In Europa werden 8,4 Prozent weniger Autos verkauft -
Europäischer Automarkt bricht ein
verfasst am 15.06.2012
Berlin - Der europäische Pkw-Markt steckt weiterhin in der Krise. Im Mai wurden laut dem Herstellerverband VDA lediglich 1,15 Millionen Fahrzeuge verkauft, 8,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Gesamtjahresbilanz nach fünf Monaten des Jahres 2012 liest sich mit einem Minus von 7,3 Prozent auf 5,64 Millionen Einheiten ebenfalls negativ.
Der Rückgang geht dabei voll auf das Konto der 15 westlichen EU-Staaten sowie der EFTA-Länder Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz. Die elf neuen EU-Länder hingegen verzeichneten sowohl im Mai als auch im Gesamtjahr ein Wachstum. Seit Januar wurden dort 332.300 Pkw neu zugelassen, 6,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum.
Ein anhaltender Boom ist dagegen auf den anderen großen Weltmärkten zu beobachten. In den USA legte der Pkw-Absatz seit Jahresbeginn um 13,4 Prozent auf 5,97 Millionen Fahrzeuge zu, China verbuchte ein Plus von acht Prozent auf 5,31 Millionen Pkw. Rang drei unter den größten Einzelmärkten nimmt Japan ein, wo der Absatz im Vergleich zum Katastrophenjahr 2011 um 58,8 Prozent auf 2,09 Millionen Einheiten stieg.
Quelle: Spotpress |
TimoFriedmann Volvo
Wird mal langsam Zeit das für Europa neue Modelle von Fiat und Alfa kommen. Ist absolut überfällig!
Das ist doch nichts anderes als eine Momentaufnahme. Ohne Berücksichtigung aller Dinge, die man von außen nicht sieht bzw. noch nicht einschätzen kann, entsteht ein völlig falsches Bild der Sache.
Darüber hinaus sollte man auch nicht außer Acht lassen, dass es sich hierbei noch immer um die "Zusammenarbeit" zwischen einem in Europa schwächelnden Unternehmen, wie viele andere auch, UND einem Hersteller aus Übersee handelt, der vor noch nicht langer Zeit "am Boden" war.
Bisher wurden alleine in Chrysler 5.2 Mrd. Dollar investiert. Das ist schon mal ne Summe, die auch ein rundum gesundes Unternehmen nicht so einfach stemmt, und Fiat war in dieser Zeit jetzt nicht so das Aushängeschild für extrem erfolgreiche Unternehmen.
Dieses Geld wurde in quasi alle Bereiche des Konzerns gesteckt und muss daher auch als langfristige Investition angesehen werden.
Erst die neuen Modelle werden dieses Geld wieder reinbringen, aber die gibt es bis dato noch nicht, außer dem Dart/Viaggio in den USA/China und dem 500L/Panda hier.
Bisher ist eine menge Geld in die Verbeserung bestehender Modelle geflossen, wie auch in neue bzw. modifizierte Fertigungsstätten, und auch in die Entwicklung von Neuen, ohne daran wirklich schon viel verdienen zu können.
Aber auch diese Phase wird kommen, und dann sieht das derzeitige Bild recht bald mal wieder ganz anders aus.
- Der Cherokee/Alfa-SUV sind technisch gesehen fertig, den Indianer gibt´s ja in 1, 2 Monaten schon zu kaufen, den Alfa nächstes Jahr.
- Die Fertigung des 500X/Baby-Jeep beginnt Ende 13 (Verlauf ab 14), auch da hat man derzeit nur die Kostenseite.
- Das Alfa-Flagschiff, der 6C sieht zumindest äußerlich auch schon sehr weit fortgeschritten aus, und soll 2015 kommen.
- Der 4C ist auch erst kürzlich verfügbar, und wird sich somit erst rechnen
- Die bisherigen Arbeiten an der Gulia sollten hierbei ebenfalls nicht vergessen werden
- Ebenso jene am neuen Spider (ab 15)
- Von Lancia soll es, wie es aussieht, bereits ab 2014 ein weiteres neues Modell italienischen Ursprungs kommen, das oberhalb des Y platziert ist.
- Dazu der neue Chrysler 200 in 2014, etwas später auch hier als Flavia
- Das Maserati-SUV Levante auf GC-Basis ist ebenfalls in der finalen Phase
- Dazu einige Faclifts hier und drüben
- Und schließlich soll es einen neuen V8-Diesel geben, den es, vom VM-V6 abgeleitet, mit mindestens 365PS geben soll. Zieht man die Literleistung des 50d von BMW heran, wären auch bis zu 500PS denkbar. Dieses Aggregat wird wohl die neuen Maseratis befeuern, könnte aber auch als Ersatz für die Cummins-Diesel fungieren, die jetzt in den RAMs verbaut sind, aber zugekauft werden müssen.
Es ist daher nur logisch, dass zu einem bestimmten Punkt INNERHALB eines langwierigen Prozesses nicht alles so aussieht, wie es sein soll bzw. geplant ist. Das als Bericht zu bringen, ohne auch die Hintergründe zu nennen, ist nichts anderes als oberflächlcher Journalismus oder gezielte verzerrte Darstellung.
Man hätte hier z.b. auch erwähnen können, dass Chrysler mit 36 Monaten stetiger Verbesserung gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten in den Staaten, sowie deren 40 Monaten in Kanada einen neuen Rekord schaffte. Denn das konnte bisher noch kein Hersteller für sich verzeichnen.
Also immer schön langsam und abwarten. Demnächst, also ab 2014, wird sich das in einem völlig anderen Licht präsentieren.
Der Punkt ist, dass die Bestseller im Sortiment und zugleich Cash-Cows RAM und Grand Cherokee modellwechselbedingt geringere Produktionszahlen hatten, was man in dieser und in dieser Grafik erkennen kann. Zudem fielen hohe Investitionskosten für den neuen Jeep Cherokee an, ohne dass der letztes Jahr ausgelaufene Vorgänger Liberty im Angebot war, sowie für den Anlauf der 9-Gang Automatiken.
Daher sind überzogene Behauptungen wie "Fiat findet in Chrysler kein Allheilmittel" dummes Zeug. Chryslers Verkaufszahlen waren und bleiben auf Rekordkurs, was sich durch die Investitionen in neue Produkte noch verstärken dürfte.