Das hat Sicherheitsaspekte, stell dir vor, du hast entsprechende Kabel ausgewählt und die aus Gewichtsgründen knapp berechnet und jetzt ballert jedes Panel 30% mehr rein…
(Peak = Gipfel oder Spitze)
Ja gut, das passt ja aber trotzdem.
600Wp = 522 W bei Flachverlegung (=87% vom Peak)
630Wp = 548 W bei Flachverlegung (=87% vom Peak)
1050Wp = 913 W bei Flachverlegung (=87% vom Peak)
Ich hab 530 W respektive 870 W gesehen.
Gruß
Jürgen
Dem MPPT ist vollkommen egal wieviel Wp vom Dach kommen.
Er nimmt sich nur das was er kann/braucht und wird auch nicht zu heiß .
Mit zu hoher Spannung kommt er allerdings nicht klar.
…aber es wäre Verschwendung…
Warum Verschwendung?
Wenn überhaupt verliert man im Hochsommer in der Mittagszeit ein paar Minuten den maximal möglichen Ertrag.Dann sind die Batterien in der Regel aber schon voll und der Strom ist über.
Die liegende Position kostet die ersten 15%,
die Erwärmung der Panele schluckt nochmal 15% da keine Hinterlüftung/Kühlung vorhanden.
Durch Verschmutzung sind weiter Verluste von über 5%
zu kalkulieren.