Tipps für den Wohnmobil-Kauf
Darauf müsst Ihr beim Kauf eines gebrauchten Reisemobils achten
Viele Camping-Einsteiger suchen nach einem gebrauchten Reisemobil oder Caravan. Doch das ist gar nicht so einfach. Worauf Ihr beim Kauf achten müsst, lest Ihr hier.
München - Camping liegt im Trend. Und das bedeutet vor allem eines: Die Preise für gebrauchte Wohnmobile und Caravans sind hoch. Für etwa acht Jahre alte Modelle müssten Käufer noch 60 bis 70 Prozent des Neupreises einkalkulieren, sagt Daniel Rätz vom Caravaning Industrie Verbandes (CIVD) der Deutschen Presse-Agentur.
Das hat mehrere Gründe: Schon immer zeigten sich die auf Nutzfahrzeug-Basis aufgebauten Reisemobile vergleichsweise wertstabil, weil sie auf höhere Kilometerleistungen und eine längere Lebensdauer ausgelegt sind, sagt Rätz. Außerdem hat die Innenausstattung wie Koch- und Schlafgelegenheiten, Schränke oder Dusche und WC einen höheren Anteil am Wert des Fahrzeugs.
Trotz der hohen Preise ist die Nachfrage groß und das Angebot klein. "Leute, die ein Fahrzeug haben, wollen es nutzen und verkaufen es nicht", sagt Rätz. "Der Gebrauchtwagenmarkt ist leer, jedes Fahrzeug, das auf den Markt kommt, ist sofort weg." Falls Ihr dennoch ein gutes Angebot findet, verraten wir Euch nun, worauf Ihr beim Kauf achten müsst:
Tipps für den Kauf von gebrauchten Wohnmobilen
- Gebrauchtwagencheck: Ob Antrieb, Achsenaufhängung, Bremsen oder die Elektrik noch in Ordnung sind, lässt man im Zweifel durch einen Gebrauchtwagen-Check ermitteln.
- Preis: Der Kunde hat beim Privatkauf mehr Handlungsspielraum beim Preis. Der Händler dagegen muss laut Caravaning Industrie Verband (CIVD) eine Sachmängelhaftung gewähren, die Privatverkäufer ausschließen können. Der ADAC rät, Zusatzausstattung und Zubehör wie zum Beispiel Markisen, Dachträger und Fahrradträger im Kaufvertrag zu vermerken. Der Club weist darauf hin, dass Baujahr und Zulassung gerade bei Reisemobilen mitunter stark voneinander abweichen, da sie oft längere Zeit vor dem ersten Verkauf beim Händler oder Hersteller stünden.
- Feuchtigkeit: Riecht der Innenraum modrig oder gar schimmelig? Haben die Polster Flecken? Gibt es Stockflecken an der Decke? "Wasserschäden kommen bei den Mobilen durchaus vor", so Jost Krüger, Technikexperte beim CIVD. Auch im Kühlschrank sollte nachgesehen werden, um Schimmel auszuschließen. Im Bad sollten alle Dichtungen okay und Geruchsverschlüsse vorhanden sein. Sind auch die Dichtungen von Dachluken und Fenstern in Schuss?
- Gasanlage: Besonderes Augenmerk gilt der Gasanlage: "Sehen Sie nach, ob die Gasplakette da ist, sie gewährt, dass die Flüssiggasanlage dicht ist." Elektrische Anlage und Aufbaubatterie könnten mittels Lichtschalter auf Funktion geprüft werden. Der Frischwassertank verbirgt sich meist unter den Sitzgelegenheiten. "Einfach den Deckel abnehmen und einmal reinleuchten", rät Krüger.
- Batterie: "Die Batteriekapazität ist fast immer der wichtigste Engpassfaktor aller Campingbusse und Wohnmobile", sagt Günter Holona, Gründer der Spezialfirma für Campingausbauten Reimo. "Lassen Sie sich bei Gebrauchtfahrzeugen vom Vorbesitzer sagen, wie lange er unabhängig von externen Stromquellen an einem Ort bleiben konnte."
- Weitere Fragen: Sind auch Schränke, Heizung und Kocheinheit in ordnungsgemäßem Zustand und lassen sich auch die Betten problemlos aufbauen? Ist die Küche groß genug? Gibt es genug Stauraum oder einen Heckträger?
Quelle: dpa
Da hätte man noch sicher ein paar wenige Sätze aber nicht ganz unwichtige Sätze dazuschreiben können:
- Muss man ggf. noch einen FS machen? (vor allem bei den Wohnanhängern - am Anfang des Artikels steht "Caravan", aber sonst kein Wort mehr darüber?!)
- Vor allem bei Wohnmobilen: Saisonkennzeichen bzw. dass man dafür einen Stellplatz auf einem Privatgrundstück braucht (und dort ggf. die Höhe des Fahrzeugs und die Gasanlage ein Problem darstellt).
- Auf Steuer achten bzw. gibt's evtl. sogar spezielle Versicherungstarife? (meine weniger für wg. Saisonkennzeichen)
- Gasanlagecheck kostet bei jeder HU extra.
notting
Da es in dem Bereich scheinbar nur Dieselfahrzeuge gibt, würde ich als Endverbraucher einen Teufel tun, mir so ein Fahrzeug zuzulegen.
Die ganze Branche hat ein Antriebsproblem, das noch niemand groß thematisiert hat. Wahrscheinlich wegen fehlender Alternative. Aber der Kunde soll kaufen... 😉
Die Kunden sollten im Eigeninteresse mal beim Hersteller nachfragen. Eine nette Auskunft werden sie bestimmt bekommen... 😆
Überlege mal warum, ein passendes Stichwort steht sogar im Artikel 🙄
Umweltzonen sind eher in den Innenstädten von Großstädten. IIRC ist z. T. die Durchfahrt sogar erlaubt (IIRC z. B. weil man durch FR muss um von der A5 nach Donaueschingen zu kommen).
Camping-Plätze sind meist nicht in Innenstädten. Einige nehmen so oder so einen Roller mit oder evtl. gibt's irgendwie vergnstigte ÖPNV-Touri-Tickets. Zudem sieht man solche Fzg. eher selten als Pendlerfahrzeuge. Vorzeitig wegschmeißen und dafür was neues produzieren braucht auch viel Energie. Merkst du was?!
Und Feinstaub-Benziner ohne Filter sind besser?! (geht ja um gebrauchte Fzg.)
notting
Bei einem Wohnwagen rate ich dazu HU und Gasprüfung neu vom Gebrauchtverkäufer zu verlangen.
Zudem sollten die Bremselemente der Antischlingerkupplung noch gut sein oder erneuert werden.
An unserem Eriba/Hymer WoWa mussten die Radlager getauscht werden (Alko, BJ 2004)
dem TÜV ist dies nicht aufgefallen, die haben nur den Weg der Auflaufbremse beanstandet.
Weiterhin sollte auf Reifen geachtet werden die gut im Schuß und nicht älter 4-5 Jahre sind (DOT Nr. auf der Schulter). Bei Tempo 100 Zulassung sind Reifen von maximal 6 Jahren Alter zulässig, sonst erlischt die Erlaubnis mit dem gezogenen Fahrzeug mit 100 km/h auf der AB zu fahren.
Dichtung der Dachluken sind ein ganz wichtiges Thema (s.o.)
Tipp für Reisemobile: Wer "nur" einen Führerschein Klasse B hat sollte mit dem Teil vor dem Kauf reisefertig gepackt auf eine Waage fahren, da gibt es bei manchen Fahrzeugen unangenehme Überraschungen (speziell wenn man noch auf die Idee kommt einen Anhänger mitzuführen, Stichwort Stützlast).
Halte ich für einen schlechten Tipp:
- Für den FS ist die zGM (bzw. ggf. auch die des AH) wichtiger als das Realgewicht. Und die zGM kann man leicht vor dem Kauf aus den Papieren herauslesen. zGM überschritten = Fahren ohne FS = Straftat. Überladen herumfahren gibt rechtl. nur Bußgeld.
- Man kann auch schlicht Leergewicht (was nach aktueller Norm 68kg Fahrer, 7kg Gepäck und noch etwas Sprit berücksichtigt) und zGM voneinander abzieht und daheim mal die ganzen Flüssigkeiten, die Gasflasche und sonstiges Gepäck wiegt und zusammenrechnet.
- Bzw. wenn man's auf der Waage merkt ist's eh zu spät.
notting
nein ist so nicht richtig bei einem Anhänger zählt die tatsächliche Masse. Und dass ist das tatsächliche Gewicht abzüglich Stützlast. Du darfst also tatsächlich auch einen 1500kg zulässige Gesamtmasse Wohnwagen mit einem Auto ziehen dass nur 1350kg ziehen darf. Die wiegen in der Regel ca. 1200kg plus Gasflasche(n) sind das 1250 plus 100kg Gepäck. Nur kein Wasser auffüllen o.Ä. und wiegen nicht vergessen...
am besten angehängt dann hast du auch gleich die Stützlast weg. Und über 3,5T Zug Gesamtgewicht kommst du onehin kaum
Unsinn: https://www.adac.de/.../default.aspx?...
Das mit den Leergewichten berücksichtigen wurde auch Anfang 2013 abgeschafft.
Wie ich bereits schrieb, nur bzgl. Bußgeld (vermutl. inkl. Überschreitung Anhängegewichte) sind Realgewichte relevant.
notting
1. Dass sich jemand kein Fahrzeug kauft, das er mit seinem FS nicht lenken darf, setze ich als selbstverständlich voraus, so viel Eigenverantwortung traue ich jedem Menschen zu, daher erachte ich den ganzen Text bezüglich zGM für sinnfrei.
2. Gerade bei älteren Reisemobilen -und der Artikel dreht sich um den Kauf von Gebrauchtfahrzeugen-, an denen bereits einige nachträgliche Um- bzw Einbauten stattgefunden haben, hat das tatsächliche Fahrzeuggewicht oft nur mehr sehr wenig mit dem Gewicht lt. Fahrzeugschein zu tun, z.B. wiegt eine nachträglich angebrachte Markise bis zu 60 kg, von den Geistesgrößen, die mit vollem Wassertank fahren ganz zu schweigen.
3. Viele Menschen schätzen das Gewicht der Urlaubsausrüstung viel zu gering, aber Gasflaschen, ggf. Fahrräder, Geschirr, Campingzeugs, Lebensmittel und Getränke + Insassen wiegen ganz schnell einige hundert Kilogramm, man ist schneller über 3.5 to als man es sich vorstellt.
4. Bei vielen Reisemobilen wird es grundsätzlich schon sehr eng mit den 3,5 to, wenn dann noch ein Anhänger mitgeführt wird = Stützlast ist man schnell im Bereich der Überladung.
5. Im Falle einer Kontrolle droht Bußgeld und ggf. Punkte, im Worst Case = Unfall wünsche ich eine gute RSV, ggf. wird sich die Versicherung recht unkooperativ zeigen.
6. Mit Reisemobilen wird nicht nur in DE gefahren, andere Länder, andere Gesetze, viel Spaß in Österreich, da kann bereits bei 2% Überladung = 70 kg die Weiterfahrt untersagt werden!
Daher mein Tipp: Vor Kauf mit dem Teil auf die Waage, die meisten Reisemobile sind schwerer als im Fahrzeugschein angegeben, eventuell vorher in Ruhe @home alles zusammenpacken was man mitnehmen will, wiegen und dieses Gewicht noch berücksichtigen.
BTW: Es ist nicht zu spät wenn man es auf der Waage merkt, denn der Tipp lautete "Vor Kauf wiegen"!
- Es gibt zuviele alte Leute (ich denke da v.a. an die Verkäufer), die keine Ahnung von den aktuellen FS-Kl. haben obwohl's die schon so ewig gibt.
- Viele mit Wohnwagen fahren sonst nie mit AH und kennen die diesbzgl. Regeln wohl nicht (bzw. hat sich ja 2013 geändert). Außerdem hängt bei B das was Anhänger-zGM-mäßig erlaubt ist eben vom ziehenden Fzg. ab (mit ziehendem Fzg. mit 100kg zGM darf man mit B einen 3,4t zGM AH ziehen - jetzt kommt mir nicht mit praktischen Problemen bei der Umsetzung ;-)), das kann der Verkäufer so garnicht wissen.
Glaube ich dir, dass das dann nicht in die ZB1 reinkommt. Trotzdem ist es halt ggf. zu spät, wenn man vollbepackt auf der Waage steht und es zuviel ist, weil vor dem Kauf reisefertig vollbepackt wird aus praktischen Gründen IMHO schwierig bzw. im "Ernstfall" packt man doch gerne mehr ein... Da bleibt einem wohl praktisch oft nicht mehr als das Real-Leergewicht messen und dann erst kaufen, wenn dann noch nach heimatl. Gepäck wiegen noch Reserve ist.
notting
Es hat schon seinen Grund warum früher die meisten Wohnmobile in der Klasse zwischen 4-5t Gesamtgewicht lagen obwohl Leer leichter als Heute. Aber man hatte noch eine reale Zuladung.
Heute ist das Problem das das technisch bedingte Leergewicht sehr nahe an den 3,5t liegt die für den B gelten.
Das führt nicht zuletzt dazu das man nicht nur kaum Zuladung hat sondern die Kisten auch aus stabilerem Papier gebaut werden und die Innenausstattung aus Presspappe.
In den guten alten Zeiten hatte man bis 7,5t genügend Luft um neben stabilem Aufbau und Innenausbauten auch noch mehrere 100kg Zuladung zu ermöglichen.
Aber noch was Wichtiges, vor dem Kauf in die Papiere schauen ob dort ein Zusatz steht womit im Anhängerbetrieb sich die zulässige Gesamtmasse erhöht. Bei einigen Fahrzeugen liegt dann die zulässige Gesamtmasse über 3,5t und damit droht ein rechtliches Problem.
Leider sind nicht mal Landesverkehrsministerien oder das Bundesverkehrsministerium in der Lage oder Willens rechtsicher zu sagen ob sich diese Erhöhung Führerscheinrechtlich auswirkt. Dieses Thema überlässt der Gesetzgeber wohl lieber den Gerichten.
Warum wird nicht gleich von Anfang an ein Moderator des entsprechenden Unterforums (in diesem Fall: Wohnmobile und Wohnwagen) eingebunden, wenn so eine DPA Meldung hier auf die Hauptseite von Motor Talk kommt. Das würde das Niveau erheblich anheben über die selbstverständlichen Belanglosigkeiten dieses Beitrags hinaus.
Und noch ein Hinweis an den Verfasser auf MT: Das Aufmacherbild des Artikels zeigt Wohnwagen und keine Reisemobile 🙁
Ja, die Führerscheingeschichte ist ein großes Problem für die Branche. Führt dann teilweise dazu, dass gut ausgestattete Fahrzeuge leer ab Werk schon überladen gewesen sein sollen. Habe aus dem Bekanntenkreis vernommen, dass das nicht einmal als Sachmangel gelten soll, der Halter aber trotzdem damit nicht fahren darf. Kommt mir merkwürdig vor, aber der Tipp mit der Waage ist daher sicher nicht schlecht, auch wenn sich die Überladung nicht auf den notwendigen Führerschein auswirkt.
Es gibt Wohnmobile mit Benziner. Ein guter Freund hat ein Hymermobil mit Benziner. Aber die Benziner sind sind schon sehr selten. Und meistens ziemlich alt.
Mannn, bin ich da froh, BE und C1E zu haben, da muß ich mir darum keine Gedanken machen. Zumindest nicht für mich.
Jetzt in den Urlaub sind wir mit einem auf 2200 kg zGM aufgelasteten Porsche gefahren, unser Tabbert hat eine zGM von 1300 kg, das ging mit Schatzis B noch gerade. Aber da ein neuerer (und größerer) Wohnwagen geplant ist und der Porsche 1600 kg ziehen darf...
Dein Beispiel ist übrigens toll. Ich habe da aber noch was Reales in die Richtung: Ein 2-Tonnen-Anhänger (Leermasse 600 kg) wäre jetzt mit Klasse B an einem alten Fiat Panda 1000 (zulässige Anhängelast 850 kg, zGM 1140 kg) erlaubt, solange da nicht zu viel Ladung drauf ist. Als wir das Gespann hatten, wäre es das noch nicht gewesen und ich habe das Gespann bewegt 😉
Übrigens - und das wird auch wieder Blackmen interessieren: Mit Wohnanhänger geht das Wohnmobilbenzinern im Grunde auch. Dieses Jahr haben wir bei unserem Skandinavienurlaub bis zum Polarkreis auch immer mit dem kompletten Gespann unterwegs und haben längst nicht jede Nacht auf einem Campingplatz verbracht. Eigentlich nur drei von zwölf 😉 Dazwischen haben wir immer den Standort gewechselt wie man es sonst nur mit dem Reisemobil macht 😊
Das Reisemobil hat gegenüber dem Gespann drei größere Vorteile: 1. kann man direkt von der Fahrerkabine nach hinten gehen, was vor allem bei Regen praktisch ist, 2. ist das Gespann recht lang (unseres geschätzt etwa 11 Meter) und dann auch noch zusätzlich komplizierter rückwärts zu fahren als ein Reisemobil allein selbst wenn es auch so lang wäre und 3. darf man mit dem Reisemobil schneller fahren, wenn es ausreichend klein ist 😉
Ja, davon habe ich auch schon gehört.