Hyundai hat den Kleinwagen i20 aufgehübscht. Mit dem Facelift kommen neue Assistenten und ein Doppelkupplungsgetriebe ins Auto. Erste Fahrt im kleinen Koreaner.
Frankfurt - Für Hyundai-Deutschland-Chef Markus Schrick ist er „eine der Säulen in unserem Programm“. Eine ziemlich kleine Säule allerdings. Rund vier Meter kurz ist der Hyundai i20, aber bei den Verkaufszahlen liegt er nahezu gleichauf mit dem größeren i30 und dem Kompakt-SUV Tucson. Gut 22.000 Käufer entschieden sich 2017 immerhin für den Kleinwagen. Quelle: Hyundai Jetzt hat er ein Facelift bekommen. Das hintere Kennzeichen wanderte vom Stoßfänger in die Heckklappe, die Form der LED-Rückleuchten wurde leicht verändert. Vorn trägt der i20 jetzt den sogenannten Kaskaden-Grill und eine neue Schürze. Von Dieselvarianten und Zweitürern hat Hyundai sich mit der Modellpflege getrennt. Es bleibt der Viertürer. Alle Modelle erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Wegen des neuen Zyklus WLTP stiegen die Verbrauchswerte leicht. Mehr Assistenz im kleinen KoreanerFür die erste Ausfahrt mit dem gelifteten i20 wählten wir den Einliter-Dreizylinder mit 100 PS. Den Turbo koppelt Hyundai mit einem Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Damit tritt der Hyundai schon bei niedrigen Drehzahlen ordentlich an und schaltet früh hoch. Wer die einzelnen Stufen ausreizen will, wechselt in die linke Gasse der Automatik und schaltet per Hand. Die meisten Fahrer werden in der Regel darauf verzichten. Auf Landstraße und Autobahn geht dieser i20 mit dem Verkehr mit und rennt bei Bedarf locker 180 km/h. Den Spurt bis Tempo 100 erledigt er in etwas mehr als zehn Sekunden. Dazu bietet er ein erfreuliches Fahrwerk, das verbindlich und straff federt, den Komfort aber nicht vernachlässigt. Bremsen, Lenkung und Bedienung passen ebenfalls. Voll ausgestattet liegt die 20.000 Euro-Grenze in SichtQuelle: Hyundai Bei den Assistenzsystemen hat Hyundai aufgerüstet: Der in der Türkei gebaute Kleinwagen bremst im Notfall aus Geschwindigkeiten von bis zu 75 km/h selbständig, hilft beim Spurhalten aktiv per Lenkeingriff mit, stellt das Fernlicht an oder warnt den Fahrer bei Müdigkeit. Das meiste davon gibt es, wie in der Klasse üblich, allerdings nicht umsonst. Leider muss man für das volle Paket das Topmodell mit Namen Style bestellen. Dann sind die Helfer serienmäßig. In günstigeren Varianten sind sie nicht zu haben. Wer mehr ausgibt, bekommt ein größeres Navi-Display, kann iPhone oder Android-Handy koppeln, mit einer Rückfahrkamera nach hinten schauen oder das Klima automatisch regeln. Was das kostet, verrät Hyundai noch nicht. Lediglich für das Einstiegsmodell steht der Preis fest: 12.800 Euro muss man für den i20 mit 75-PS-Vierzylinder ausgeben. Der wird vor allem Sozialdienste oder Pizzaboten ansprechen. Wer einen gut ausgestatteten i20 haben will, wird sich wohl der 20.000-Euro-Grenze nähern. Wobei: Mit einem preislichen Respektabstand zu VW Polo oder Ford Fiesta darf man weiterhin rechnen. Technische Daten Hyundai i20 1.0 T-GDI
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Quelle: SP-X
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