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Der neue Mazda 6 - Macht mal Platz da für diesen Mazda

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Limousine und Langeweile? Kennen wir, besonders aus Fernost. Mazda zeigt, es geht auch anders. Der neue 6er punktet nicht nur mit coolem Design. Auch der Rest ist verdammt gut.
VON MICHAEL SPECHT
"Mach mal Platz da, jetzt kommt Mazda." So platt wie dieser Spruch klingt - es steckt überraschend viel Wahrheit darin. Ein großer Wurf gelang der Marke bereits mit dem CX-5. Den kompakten SUV sieht man gern, fährt man gern und er gewann sogar Vergleichstests gegen etablierte deutsche Konkurrenten.
Die Limousine wird ein Hit Die Limousine wird ein Hit Gleiches könnte dem Mazda 6 passieren. Die Mittelklasse-Limousine sieht toll aus. Noch wichtiger ist aber das darunter. Der Wagen hat ein modernes Chassis, eine leichte Struktur, bietet viel Sicherheit, brandneue Motoren und Getriebe. Schon hier erkennt man: Das Ding könnte ein Knaller werden.

Aus Takeri wurde Mazda 6


Als die Studie Takeri voriges Jahr in Japan enthüllt wurde, flitzte ein leises „Wow“ über die Lippen der Zuschauer. Mazda zeigte nicht nur ein neues Autodesign, Mazda zeigte Mut. Das kann man wunderbar an der Serienversion erkennen, die fast genau so aussieht wie die Studie.
So etwas passiert nicht oft in der Autowelt. Aber hier passiert es, weil dieser Sechser Sexappeal hat. Proportionen fast wie ein Coupé. So stilsicher war lange kein japanisches Auto mehr.
Hier passt richtig viel rein Hier passt richtig viel rein

Ein Riese, dieser Typ


Mit einer Länge von 4,87 Metern fährt der Mazda 6 verdammt dicht an die nächst höhere Klasse. Gleichzeitig streckten die Japaner den Radstand um zehn Zentimeter. Wen wundert’s also, dass im Fond nahezu Business-Class-Format herrscht? Auch vorn passt das üppige Platzangebot. Und ganz hinten erst recht. Der Kofferraum, schluckt 489 Liter. Der Kombi fasst 522 Liter bis 1664 Liter.

Im Cockpit gewinnt die Vernunft


Das Cockpit wurde viel feiner Das Cockpit wurde viel feiner Wer innen den gleichen Schwung erwartet wie außen, wird enttäuscht. Hier gewinnt die Vernunft. Und das ist gut so. Keine Experimente. Klares Layout, ruhige Optik und einfache Bedienung zählen mehr als Schnörkel und Designer-Gimmicks. Die Materialien fassen sich gut an, wirken hochwertig und sauber verarbeitet. Schade, dass man Leder nur schwarz oder creme wählen kann. Dunkelbraun würde dem Ganzen noch mehr Charakter geben.

100 Kilo abgespeckt


Auch der Sechser folgt der Mazda-Philosophie "Kein neues Modell darf schwerer als der Vorgänger sein." 100 Kilo sind es geworden. Das geringere Gewicht ergibt zusammen mit den neuen Motoren eine attraktive Kombination. Schon der Zweiliter-Einstiegsbenziner (die Basis hat 145 PS, fahren konnten wir die 165-PS-Variante) zeigt das. Unspektakulär und leichtfüßig bewegt er die weniger als 1400 Kilo wiegende Limousine.
Der Vierzylinder verfügt über die weltweit höchste Verdichtung (14:1) aller Großserienmotoren. Hohe Kompression bedeutet hoher Wirkungsgrad. Und dies wiederum senkt den Verbrauch. Mazda verspricht einen Normwert von lediglich 5,5 Litern. Selbst wenn es im Alltag etwas mehr wird, viel wird das nie mehr für ein Auto dieser Größe.
Mazda6 Mazda6

Schaltgefühl wie im MX-5


Sportlicher wird es mit dem 192 PS starken und zum ersten Mal eingesetzten 2,5-Liter-Vierzylinder. Der Topmotor liefert 20 Prozent mehr Drehmoment als der Zweiliter, und das bei wenig mehr als 3000 U/min. Rapide steigt damit der Fahrspaß. Zumal sich der 6er fast so knackig schalten lässt wie sein kleiner Roadster-Bruder MX-5.
Knackig und präzise lässt sich die Limousine ums Eck scheuchen, ohne dass Sportlichkeit Härte bedeutet. Noch besser gefällt nur der Geräuschkomfort. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten ist es drinnen so leise, das man nur die Beifahrer hauchen hört: "Du, das ist aber oberklasse."

Diesel sind leise und sparsam


Gut die Hälfte aller Mazda-6-Fahrer schätzen Diesel, aber diesen werden sie lieben. Der neue Selbstzünder hat – wieder ein Weltrekord – mit 14:1 die niedrigste Verdichtung aller Dieselmotoren. Das macht ihn sauberer und lässt ihn geschmeidiger laufen. Kein anderer Diesel seiner Klasse erreicht derzeit dieses Niveau. Dass die 150-PS-Version lediglich 3,9 Liter schlucken soll, liest sich ganz wunderbar. 4,5 Liter sind es laut EU-Norm bei der stärkeren 175-PS-Version.

Kombi und Limousine zum gleichen Preis


MT-Reporter Michael Specht MT-Reporter Michael Specht Zu den Händlern rollt der Mazda 6 am 2. Februar 2013. Ab dem 19. November kann man bestellen. Los geht es bei 24 990 Euro. Das ist ausstattungsbereinigt 1400 Euro günstiger als beim Vorgänger. Der Diesel startet bei 28 490 Euro. Toll: Limousine und Kombi kosten gleich viel.
Fazit
Noch nie hat eine japanische Mittelklasse-Limousine einen so souveränen Aufschlag hingelegt. VW Passat, Ford Mondeo und Opel Insignia bekommen ernsthafte Konkurrenz.
Der Einstiegsbenziner:
  • Modell: Mazda 6 2.0 l SKYACTIVE-G
  • Motor: 2,0 Liter Vierzylinder-Benziner
  • Getriebe: Sechsgang manuell
  • Leistung: 145 PS
  • Verbrauch: 5,5 Liter/100 km
  • CO2: 129 g/km
  • 0 – 100 km/h: 9,5 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 208 km/h
  • Länge x Breite x Höhe: 4,87 m x 1,84 m x 1,45 m
  • Kofferraum: 489 Liter
  • Preis: 24 990 Euro
Der sparsamste Diesel:

  • Modell: Mazda 6 2.2 l SKYACTIVE-D
  • Motor: 2,2 Liter Vierzylinder-Turbodiesel
  • Getriebe: Sechsgang manuell
  • Leistung: 150 PS
  • Verbrauch: 3,9 Liter/100 km
  • CO2: 104 g/km
  • 0 – 100 km/h: 9,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 211 km/h
  • Länge x Breite x Höhe: 4,87 m x 1,84 m x 1,45 m
  • Kofferraum: 489 Liter
  • Preis: 28 490 Euro

Quelle: MOTOR-TALK
Avatar von MOTOR-TALK (MOTOR-TALK)
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99 Kommentare:

Hässlich zum Quadrat.

SUV und e-Antrieb. Ja das braucht die Welt.

Warum koppelt man nicht die Rekuperation an das Bremspedal?

Ganz ehrlich. Mit so einem Bedienkonzept kann doch kein Mensch ohne Eingewöhnung sinnvoll fahren!

Stellt euch vor ein Hersteller kommt auf die Idee und legt das Gas auf den Blinkerhebel und die Schaltung auf ein Fußpedal. Der Blinker wird dafür in den Schalthebel eingebaut! Kann man machen, macht aber keinen Sinn!

Aufgrund der dünn gesääten Schnellladesäulen
aufgrund der Akku-Quälerei durch Schnelladen

wäre es IMHO viel interessanter wie das Fahrzeug über den eingebauten Wechselstrom-Lader aufgeladen werden kann, weil da wurde bei vielen BEVs die Gegebenheiten in Europa (z.B. 3 Phasen Anschlüsse) ignoriert.

Im Text hab ich nichts dazu gefunden.

"Von 20 Prozent auf 80 Prozent Ladezustand dauert es also rund 40 Minuten. Immerhin, das sollte für rund 270 Kilometer reichen. Der kleine 39,2-kWh-Akku lädt übrigens deutlich langsamer. Hier vergeht laut Kia etwa die gleiche Zeit zwischen 20 und 80 Prozent."

Aha, beim größeren Akku dauert es von 20% auf 80 % rund 40 Minuten. Und beim kleinen dauert es etwa die gleiche Zeit - und das ist deutlich langsamer?

@PeterBH Klar ist das Langsamer weil der Ladestrom geringer ist und weniger Reichweite in gleicher Zeit nachgeladen werden kann.

Avatar von Achsmanschette51428
Fri Dec 07 15:22:25 CET 2018

Zitat:

@PeterBH schrieb am 7. Dezember 2018 um 15:14:33 Uhr:


"Von 20 Prozent auf 80 Prozent Ladezustand dauert es also rund 40 Minuten. Immerhin, das sollte für rund 270 Kilometer reichen. Der kleine 39,2-kWh-Akku lädt übrigens deutlich langsamer. Hier vergeht laut Kia etwa die gleiche Zeit zwischen 20 und 80 Prozent."

Aha, beim größeren Akku dauert es von 20% auf 80 % rund 40 Minuten. Und beim kleinen dauert es etwa die gleiche Zeit - und das ist deutlich langsamer?

80% kapazität vom kleinen akku sind nicht 80% kapazität vom großen akku, es wird also entsprechend weniger strom in der selben zeit geladen, ergo langsamer. prozentrechnen und deutsche sätze korrekt erfassen sind halt nicht für jeden, ne?

Zu dem Preis mit dem großen Akku ein tolles Angebot.

Finde ihn auch von innen recht schön.

Zitat:

@Eylin93 schrieb am 7. Dezember 2018 um 15:21:31 Uhr:


@PeterBH Klar ist das Langsamer weil der Ladestrom geringer ist und weniger Reichweite in gleicher Zeit nachgeladen werden kann.

Da ist zwar richtig, aber in beiden Fällen 40 min für von 20% auf 80% - das ist nicht langsamer, sondern führt beim kleineren Akku nur zu weniger Reichweite.

@PeterBH so nun fahren wir mal 600km und starten mit 60% im Akku.
Farge wer ist schneller am Ziel und wer ist LANGSAMER?

Zitat:

@Auric schrieb am 7. Dezember 2018 um 15:04:58 Uhr:


wäre es IMHO viel interessanter wie das Fahrzeug über den eingebauten Wechselstrom-Lader aufgeladen werden kann, weil da wurde bei vielen BEVs die Gegebenheiten in Europa (z.B. 3 Phasen Anschlüsse) ignoriert.

der Niro wird wohl nur einphasig bis zu 4,6kW geladen werden können bzw. bis 7,2kW in Ländern, wo es andere Regelungen zur Vermeidung von Schieflast gibt.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 7. Dezember 2018 um 15:24:12 Uhr:



Zitat:

@Eylin93 schrieb am 7. Dezember 2018 um 15:21:31 Uhr:


@PeterBH Klar ist das Langsamer weil der Ladestrom geringer ist und weniger Reichweite in gleicher Zeit nachgeladen werden kann.
Da ist zwar richtig, aber in beiden Fällen 40 min für von 20% auf 80% - das ist nicht langsamer, sondern führt beim kleineren Akku nur zu weniger Reichweite.

Oh man....

Ist doch ein netter Wurf.

Der vor ein paar Tagen vorgestellte Audi ist so besser auch wieder nicht.

Der Kia kostet die Hälfte, kommt gleich weit (455km nach WLTP, Audio"mehr als" 400km...), ist zwar langsamer sowohl im Sprint, also auch bei der Höchstgeschwindigkeit, aber die Unterschiede sind nicht so gross. Dabei sieht man, dass der Kia um einiges sparsamer ist.

Man kann fast sagen, der ist günstig.

Zitat:

@Eylin93 schrieb am 7. Dezember 2018 um 15:25:51 Uhr:


@PeterBH so nun fahren wir mal 600km und starten mit 60% im Akku.
Farge wer ist schneller am Ziel und wer ist LANGSAMER?
Na ich natürlich, weil mein Diesel rund 1.000 km mit einer Tankfüllung fährt :p.

Dort wird von Ladezeiten geschrieben, nicht von Fahrzeiten, nicht von "wer ist schneller am Ziel".

Avatar von Spurverbreiterung132953
Fri Dec 07 15:30:26 CET 2018

Zitat:

@Auric schrieb am 7. Dezember 2018 um 15:04:58 Uhr:


Aufgrund der dünn gesääten Schnellladesäulen
aufgrund der Akku-Quälerei durch Schnelladen

wäre es IMHO viel interessanter wie das Fahrzeug über den eingebauten Wechselstrom-Lader aufgeladen werden kann, weil da wurde bei vielen BEVs die Gegebenheiten in Europa (z.B. 3 Phasen Anschlüsse) ignoriert.

Im Text hab ich nichts dazu gefunden.

Habe leider auch nichts eindeutiges zum e-Niro gefunden.
Der Hyundai Kona Elektro hat jedoch einen einphasigen 7,2kW-Lader an Bord, also eine für asiatische und amerikanische Hersteller oftmals typische Entwicklung für den Weltmarkt.

Zitat:

@PeterBH schrieb am 7. Dezember 2018 um 15:14:33 Uhr:


"Von 20 Prozent auf 80 Prozent Ladezustand dauert es also rund 40 Minuten. Immerhin, das sollte für rund 270 Kilometer reichen. Der kleine 39,2-kWh-Akku lädt übrigens deutlich langsamer. Hier vergeht laut Kia etwa die gleiche Zeit zwischen 20 und 80 Prozent."

Aha, beim größeren Akku dauert es von 20% auf 80 % rund 40 Minuten. Und beim kleinen dauert es etwa die gleiche Zeit - und das ist deutlich langsamer?

Genauso sieht es aus. Wenn der große Akku in derselben Zeit mit derselben relativen Energiemenge geladen werden kann, ist die in dieser Zeit geladene absolute Energiemenge natürlich größer, das Laden also entsprechend schneller.

In Zahlen (überschlägig):
Bei der 64kWh-Batterie erhält man basierend auf der oben genannten Reichweitenangabe eine Ladegeschwindigkeit von 405km/h.
Mit der kleineren Batterie, die entsprechend weniger Energie in derselben Ladezeit aufnimmt aber einen ähnlichen Verbrauch aufweisen wird, sind es dann 250km/h Ladegeschwindigkeit.

Edit: Da war wohl jemand schneller. :D