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1. 125 für jungen Kerl mit A1
Hallo Zusammen,
ein Freund hat mich angesprochen, weil sein Sohn gerade mit dem A1 angefangen hat und es jetzt dort Diskussionen über das richtige 1. Mopped gibt.
Aktuell stehen eine Yamaha XV 125 Virago mit unbekannter Historie, Bj. 1997, seit mehreren Jahren nicht gefahren, nicht zugelassen, kein TÜV und eine YZF R125, Bj. 2010, früher gefahren von seinem "Stiefbruder" zur Auswahl.
Weil der Sohn des Kumpels ein wenig auf Retro steht, fährt er aktuell absolut auf die Virago ab.
Ich habe ihm davon eher abgeraten, nicht so sehr wegen des Moppeds an sich, sondern weil keiner das Ding mal ausprobieren kann. Ich bin im weiteren Bekanntenkreis der einzige mit Mopped-Führerschein, hilft aber auch nichts, wenn das Ding nicht zugelassen ist. Grundsätzlich fährt die Maschine schon, das hat er aktuelle Eigentümer ihm vorgeführt, aber das Fahrverhalten bei höheren Tempi ausprobieren geht halt mangels Zulassung nicht.
Falls hier jemand die Maschinen kennt: Wie ist das Fahrwerk und Fahrverhalten der beiden Maschinen denn grundsätzlich einzuschätzen? Die R125 dürfte das deutlich bessere Fahrwerk haben und ich bin mir nicht sicher, ob eine Virago da noch einigermaßen zeitgemäß ist, zumal mangels Probefahrt überhaupt nicht abzuschätzen ist, wie ausgenudelt das Fahrwerk wohl sein mag. Dafür ist sie extrem günstig (250,- €), was mich aber auch schon wieder aufhorchen lässt, denn eine einwandfreie Maschine dürfte doch einen etwas höheren Wert haben.
Ich selbst habe bislang noch keine der beiden Maschinen gesehen.
Haltet Ihr eine Virago für einen Anfänger überhaupt für sinnvoll?
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8 Antworten
Sind die Reifen der Virago noch gut, oder haben sie einen Standschaden? DOT ist sicher uralt.
Folgendes wäre zu tun:
- Vergaser Reinigung
- Neue Reifen
- Neue Batterie
- Eventuell ist der Tank von innen verrostet
Selbst bei 250€ Einkaufspreis wäre mir die Virago zu teuer.
Es sei denn das Schrauben macht euch Spaß und ihr seht das als Projekt und könnt vieles selbst machen.
Wegen dem Fahrwerk würde ich mir keine Sorgen machen.
Ist ein gutes Anfängerbike.
Zitat:
@jorge27 schrieb am 2. April 2025 um 12:49:03 Uhr:
Sind die Reifen der Virago noch gut, oder haben sie einen Standschaden? DOT ist sicher uralt.
Folgendes wäre zu tun:
- Vergaser Reinigung
- Neue Reifen
- Neue Batterie
- Eventuell ist der Tank von innen verrostet
Selbst bei 250€ Einkaufspreis wäre mir die Virago zu teuer.
Es sei denn das Schrauben macht euch Spaß und ihr seht das als Projekt und könnt vieles selbst machen.
Wegen dem Fahrwerk würde ich mir keine Sorgen machen.
Ist ein gutes Anfängerbike.
Was noch anzumerken wäre, alle Gummiteile sind zu wechseln. Werden wohl größtenteils "kaputtgestanden" sein. Da kommt man bei den Reparaturkosten schnell an die grenze der Unwirtschaftlichkeit.
Übrigens: ein Bekannter von mir will gerade eine 125er Chopper Verkaufen, ist letztes Jahr noch gelaufen hat TÜV und soll i.O. sein, Fabrikat war wenn ich mich recht erinnere wohl Chinesisch...
Falls Interesse besteht kann ich mal die Daten abfragen.
Erst mal Danke für Eure Antworten.
Das ist ja nicht mein Sohn, ich wäre also beim Schrauben raus.
Ich glaube schon, dass der schrauben kann und das auch gerne machen würde, aber wenn er diesen Sommer noch fahren will, wird das natürlich schwierig...
Und ich glaube auch, wenn das Ding mehrere Jahre gestanden hat, dürfte da so einiges dran zu machen sein. Da sind neue Reifen noch das geringste Problem.
Ob er auch was chinesisches nehmen würde, weiß ich nicht. Wo ungefähr wäre das denn?
Hi,
ich sehe das jetzt nicht soo dramatisch. keine Generalüberholung, sondern die Fehler abstellen die man bemerkt. Wenn's läuft ist doch schon mal gut. Für DAS Geld und läuft, ist doch ok.
250 € ist doch ein guter Kurs für ein fahrbereites Anfängerbike, auch wenn ausgenudelt. Die Virago ist an sich gut und solide. Da kann man sich auch neue Reifen, Öl & Filter, Benzin und was man sonst noch so braucht kaufen.
Fahrwerk ist egal, bei 90 Km/h max. Und man lernt durch Erfahrung.
Wenn du um Rat gefragt wirst heißt das auch dass die sich wahrscheinlich nicht zu helfen wissen und an dem Moped nur wenig selbst reparieren können.
Daher die Virago auf einem anhänger verladen, zum nächsten Yamaha Händler bringen und einen Kostenvorschlag für TÜV und fahrfertig machen einholen. Danach entscheiden ob es sich lohnt. (Bzw. das nötige Geld dafür da ist)
Verkehrt ist ne Virago nicht, kann man schon mit fahren.
Die R125 ist ja auch nicht mehr taufrisch, den halben Weg zum Oldtimer hat die auch schon hinter sich.
Wann lief die denn das letzte Mal, es geht nicht hervor wie alt der Stiefbruder ist. Hat die noch TÜV?
Ich kann den jungen Kerl schon verstehen, er ist daran erwachsen zu werden und möchte seine eigenen Entscheidungen treffen. Ihm gefällt die Virago halt mehr, ist eine emotionale entscheidung.
Ist ja bei uns nicht anders, wir entscheiden uns ja auch nicht immer nur für das Vernünftige.
Wenn mir jemand sagen würde, du darfst zwar Moped fahren, aber bekommst nur ne Honda Goldwing wäre ich auch raus. Es sollte schon auch Spaß machen, und das macht es eben am ehesten auf dem Bike das man sich wünscht.
Grüße
Alex
Erstmal muss der Junge Kerl wissen, was ihm gefällt (unabhängig von seinem Kumpel) und wo er bequem sitzt.
Da ich die Diskussion mit meiner Tochter auch hatte und auch mal ne Virago gefahren bin... Die Virago ist es nicht.
-nichtmal 12 Ps und unsportlich.
Ich fahre eine Brixton Rayburn- die ich wegen der Motorisierung gegen eine RE 350 Classic oder Honda GB350S ersetzen werde. Bei fettem Gegenwind ist bei 66...69 Km/h Feierabend. Die Beta 125 rr Motard meiner Tochter besitzt den Yamaha - Minarelli Motor- die Zieht mich dann voll ab, kein Wunder, fehlen doch fast 10% an Leistung.
Es war damals ein Problem für die Virago einen Vergaser aufzutreiben- die Nachbauten vom China- Mann sind meist Schrott.
Da ist die Maschine von seinem Stiefbruder doch besser.
Ganz wichtig bei den 125ern ist der km Stand! Diese Motore laufen ja oft am Limit. Alles über 20.000- Hände weg- egal welches Fabrikat. Meist wird zw. 20 und 30000 eine Motorrevision fällig.
Für einen Anfänger muss die Maschine 100% iO sein- wer will sich später Vorwürfe machen, wenn es heißt: mit besseren Bremsen... Deshalb habe ich meiner Tochter die Beta gekauft und mir ne Brixton Rayburn. Beide Neu. Ich habe 8500km abgerollt, meine Tochter 8000. Ich kann beide Maschinen empfehlen- allerdings putzen und pflegen gehören für uns beide dazu. Ich fahre nicht bei Regen oder Kälte- ein Luxus des älter seins. Ich bin 58....
Der junge Kerl geht die Sache sicher emotional an, sei ihm ja auch vergönnt. Rational wäre sicher die YZR-125 die bessere Variante, wobei auch dies nicht gerade optimal.
Die Virago 28 Jahre alt, der Rennhobel 15 Jahre. Um Gefühl für die Straße zu bekommen, Straßen(oberflächen) zu lesen sind beide nicht gerade ideal. Zumal man in dem Alter eher digital fährt, 0 oder 1, Gas auf oder zu.
Weggeworfen wird das Ding sowieso mal. Kenn ich von unseren Jungs. Und sei es weil man es bei Nässe im Kreisel übertreibt. Aber die Erfahrung müssen sie selbst machen. Daher lieber auf gute Schutzkleidung achten. Und halt schauen wie es mit der Ersatzteilbeschaffung aussieht.
Beri den Standmodellen zumindest mal als Grundlage einen frischen Satz Reifen drauf, alles was älter DOT 2020 runter, sonst liegen die beim nächsten Regen und kalten Reifen sofort. 0 oder 1
Ideal wäre halt ein Naked Bike mit aufrechter Sitzposition und evtl. sogar schon ABS. Klar ist auch eine Preisfrage.
Unsere hatten damals beide eine 125er Varadero, die sind zwar inzwischen auch alle rund 20 Jahre alt, aber auch mehr oder wenig unverwüstlich, robust. Gibt es inzwischen mit etwas Glück auch für einen relativ schmalen Taler. Muss ja nicht gleich eine aktuelle KTM 125er Duke für 5,5 Mille sein