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Mitsubishi Space Star 1.2 Spirit - wann warm gefahren?

Mitsubishi Space Star 2 (AOO)
Themenstarteram 6. Oktober 2021 um 4:14

Moin Leute,
seit April diesen Jahres bin ich glücklicher Besitzer des o.g. Modells in silber-metallic.
Ich bin eher Wenigfahrer, sodass ich seit dem Kauf (14.04.) erst 2.500km runter habe.
Ich bewege das Auto ca. 2-3 Mal die Woche... den Rest mache ich mit dem Fahrrad.
Meine einfache Wegstrecke zur Arbeit sind 9km Stadtverkehr (Hamburg).
Auf dem Hinweg brauche ich ca. 15min und auf dem Rückweg knappe 18min (meist Stop'n Go).
Reicht diese Zeit dem Motor um warm zu werden oder fahre ich ihn langfristig damit kaputt?
Was meint Ihr?
Dynamischen Tagesstart an alle :)
Pete

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13 Antworten

Moin moin. Sprich du fährst alle drei Tage mit dem Auto ca 15min? Also die Betriebstemperatur bekommt er da schon, würde aber eventuell empfehlen einmal im Monat ein Stück Autobahn zu fahren. Schau ich bin im April 2021 von Berlin Indie Pfalz gezogen und mein Auto ein Colt von 2011 wurde vielleicht aller 2 Wochen von mir bewegt. Und das hat ihn nicht geschadet. Jetzt bewege ich ihn jeden Tag mit 100km. Man sollte Kurzstrecken meiden also Strecken von bis 10 min. (2-3km) das könnte den Motor auf Zeit schaden. Aber das kannst du auch im Öldeckel dann sehen ob da Ablagerungen drin sind.

Die Zeit genügt mit Sicherheit, um die Betriebstemparatur zu erreichen. Insbesondere Stop´n Go ist eine thermische Belastung. Allerdings tut die kurze Strecke dem Motor und der Batterie nicht gut. Beim kalten Startvorgang wird ordentlich Strom aus der Batterie gezogen. Bis diese Energie über die Lichtmaschine wieder in die Batterie geladen wird genügen die 10 km Stadtverkehr eigentlich nicht. Und auch im Stand entläd sich die Batterie. Die Lebensdauer wird dadurch erheblich vermindert. Wenn der Motor steht, bildet sich Kondenswasser. Das schlägt sich im Brennraum und im Motorblock nieder. Mit dem Kurzstreckenbetrieb kann es nicht vollständig verdunsten und vermischt sich mit der Zeit mit dem Motoröl. Daher ist auch bei Kurzstreckenfahrzeugen unter dem Öldeckel ein weißer Schleim zu sehen. Wasser und Öl in einem Motor kann nicht gut sein. Weiteres Kondenswasser sammelt sich in der Auspuffanlage. Wenn es dort nicht richtig verdunstet=Rost innen= kürzere Lebensdauer. Es kommt noch hinzu, dass der Motor in der Kaltphase mehr Sprit bekommt. Auch dass vermischt sich mit dem Öl. Ergo es wird verdünnt. Du wirst mit diesem Fahrverhalten nie einen Ölverbrauch merken, weil das Öl mit Sprit verdünnt ist.
Bei diesem Gebrauch ist es schon fast ratsam, jährlich (unabhängig von der km Leistung) einen Ölwechsel zu machen. Da muss es auch kein superduperoberteueres Spezialöl sein. Außerdem regelmäßig die Batterie laden, das erhöht die Lebensdauer. Oder einmal im Monat nach Büsum ein Krabbenbrötchen holen. :D
Noch was: Vergiss bitte nicht bei deinen Kurzsstreckenfahrten auch ordentlich zu Bremsen. Jaa, auch die müssen wirklich belastet und "bewegt" werden. Bremsscheiben und Trommeln rosten, das ist einfach so. Im regelmäßigen Betrieb wird dies auf den Bremsflächen allerdings durch die Reibung verhindert, bzw. der Rostfilm beim Bremsen abgerubbelt. Steht das Fahrzeug und wird anschließend durch zu sanftes Bremsen dieser Belag nicht entfernt, wird der immer dicker und beim Bremsen zusätzllich der Belag beschädigt. Steht das Fahrzeug und die Handbremse ist angezogen + Bereits vorhandener Rost, kann im schlimmsten Fall der Belag in der Trommel festkleben. Schau dir einfach nach drei Tagen Standzeit und feuchter Witterung die vorderen Bremsscheiben an.
Kleine Geschichte dazu. Meine Schwester hatte früher mal einen schönen Toyota Corolla GT 16V (klassischer Driftwagen, heute unbezahlbar :D). Jeden Tag 5 km zur Arbeit. Das is nix für die Rennsemmel gewesen. Sie beklagte sich immer wieder über die schwache Leistung des Autos. Da war richtige weiße Pampe am Öldeckel. Einmal im Jahr habe ich das Auto geholt, einen Ölwechsel gemacht und bin erstmal 250 km in Schleichfahrt Richtung Italien unterwegs gewesen. Anschließend noch 400 bis 500 km in Italien richtig rumgeranzt und auf der Autobahn nach Hause richtig gequält. Der Unterschied danach war wie Tag und Nacht. Nach der Tour nochmals einen Ölwechsel und die Schwester konnte das Auto wieder ein Jahr missbrauchen. Der Motor hatte bis zum Verkauf keinerlei Probleme.

Eventuell wäre bei deinem Fahrprofil ein E-Auto ideal gewesen.

Themenstarteram 7. Oktober 2021 um 5:28

Moin Jungs,
Danke für die aufschlussreichen Antworten.
Ich werde mein Fahrprofil entsprechend anpassen, besonders die einmonatige Langstreckenfahrt über Autobahn oder Landstraße sollten gut realisierbar sein.
Danke für Eure Einschätzung
Pete

Lass dir das Krabbenbrötchen schmecken. :D

Zitat:

@Tankstellenboy schrieb am 7. Oktober 2021 um 07:28:14 Uhr:


Moin Jungs,
Danke für die aufschlussreichen Antworten.
Ich werde mein Fahrprofil entsprechend anpassen, besonders die einmonatige Langstreckenfahrt über Autobahn oder Landstraße sollten gut realisierbar sein.
Danke für Eure Einschätzung
Pete

Ich helfe gern soweit es mir möglich ist.

Allzeit gute Fahrt.

Themenstarteram 8. Oktober 2021 um 4:40

Zitat:

@Rotzirotz schrieb am 7. Oktober 2021 um 11:56:23 Uhr:


Lass dir das Krabbenbrötchen schmecken. :D

Jawoll

:)

Zitat:

Ich helfe gern soweit es mir möglich ist.
Allzeit gute Fahrt.

DANKE!

(Tolles Forum hier)

Schönes Wochenende Leute

Pete

wasser wird auf der strecke warm. öl braucht meist fast doppelt so lange. das wird bei 9km stadtverkehr ggf noch nicht auf betriebstemperarur sein. gute wäre es ab und an mal eine längere strecke zu fahren eben damit er mal vernünftig betriebstemperatur hast kondensatz und sprit aus dem öl verdampfen kann.
batterie würd ich ab und an mal nachladen, wenn du die möglichkeit hast.
fahr halt soviel wie möglich mit dem rad. schont das auto und die umwelt. für kälte/nässe geld für gute radklammotten als für die tankfüllung. klar bequemlichkeit spielt immer auch eine rolle.

Themenstarteram 10. Oktober 2021 um 4:11

Moin newt3,
Danke für den wertvollen Beitrag.
Ich bin die letzten 3 Jahre autolos ALLES mit dem Rad gefahren, was summa summarum ca. 110 - 130km die Woche macht.
Dafür habe ich natürlich für jedes Wetter die passende Kleidungslage.
Im Januar 2019 war der kälteste Tag an dem ich fuhr -12°C (dazu 25km/h Ostwindbrise was die gefühlte Temperatur deutlich erhöht). Im selben Jahr Anfang August +33°C - also ein Temperaturunterschied von 45°C innerhalb eines Jahres.
Das ist das Schöne beim Radfahren - man kiegt die Jahreszeitenwechsel viel besser mit.
Jetzt mit Auto komme ich wöchentlich immernoch auf so ca. 90km mit dem Fahrrad.
Aus schlechtem Gewissen dem Auto gegenüber werde ich aber an den 5 Arbeitstagen, selbst wenn das Wetter gut ist, versuchen an 2 Tagen das Auto zu nehmen und dabei einen größeren Schlenker machen um auf einen entsprechend höheren Kilometersatz zu kommen.
Ich hänge mal ein paar schöne Bilder meiner Arbeitsstrecke dran, die das ganze spätestens hier Offtopic werden lassen aber den Kontrast sehr gut darstellen!
Gemütlichen Sonntag an alle!
Pete

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+1

Schöne Bilder, ich bin früher auch sehr viel aktiv Rad gefahren jeden Samstag zischen 110 und 130 km. Aber das ist schon sehr lange her.

Themenstarteram 11. Oktober 2021 um 4:49

Nicht schlecht - ich nehme an mit dem Rennrad?
Für ein Rennrad sind die Strecken hier leider nicht eben genug...
Um nochmal zum Thema Auto zurück zu kommen:
Ich frage mich grade, was langfristig teurer ist: Die Verschleißteile wie Bremsen, Auspuff und ggf. Batterie ab und zu zu erneuen oder das regelmäßige Warmfahren des Autos bei einem Spritpreis von gestern zu 1,75€ den Liter...?
Schönen Wochenstart an alle
Pete

In Bezug auf Bremsen, Auspuff und Batterie kann diese Frage durchaus eine Berechnung wert sein. Aber in Bezug auf die Verunreinigung vom Öl, bzgl. Benzin und Wasser, damit verbunden einem eventuellen schleichenden Motorschaden ziehe ich eine regelmäßige längere Tour vor.
Aber diese finanzielle Abwägung musst du selber treffen. Deine Frage war ja, ob dein Fahrprofil auf Dauer gesehen dem Fahrzeug schaden kann. Das wurde ja (mit der Begründung warum das so ist) beantwortet. Die Konsequenzen daraus musst du selber ziehen.
Mit dem Gedankengang ist es dann auch die Frage, ob ein gebrauchter E- Zoe nicht sinnvoller gewesen wäre. Dem is es wurscht wie kurz die Strecke ist.

Themenstarteram 12. Oktober 2021 um 3:46

Zitat:

@Rotzirotz schrieb am 11. Oktober 2021 um 09:33:46 Uhr:


... Aber in Bezug auf die Verunreinigung vom Öl, bzgl. Benzin und Wasser, damit verbunden einem eventuellen schleichenden Motorschaden ziehe ich eine regelmäßige längere Tour vor.

Moin Rotzirotz,

und wieder einmal bedanke ich mich für den inhaltlich sehr wertvollen Beitrag.

Ich denke ich werde durch die Hilfe hier in diesem Forum "vernünftig", was heißt dass ich nach und nach aufgrund des Hintergrundwissens, was ich mir hier aneigne, langfristig ein gutes Gefühl für das Auto bekomme was die Förderung der Langlebigkeit angeht.

Und dabei ist es egal, ob ich den Wagen nur 4-5 Jahre fahren werde oder tatsächlich bis das der TÜV uns scheidet!

Großen Dank an Dich und alle Anderen für die Hilfestellungen!

Pete

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