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C180 W202 als Alltagsauto?

Mercedes C-Klasse W202
Themenstarteram 15. Februar 2025 um 17:05

Moin,
ich bin gerade am überlegen, was ich mir als erstes Auto kaufen sollte. Weil ich schon seit Jahren von einem Mercedes der 80er und 90er träume, wollte ich jetzt versuchen mir diesen Wunsch zu erfüllen.
Da ich aber gegen Ende des Jahres mit meinem Studium anfange und ich dafür ca. 100 km jeden Tag fahren muss, bin ich am Zweifeln:
Einerseits wurde mir aus meiner Familie ein Golf 7 1.6 TDI angeboten mit fast Buchhalterausstattung (bis auf Schiebedach und LED-Scheinwerfer) und 185.000 km auf der Uhr. Hat kleine Macken und eine Delle am Radlauf, sonst aber i.O.. Preislich möchte ich jetzt hier nix genaues sagen, liegt aber ganz knapp über dem W202 C180 Bj. 95 den ich im Auge habe. Also für einen Golf in diesem Zustand äußerst günstig.
Andererseits ist der Verbrauch bei diesem C180 oder allgemein bei vielen 90er Jahre Mercedes deutlich über dem eines Golfs. Das würde mich jedes Jahr ca. 400€ - 500€ mehr kosten.

Meine Frage an euch:
Denkt ihr, dass man einen C180 W202 als Alltagsauto zum Pendeln, wie gesagt ca. 100 km/Tag, nutzen kann oder ist das einfach nur Wunschdenken? Ich habe halt bei einem modernen Golf Bedenken im Bezug auf die komplizierte Motortechnik (AGR, DPF, Hochdruckinjektoren) und den zugebauten Motor, wodurch z.B. die Reinigung am AGR schnell aufwendig und teuer wird.
Außerdem wäre ich dankbar über Verbrauchsinfos von C180 Schaltern bei Autobahnfahrten und Reparaturen an solchen C-Klassen, die ins Geld gehen können.
Vielen Dank schoneinmal für eure Tipps und Empfehlungen.

Hier nochmal die Autos im Überblick:
Mercedes-Benz C180 (W202)
  • 253.000 km
  • 3. Hand
  • Elegance
  • 5-Gang Schalter
  • Klimaanlage mit Restwärmefunktion :D
  • Infrarot-Schlüssel
  • Onyxgrau Metallic
  • Blaupunkt DAB Radio
  • Garantie

VW Golf VII 1.6 TDI SCR
  • Bj. 17-20 (Weiß ich nicht sicher)
  • 185.000 km
  • 1. oder 2. Hand
  • Klimaautomatik
  • Sitzheizung
  • Handgerührt
  • kleinstes Radio
  • LED-Scheinwerfer
  • kein Tempomat o.Ä.
  • Weiß
  • Stoffsitze
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26 Antworten

Ein paar spontane, ungeordnete Ideen zu deinen Fragen - da der familien-geerbte 1995er C180-Elegance-Vormopf auch mein Gebrauchs-Auto ist und auch bei mir vor allem 100-km-Fahrten anfallen (seit einigen Jahren 12.000 km pro Jahr, zuvor 3.000 - heutiger Kilometerstand gut 127.000)...

  • Ich liebe meinen 202. Aber ich würde solch ein Auto nur kaufen, wenn der Rost sich (wie bei meinem äußerst rost-armen) in sanier- und langfristig beherrschbaren Grenzen hält. Dazu sollte der Wagen vor dem Kauf unbedingt auf die Hebebühne, z.B. im Rahmen eines TÜV-/Dekra-Gebrauchtwagenchecks durch einen Prüfer, der die Schwachstellen der Baureihe 202 (noch) kennt - und in Begleitung eines schraubenden Kenners, der die Schwachstellen auch kennt. Schreibe ich aus leidiger Erfahrung im Falle eines S210-Fehlkaufs. Eigentlich müßte man vom Verkäufer sogar einen Preisnachlaß verlangen, wenn er nicht nachweisen kann, daß der Wagen auch unterhalb der Innenkotflügel (das sind die Plastikabdeckungen in den Radhäusern) rostfrei ist. Dahinter könnte sich nämlich mit den Jahren auch Schmodder angesammelt haben: Nahrung für ein Feuchtbiotop, unter dem irgendwann das Blech zu leiden beginnt. Es ist leider lästig, die Innenkotflügel rauszunehmen - man kann es selbst machen, aber bei Ungeübten (wie mir) dauert der Aus- und Einbau für alle vier Radhäuser zusammen bestimmt anderthalb bis zwei Stunden.
  • Verbrauch hängt sehr von der Fahrweise ab, und wo du die 100 km abspulst: Wenn es im Ruhrgebiet ist, wirst du auf der Autobahn kaum mal schneller als 100 km/h fahren können, für mehr ist es tagsüber einfach zu voll. Da schlägt der Mehrverbrauch des Benz weniger durch, als wenn man beide Autos bei 140 vergliche. Wenn du es wie ich machst und auf der rechten Spur bei etwas mehr als 85 km/h mit den Lkws mitschwimmst, landest du mit Automatikgetriebe bei gut 6 Litern Super E5 auf 100 km. Mit Schalter sollte es etwas weniger sein. (Ich bin richtig dreist und fahre, wann immer möglich, ohne jemandem im Wege zu sein, nur 80, damit komme ich auf 5,6 Liter.)
  • Teure Reparaturen: Irgendwann wird der Motorkabelbaum fällig, da beim Vormopf unzureichend hitzebeständige Kabelisolierungen verbaut wurden. Ich rechne in der freien Werkstatt mit einem Tausender. Irgendwann wird auch der Katalysator fällig - kostete bei meinem vorletztes Jahr in der freien Werkstatt gut 2.000. Klar, das tat weh - aber mein Erbstück war es mir wert.
  • Kleinerer Reparaturbedarf, der in der Werkstatt ins Geld gehen kann, den man aber selber erledigen und dabei satt dreistelliges Geld sparen kann: An meinem waren es vor allem elektrische Probleme. Verschmutzte Kontakte im Kombischalter für den Scheibenwischer: aufmachen, säubern, neu mit Vaseline schmieren. Verschmodderte Lampenkontakte des Abblendlichts: Kontaktstecker zu den H1-Lampen erneuern [Werkstatt würde den kompletten Scheinwerfer erneuern, Materialkosten schon vor zehn Jahren 400 €]. Gebrochene Lötstelle im elektrischen Außenspiegel: neu anlöten [Werkstatt würde den kompletten Spiegel wechseln, Materialkosten wahrscheinlich noch höher]. Mühsam ausfahrende Antenne: regelmäßig mit WD40 reinigen und schmieren. Scheibenwischergetriebe: regelmäßig mit Motoröl oder Mehrzweckfett schmieren.
  • Ansonsten ist der Rost, wie gesagt, der Kostenfaktor, mit dem alles fällt - oder auch, wenn man Glück hat, steht :). Wenn er rostarm ist: Konservieren lohnt sich, ist eigentlich ein Muß - und es macht Spaß, das meiste kann man in der eigenen Garage selber machen.
  • Stichwort Infrarotschlüssel: Sind zwei intakte dabei? Wenn nicht, würde ich einen zweiten ordern. Das System FBS2 zickt bei mir gerne mal rum, deshalb nehme ich immer alle drei mit, die ich habe. Der Zusatzschlüssel kostete schon 2018 knapp 250 €.

Notorisch sind auch noch Betriebsflüssigkeiten, die man nach dem Kauf vorsorglich selbst erneuern sollte - dazu braucht es maximal eine Hebebühne in der Selbsthilfewerkstatt, also keine teure Werkstatt:

  • Öl im Hinterachsgetriebe - Wechsel war offiziell nicht vorgesehen, aber es konnte sich in den 90ern vielleicht keiner vorstellen, daß die Kisten 30 Jahre laufen würden :p.
  • Lenkgetriebeöl

Auf der Habenseite: Es ist ein

Genuß

, mit der Kiste herumzufahren. Deshalb würde ich meine nie gegen einen neuen Golf eintauschen wollen - vielleicht allenfalls gegen einen neuen E-Klasse-Benz

:D

.

Gefährlich wird es im Winter: Sobald Salz auf den Straßen zu finden ist, würde ich den Wagen soweit wie irgend möglich stehenlassen. Die

Rost

gefahr ist zu groß.

Was hingegen Sicherheit bei Nässe angeht: Ich hatte im November mit frischen Winterreifen das Vergnügen eines zweistündigen individuellen ADAC-Fahrsicherheitstrainings, bei dem wir besonders auf der Hydraulikplatte unterwegs waren. Der Wagen ließ sich dort bei Tempo 50 erstaunlich gut abfangen.

Mit Sommerreifen hatte ich bei einem früheren Training wohlgemerkt ungleich größere Probleme.

Ach ja: Läßt sich der Kofferraumdeckel mit dem Bartschlüssel des FBS2-Infrarotschlüssels verriegeln und öffnen? Bei vielen 202-Limousinen scheint das jahrelang verschlafen worden zu sein, deshalb hakt es dort (jedenfalls kann man in Foren wiederholt davon lesen).

Dann kommt man aber bei einer tiefentladenen Batterie an selbige nur noch auf umständlichen Wegen heran, denn die sitzt ja unter der Abdeckung im Kofferraum.

Es gibt im 210-Bereich des Forums eine Kaufberatung, bei der sich besonders in der

Rost

-Frage (hatte ich die schon mal erwähnt?

;)

) viele Punkte auf den 202 übertragen lassen.

Außerdem enthält das C-Klasse-Forum eine

Schwachstellenliste

, an der man sich gut orientieren kann.

In beiden fehlt, soweit ich sehe, nur ein noch nicht so lange bekannter Punkt: Die Hinterachsaufnahmen müssen rostfrei sein. Sonst wird es sehr teuer.

Themenstarteram 15. Februar 2025 um 19:36

Besten Dank für deine Antwort

:)

.

Die Rostproblematik war mir natürlich schon Bewusst. Es ist zwar Schade, aber dafür muss halt auch mal im Winter der Benz stehen bleiben und die Tortur mit der DB muss in Kauf genommen werden. Das ist für mich jetzt aber kein No-Go.

Spritverbrauch klingt ja noch ganz ok. Zwar würde für mich ein 250er oder 220er Diesel besser passen, aber davon gibt es leider kaum noch welche in einem für mich kaufbaren Zustand.

Das Katalysator Problem hatte ich jetzt noch garnicht aufm Schirm, aber gut zu wissen. Danke.

Zitat:

@W202mk67


Das System FBS2 zickt bei mir gerne mal rum, deshalb nehme ich immer alle drei mit, die ich habe.

Was meinst du damit genau? Also kann ich dann das Auto garnicht mehr öffnen bzw. starten?

Ich fahre einen C180 EZ 03/95 und nutze diesen täglich.
Also im Stadtverkehr liegt der Verbrauch so bei 8,5-9l
Bin im Januar wieder ca 1000km nach polen gedüst, also bei geschmeidigen 120-130kmh lag der Verbrauch
bei etwa 7l.... bei 160-180-....zieht sich der Gute schon so 10-11l rein,
Ich hatte vorher eine Touran und dann einen Zafira, die waren gut, aber ich würde jetzt nicht mehr tauschen
ich hab meinen C180 2023 mit noch einem Jahr TÜV gekauft, bin Mai 2024 zum TÜV gefahren und direkt ohne irgend etwas zu machen durch gekommen. Er hat jetzt 200000km auf der Uhr und gut 35000km sind wir zusammen dedüst, ohne irgend welche Ausfälle.

Ich würde zu Exemplaren der Mopf raten. Bei frühen kommen irgendwann Probleme mit dem Kabelbaum sobald man ihn anfasst, Kopfdichtungen werden vorne am Kettenkasten undicht und ölen, können hinten Wasser verlieren. Mit der Mopf ist das deutlich haltbarer. C180 und C200 ins Auge fassen.

Die gängigsten Verschleißteile gibt's im Zubehör. Einigen "Zierkram" sogar noch bei MB zu vernünftigen Preisen wie den Kunststoff von den Abdeckungen beim Scheibenwischer, Leisten auf den Schwellern... und man kann noch recht viel selber machen. Nicht die km als KO Kriterium nehmen! M111 und Getriebe sind sehr haltbar, überleben locker die Karosse. Rostarmut und dann Vorsorge sind mit Abstand das wichtigste. Dann hat man lange Freude und kaum Wertverlust.

Sehe ich im Grunde genauso - optimal für den Einsatzzweck ist keins der Fahrzeuge.
Ich bin von allem, was aus dem Hause VW kommt, sowieso geheilt - sch* Steuergeräte! - und mag den Laden auch ob seiner Arroganz bei der selbstverursachten Dieselkrise nicht mehr leiden; das Alter ist bei der Golfgurke zwar gering und ein echter Pluspunkt, aber die Laufleistung ist schon fast über der üblichen Lebenserwartung (ab der es teuer wird, so ein Auto am Laufen zu halten).
Zudem: Wenn du im VW-Bereich "typische Mängel" suchst, kommen üblicherweise solche, die früher oder später jeden ereilen. Wenn du das bei Mercedes machst - kommen welche, die mal vorkommen können. Das ist ein Unterschied in der Philosophie, den man erst nach ein paar Jahren kapiert ;)
Dass Verbrennermotoren aus den letzten 10 Jahren technisch überzüchtet sind, obgleich man lieber keine Entwicklungskosten mehr in eine politisch zum Sterben verurteilte Technik stecken mag - behaupte ich zwar auch, kann's aber nicht beweisen; auffällig ist das eigentlich nur bei anderen Themen wie Scheinwerfern (entweder du nimmst die LED, oder du bekommst "irgendwie" designte Halogenfunzeln deren Lichtausbeute von den Vorgängerbaureihen in den Schatten gestellt wird...). "Entfeinerungen" in Ausstattung und Verarbeitung sind überall Standard geworden.
Der W202 hingegen - ist eben ein altes Auto. Das Fahrwerk fühlt sich weich und verzeihend an, und alles andere als sportlich - kann aber auch Kurvengeschwindigkeiten ab (ein gleichalter Audi A4 sollte sich sogar mit der moderaten Werkstieferlegung schämen! Da half nicht mal der übertreibende Tacho...). Der Motor bietet absolut keinen Turbo-Kick. Das Rührwerk ist... ungeliebt, zwar etwas sparsamer gegenüber der Viergangautomatik (bis 1996), aber knackig ist anders. Das trägt aber alles zu einer unaufgeregteren Fahrweise bei.
Allerdings hast du es auch mit 30 Jahre alten Teilen zu tun, und wenn bei Kunststoffen mal die Weichmacher raus sind und Gummis aufgrund Sonnenlicht und Wärme hart und porös werden, gehen einfach Dinge kaputt, mit denen man üblicherweise nicht rechnet. Ein hakeliges Zündschloss z.B. tauscht man besser, bevor es sich gar nicht mehr bewegt (vom 190er/W124 geerbte Schwachstelle). Diverse Fahrwerksteile werden schon mal neu gekommen sein - aber vermutlich nicht alle; die Motorlager könnten sich unangenehm bemerkbar machen; die Benzinschläuche zur Tankentlüftung fangen an zu stinken wenn sie Risse bekommen; ...das sind jetzt mal exemplarisch meine unabsehbaren Posten aus den letzten 4 Jahren, bei vergleichbarem Kilometerstand (Dinge wie Kurbelwellensensor hab ich mal weggelassen, das passiert beim C180 nicht).
Ja, das sind auch nicht die günstigsten Posten. Ist mir aber lieber, als zuverlässig jährlich "das macht dann 700€" zu hören (5 Jahre Skoda Octavia: mal ein Steuergerät, mal ein Kat, mal ein Bremssattel, mal ein Klimakondensator, ...und das sind Pre-Corona-Preise, also inzwischen eher 1000€! Wie gesagt, VW und Steuergeräte...).

Zitat:

@Mathis912 schrieb am 15. Februar 2025 um 20:36:26 Uhr:


Was meinst du damit genau? Also kann ich dann das Auto garnicht mehr öffnen bzw. starten?

Ich habe das mal

hier

aufgedröselt - es ist jetzt auch kein

häufiges

Problem, aber im Schnitt so einmal im Jahr oder in anderthalb Jahren kommt es seit der Lieferung des dritten Schlüssels vor: meistens mit nur einem meiner drei Schlüssel, in einem Fall auch mal mit zweien. Wobei sich alle drei damit abwechseln

:p

.

Ich drücke dann wie gewohnt auf den Infrarotknopf, um die Kiste zu öffnen, aber der Empfänger reagiert überhaupt nicht - nicht mal mit einem LED-Blinken. Der Schlüssel selbst ist intakt, hat frische Batterien, gibt offenkundig (Digitalkamera-Test) sein Signal ab etc. - aber der Empfänger im Wagen reagiert nicht

:rolleyes:

.

Meine naheliegende Abhilfe: Zweiten Schlüssel zücken, Wagen damit aufmachen, einsteigen, anschmeißen, losfahren.

:D

Bislang war das Problem mit dem nicht funktionierenden Schlüssel dann nach mehr oder weniger kurzer Zeit wieder komplett verschwunden, und der Schlüssel arbeitete wieder, als wenn es nie anders gewesen wäre.

Manchmal verschwand das Problem sogar schon nach x-maligem Betätigen des Tasters. Aber wie gesagt, ein simples Kontaktproblem im Taster kann es eigentlich nicht sein, siehe oben.

Ich habe schnell aufgegeben, mir das Problem erklären zu wollen (es gibt allerdings hier im Forum

eine nützliche Broschüre von Benz rund um das Thema Schließsysteme:cool:

, deren Lektüre sich lohnt) - und in der nächsten MB-Niederlassung hatte man offenkundig keine Lust, mir beim ersten Auftreten zu helfen. Außerdem sind die Systeme inzwischen so alt, daß die meisten Benz-Leute, die sie gut gekannt haben, inzwischen längst in Rente sein dürften.

Weshalb ich so darauf rumreite - es ist der einzige Punkt, in dem mein 202 im Alltag bislang

nicht

zuverlässig war.

@_RGTech

hat recht in puncto Kurven: Man kann in Kreisverkehren herrlich die BMW-"Böserblick"-Plastik-Hackfresse auf Abstand bringen

:p:D

Man kann es beim 202 nicht häufig genug erwähnen. Rost ist sein größter Feind.
100km/Tag ist schon ein Wort. Da muss man bei nem alten Auto auch bereit sein, prophylaktische Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen... Und nicht erst zu reparieren, wenn alles fritte ist.
Wichtig ist es auch, ne gute Werkstatt zur Hand zu haben, oder selbst schrauben zu können.
Mit so nem ollen Auto kann man leider nicht mehr zur erstbesten Werkstatt fahren und darauf vertrauen, sein Auto fachgerecht repariert zu bekommen.
Dazu kommt noch... Beim Kauf sollte nie der Preis das Hauptkaufkriterium sein... Außer man ist in der Lage mögliche Reparaturkosten gut einschätzen zu können. Es zeigt sich oft, dass das zwar teuerere, aber auch bessere Fahrzeug, meist auch der bessere Kauf ist.
Deshalb mein Rat, lieber das Beste, was man für sein Budget bekommen kann, kaufen.
Da wegen Unterhalt und Anschaffung da eh nur ein M111 in Frage kommt, den 220, oder 230 mit 150PS nicht ausklammern. Bieten beide deutlich bessere Fahrleistungen als der 180er, oder 200er, bei vergleichbarem Verbrauch.
Gruß
Jürgen

Themenstarteram 21. Februar 2025 um 12:04

Moin
Vielen Dank erstmal für all eure Antworten.
Ich werde mir heute besagten C180 anschauen und wahrscheinlich auch probefahren.
Vom Golf bin ich schon fast komplett ab; einerseits aufgrund der Probleme, die _RGTech genannt hat und aufgrund des bald anstehenden Zahnriemenwechsels, der nach meine Recherche an die 1.000 € kosten würde.

Bitte sei Dir bewusst, dass Autofahren Geld kostet. Wenn Du Dir ein 20-30 Jahre altes Auto kaufst, musst Du immer mit Reparaturen und Wartungskosten rechnen. Beim Golf ist es der Zahnriemen, beim Mercedes vielleicht die Zylinderkopfdichtung die sich ein halbes Jahr nach dem Kauf verabschiedet.
Das ist völlig normal wenn man ein Auto im (niedrigen) vierstelligen Bereich kauft. Es wird Jahre geben, da machst Du außer Ölwechsel nix, und in anderen Jahren legst Du 2.000 € oder mehr für die Reparaturen hin.
Und komm nicht auf die Idee, die Reparaturkosten mit dem "Fahrzeugwert" zu vergleichen (also dem möglichen Erlös bei Verkauf). Das bringt nur schlaflose Nächte...
Der Gebrauchswert eines funktionierenden Autos ist hoch und nachhaltig sind Reparaturen ebenso (es sei denn Du hast ein "Fass ohne Boden" gekauft, aber das machst Du ja nicht, Du willst einen gepflegten, patinierten Gebrauchtwagen).
Dafür hast Du keinen Wertverlust, Ersatzteile sind meistens ziemlich preiswert, und Du bist nicht auf die Glaspalast-Werkstätten des Herstellers angewiesen.

Steht der bei einem Händler in Lastrup?

Ein Golf 7 ist bis auf 1-2 Kinderkrankheiten deutlich sicherer, moderner und langstreckentauglicher, komfortabler ( Komfort bestimmt sich nicht nur vom Fahrwerk) als ein W202. Vor allem bei ähnlichem Kaufpreis braucht man über ein C180 überhaupt nicht nachdenken…

Sorry, was soll ein Golf 7 denn mehr können?
Viel mehr Elektronik und mögliche Fehlerquellen... Rosten kann er im verborgenen mindestens so gut wie ein 202...Teuere Verschleißteile, hohe Reparaturkosten, etc
Welchen Komfortvorteil soll er denn haben. Ausstattungstechnisch gibt es nicht viel, was der Golf dem 202 voraus haben könnte. Das notwendige zum Fahren, gab es auch in den 90ern schon.
Gruß
Jürgen

Sehe ich leider auch so, außer dem Infotainmentschnickschnack und diverser Komfortelektronik (die's im Mopf aber großteils auch schon gab) hat der Golf - wie eigentlich alle Autos seit ca. 20 Jahren - auf der Haben-Seite nur das jüngere Plastik und ein paar mehr Airbags sowie die stabilere Fahrgastzelle.
Das kann man zählen, ja.
Aber im Gegensatz zu dem Golf IV in deinem Profil (@trabzonsporvr6) oder dem Passat 3B im Avatar - die halt auch schon ein gewisses Alter erreicht haben - nerven die heutigen rollenden Computer, die VW seit der Golf-5-Ära so verbrochen hat, durch stetige Problemchen, die man sich zwar schönreden kann (was auch viele Besitzer tun - absichtlich, oder wissen sie's nicht besser?), aber nicht sein müssten. "Stand der Technik" eben.

Ehrlich? Wer ein zuverlässiges und relativ pannenfreies Gebrauchsfahrzeug mit überschaubaren Unterhaltskosten sucht, lässt beide stehen und sucht einen ca. 10 Jahre alten Asiaten. Da gibt's auch preiswerte gute Exemplare, die nicht mehr nach Plastikbaukasten aussehen. Oder, um ein bekanntes Zitat eines VW-Häuptlings zu bringen: "Da klappert nix!".

Würde 202 als Benziner erst ab kleiner Mopf nehmen, sonst mehr Probleme mit Kabelbaum, Drosselklappe, Kühlwasserbehälter usw

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