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Seat Ibiza ST 1.4 TDI 2015 – Ständig Notlauf, niemand findet den Fehler
Hallo zusammen,
ich hoffe, jemand kann mir helfen, denn ich bin wirklich am Verzweifeln. Mein Seat Ibiza ST 1.4 TDI (2015) steht seit November in verschiedenen Werkstätten – bisher ohne Lösung.
Problem:
Anfangs: Notlauf bei konstanter Fahrt (1800-2000 U/min) mit Fehlermeldung "Ladedruckregelgrenze überschritten".
Nach Neustart fährt das Auto wieder normal.
Jetzt: Notlauf bereits beim Beschleunigen (>2000 U/min) mit Fehlermeldung "Ladedruckgrenze unterschritten".
Leistung war zwischenzeitlich komplett weg, Unterdruckdose am Turbo bewegte sich nicht mehr.
Bisher gemacht:
? Alle relevanten Sensoren gewechselt (LMM, Ladedrucksensor, Temperatursensor, Sensoren vor/nach Ladeluftkühler)
? Kabel überprüft – keine Auffälligkeiten
? Unterdruckdose am Turbolader geprüft – arbeitet normal, hakt nicht
? Turbolader und Unterdruckdose ersetzt – Problem besteht weiterhin!
? AGR-Ventil gereinigt
? DPF überprüft – ist frei
Direkt nach dem Einbau des neuen Turbos: Erste Fahrt – wieder Notlauf. Es fühlt sich an, als würde der Turbo gar nicht richtig arbeiten oder irgendwas mit der Steuerung nicht stimmen.
Frage an die Experten:
Was könnte das noch sein?
Hat jemand schonmal so ein Problem gehabt?
Ich bin Student, fahre täglich 80 km und kann mir nicht einfach ein neues Auto leisten. Für mich ist das ein wirtschaftlicher Totalschaden, aber ich will wissen, was die Ursache ist. Ich hoffe auf eure Hilfe!
Danke im Voraus! ??
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10 Antworten
Warum wurde das Ladedruckregelventil N75 (oder wie auch immer das bei den neueren Motoren mit VTG heisst) nicht getauscht?
Die wurden auch schon getauscht. Habe nur vergessen es zu erwähnen, weil ich mittlerweile den Überblick verliere was schon neu ist.
Dann muss man mal den Ladedruck Ist- und Soll und das Tastverhältnis vom Ladedruckregelventil mal im Betrieb auf der Straße mitloggen und schauen, ob da überhaupt was regelt.
Wenn Du mich fragst, hat da irgendwer Unterdruckschläuche vertauscht und beim Einbau des neuen Turbos wurde der Fehler gleich mit wieder eingebaut.
Ja der Ladedruck Ist und Soll Wert hatte ich mal beim Fahren angeschaut und mittlerweile weicht dieser ab sodass der Ist wert geringer ist als der Soll wert( bei last etwa 0,2Bar). Vor paar Monaten wo das Problem nur bei Konstanter Fahrt kam war der Ladedruck bei etwa 1.8 Bar dann fängt der plötzlich an zu springen also fällt plötzlich ab oder steigt kurz macht also auf dem Diagramm so Zickzack und schaltet kurz danach in den Notlauf. mittlerweile kommt man ja garnicht mehr aus der Ausfahrt ohne Notlauf und lässt sich kaum überprüfen. und die Unterdruckschläuche kann man garnicht vertauschen die sind so gelegt das es ganz klar ist, wo welcher hinkommt.
Ich habe leider nur richtig Ahnung von den alten Pumpe-Düse 1.4ern (AMF z.B.) mit Wastegate.
Jedenfalls passen Deine Beobachtungen ja zu den Fehlermeldungen.
Wenn er jetzt bei "Regelgrenze unterschritten" sofort ist, ist halt der Turbo hin, warum auch immer oder der Auspuff dicht.
Aber die Zusammenhänge hast Du ja anscheinend schon alle verstanden, sorry.
ja alles klar trotzdem vielen dank. was mir eben noch eingefallen ist, ist dass beim Motor ausstellen der Motor extrem ruckelt also sehr unruhig ist beim ausschalten.
Das spricht auch für ein Problem im Unterdrucksystem, da dann offenbar die Abschaltklappe nicht mehr richtig anzieht.
Hat die Unterdruckpumpe ev. einen weg?
Weiß bei dem Motor leider nicht, wie das genau gelöst ist, bei den PD Motoren war es ja eine Tandempumpe auf der Nocke, die auch den Sprit vorgefördert hat.
Der plötzliche Ladedruckabfall kann auch mit einem defekten Ladedruckschlauch kommen. Der Riß öffnet sich bei einem gewissen Druck. Fällt der Druck verschließt sich der Riß wieder, um nach Aufbau des Ladedruckes sich wieder zu öffnen.
Findet man durch Oelnebel am Riß oder durch drücken der Schläuche. Weißt er weiche Stellen auf, deutet es auf den Fehler hin.
Zitat:
@gato311 schrieb am 24. Februar 2025 um 20:36:30 Uhr:
Das spricht auch für ein Problem im Unterdrucksystem, da dann offenbar die Abschaltklappe nicht mehr richtig anzieht.
Hat die Unterdruckpumpe ev. einen weg?
Weiß bei dem Motor leider nicht, wie das genau gelöst ist, bei den PD Motoren war es ja eine Tandempumpe auf der Nocke, die auch den Sprit vorgefördert hat.
Da der MKB wie so oft nicht genannt wurde, unterstelle ich bei dem Baujahr einen
EA288 Motor (MKB = CUSA, CUSB oder CUTA).
Der Unterdruck wird von einer zusammen mit der Ölpumpe in einem Gehäuse integrierten Unterdruckpumpe erzeugt. Das Pumpengehäuse ist mit der Unterseite des Zylinderblocks verschraubt. Die Pumpen haben eine gemeinsame Antriebswelle und werden über einen Zahnriemen von der Kurbelwelle angetrieben.
Der wartungsfreie Zahnriemen läuft direkt im Öl.
Die Unterdruckpumpe saugt über Unterdruckleitungen die Luft aus dem Bremskraft-verstärker sowie dem Unterdrucksystem des Motors und leitet sie über die Flatterventile in den Zylinderblock.
Der Druckspeicher für das Unterdrucksystem des Motors ist in der Zylinderkopfhaube integriert.
Die abgesaugte Luft gelangt anschließend als Blow-by-Gas über die Kurbelgehäuseentlüftung in das Ansaugrohr und wird der Verbrennung zugeführt. Das zum Schmieren der Unterdruckpumpe verwendete Öl gelangt über die Flatterventile aus dem Arbeitsraum der Unterdruckpumpe in die Ölwanne.
(SSP_514 S.14-15)
Unterdrucksystem prüfen:
Sämtliche Unterdruckleitungen im gesamten Unterdrucksystem prüfen auf Risse, Marderverbiss, Quetschungen, poröse Stellen und andere Undichtigkeiten
- Unterdruckleitung zum Magnetventil und vom Magnetventil zum jeweiligen Bauteil prüfen.
- Bei einem Ereignisspeichereintrag alle Unterdruckleitungen zum genannten Bauteil,
aber auch zusätzlich die übrigen Unterdruckleitungen zu anderen Bauteilen prüfen.
- Wenn sich mit der Handvakuumpumpe kein Unterdruck aufbauen lässt oder
der Unterdruck gleich wieder abfällt, Verbindungsschläuche auf Dichtigkeit prüfen.
Hallo Zusammen,
gibt es hier eine Lösung, was war der Fehler?
Danke im Voraus.
Gruss Tim