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Studie: Diesel-Marktanteil weiter rückläufig - Selbstzünder im Rückwärtsgang

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Die Diskussionen über Abgase und Fahrverbote haben Autokäufer verunsichert: Der Dieselfahrzeug-Absatz sinkt. Der Marktanteil werde weiter fallen, prognostiziert eine Studie.

Sowohl Privat- als auch Geschäftskunden greifen derzeit seltener zum Diesel. Einer Prognose zufolge wird sich dieser Trend fortsetzen Sowohl Privat- als auch Geschäftskunden greifen derzeit seltener zum Diesel. Einer Prognose zufolge wird sich dieser Trend fortsetzen Quelle: © SP-X/Lea Fuji

Duisburg - Der Abgasskandal und die öffentlichen Debatten über Dieselfahrverbote beeinflussen zunehmend die Statistik der Pkw-Neuzulassungen. Im September fiel der Marktanteil von Dieselfahrzeugen an den Neuzulassungen auf 44,6 Prozent - das ist der niedrigste Wert seit April 2011. Gegenüber dem Vorjahres-Vergleichsmonat schrumpfte der Diesel-Anteil um 2,2 Prozentpunkte.
Das CAR-Institut der Uni Duisburg-Essen prognostiziert einen weiteren Rückgang. Bei einer Fortsetzung des Trends würde der Marktanteil gegen Ende nächsten Jahres auf weniger als 40 Prozent fallen, so die Wissenschaftler. Zum Vergleich: Im Januar 2015 – also bevor die Abgasproblematik zunächst bei VW publik wurde – waren mit 50,6 Prozent noch mehr als die Hälfte aller Neuwagen mit einem Dieselmotor ausgerüstet.

Privatkunden bevorzugen Benziner


Der Selbstzünder-Anteil ist mit knapp 70 Prozent bei Firmenwagen am höchsten, im ersten Halbjahr 2015 lag er noch bei 75 Prozent. Von den Privatkäufern legten sich in den vergangenen Monaten rund 29 Prozent einen Diesel-Pkw zu, im ersten Halbjahr 2015 waren es noch 33 Prozent.
Noch deutlicher ist der Trend in den Suchanfragen der Online-Fahrzeugbörse mobile.de. Hier brach der Anteil der Suchen nach Dieselmodellen um 10 Prozent ein. Diese Zahlen hatte das Unternehmen im September 2016 veröffentlicht.
Quelle: SP-X
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197 Kommentare:

Alles nur eine Momentaufnahme !

alternative Ursachen zum "Dieselgate":

- Zurückhaltung wegen zusätzlicher AdBlue - Betankung
- kleine Turbobenziner versprechen auf dem Papier (NEFZ) deutlich verbesserte Verbräuche, die Benziner-Verbräuche werden mit WLTP-Zyklus jedoch höher ansteigen, als bei Dieselmodellen.
- die Varianz an angebotenen Dieselmotorisierungen bei Kleinwagen sinkt (Kleinstwagen meist gar nicht mit Diesel verfügbar: siehe Aygo (etc) / UP (etc) / Karl / Adam )

Mit Euro6b wird der Partikelfilter für DI-Benziner kommen !
Dann hat sich das Verkaufsargument "Sie fahren nur Kurzstrecke, dann nehmen Sie besser einen Benziner" auch erledigt, zudem werden sich Verbräuche durch Partikelfilter-Regeneration beim DI-Benziner leicht erhöhen -> Vorteil Diesel !

Wundert es wen? Mich nicht. Selbst die recht sauberen Diesel heute sind höchstens für Firmenkunden interessant. Will garnicht wissen was so ein kombiniertes DPF/SCR Modul nach 10 Jahren im Austausch kostet. Viel zu großes Kostenrisiko!
Diesel werden die Restwertverlierer der Zukunft sein.

Zitat:

@Frisch-Denker schrieb am 10. Oktober 2016 um 13:20:40 Uhr:


Alles nur eine Momentaufnahme !

Mit Euro6b wird der Partikelfilter für DI-Benziner kommen !
Dann hat sich das Verkaufsargument "Sie fahren nur Kurzstrecke, dann nehmen Sie besser einen Benziner" auch erledigt, zudem werden sich Verbräuche durch Partikelfilter-Regeneration beim DI-Benziner leicht erhöhen -> Vorteil Diesel !

Ein Benzin Partikelfilter wird wohl kaum verstopfen. Liegt an den wesentlich höheren Abgastemperaturen. Das ist technisch nicht mit einem DPF vergleichbar, auch weil die Rußmenge viel geringer ist.

Zitat:

@Frisch-Denker schrieb am 10. Oktober 2016 um 13:20:40 Uhr:



Mit Euro6b wird der Partikelfilter für DI-Benziner kommen !
Dann hat sich das Verkaufsargument "Sie fahren nur Kurzstrecke, dann nehmen Sie besser einen Benziner" auch erledigt, zudem werden sich Verbräuche durch Partikelfilter-Regeneration beim DI-Benziner leicht erhöhen -> Vorteil Diesel !
Du meinst Euro6c und die kann auch ohne Partikelfilter eingehalten werden. BMW hat beim 760 li darauf verzichtet.

Kleinstwagen waren noch nie eine Klasse für Dieselmotoren. Dort hat sich nichts geändert.

Ich hoffe der Trend hält an und verstärkt sich noch.

Man kann es sehen,wie man will,der Diesel geht schwere Zeiten entgegen,zunindestens im PKW Bereich .Habe mich auch nach 9 Jahre vom Diesel verabschiedet.Verbrachsvorteil gegen Benziner ist zwar immer noch toll,aber Folgekosten wie DPF Ausstausch usw.sind weit höher
Und selbst Händler wissen noch nicht,was da noch alles wegen Diesel kommt,nur das da noch was kommt.Ist mir alles zu Unsicher.

Avatar von Reifenfüller135778
Mon Oct 10 13:46:20 CEST 2016

Zitat:

@speedy9831 schrieb am 10. Oktober 2016 um 13:25:11 Uhr:


Will garnicht wissen was so ein kombiniertes DPF/SCR Modul nach 10 Jahren im Austausch kostet. Viel zu großes Kostenrisiko!

Für ein 10 Jahre altes Auto wird es 99% aller Teile aufm Schrottplatz als Ersatz für ein paar Mark geben.

Avatar von Schattenparker134965
Mon Oct 10 14:02:38 CEST 2016

Zitat:

@ronny12619 schrieb am 10. Oktober 2016 um 13:46:20 Uhr:



Zitat:

@speedy9831 schrieb am 10. Oktober 2016 um 13:25:11 Uhr:


Will garnicht wissen was so ein kombiniertes DPF/SCR Modul nach 10 Jahren im Austausch kostet. Viel zu großes Kostenrisiko!
Für ein 10 Jahre altes Auto wird es 99% aller Teile aufm Schrottplatz als Ersatz für ein paar Mark geben.

Solange die Dieseltechnik vom Staat subventioniert wird, wird sich am Kostenvorteil für einen Dieselantrieb nichts ändern. Das kann sich der Benzinfahrer auch nicht mit der höheren Störanfälligkeit von Dieselfahrzeugen nicht schönreden. Ein Bekannter von mir hat 300000 km mit einem Seat Alhambra TDI geschafft, bis er einen Totalschaden baute. An dem Wagen ging vorher eine Menge kaputt, aber der Motor hatte bis auf die Kupplung durchgehalten.

Zitat:

@ronny12619 schrieb am 10. Oktober 2016 um 13:46:20 Uhr:



Zitat:

@speedy9831 schrieb am 10. Oktober 2016 um 13:25:11 Uhr:


Will garnicht wissen was so ein kombiniertes DPF/SCR Modul nach 10 Jahren im Austausch kostet. Viel zu großes Kostenrisiko!
Für ein 10 Jahre altes Auto wird es 99% aller Teile aufm Schrottplatz als Ersatz für ein paar Mark geben.

Ein gebrauchter DPF vom Schrottplatz ist aber mutig. Da garantiert einem keiner, dass man nicht nach 6 Monaten wieder am schrauben ist. Noch dazu wo die Autos immer verbauter werden, kann es sein, dass man zu dieser Reparatur den Motor ausbauen muss. Beim Passat B8 BiTDI soll angäblich schon für den Zahnriemenwechsel ein Motorausbau erforderlich sein.

Avatar von Schattenparker26345
Mon Oct 10 14:22:49 CEST 2016

Zitat:

@speedy9831 schrieb am 10. Oktober 2016 um 14:15:15 Uhr:



Für ein 10 Jahre altes Auto wird es 99% aller Teile aufm Schrottplatz als Ersatz für ein paar Mark geben.

Ein gebrauchter DPF vom Schrottplatz ist aber mutig. Da garantiert einem keiner, dass man nicht nach 6 Monaten wieder am schrauben ist. Noch dazu wo die Autos immer verbauter werden, kann es sein, dass man zu dieser Reparatur den Motor ausbauen muss. Beim Passat B8 BiTDI soll angäblich schon für den Zahnriemenwechsel ein Motorausbau erforderlich sein.

Bei gängigen Fahrzeugen die 10 Jahre oder mehr erreicht haben, gibt es fast alle Ersatzteile auch als aufbereitete Ersatzteile im Tausch. Interessant werden hier eben Turbo, Hochdruckpumpe usw. Selbst ein DPF ist nicht wirklich teuer.

Avatar von Schattenparker134965
Mon Oct 10 14:26:02 CEST 2016

Mit Euro6bc wird der Partikelfilter für DI-Benziner kommen !
Dann hat sich das Verkaufsargument "Sie fahren nur Kurzstrecke, dann nehmen Sie besser einen Benziner" auch erledigt, zudem werden sich Verbräuche durch Partikelfilter-Regeneration beim DI-Benziner leicht erhöhen -> Vorteil Diesel !

Da bleibt die Frage im Raum, wozu dann eigentlich noch DI-Benziner? Schon beim Realverbrauch konnten sie kaum punkten und wenn sie noch zusätzlich einen Partikelfilter bekommen, dann dürfte der MPI sowohl beim Realverbrauch als auch bei den Kosten den DI überholt haben. Lediglich bei der Maximalleistung und beim beim NEFZ-Verbrauch hat der DI einen Vorteil, weil sich mit dieser Technik der Motor besser an den Meßzyklus u.A. durch Schichtladung anpassen läßt, der ein paar Euro bei der KFZ-Steuer ausmacht.

Ich nehme aber an, daß bei den nächsten Änderungen bei der KFZ-Steuer die Steuer für Saugrohreinspritzer erhöht wird, damit die Autoindustrie ihre krebserzeugenden DI weiterbauen können.

Die Weichenstellung von der Koalition für die Autoindustrie lautet: mit vollem Profit gegen die Wand. Die asiatischen Hersteller werden dann gern die Markenrechte von den deutschen Marken kaufen, wie schon bei der Unterhaltungselektronik.

Avatar von Schattenparker134965
Mon Oct 10 14:30:20 CEST 2016

Ein gebrauchter DPF vom Schrottplatz ist aber mutig. Da garantiert einem keiner, dass man nicht nach 6 Monaten wieder am schrauben ist. Noch dazu wo die Autos immer verbauter werden, kann es sein, dass man zu dieser Reparatur den Motor ausbauen muss. Beim Passat B8 BiTDI soll angäblich schon für den Zahnriemenwechsel ein Motorausbau erforderlich sein.

Warum nehmen sie dann keine Ketten wie Toyota oder Benz. Alternativ gäbe es noch Stoßstangen (bei Diesel-Drehzahlen unproblematisch und bei Harley-Davidson fast ein Jahrhundert bestens bewährt), Königswelle oder Stirnräder.

Zitat:

@speedy9831 schrieb am 10. Oktober 2016 um 13:25:11 Uhr:


Selbst die recht sauberen Diesel heute sind höchstens für Firmenkunden interessant. Will garnicht wissen was so ein kombiniertes DPF/SCR Modul nach 10 Jahren im Austausch kostet. Viel zu großes Kostenrisiko!
Diesel werden die Restwertverlierer der Zukunft sein.
Ich fahre Diesel - und zwar privat, als Selbstzahler. Bei mindestens 30.000 km Jahresfahrleistung kommt mir kein Benziner in die Garage. Meinen Skoda fahre ich mit 5,0 bis 7,0 Liter / 100 km im Schnitt - bei 170 PS und deutlich über 1.500 kg Leergewicht. Und meine Fahrweise ist in den wenigsten Fällen ökologisch. Ein Turbobenziner in dieser Leistungs- / Gewichtsklasse wird im Schnitt mindestens 1,0 bis 2,0 Liter / 100 km mehr verbrauchen.

Für mich gilt: Ich werde so lange einen Diesel fahren, bis Benziner unter realen Bedingungen UND bei meiner Fahrweise echte Dieselverbräuche erreichen - und der Benzinpreis an den Dieselpreis angepasst wird.

Seit Tagen müssen wir nun regelmässig Berichte lesen über den Niedergang des Diesels bzw. Benziner und die unendlich "saubere Zukunft" der E-mobil-Fahrzeuge. Ich höre die Autoverkäufer schön stöhnen wenn man sich als Besitzer eines Diesels outet und er mühsam und säuerlich lächelnd den Satz "unverkäuflich" über die Lippen kriegt....