Kfz-Steuer: Schäuble rechnet mit höheren Einnahmen -
Neue CO2-Berechnung erhöht Kfz-Steuer
verfasst am 25.01.2017Update: Die Berechnung der CO2-Werte wird künftig von der EU vorgeschrieben. Die Regierung plant ein entsprechendes Gesetz und rechnet mit mehr Kfz-Steuereinnahmen.
Der Bescheid über die Kfz-Steuer könnte bald anders aussehen. Die CO2-Berechnung in der EU ändert sich und damit die Besteuerung
Quelle: dpa/Picture Alliance
Berlin - Wer ab September 2018 einen Neuwagen kauft, muss mit höheren Kfz-Steuern rechnen. Dann werden die EU-Vorgaben für neue Abgastests in die Berechnung der Kfz-Steuer einfließen. Nach Darstellung des Bundesfinanzministeriums könne das für einige ab dann neu zugelassene Pkw zu Mehrbelastungen führen. Auch geringere Abgaben seien aber möglich.
Ein Ministeriumssprecher wies Kritik zurück, es handele sich um Steuererhöhungen. Diese schließt die CDU für die Zeit nach 2017 grundsätzlich aus. Ziel seien nicht Steuermehreinnahmen und höhere Belastungen, sondern realistischere Abgastests, sagte der Sprecher. Die finanziellen Auswirkungen bei der Kfz-Steuer könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden, da die künftigen Testergebnisse noch unklar seien.
Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatte dagegen zuvor bestätigt, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in den nächsten Jahren mit höheren Einnahmen aus der Kfz-Steuer rechnet. "Dass die Kfz-Steuer steigt, das liegt an der neuen Berechnung der C02-Werte", sagte der CSU-Politiker im Bayerischen Rundfunk. Diese Berechnung werde künftig von der EU verbindlich vorgeschrieben. "Das heißt, die Autos verändern sich nicht, sondern nur die Betrachtung, wieviel C02 sie ausstoßen, verändert sich." Da die Kfz-Steuer auf dem Schadstoffausstoß basiere, werde dies zu Zusatzeinnahmen führen.
Nach Informationen des "Handelsblatts" geht Schäuble davon aus, dass die Einnahmen aus der Steuer von 2018 bis 2022 um insgesamt 1,1 Milliarden Euro steigen. Die Berechnung der Auswirkungen findet sich aber nicht in der Kabinettsvorlage. Zur Begründung hieß es, die Einnahmen ließen sich nicht verlässlich bestimmen. Im Gesetzentwurf von Mitte Januar für die Ressortabstimmung war die Übersicht mit den Zahlen allerdings noch enthalten.
Nach den jüngsten Abgasskandalen wurde ein weltweit harmonisierter Test zur Ermittlung der Emissionen leichter Kraftfahrzeuge (WLTP) entwickelt. Ziel ist, zukünftig realitätsnähere CO2-Emissionswerte für die Typgenehmigung zu erhalten. Für die seit dem 1. Juli 2009 erstmalig zugelassenen Pkw wird die Kraftfahrzeugsteuer nach dem CO2-Wert sowie dem Hubraum bemessen. Für ab dem 1. September 2018 erstmals zum Verkehr zugelassene Pkw soll der CO2-Wert zwingend nach der neuen Testmethode WLTP erfolgen. Quelle: dpa Zurück zur Startseite |
MOTOR-TALK (MOTOR-TALK)
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Für alle Fahrzeuge? Für Neuzulassungen? Bei Ummeldung? Wann?
Ich hoffe mal für alle! Dann würden die Schluckspechte endlich zur Kasse gebeten. Das Problem ist die Basis für die Berechnung. NEFZ und Konsorten sagen ja bekanntlich überhaupt nichts über den Verbrauch.
Das ist genau das was ich schon seit Jahren sage.
Der NEFZ war gut für den Verbraucher, weil die Steuern daran berechnet worden sind.
Aber leider gibt es zu viele uninformierte, bzw. die ewigen Nörgler, die sogar Hersteller verklagen, weil deren Auto nicht den NEFZ im Straßenverkehr eingehalten hat. Der NEFZ ist dafür auch nicht da gewesen, aber egal. Ich bedanke mich bei diesen Leuten ganz herzlich. Wirklich. Vielen Dank dafür, dass ich bald mehr Steuern zahlen darf. Herr Schäuble reibt sich die Hände.
War doch klar. Der Staat braucht Geld und jetzt ist es die EU schuld.
peso
Wer hätte das gedacht /ironie aus (war doch klar!)
Aber alle wollen ja lieber realistische Verbräuche haben, das habt ihr jetzt davon
Diesel bezahlen in Zukunft weniger- und Benziner mehr Steuer.
Nach anderen Quellen betrifft die neue Berechnung nur Neuzulassungen:
Autofahrer werden um 1,1 Milliarden Euro mehr belastet
Daraus:
Könnte man schon in den Artikel schreiben...
Eher schliesst sich die Lücke zwischen Downsizingtröten und großen Motoren ...
Muss dann auch die ganze Maut-Kompensation neu gerechnet werden, oder geht damit der von Anfang an befürchtete Beschiss schon los, noch bevor die Maut überhaupt kommt? Was soll man von all dem noch halten, ich hab's sowas von satt.
Der Hintergrund ist die EU-weite Einführung der WLTP-Verbrauchsnorm.
Betroffen werden also Neuzulassungen sein.
Inwieweit man diese Gelegenheit nutzt, um die Dieselbesteuerung zu "ändern", ist unklar.
Für 2017 gilt damit: wer ein Neufahrzeug braucht, sollte jetzt zuschlagen, damit der Wagen auch garantiert noch 2017 zugelassen wird.
Das dürfte letztlich auch der Grund für die höhere Kft-Steuer sein. Denn irgendwie muss das Loch, dass durch die Maut, bzw. deren Kompensation entsteht, ja gestopft werden.
Heißt also das sich für ältere Autos deren Besteuerung noch rein nach Hubraum und Euro Norm geht nichts verändert.
Für meinen Daily dürfte sich damit ja auch nichts ändern.
Ein Quark...
19 Milliarden Überschuss, aber der böse Staat braucht Geld, ist klar.