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VW-Konzern stoppt Verkauf von 79 Modellen in Südkorea - 79 Modelle von VW und Audi weniger in Südkorea

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Südkorea erwägt wegen des Abgas-Skandals einen Verkaufsstopp für Autos von VW und Audi. Nun stoppt VW freiwillig den Verkauf von 79 Modellen. Um Verwirrung zu vermeiden.

Schon im Februar hatten die südkoreanischen Behörden die Büros von Volkswagen in Seoul durchsucht und Dokumente sichergestellt Schon im Februar hatten die südkoreanischen Behörden die Büros von Volkswagen in Seoul durchsucht und Dokumente sichergestellt Quelle: dpa/picture-alliance

Seoul - Volkswagen stoppt den Verkauf von 79 Modellen in Südkorea. "Wir stoppen den Verkauf freiwillig, um der Konfusion im Markt entgegenzutreten", sagte eine Sprecherin von Audi Volkswagen Korea dazu. Die örtlichen Händler seien bereits schriftlich informiert worden, ab Montag soll die Maßnahme in Kraft treten. Zunächst auf unbestimmte Zeit.

Hintergrund des Verkaufsstopps sind Ermittlungen zum Abgas-Skandal in Südkorea. Das dortige Umweltministerium in Seoul will die Zertifizierung für Dutzende von VW- und Audi-Modellen zurückziehen und ihre Auslieferung stoppen.

Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Hunderte von Dokumenten über Emissionswerte, Kraftstoffverbrauch und Lärmtests geschönt zu haben, um so die Zulassung von Importautos zu erlangen. Es geht um Wagen wie den VW Golf und Audi-Modelle, die seit 2010 in Südkorea verkauft wurden. Die Dokumente wurden bei Durchsuchungen von Firmenbüros sichergestellt.

Südkorea erwägt Verkaufsstopp für 70 VW-Modelle

Südkorea wirft dem Volkswagen-Konzern vor, bislang nur mangelhafte Rückrufpläne für Diesel-Fahrzeuge zu haben Südkorea wirft dem Volkswagen-Konzern vor, bislang nur mangelhafte Rückrufpläne für Diesel-Fahrzeuge zu haben Quelle: dpa/picture alliance Die Behörden hatten in den vergangenen Monaten ihre Ermittlungen gegen VW wegen des Skandals um manipulierte Diesel-Abgaswerte deutlich ausgeweitet. Am Montag will das Ministerium eine öffentliche Anhörung durchführen, bevor es eine endgültige Entscheidung über den geplanten Verkaufsstopp treffen will. Die Staatsanwaltschaft hatte dazu bereits eine Liste mit über 70 VW- und Audi-Modellen vorgelegt, die trotz gefälschter Dokumente zugelassen worden sein sollen.

"Das hat Verwirrungen gestiftet", sagte die Sprecherin von Audi Volkswagen Korea. Zahlreiche Kunden dächten, die Auslieferung sei bereits eingestellt worden. Das Unternehmen wolle das Ministerium bitten, die Pläne zum Verkaufsstopp zu überdenken.

Rückrufpläne für 125.000 Diesel-Autos "mangelhaft"

Nach Abgastests bei mehreren Modellen der Marken VW und Audi hatten die Behörden im vergangenen November eine Rückrufaktion angeordnet. Betroffen sind Autos mit Dieselmotoren der Bauart EA 189, die vor allem zwischen 2008 und 2015 verkauft wurden. Allerdings wird dem Unternehmen vorgeworfen, bislang nur mangelhafte Rückrufpläne für mehr als 125.000 Diesel-Fahrzeuge eingereicht zu haben. VW hatte bei mehr als elf Millionen Fahrzeugen weltweit Abgastests manipuliert.

Südkorea ist für den VW-Konzern ein vergleichsweise kleiner Markt. In der ersten Hälfte 2016 hatten Audi und VW in Südkorea nach Angaben eines Branchenverbands mit über 25.500 Autos zusammen einen Marktanteil bei Importwagen von etwa 22 Prozent. Der Absatz beider Marken ging in dieser Zeit im Vergleich zum Vorjahr zurück.

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Quelle: dpa

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