Die Fußballweltmeisterschaft 2018 hat begonnen. Und spätestens seit 2006 wissen wir: WM-Zeit ist Autokorso-Zeit. Was in der Party-Kolonne so alles zu beachten ist, erfahrt ihr hier.
Berlin - Die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Moskau hat begonnen. Und damit auch die Zeit der Autokorsos. Geschmückte Autos mit feiernden Fußballfans, die ihrer Freude gerne mittels der Hupe Ausdruck verleihen schlängeln sich durch deutsche Innenstädte.
Der Begriff Korso stammt aus dem Lateinischen. "Cursus" bedeutet so viel wie "schnell" oder "schnelle Bewegung". Glücklicherweise geht es bei Autokorsos meist eher gemächlich zu. Der Trend ist übrigens aus den südeuropäischen Ländern nach und nach zu uns herübergeschwappt. Heute gehört er zum festen Feier-Repertoire insbesondere der Fußballfans. Regeln im AutokorsoAutokorsos sind in Deutschland verboten. Eigentlich müsste die Fahrzeugkolonne als Veranstaltung angemeldet werden. Aber während der WM drücken die Ordnungshüter häufig ein Auge zu. Meistens sogar zwei. Das Schmücken der Fahrzeuge ist generell zulässig, solange der Fahrer dadurch nicht behindert wird und eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen werden kann. Klassiker sind die sogenannten "Car-Bikinis". Die Überzieher für Seitenspiegel sind zulässig - sofern sie keinen Blinker verdecken. Spiegel, Nummernschild, Blinker und Scheinwerfer müssen frei bleiben - andernfalls riskieren Fahrer ihren Versicherungsschutz. ![]() Wer seine Fahne aus dem Auto heraus schwenken möchte, sollte auf Fußgänger achten. Dieses Verletzungsrisiko wird häufig unterschätzt. Auch bei kleineren Flaggen am Seitenfenster sollte beachtet werden: Bricht diese bei der Fahrt ab und verursacht im nachfolgenden Verkehr einen Unfall oder beschädigt ein anderes Fahrzeug, liegt die Haftung beim Fahrer. Falls die Feier etwas feucht-fröhlicher ausgefallen ist: In Deutschland gilt zwar eine Grenze von 0,5 Promille am Steuer. Bei einem Unfall jedoch macht sich der Fahrer bei einem Wert von 0,3 Promille im Blut strafbar. Also Finger weg vom Alkohol HochzeitsgesellschaftenEin Autokorso zur Hochzeitsfeier muss nicht angemeldet werden. Sonderrechte erhält so ein Party-Konvoi natürlich nicht. Ebenfalls ist hier das klassische Hupkonzert verboten - gehupt werden darf nur bei Gefährdung. In der Regel drücken Behörden hierbei aber beide Augen zu. Schmuck an den Hochzeitsautos ist grundsätzlich erlaubt, sofern dieser sicher angebracht ist. Also auch bei aufwändigeren Fahrmanövern nicht abfallen kann. Eigentlich zu verhängende BußgelderWie schon erwähnt, drückt die Polizei nicht nur ein Auge zu. Meistens sind es zwei. Hier gibt es eine kurze Auflistung von einigen Verstößen, die bei einem Autokorso oftmals kaum zu vermeiden sind:
Quelle: Mit Material von dpa und Bußgeldkatalog.org |
