1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Werkzeug
  5. Drehschlagschrauber - reichen 200 Nm?

Drehschlagschrauber - reichen 200 Nm?

Themenstarteram 23. März 2025 um 10:06

Moin,
ich will mir endlich einen Drehschlagschrauber kaufen. Es wird ein Metabo, weil ich dafür schon die Akkus habe. Ich überlege mir den SSD 18 LT 200 BL zuzulegen. Der hat anstelle des klassischen 1/2" Außenvierkant einen 1/4" Innensechskant und "nur" 200 Nm. Ich finde das Gerät interessanter, weil man es auch z.B. für Holzarbeiten nutzen könnte. Rein rechnerisch sollten die 200 Nm reichen, um meine Radmuttern zu lösen, die mit 150 Nm angezogen sind aber wie sieht es in der Praxis aus?
Ich weiß, dass ich dafür einen schlagfesten Adapter brauche.

Ähnliche Themen
25 Antworten

Die 200NM gelten vermutlich marketingtechnisch nur für den Optimalfall und vermutlich nicht für das Lösemoment.
Das wird gerne mal weggelassen und ist wichtiger als das Anzugsmoment.
Ich kenne viele Fälle,in denen selbst das beworbene Lösemoment von angeblich 400 NM nicht ausgereicht hat,um normalfeste Radschrauben zu lösen,die mit 140 NM angezogen wurden.
Lieber "größer" und für längere Zeit Ruhe haben.

Schlagschrauber mit 200 Nm ist für den Matador Metallbaukasten. Zum arbeiten brauchst du einen mit 12-1500 Nm sonst kriegst du kein Rad runter- Wir arbeiten in der Reifenmontage auch mit 1500er und brauchen oft auch mal einen pneumatischen 3/4 Zoll Schrauber zum lösen.

Die kleinen Schlagschrauber mit 1/4" Hex Aufnahme haben zwei Probleme: Selbst die besten Adapter auf 1/2" Vierkant in Kombination mit denen im KFZ-Bereich typischen Lösedrehmomenten führen dazu, dass die Lebensdauer stark reduziert ist. Zudem frisst der Adapter auch noch etwas der Leistung.
Falls die 1/4" Aufnahme so ein großes Kaufargument ist, gibt es Adapter 1/2"->1/4" oder auch sogar Geräte, die eine kombinierte Aufnahme im Schlagamboss für 1/4" Hex innen und 1/2" Vierkant außen haben.

Zitat:

@Kuge schrieb am 23. März 2025 um 13:35:32 Uhr:


Zum arbeiten brauchst du einen mit 12-1500 Nm sonst kriegst du kein Rad runter-

ich habe einen Aldi-Ferrex-Schlagschrauber (1/2-Zoll-Aufnahme) und habe bisher jedes Mal, die, korrekt mit 120Nm, angezogenen Bolzen meiner Räder locker lösen können.....

Was soll ein privater Gelegenheitsschrauber, der außer 2x pro Jahr einen Satz Pkw-Räder wechseln, nichts weiter mit dem Schlagschrauber machen will, mit einem 1500Nm-Boliden?

Einen 600Nm-Drehmomentschlüssel braucht der ebenfalls nicht....

Vielleicht macht er LKW.

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 23. März 2025 um 15:25:33 Uhr:


Vielleicht macht er LKW.

Ja, ich vermute auch, dass BjoernM. Halbprofi ist und mit Lkw "macht", deswegen ja auch der Hinweis auf 1/4-Zoll-Antrieb für Holzarbeiten o.ä.

:D

Dass man als Privatnutzer >1000Nm zum Radwechsel am Auto braucht, halte ich auch für übertrieben.
Ich habe einen grünen Parkside mit max 400Nm, und der reicht für mit 110Nm angezogene Räder zum Lösen bei mir dicke.
Allerdings hängt das Lösemoment bei Schrauben wohl von bestimmten Faktoren wie z.B Material und Zustand ab und kann meines Wissens u U. schonmal 100% oder mehr über dem Anzugsmoment liegen.
Ich persönlich würde mir auch was mit mehr Wumms holen.
Und dann entsprechende Impact-Adapter holen, wenn ich Bits verwenden möchte. Da gabs z.B. vor wenigen Monaten einen Parkside Impact Bitsatz inklusive Adapter 1/2" auf 1/4" Sechskant im Kaufland. Von Markenherstellern wirds sowas auch geben, ansonsten halt was aus zwei Adaptern zusammenbasteln.
Zum Schrauben dürfte das nix ausmachen, denke ich.
EDIT: Es gibt natürlich noch weitere Optionen.
Eine könnte sein, den kleinen Metabo zu kaufen und testen, wie er beim Radwechseln läuft. Eine Teleskopratsche zu haben, empfielt sich eh. Schafft der Schlagschrauber das Lösen nicht nimmt man ihn halt nur zum Rausdrehen.

Die angegebenen Drehmomente sind nicht genormt. Mein Makita mit angegebenen 330Nm ist deutlich stärker als der 12v Milwaukee mit angeblich mindestens 340Nm.

Unter 300Nm würde ich nicht gehen zum Reifen wechseln. Dann gehen normale Schrauben die mit 120Nm angezogen wurden noch gut auf.

Bei meinem Mustang werden die Muttern mit 200Nm angezogen. Da hat der Milwaukee mit 340Nm versagt und der Makita schafft die noch ganz gut. (Man merkt aber schon das er sich anstrengen muss)

Da würde ich dann im Zweifelsfall ein 18V Gerät mit mindestens 400Nm empfehlen.

Grüße

Alexander

Ich habe den großen DeWalt Akku mit ca. 900Nm und halb Zoll Aufnahme. Ich hatte schon Radschrauben die auch der nicht aufbrachte und ich mit ner Verlängerung erst mal anlösen musste. Die hatte dann wer angezogen der kein Gefühl hatte und einfach mit Verlängerung und vielleicht drauf gestanden. Hauptsache fest. Generell reicht er aber für 99 Prozent aller Radschrauben.

Zitat:

@navec schrieb am 23. März 2025 um 15:32:50 Uhr:


...auch der Hinweis auf 1/4-Zoll-Antrieb für Holzarbeiten o.ä.:D

Wie weit es jetzt Sinn macht, einen Schlagschrauber für für 1/4" Bit Schraubarbeiten (an Holz) zu verwenden...weiss ich auch nicht.

Hab schonmal mit einem USB-ladbaren Mini-Schrauber (Herstellerangabe 5Nm) IKEA-Zeugs fast zerschossen

:)

Ich persönlich würde wahrscheinlich nicht auf die Idee kommen - dafür gibt es andere Maschinen.

Auch frage ich mich, weshalb ein Tool derartig konstruiert wurde (Schlagschrauber für 1/4" Sechskant).

Es gibt es halt, auch Bits dafür.

Falls das Budget es zulassen sollte, würde ich mir wahrscheinlich zwei verschiedene Werkzeuge besorgen, für die meine Akkus passen.

Ich sehe gerade:
Der hat wohl eine Einstellmöglichkeit in 3Nm-Schritten:
https://www.baustoffshop.de/...ber-ssd-18-lt-200-bl-602397840.html?...
Keine Ahnung, wie gut und zuverlässig das funktioniert.
Für bestimmte Holzarbeiten und -Arten könnte das vielleicht Sinn machen.
Aber siehe meinen Post zuvor:
Je nach Holzart können 3-5 Nm schon ganz schön viel sein... :)
EDIT(!!!):
Muss mich leider korrigieren.
Die 3Nm-Stufen angabe aus dem Link oben ist wohl eine ziemliche Müllangabe.
Laut Hersteller gibt es wohl nur 3 Stufen:
https://www.metabo.com/.../602397850
Anderweitiges würde bei einem Schlagschrauber wohl auch etwas verwundern.... :)

Zitat:

@black_saabath schrieb am 23. März 2025 um 16:06:17 Uhr:


Dass man als Privatnutzer >1000Nm zum Radwechsel am Auto braucht, halte ich auch für übertrieben.
Ich habe einen grünen Parkside mit max 400Nm, und der reicht für mit 110Nm angezogene Räder zum Lösen bei mir dicke.
Allerdings hängt das Lösemoment bei Schrauben wohl von bestimmten Faktoren wie z.B Material und Zustand ab und kann meines Wissens u U. schonmal 100% oder mehr über dem Anzugsmoment liegen.

ich gehe mal vom ca halbjährlichen Räderwechsel (WR/SR-Wechsel) aus, der bei üblichen Gelegenheitsanwendern (so z.b. bei mir), bei ausschließlich eigenen Fz erfolgt. Dabei unterstelle ich, dass die Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel korrekt angezogen wurden (was z.b. in "Fach-" Werkstätten, nach meiner eigener Erfahrung, definitiv nicht immer der Fall sein muss....)

Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, gibt es, jedenfalls nach meiner 45-jährigen Erfahrung mit eigenen Pkw, die grundsätzlich nicht in geschlossenen Garagen standen, keine wirklich übermässig fest sitzenden Radverschraubungen.

Zitat:

@navec schrieb am 24. März 2025 um 08:48:59 Uhr:



Dabei unterstelle ich, dass die Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel korrekt angezogen wurden (was z.b. in "Fach-" Werkstätten, nach meiner eigener Erfahrung, definitiv nicht immer der Fall sein muss....)
Wenn diese Voraussetzungen vorliegen, gibt es, jedenfalls nach meiner 45-jährigen Erfahrung mit eigenen Pkw, die grundsätzlich nicht in geschlossenen Garagen standen, keine wirklich übermässig fest sitzenden Radverschraubungen.

Mit 45-jähriger Kfz-Erfahrung kann ich nicht dienen, allerdings kann ich bestätigen, dass meine mit 110Nm angezogenen Radbolzen an Alufelgen beim nächsten Wechsel meist ein Lösemoment von um die 125Nm hatten (grob gemessen per DMS mit Möglichkeit zum Linksanzug).

Will aber nicht ausschließen, dass es auch andere oder Grenzfälle geben kann, bei denen das auch bei ordnungsgemäßem Vorgehen nicht so ist.

Egal, der TE hat hoffentlich ein paar Meinungen oder Anregungen erhalten, die ihn in seiner Entscheidung stützen (oder auch nicht).

125Nm Lösemoment finde ich, bei Verschraubungen die ca vor 1/2 Jahr mit 110Nm angezogen wurden, nicht als übermässig hoch.
Das sollte jeder Aldi-Schlagschrauber bewältigen können....

Deine Antwort
Ähnliche Themen