Verbrauch AdBlue
Servus Gemeinde,
was habt ihr etwa für einen Verbrauch von AdBlue?
Hab heut das erste Mal getankt und 13l rein gelassen bei etwa 9200km.
Find ich ganz schön viel mit 1,4l / 1000km
Viele Grüße
Beste Antwort im Thema
Säuft" Ihr Dieselauto AdBlue, ist alles in Ordnung
13.05.2016, 11:21 Uhr | Holger Holzer, SP-X
?
AdBlue-Einfüllstutzen in einem Dieselfahrzeug mit SCR-Katalysator. (Quelle: Patrick Schäfer)
Nach dem Abgas-Skandal wird jeder Dieselmotor kritisch betrachtet: Ist der Selbstzünder so "sauber", wie er sein soll, oder stößt er heimlich doch mehr Schadstoffe aus? Auch wenn man Stickoxide (NOx) als Privatperson kaum messen kann, gibt es für Fahrer durchaus Anhaltspunkte für zu hohe Emissionen. Zumindest, wenn es ein Modell mit SCR-Kat ist, das AdBlue benötigt.
Ist es noch relativ simpel, den realen CO2-Ausstoß seines Autos zu ermitteln, ist das bei NOx ohne aufwändige Messtechnik aussichtslos.
Stickoxid-Emissionen nicht auszurechnen
Denn der Stickoxid-Ausstoß ergibt sich, anders als der von CO2, nicht direkt aus dem Kraftstoffverbrauch. Während ein Autofahrer also schon durch einen Blick auf den Bordcomputer und ein wenig Kopfrechenaufwand wissen kann, wie viel CO2 sein Wagen in der Realität ausstößt, ist das bei NOx nicht möglich.
Die Umstände der Verbrennung ändern sich stetig
Dort kommt es nicht auf die Menge der verbrannten Kohlenstoffverbindungen an, sondern auf die Umstände dieser Verbrennung. Große Hitze etwa und Luftüberschuss begünstigen die Entstehung von NOx - diese wechselhaften Bedingungen herrschen vor allem im Dieselmotor.
Das soll durch zahlreiche technische Maßnahmen bereits im Brennraum verhindert werden. Weil das aber seit der verbindlichen Einführung der Abgasnorm Euro-6 im Herbst dieses Jahres meist nicht mehr ausreicht, wird das Abgas vor dem Verlassen des Auspuffs noch aufwändig gereinigt.
SCR-Katalysator reinigt mit Harnstoffeinspritzung
Dabei setzen viele Hersteller ab Mittelklasse und in der Oberklasse auf den besonders leistungsfähigen SCR-Katalysator. Der reinigt die Abgase durch das Einspritzen von Harnstoff. Die wässrige Lösung - angeboten unter dem Handelsnamen "Adblue" - wird in einem speziellen Tank mitgeführt, der regelmäßig aufgefüllt werden muss.
AdBlue muss regelmäßig nachgefüllt werden
Ein Liter Adblue soll dabei für 1000 bis 1500 Kilometer Fahrt ausreichen - je nach Fahrzeughersteller und Modell weichen die Angaben leicht voneinander ab. Bei einem durchschnittlichen Mittelklasse-Wagen sind rund 17 Liter der Flüssigkeit an Bord, Vorrat für rund 20.000 Kilometer.
Vorrat reicht selten so weit wie angegeben
In der Praxis dürfte man aber eigentlich selten so weit kommen, wie der Buchautor Matthias Knippel ausgerechnet hat. Der Ingenieur hat ein Standardwerk über sogenannte "Altwagen" geschrieben, günstige Autos mit mehr als 20 Jahren auf dem Buckel.
Unter hohen Belastungen muss der Kat AdBlue "saufen"
Diesel hat er bei den Kaufempfehlungen außen vor gelassen - eben wegen ihres Stickoxidproblems. Durch den aktuellen VW-Skandal sieht er sich darin bestätigt. "Ein Liter Adblue auf 1000 Kilometern dürfte höchstens bei sehr schonender Fahrt ausreichen, realistischer dürften 1,5 Liter zur optimalen Reinigung sein. Bei scharfer Autobahnfahrt ist noch ein deutlich höherer Bedarf zu erwarten."
So viel AdBlue braucht der Motor pro Kilometer
Soll ein Liter Adblue für 1000 Kilometer reichen, kann er nach Knippels Rechnung realistisch rund 460 Milligramm NOx pro Kilometer Fahrt unschädlich machen. Weil die Abgasnorm Euro-6 immer noch eine Rest-Emission von 80 Milligramm NOx erlaubt, dürfen im Motor pro Kilometer also 540 Milligramm NOx entstehen.
Für realistischer hält Knippel aber bereits bei harmlosem Mischverkehr Werte um die 800 Milligramm und verweist auf hunderte Messungen bei vergleichbaren Euro-5-Autos ohne SCR-Kat. Wer mit Vollgas über die Autobahn fährt, stößt mit Euro-5-Autos auch schon mal 2000 Milligramm NOx pro Kilometer aus, wie der Ecotest des ADAC nachweist. In einem solchen Fall wären statt einem rund vier Liter Adblue für 1000 Kilometer Fahrt nötig, um die theoretischen Grenzwerte auch in der Praxis zu halten.
Konstanter AdBlue-Verbrauch spricht für "Schummel-Diesel"
"Verbraucht ein SCR-Pkw ständig, also unabhängig von der Belastung, stur immer einen Liter AdBlue auf 1000 Kilometer, dann liegt der Verdacht auf einen nicht optimalen Betrieb der Abgasreinigung nahe", sagt Knippel.
Wer also ständig mit dem Dienstwagen Vollgas auf der Autobahn fährt, sollte sich wundern, wenn der Adblue-Vorrat immer bis zum nächsten Werkstattbesucht hält. Funktioniert die Abgasreinigung wirklich, müsste schon deutlich früher die Warnleuchte im Armaturenbrett angehen und der Bordcomputer nach neuem Harnstoff verlangen.
Umfrage zum AdBlue-Verbrauch bei der Deutschen Umwelthilfe
Das bedeutet dann zwar, dass der SCR-Kat viel stärker rattern muss als vom Hersteller versprochen. Aber eben auch, dass er es überhaupt tut. Alles andere wäre ein Problem. Das hat auch die Deutsche Umwelthilfe erkannt - aktuell führt sie auf ihrer Internetseite eine Umfrage zum realen Adblue-Verbrauch durch.
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20 Antworten
Bei Fahrzeugen mit Euro 6d-TEMP ist der AdBlue Verbrauch höher.
errechnete 0,7L pro 1000km mit einem 120PS-Diesel mit 1.6L Hubraum, gebaut 04.2017. Spritverbrauch im Schnitt auf ca. 22000km bei 5,18L / 100km, normaler Euro 6, kein d-Temp
Das ist definitiv zu wenig für eine 100%ihr Reinigung. Leider hat auch Peugeot bei der Vor 6d Temp getrickst. Jetzt geht tricksen nicht mehr und der Adblue Verbrauch entspricht den notwendigen Bedingungen.
Tricksen innerhalb der Norm ist jedoch etwas ganz anderes wie der Abgasbetrug bei der Konkurrenz.
@Frank Special
ich denke, die AdBlue-Mange ist abhängig vom realen Dieselverbrauch. Mehr Diesel = mehr AdBlue. Welchen Verbrauch Diesel hast Du im Schnitt?
Säuft" Ihr Dieselauto AdBlue, ist alles in Ordnung
13.05.2016, 11:21 Uhr | Holger Holzer, SP-X
?
AdBlue-Einfüllstutzen in einem Dieselfahrzeug mit SCR-Katalysator. (Quelle: Patrick Schäfer)
Nach dem Abgas-Skandal wird jeder Dieselmotor kritisch betrachtet: Ist der Selbstzünder so "sauber", wie er sein soll, oder stößt er heimlich doch mehr Schadstoffe aus? Auch wenn man Stickoxide (NOx) als Privatperson kaum messen kann, gibt es für Fahrer durchaus Anhaltspunkte für zu hohe Emissionen. Zumindest, wenn es ein Modell mit SCR-Kat ist, das AdBlue benötigt.
Ist es noch relativ simpel, den realen CO2-Ausstoß seines Autos zu ermitteln, ist das bei NOx ohne aufwändige Messtechnik aussichtslos.
Stickoxid-Emissionen nicht auszurechnen
Denn der Stickoxid-Ausstoß ergibt sich, anders als der von CO2, nicht direkt aus dem Kraftstoffverbrauch. Während ein Autofahrer also schon durch einen Blick auf den Bordcomputer und ein wenig Kopfrechenaufwand wissen kann, wie viel CO2 sein Wagen in der Realität ausstößt, ist das bei NOx nicht möglich.
Die Umstände der Verbrennung ändern sich stetig
Dort kommt es nicht auf die Menge der verbrannten Kohlenstoffverbindungen an, sondern auf die Umstände dieser Verbrennung. Große Hitze etwa und Luftüberschuss begünstigen die Entstehung von NOx - diese wechselhaften Bedingungen herrschen vor allem im Dieselmotor.
Das soll durch zahlreiche technische Maßnahmen bereits im Brennraum verhindert werden. Weil das aber seit der verbindlichen Einführung der Abgasnorm Euro-6 im Herbst dieses Jahres meist nicht mehr ausreicht, wird das Abgas vor dem Verlassen des Auspuffs noch aufwändig gereinigt.
SCR-Katalysator reinigt mit Harnstoffeinspritzung
Dabei setzen viele Hersteller ab Mittelklasse und in der Oberklasse auf den besonders leistungsfähigen SCR-Katalysator. Der reinigt die Abgase durch das Einspritzen von Harnstoff. Die wässrige Lösung - angeboten unter dem Handelsnamen "Adblue" - wird in einem speziellen Tank mitgeführt, der regelmäßig aufgefüllt werden muss.
AdBlue muss regelmäßig nachgefüllt werden
Ein Liter Adblue soll dabei für 1000 bis 1500 Kilometer Fahrt ausreichen - je nach Fahrzeughersteller und Modell weichen die Angaben leicht voneinander ab. Bei einem durchschnittlichen Mittelklasse-Wagen sind rund 17 Liter der Flüssigkeit an Bord, Vorrat für rund 20.000 Kilometer.
Vorrat reicht selten so weit wie angegeben
In der Praxis dürfte man aber eigentlich selten so weit kommen, wie der Buchautor Matthias Knippel ausgerechnet hat. Der Ingenieur hat ein Standardwerk über sogenannte "Altwagen" geschrieben, günstige Autos mit mehr als 20 Jahren auf dem Buckel.
Unter hohen Belastungen muss der Kat AdBlue "saufen"
Diesel hat er bei den Kaufempfehlungen außen vor gelassen - eben wegen ihres Stickoxidproblems. Durch den aktuellen VW-Skandal sieht er sich darin bestätigt. "Ein Liter Adblue auf 1000 Kilometern dürfte höchstens bei sehr schonender Fahrt ausreichen, realistischer dürften 1,5 Liter zur optimalen Reinigung sein. Bei scharfer Autobahnfahrt ist noch ein deutlich höherer Bedarf zu erwarten."
So viel AdBlue braucht der Motor pro Kilometer
Soll ein Liter Adblue für 1000 Kilometer reichen, kann er nach Knippels Rechnung realistisch rund 460 Milligramm NOx pro Kilometer Fahrt unschädlich machen. Weil die Abgasnorm Euro-6 immer noch eine Rest-Emission von 80 Milligramm NOx erlaubt, dürfen im Motor pro Kilometer also 540 Milligramm NOx entstehen.
Für realistischer hält Knippel aber bereits bei harmlosem Mischverkehr Werte um die 800 Milligramm und verweist auf hunderte Messungen bei vergleichbaren Euro-5-Autos ohne SCR-Kat. Wer mit Vollgas über die Autobahn fährt, stößt mit Euro-5-Autos auch schon mal 2000 Milligramm NOx pro Kilometer aus, wie der Ecotest des ADAC nachweist. In einem solchen Fall wären statt einem rund vier Liter Adblue für 1000 Kilometer Fahrt nötig, um die theoretischen Grenzwerte auch in der Praxis zu halten.
Konstanter AdBlue-Verbrauch spricht für "Schummel-Diesel"
"Verbraucht ein SCR-Pkw ständig, also unabhängig von der Belastung, stur immer einen Liter AdBlue auf 1000 Kilometer, dann liegt der Verdacht auf einen nicht optimalen Betrieb der Abgasreinigung nahe", sagt Knippel.
Wer also ständig mit dem Dienstwagen Vollgas auf der Autobahn fährt, sollte sich wundern, wenn der Adblue-Vorrat immer bis zum nächsten Werkstattbesucht hält. Funktioniert die Abgasreinigung wirklich, müsste schon deutlich früher die Warnleuchte im Armaturenbrett angehen und der Bordcomputer nach neuem Harnstoff verlangen.
Umfrage zum AdBlue-Verbrauch bei der Deutschen Umwelthilfe
Das bedeutet dann zwar, dass der SCR-Kat viel stärker rattern muss als vom Hersteller versprochen. Aber eben auch, dass er es überhaupt tut. Alles andere wäre ein Problem. Das hat auch die Deutsche Umwelthilfe erkannt - aktuell führt sie auf ihrer Internetseite eine Umfrage zum realen Adblue-Verbrauch durch.
Danke für dieses Zitat, aber:
- ich kann den jetzt-Verbrauch von AdBlue nicht messen oder beobachten, da ich bei Bedarf von AdBlue nur den Verbrauch im Durchschnitt ermitteln kann
- bei schonender Fahrweise sehe ich 0,7L trotzdem als i.O. an. Werksvorgabe erfüllt. Fertig.
Soll ich das Auto deswegen verkaufen?
Also im Schnitt hab ich so 6,2- 6,5l. Ich weiß natürlich nicht, ob der Tank bei Auslieferung komplett voll war.
Das weiß ich nach dem Befüllen auch nicht. Ich habe bem 10L Kanni rein gekippt.
Weiß jmd ob man mit dem Befüllstutzen im Kofferraum die Zapfsäulen nutzen kann?
Keinen Ahnung. Bei mir ist das Ding neben dem Tankstutzen.
Zitat:
@keksemann schrieb am 5. Juni 2018 um 15:42:28 Uhr:
Weiß jmd ob man mit dem Befüllstutzen im Kofferraum die Zapfsäulen nutzen kann?
Man sollte dann wohl darauf achten, dass es eine Zapfsäule für PKW ist. Die haben eine geringere Durchflussmenge. Das Handbuch rät davon generell ab. Halte ich für etwas übertrieben.
Die Befüllung mittels 10 Liter Kanister hat jedoch einen ganz praktischen Vorteil (im Vergleich zu anderen Fahrzeugen). Der 308 hat wie nahezu alle PSA PKW Diesel mit AdBlue einen 17 Liter Tank verbaut. Wenn die erste Meldung zum Nachfüllen kommt, sollte man noch etwas warten, aber dann nachfüllen. Im Tank sind dann vielleicht noch 1,5-2 Liter AdBlue. Das heißt, man kann den 10 Liter Kanister komplett einfüllen und muss sich nicht darüber sorgen machen, dass etwas überläuft, weil der Tank schon voll ist.
Die erste Meldung zum Nachfüllen kommt ausgehend vom bisherigen Verbrach bei 2600 km Restreichweite. Ausgehend vom geschätzten Verbrauch gehen zu diesem Zeitpunkt Min. 14,5 Liter rein. Dies könnte ich beim Nachfüllen mittels 20 Liter Kanister auch nachvollziehen. Habe also die ersten Liter schnell einfüllt und dann kurz vor erreichen der geschätzten Verbrauchsmenge auf langsames Füllen gewechselt um ein Überlaufen zu verhindern. Ein befüllen an einer Lkw Anlage ist ohne Hilfsmittel nicht möglich, da der Einfüllstuzen am Lkw einen Magneten enthällt und dies von der Zapfpistolen überprüft wird, um eine Fehlbetankung in den Dieseltank zu verhindern. Immer mehr Tanken haben jedoch auch Füllanlagen für Pkw. Diese haben keine o.g. Sicherung und zudem kleinen Rüssel der nur in den Tank vom Adblue passen sollte. Dieser passt ohne Problem beim 308er. Nur beim Preis müsst ihr eventuell aufpassen, da manche Tanken hier über die Stränge schlagen. Kanisterweise sind 40 Cent oder weniger machbar. Beim nicht 6d temp 308er wird zumindest unter Last zu wenig für eine optimale Reinigung dosiert. Dies deshalb weil man dem Durchschnittsfahrer ein Nachfüllen zwischen den Inspektionen ersparen wollte. Wobei die von PSA programmierte Menge schon grosszügig war. Daimler hat z.B. in der Eklasse damals nur einen 5 Liter Tank verbaut. Da würde dann unter Last vollständig abgeschaltet. Würde ja auch beim damalige Prüfzyklus überhaupt nicht festgestellt, da Max. 120 km schnell auf der Rolle gefahren wurde. Wenigstens schaltet Daimler bei Teillast, wenn auch immer noch zu wenig, wieder ein. Bei Fiat würde komplett bei Überschreiung dieser Geschwindigkeit abgeschaltet und geht erst beim nächsten Motorstart wieder an.
Auf dem Preis achten? An der Tanke kostet AdBlue derzeit 0,56 EUR / Liter. Der letzte Kanni mit 10L kostete bei Lidl 9,99 EUR.... dazu der Schlauch, den ich bei zwei Fahrzeugen nutzen kann, mit was um die 20 EUR. Der Schlauch war nötig, mit dem popeligen 10 Cent-Schlauch, der beim Kanister dabei war, wäre der große Teil vermutlich im Kofferraum gelandet.
Es ist manchmal sehr erschreckend wie manche anfangen wilde Hypothesen zu Sachen aufstellen die komplett abhängig vom individuellen Fahrverhalten sind. Sportliche Fahrweise = Hohher Verbrauch = Viel Adblue!
Eigentlich logisch und simpel. Kleiner Tipp am Rande nach 4 Jahren mit Adblue. Oft gibt es es in Baumärkten
Angebote zu Adblue die in der Regel günstiger sind wie in der Tanke, oder Internet.