Lewis Hamilton fährt in der Qualifikation zum Auftaktrennen in einer eigenen Liga. Auch, weil Herausforderer Nico Rosberg ein Fehler unterläuft. Vierter wird Sebastian Vettel.
Melbourne - Weltmeister Lewis Hamilton hat sich die erste Pole Position des Jahres gesichert. Dabei deklassierte er die Herausforderer Nico Rosberg und Ferrari-Neuzugang Sebastian Vettel. Der Brite fuhr am Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis von Australien fast sechs Zehntelsekunden schneller als Rosberg auf Rang zwei. Die Hoffnungen auf Attacken auf die Silberpfeile nährte dennoch Vettel auf Rang vier hinter Felipe Massa im Williams. Hamilton: Eine Klasse für sichEine Klasse für sich war aber Hamilton bei seiner Fahrt zur 39. Pole seiner Karriere. «Lewis war einfach extrem schnell. Er hat einen super Job gemacht», erkannte Rosberg neidlos und sportlich fair an. Im vergangenen Jahr hatte der gebürtige Wiesbadener Famose Leistung«Diesmal will ich einen besseren Start in die Saison haben, heute war der erste Schritt dazu», sagte er nach seiner famosen Runde in 1:26,327 Sekunden auf dem 5,303 Kilometer langen Kurs. «Während der Session habe ich einfach alles gegeben und versucht, alle Puzzleteile zusammenzubekommen. Es macht so viel Spaß, wenn es passt. Für diesen Wettkampf lebe ich.» Wie beeindruckend die Leistung Hamiltons war, belegte auch der Rückstand von Vettel: Er war 1,430 Sekunden langsamer. Und auch mit sich nicht ganz zufrieden, selbst wenn er seit dem 21. September in Singapur nicht mehr so weit vorne in der Startaufstellung stand. «Der dritte Platz war drin. Das ist ein bisschen ärgerlich. Meine Runde war nicht ganz rund. Mit meiner eigenen Leistung bin ich heute nicht ganz zufrieden», sagte Vettel. Sein Ex-Team Red Bull musste mit Rang sieben für Lokalmatador Daniel Ricciardo und 13 für Vettel-Nachfolger Daniil Kwjat allerdings deutlich unzufriedener sein. Vettel rechnet sich im Rennen etwas aus und ist spürbar zur Frische und Freude einstiger Erfolgstage zurückgekehrt: «Dritter Platz ist realistisch.» Mercedes ist weit vornFür Rang eins oder zwei sei Mercedes allerdings einfach zu weit weg - auf seinen 40. Karriereerfolg wartet der Heppenheimer seit November 2013. Dass der neue Ferrari vorne Button scheitertFrüh endete die erste Qualifikation in diesem Jahr für Nico Hülkenberg, er schied im Force India als 14. vor dem letzten Abschnitt aus. Ganz, ganz bitter lief es für den Ex-Weltmeister Jenson Button, er scheiterte im McLaren-Honda gar als 17. Teamkollege Kevin Magnussen, der den bei Testfahrten verunglückten Fernando Alonso ersetzt, wurde 18. von 18 Fahrern, die auf die Strecke fuhren. Die beiden Wagen des Manor-Teams blieben wegen fehlender Teile in der Garage. Die beiden Sauber-Piloten Felipe Nasr und Marcus Ericsson, die nach dem Verzicht von Giedo van der Garde auf sein gerichtlich erwirktes Startrecht bedenkenlos Gas geben konnten, wurden Elfter und 16. Einen Rang hinter Nasr reihte sich Teenager Max Verstappen im Toro Rosso ein. Der jüngste Grand-Prix-Pilot der Formel-1-Historie darf als Zwölfter in sein erstes Rennen mit gerade mal 17 Jahren und 166 Tagen an diesem Sonntag (06.00 Uhr MEZ/RTL und Sky) starten. Dagegen ist der Einsatz des sechstplatzierten Valtteri Bottas fraglich. Der Finne vom Williams-Team klagte nach der Qualifikation über Rückenschmerzen und wurde danach von Ärzten untersucht. Den Abend sollte er in seinem Hotel verbringen, eine Entscheidung über seinen Start soll am Sonntag nach einem weiteren medizinischen Check fallen.Grand Prix von Australien in Melbourne: Qualifikation:1. Lewis Hamilton (England) Mercedes 1:26,327 Min. 2. Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes 1:26,921 3. Felipe Massa (Brasilien) Williams 1:27,718 4. Sebastian Vettel (Heppenheim) Ferrari 1:27,757 5. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari 1:27,790 6. Valtteri Bottas (Finnland) Williams 1:28,087 7. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull 1:28,329 8. Carlos Sainz jr. (Spanien) Toro Rosso 1:28,510 9. Romain Grosjean (Frankreich) Lotus 1:28,560 10. Pastor Maldonado (Venezuela) Lotus 1:29,480 11. Felipe Nasr (Brasilien) Sauber 1:28,800 12. Max Verstappen (Niederlande) Toro Rosso 1:28,868 13. Daniil Kwjat (Russland) Red Bull 1:29,070 14. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India 1:29,208 15. Sergio Perez (Mexiko) Force India 1:29,209 16. Marcus Ericsson (Schweden) Sauber 1:31,376 17. Jenson Button (England) McLaren Honda 1:31,422 18. Kevin Magnussen (Dänemark) McLaren Honda 1:32,037 19. Will Stevens (England) Manor - 20. Roberto Merhi (Spanien) Manor - |
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