Der Polo von morgen ist länger als der Golf von gestern
MOTOR-TALK
verfasst am Mon May 22 12:59:58 CEST 2017
Von wegen Klein. Der neue Polo durchbricht die 4-Meter-Schallmauer. Und er ist nicht der erste aus seinem Segment. Wir haben uns gefragt: Warum müssen die Kleinen denn immer größer werden?
Der neue Polo wird 4,05 Meter lang und damit übertrifft er den Golf 3
Quelle: Volkswagen & sb-Medien | Stefan Baldauf
Von Ralf Schütze
Berlin - Wo soll das hinführen? Seit Jahrzehnten wachsen Kleinwagen Generation für Generation. Der aktuelle Mini übertrifft den Ur-Mini um fast 80 Zentimeter. Und der neue VW Polo wird länger als der Golf 3. Wir haben uns gefragt: Woran liegt das?
Die Automobilindustrie hat auf diese Frage eine einfache Antwort: Weil es der Kunde so will. „Ein neues Fahrzeug sollte alles besser machen als der Vorgänger, auch beim Platzangebot“, sagt Nissan-Sprecher Oliver Franz. Hinzu komme der Konkurrenzdruck. „Werden einige Wettbewerber im Segment größer, ohne dadurch signifikant teurer zu werden, werden sie durch das großzügigere Platzangebot auch eher gekauft“, sagt Franz. Das führt dazu, dass direkte Wettbewerber gezwungenermaßen nachziehen.
Ob man da noch von "Mini" sprechen kann? Zwischen der ersten und der jüngsten Generation liegen immerhin knapp 80 Zentimeter
Quelle: BMW
Bei Mini ist die Obergrenze erreicht
Auch Mini bestätigt: „Das Größenwachstum ist vor allem dem Wunsch unserer Kunden nach mehr Platz und damit Alltagstauglichkeit geschuldet“. Dennoch ist irgendwann eine Grenze erreicht. „Weiteres Größenwachstum für den Dreitürer sehen wir nicht", sagt Mini-Sprecher Markus Sagemann. Selbiges gelte für das größte Modell, den Countryman. "Der liegt bei 4,30 Meter Länge und das bleibt für Mini die Obergrenze.“
Daran werden laut Sagemann auch wachsende Ansprüche an die Crashsicherheit nichts ändern. Diese erfülle man bei künftigen Modellen auch ohne längere Überhänge – dank hochfester und gezielt verformbarer Stähle und anderer Materialien. Und um Spekulationen über einen Mini-Mini vorzubeugen, ergänzt er: „Wir planen aktuell keinen kleineren Mini unterhalb des 3-Türers.“
Das System schaukelt sich hoch
Das gilt nicht für alle Hersteller. Nach Ansicht von Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut in Duisburg hat das Größenwachstum auch Folgen für kleinere Segmente. Denn jeder neue Kleinwagen soll attraktiver werden als die Konkurrenten, zum Beispiel mit ein paar Zentimetern mehr Platz. "Damit schaukelt sich das System hoch, bis irgendwann ein neues Kleinstsegment angefangen wird“, sagt Dudenhöffer.
Mit einer Länge von mehr als 4 Metern kann der Polo 6 sogar als kompaktes Familienauto genutzt werden
Quelle: sb-Medien | Stefan Baldauf
Ein weiterer Grund für das stetige Größerwerden der Kleinwagen sei das wachsende Alter der Käufer. „Das Durchschnittsalter der Neuwagenkäufer liegt heute in Deutschland bei 53 Jahren. Je älter, umso ergonomischer und 'bequemer' will man sein Auto haben“, erklärt Dudenhöffer. Die damit einhergehenden Einparkschwierigkeiten würden durch moderne Assistenzsysteme wie Einparksensoren und teilautonome Einparkhilfen behoben.
Die neuen Kleinen werden ziemlich groß
Bis 2018 rollt im „B-Segment“ der Kleinwagen eine wahre Neuheitenwelle auf uns zu, die den Trend des Längenwachstums fast gänzlich bestätigt. Beispiel Volkswagen: Der aktuelle Polo der fünften Generation ist 3,99 Meter lang und 1,70 Meter breit. Damit ist er deutlich größer als ein VW Golf 1 aus dem Jahr 1974, der nur 3,71 Meter lang war und fast genauso lang wie der 90er-Jahre-Bestseller VW Golf 3, der 4,02 Meter lang und 1,71 Meter breit ist.
Ende 2017 wird die sechste Generation des Polo die 4-Meter-Schallmauer durchbrechen - er soll 4,05 Meter lang werden. Damit liegt der frühere Zwerg künftig zwischen Golf 3 und 4. Einem Einsatz als kompaktes und erschwingliches Familienauto steht nichts mehr im Weg – nicht allzu große Kinder vorausgesetzt.
Ein Corsa mit drei Türen? Das wird es beim neuen Modell nicht mehr geben
Quelle: Opel
Corsa, Micra und C3 wachsen ebenfalls
Der Erzrivale Opel Corsa hat schon in der fünften Generation (Corsa E) die 4-Meter-Marke um bis zu 4 Zentimeter überschritten. Im Sommer 2018 soll er weiter an Länge und Breite zulegen. Genau wie der Polo 6 soll auch der neue Corsa nur noch als Fünftürer angeboten werden.
Die Neuauflage des Nissan Micra kommt im Frühjahr 2017 auf den Markt. Nissans vermeintlich Kleiner legt um satte 17 Zentimeter Länge zu. Im Sommer startet der neue Seat Ibiza mit einer Länge von 4,04 Meter. Wir erinnern uns: Der erste Ibiza aus dem Jahr 1984 war 3,64 Meter lang.
Und was bedeutet das für die Zukunft? Das Wachstum geht weiter – und wenn deshalb weiter unten ein bestehender Bedarf nach wendigen Stadtautos nicht mehr gestillt wird, ist ein neues Modell die Lösung. Zu Zeiten des Polo 1, der kürzer ist als ein aktueller Up, gab es bei VW schließlich auch noch keinen Kleinstwagen. Heute gibt es ihn, und in drei, vier Generationen ist vielleicht der Up der Polo von heute und der Golf von gestern.
Mit einer Länge von mehr als 4 Metern kann der Polo 6 sogar als kompaktes Familienauto genutzt werden
Quelle: sb-Medien | Stefan Baldauf
Ob man da noch von "Mini" sprechen kann? Zwischen der ersten und der jüngsten Generation liegen immerhin knapp 80 Zentimeter
Quelle: BMW
Der neue Nissan Micra ist beachtliche 17 Zentimeter länger als sein Vorgänger
Quelle: Nissan
Ein Corsa mit drei Türen? Das wird es beim neuen Modell nicht mehr geben
Quelle: Opel
Wir haben uns gefragt: Warum müssen die Kleinen denn immer größer werden?
Weil ihr Journalisten euch in der Vergangenheit häufig über den Platz im Fond und im Kofferraum beschwert habt, und die Kunden euch munter alles nachplappern.
Höher, schneller weiter. Das war doch bisher die Maxime. Das neue Modell MUSS alles besser machen können als das Alte, sonst hat man als Ingenieur seine Berechtigung nicht verdient.
Sieht man selbst beim Smart, der auch zumindest in der breite gewachsen ist, damit das Ruppelfahrwerk weg kann (Elchtest).
Weil es der Kunde so will. „Ein neues Fahrzeug sollte alles besser machen als der Vorgänger, auch beim Platzangebot
Diese Aussage kann so nicht stimmen.
Sonst müsste im unteren Segment nicht dauernd wieder ein kleineres Fahrzeug (z. Bsp. VW up oder Kia Picanto oder Hyundai i10) nachgeschoben werden.
Schattenparker50629
Zitat:
„Das Durchschnittsalter der Neuwagenkäufer liegt heute in Deutschland bei 53 Jahren."
Das erklärt so einiges bezüglich dem deutschen Automarkt.
Antriebswelle134965
Leider lese ich nichts zu den Innenmaßen.
Schön wenn die Kisten von außen größer werden aber wie viel kann davon der Nutzer effektiv nutzen?
Würde mich freuen, wenn innen alles im gleichen Maße wächst.
Würde mich freuen, wenn innen alles im gleichen Maße wächst.
Würde ich nicht sagen. Moderne Sicherheitssysteme wie Seitenairbags, etc. nehmen schon viel Platz weg. Dazu ist natürlich alles besser verarbeitet/gedämmt als früher. Und dann noch die Mode: Kleine Fenster, verschwurbelte Formen (kein Kastendesign mehr wie beim Fiat Uno).
Ob im Jahre 2025 der Polo dann die Passatgröße erreicht hat?
Ob es dann immer noch die viel zu kleinen Parkplätze, Parkhäuser etc gibt? 😊
Eben. Nicht nur die "Kleinen" werden immer größer, das gilt ja leider für alle Fahrzeugklassen. Wenn MICH jemand von der Autoindustrie fragen würde, ICH würde darum bitten, zukünftig mehr auf praxistaugliche Außenmaße zu achten. Mit meinem Golf VII finde ich kaum noch Platz in Parkhäusern/Tiefgaragen, okay, das Auto passt vielleicht gerade noch so in die Lücke, aber wie dann ein- und aussteigen ohne die Tür gegen die des parkenden Nachbarautos zu hauen (und umgekehrt) ?
Leider lese ich nichts zu den Innenmaßen.
Schön wenn die Kisten von außen größer werden aber wie viel kann davon der Nutzer effektiv nutzen?
Würde mich freuen, wenn innen alles im gleichen Maße wächst.
Das stimmt. Im Corsa A hatte ich nie Platzangst, dagegen ist ein Corsa E ein Dixi-Klo.
Von den neuen Polos bin ich ehrlich gesagt entäuscht.
Der 9N und 9N3 waren echte Platzwunder für ihre Größe...da hat man als Insasse richtig platz gehabt und konnte auch einiges zuladen.
Der 6R war dann schon wie ein zu enger Schuh und der Nachfolger (6C) ist auch alles andere als geräumig. Ich schaue bei dem genau unter der oberen Kante der Windschutzscheibe durch, obwohl der Sitz ganz unten ist.
Fährt sich zwar schön, aber mir persönlich waren die Älteren lieber
Wenn MICH jemand von der Autoindustrie fragen würde, ICH würde darum bitten, zukünftig mehr auf praxistaugliche Außenmaße zu achten. Mit meinem Golf VII finde ich kaum noch Platz in Parkhäusern/Tiefgaragen, okay, das Auto passt vielleicht gerade noch so in die Lücke, aber wie dann ein- und aussteigen ohne die Tür gegen die des parkenden Nachbarautos zu hauen (und umgekehrt) ?
Und warum dann nicht einfach einen Polo kaufen?
Das dürfte eigentlich genau das Fahrzeug sein, welches du willst/brauchst. Aber wer will schon einen "Abstieg"?
Ob im Jahre 2025 der Polo dann die Passatgröße erreicht hat?
Hat er doch quasi jetzt schon fast:
Der Passat 1 hatte :
Länge: 4200 mm
Breite: 1620 mm
Höhe: 1360 mm
Radstand: 2470 mm
Der Polo V:
Länge: 3970–3983 mm [46cm länger als Polo 1]
Breite: 1682 mm => 6cm breiter als Passat 1! [12cm breiter als Polo 1]
Höhe: 1452–1485 mm => 9cm höher als Passat 1! [11cm höher als Polo 1]
Radstand: 2470 mm => gleich wie Passat 1 [14cm mehr als Polo 1]
Je älter, umso ergonomischer und 'bequemer' will man sein Auto haben“, erklärt Dudenhöffer
der Dudelsackpfeifer soll sich mal in einen 4Türigen Polo und dessen 2 lachhaft kleine Vordertüren zwängen, damit er weis was Kunden wünschen.
Den 3 Türer rausfallen zu lassen.....lachhaft...aber finanziell sicher rentabel.
;-)
Ob im Jahre 2025 der Polo dann die Passatgröße erreicht hat?
Ob es dann immer noch die viel zu kleinen Parkplätze, Parkhäuser etc gibt? 😊
Eben. Nicht nur die "Kleinen" werden immer größer, das gilt ja leider für alle Fahrzeugklassen. Wenn MICH jemand von der Autoindustrie fragen würde, ICH würde darum bitten, zukünftig mehr auf praxistaugliche Außenmaße zu achten. Mit meinem Golf VII finde ich kaum noch Platz in Parkhäusern/Tiefgaragen, okay, das Auto passt vielleicht gerade noch so in die Lücke, aber wie dann ein- und aussteigen ohne die Tür gegen die des parkenden Nachbarautos zu hauen (und umgekehrt) ?
Sehe ich nieht unbedingt so. Mein Omega ist 15 Jahre alt, trotzdem gibt es auch heute praktisch keine größeren Fahrzeuge - von Amerikanischen Monstrositäten wie dem Cadillac Escalade mal abgesehen. Irgendwo hört das Wachstum dann also doch auf.
Ich parke übrigens täglich in einer nicht besonders großzügigen Tiefgarage, und bis jetzt jabe ich noch in jeden Platz hineingepasst. Schwierigkeiten habe ich höchstens wenn ich in der Stadt parallel zur Straße parken muss, mit (fast) 5 Metern Länge tue ich mich da mitunter schon schwer, eine passende Lücke zu finden.
"Immer größer und breiter und irgendwann wird dann eine Klasse darunter einfach nachgeschoben...?!?!"
Was ist das denn für eine Argumentation? Auffällig ist jedenfalls (so wie heute im Pendlerstau am Montagmorgen), dass eigentlich jedes Fahrzeug, egal wie groß, immer nur mit dem Fahrer besetzt ist 😕. Das finde ich schon ziemlich bedenklich. Ich glaube nicht, dass der überwiegende Teil der Polo 6R/6C-Fahrer (oder eines anderen der Kleinwagenklasse zugehörigen Fahrzeugs der jeweils aktuellen Generation) ihr Fahrzeug im Alltag als zu klein empfunden haben. Das wird in den Fahrzeugtests und Vergleichen immer gnadenlos hochgespielt. Ich persönlich würde niemals mit dem privaten Pkw irgendwo eine Waschmaschine oder anderes sperriges Zeug abholen wollen. Der Mehrpreis für eine fachmännische Lieferung incl. Anschluss ist es mir immer wert. Und rückenfreundlicher allemal 😎. Und für die üblichen Freizeitfahrten incl. Urlaub zu zweit reicht ein bisheriger Polo oder irgendein Konkurrenzmodell aus dieser Klasse immer aus... Wem ein bisheriger Polo wirklich zu klein war, hat ja immer noch die Option, zum Golf aufzusteigen, den gibt es sogar als Variant. In der Polo-Klasse ist für viel Platzbedarf der Skoda Fabia Combi verfügbar... - na also: Alternativen für mehr Platzbedarf sind sogar im eigenen Stall mehr als genug vorhanden. Da muss man den normalen Polo nicht zwanghaft immer größer machen...
Ich finde es jedenfalls eher unvorteilhaft und auch nicht praxisgerecht, dass die Fahrzeugklassen mit jedem Modellwechsel größer werden. Allein schon die Breite ist absurd. Ein neuer Seat Ibiza ist heute annähernd so breit wie ein 5er BMW (E39), der noch vor 15 Jahren gebaut wurde und schon zur Oberklasse gehörte. Das muss man sich mal vorstellen... Dementsprechend fallen ja auch die Preise aus. Die ersten neuen Ibiza-Modelle, die über ein großes Online-Portal angeboten werden, liegen alle bei ca. 20t €..., der hier zum Beispiel: http://suchen.mobile.de/.../details.html?...
... und liegen somit höher als die Straßenpreise für einen Seat Leon, der ja schon zur Golf-Klasse gehört... Ein vergleichbarer neuer VW Polo wird lt. offizieller Preisliste bestimmt nicht billiger werden... allen Ankündigungen zum Trotz... Mit einem größeren Fahrzeug hat der Hersteller natürlich auch immer das beste Argument für eine unter dem Strich doch deutliche Preissteigerung. Bisherige Seat Ibiza waren meiner Erinnerung nach jedenfalls erheblich preiswerter...
Und ich denke, dass die bisherige Kompaktklasse (Golf u. Co.), die ja auch schon mächtig sperrig und feist geworden ist, diese Entwicklung spüren wird. Dazu die starke Konkurrenz durch immer mehr SUV/Crossover. Ich wüsste nicht, warum man sich bei den aktuell verfügbaren Riesenkleinwagen noch einen Kompaktwagen anschaffen sollte, der nochmal 20 Zentimeter länger und nochmal breiter ist 😕. Für die Fahrt allein zur Arbeit bestimmt nicht... und wie gesagt: Die Waschmaschine wird geliefert...
Also ich finde diese Entwicklung nicht mehr nachvollziehbar. Immer mehr Verkehr auf den Straßen aber die Fahrzeuge werden immer größer und vor allem breiter... paradoxer geht es wohl nicht 😕😕😕
Höher, schneller weiter. Das war doch bisher die Maxime. Das neue Modell MUSS alles besser machen können als das Alte, sonst hat man als Ingenieur seine Berechtigung nicht verdient.
Sieht man selbst beim Smart, der auch zumindest in der breite gewachsen ist, damit das Ruppelfahrwerk weg kann (Elchtest).
Weil es der Kunde so will. „Ein neues Fahrzeug sollte alles besser machen als der Vorgänger, auch beim Platzangebot
Diese Aussage kann so nicht stimmen.
Sonst müsste im unteren Segment nicht dauernd wieder ein kleineres Fahrzeug (z. Bsp. VW up oder Kia Picanto oder Hyundai i10) nachgeschoben werden.
Leider lese ich nichts zu den Innenmaßen.
Schön wenn die Kisten von außen größer werden aber wie viel kann davon der Nutzer effektiv nutzen?
Würde mich freuen, wenn innen alles im gleichen Maße wächst.
Ob im Jahre 2025 der Polo dann die Passatgröße erreicht hat?
Ob es dann immer noch die viel zu kleinen Parkplätze, Parkhäuser etc gibt? 😊
Von den neuen Polos bin ich ehrlich gesagt entäuscht.
Der 9N und 9N3 waren echte Platzwunder für ihre Größe...da hat man als Insasse richtig platz gehabt und konnte auch einiges zuladen.
Der 6R war dann schon wie ein zu enger Schuh und der Nachfolger (6C) ist auch alles andere als geräumig. Ich schaue bei dem genau unter der oberen Kante der Windschutzscheibe durch, obwohl der Sitz ganz unten ist.
Fährt sich zwar schön, aber mir persönlich waren die Älteren lieber
Das dürfte eigentlich genau das Fahrzeug sein, welches du willst/brauchst. Aber wer will schon einen "Abstieg"?
Der Passat 1 hatte :
Länge: 4200 mm
Breite: 1620 mm
Höhe: 1360 mm
Radstand: 2470 mm
Der Polo V:
Länge: 3970–3983 mm [46cm länger als Polo 1]
Breite: 1682 mm => 6cm breiter als Passat 1! [12cm breiter als Polo 1]
Höhe: 1452–1485 mm => 9cm höher als Passat 1! [11cm höher als Polo 1]
Radstand: 2470 mm => gleich wie Passat 1 [14cm mehr als Polo 1]
Je älter, umso ergonomischer und 'bequemer' will man sein Auto haben“, erklärt Dudenhöffer
der Dudelsackpfeifer soll sich mal in einen 4Türigen Polo und dessen 2 lachhaft kleine Vordertüren zwängen, damit er weis was Kunden wünschen.
Den 3 Türer rausfallen zu lassen.....lachhaft...aber finanziell sicher rentabel.
;-)
Ich parke übrigens täglich in einer nicht besonders großzügigen Tiefgarage, und bis jetzt jabe ich noch in jeden Platz hineingepasst. Schwierigkeiten habe ich höchstens wenn ich in der Stadt parallel zur Straße parken muss, mit (fast) 5 Metern Länge tue ich mich da mitunter schon schwer, eine passende Lücke zu finden.
"Immer größer und breiter und irgendwann wird dann eine Klasse darunter einfach nachgeschoben...?!?!"
Was ist das denn für eine Argumentation? Auffällig ist jedenfalls (so wie heute im Pendlerstau am Montagmorgen), dass eigentlich jedes Fahrzeug, egal wie groß, immer nur mit dem Fahrer besetzt ist 😕. Das finde ich schon ziemlich bedenklich. Ich glaube nicht, dass der überwiegende Teil der Polo 6R/6C-Fahrer (oder eines anderen der Kleinwagenklasse zugehörigen Fahrzeugs der jeweils aktuellen Generation) ihr Fahrzeug im Alltag als zu klein empfunden haben. Das wird in den Fahrzeugtests und Vergleichen immer gnadenlos hochgespielt. Ich persönlich würde niemals mit dem privaten Pkw irgendwo eine Waschmaschine oder anderes sperriges Zeug abholen wollen. Der Mehrpreis für eine fachmännische Lieferung incl. Anschluss ist es mir immer wert. Und rückenfreundlicher allemal 😎. Und für die üblichen Freizeitfahrten incl. Urlaub zu zweit reicht ein bisheriger Polo oder irgendein Konkurrenzmodell aus dieser Klasse immer aus... Wem ein bisheriger Polo wirklich zu klein war, hat ja immer noch die Option, zum Golf aufzusteigen, den gibt es sogar als Variant. In der Polo-Klasse ist für viel Platzbedarf der Skoda Fabia Combi verfügbar... - na also: Alternativen für mehr Platzbedarf sind sogar im eigenen Stall mehr als genug vorhanden. Da muss man den normalen Polo nicht zwanghaft immer größer machen...
Ich finde es jedenfalls eher unvorteilhaft und auch nicht praxisgerecht, dass die Fahrzeugklassen mit jedem Modellwechsel größer werden. Allein schon die Breite ist absurd. Ein neuer Seat Ibiza ist heute annähernd so breit wie ein 5er BMW (E39), der noch vor 15 Jahren gebaut wurde und schon zur Oberklasse gehörte. Das muss man sich mal vorstellen... Dementsprechend fallen ja auch die Preise aus. Die ersten neuen Ibiza-Modelle, die über ein großes Online-Portal angeboten werden, liegen alle bei ca. 20t €..., der hier zum Beispiel:
http://suchen.mobile.de/.../details.html?...
... und liegen somit höher als die Straßenpreise für einen Seat Leon, der ja schon zur Golf-Klasse gehört... Ein vergleichbarer neuer VW Polo wird lt. offizieller Preisliste bestimmt nicht billiger werden... allen Ankündigungen zum Trotz... Mit einem größeren Fahrzeug hat der Hersteller natürlich auch immer das beste Argument für eine unter dem Strich doch deutliche Preissteigerung. Bisherige Seat Ibiza waren meiner Erinnerung nach jedenfalls erheblich preiswerter...
Und ich denke, dass die bisherige Kompaktklasse (Golf u. Co.), die ja auch schon mächtig sperrig und feist geworden ist, diese Entwicklung spüren wird. Dazu die starke Konkurrenz durch immer mehr SUV/Crossover. Ich wüsste nicht, warum man sich bei den aktuell verfügbaren Riesenkleinwagen noch einen Kompaktwagen anschaffen sollte, der nochmal 20 Zentimeter länger und nochmal breiter ist 😕. Für die Fahrt allein zur Arbeit bestimmt nicht... und wie gesagt: Die Waschmaschine wird geliefert...
Also ich finde diese Entwicklung nicht mehr nachvollziehbar. Immer mehr Verkehr auf den Straßen aber die Fahrzeuge werden immer größer und vor allem breiter... paradoxer geht es wohl nicht 😕😕😕