2017 mussten weniger Autofahrer zur MPU
Weniger Alkohol, mehr Betäubungsmittel
2017 mussten erneut weniger Autofahrer zur medizinisch-psychologischen Untersuchung. Allerdings registrierten die Behörden mehr Fälle von Fahren unter Betäubungsmitteln.
Quelle: Picture-Alliance
Bergisch Gladbach - Die Zahl der medizinisch-psychologischen Untersuchungen (MPU) zur Fahreignung im Straßenverkehr ist 2017 gesunken. Bundesweit gab es laut der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) 88.035 Begutachtungen, 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Quelle: Picture-Alliance
Das Ergebnis der MPU ist Entscheidungsgrundlage für die Straßenverkehrsbehörden, ob eine Person die Fahrerlaubnis zurückerhalten kann oder nicht. Wird die Fahrerlaubnis nicht zugesprochen, können Betroffene die Erteilung nach einem festgesetzten Zeitraum erneut beantragen.
Quelle: Sp-x
Letztens kam erst ein Bericht darüber, wie man die MPU umgehen kann, in dem man im Ausland einen halben Tag Fahrschule inkl. theoretischer Prüfung macht. Mit dem Lappen geht man dann in DE aufs Amt und lässt den in einen deutschen Lappen umwandeln oder so ähnlich.
Aber Statistiken sind bekanntlich wie Laternenmasten für Betrunkene. Sie dienen weniger der Erleuchtung sondern eher zur Festigung des eigenen Standpunkts.
Entweder war dieser Bericht grundfalsch oder du hast ihn falsch verstanden. So einfach ist eine MPU nicht zu umgehen.
Wenn weniger kontrolliert/bearbeitet wird, gibt es natürlich auch weniger aufgeführte Straftaten...
Man muss aber auch sagen, dass die Behörden insbesondere bei Fahren unter Einfluß von THC zu rigoros sind - meiner Auffassung nach. Wird man erwischt und ist über dem sehr geringen Grenzwert, der nicht unbedingt Auskunft über den aktuellen Rausch gibt, ist die Fahrerlaubnis entzogen, wenn man nicht Erstkonsument ist.
Auch wenn ich mit illegalen Rauschmitteln nix an der Mütze habe, ist diese Strafe doch nicht Gefährungsgerecht.
Ganz einfach eine Schlamperei
was da draussen rumfährt..
Das heißt Suchtmittel. Zumindest in Österreich. Klingt doch viel authentischer...
In der Statistik fehlt, wie viele Autofahrer von der Polizei kontrolliert wurden, und wie hoch der Anteil der Fahrer "Driving under Influence" ist.
Gedankenexperiment:
Fall 1: Die Polizei hat in Summe 10% weniger Kontrollen durchgeführt. Dann bedeutet die relative Senkung der MPU-Zahlen um 3,5%, dass wahrscheinlich in Wahrheit mehr Besoffene und Druffis rumfahren.
Fall 2: Die Polizei hat in Summe 10% mehr Kontrollen durchgeführt. Dann ist die Senkung der MPU-Zahlen ein großer Erfolg, der belegt, dass die Verkehrsmoral steigt.
Tja, aber was isses nun?
Habe mal von jemandem gehört der wohl 7 Tage nach dem letzten Konsum “erwischt” wurde und bestraft wurde. Die genaue Strafe weiß ich leider nicht.
Wird das in vergleichbaren Ländern (Österreich, Schweiz, USA) ähnlich streng (deutlich strenger als nein Alkohol) gemacht?
Bei THC finde ich problematisch, dass man als „mindestens gelegentlicher Konsument“ als charakterlich ungeeignet zum Führen von KFZ eingestuft wird, wenn man unter akutem Einfluss erwischt wird. Die FE ist dann fast immer weg.
Bein Alk dagegen zählt nur die Schwere des Einflusses, außer man ist nachgewiesener Alloholiker.