Porsche verlässt die Langstrecken-WM, Mercedes die DTM. Man wird sich in der Formel E treffen. Ist das echter Motorsport? Die Frage sollte lauten: Sind es die anderen Serien noch?
Berlin – Porsche wird ab Ende 2017 nicht mehr um den Sieg in der WEC mitfahren, beim Klassiker in Le Mans fehlen. Mercedes startet 2018 zum letzten Mal in der DTM. Den Rennserien kommt nicht einfach nur ein Teilnehmer abhanden. Es ist, als würde Ferrari aus der Formel 1 aussteigen: Die jeweils erfolgreichste und traditionsreichste Marke wirft hin.
Das tut den Serien weh, ihren Finanzen und ihrem Image. Vielleicht auch dem Stolz: Die Hersteller wollen in der spritlosen Formel E weiterfahren. Rennen mit viel fragwürdigem Klimbim und Autos ohne Motorsound im klassischen Sinn. Trotzdem: Die Frage ist nicht, ob die Formel E echter Motorsport ist. Sondern, ob die traditionellen Rennserien es noch sind. Formel E: Bald sieben große europäische Hersteller![]() Wenigstens müssen die Formel-E-Piloten ihre Fahrzeuge ab der nächsten Saison nicht mehr zur Rennhälfte tauschen. Noch ist das notwendig. Das Reglement begrenzt die Batteriekapazität je Auto auf 28 Kilowattstunden. Somit reist jedes Team mit mindestens vier Autos an. Manchmal fällt es schwer zu glauben, dass diese Rennserie Stimmung für die Elektromobilität machen soll. Den Hersteller scheint die neue Serie zu gefallen. Bald sind elf Autobauer dabei. Klammert man jene mit Start-up-Charakter oder ohne Bedeutung am europäischen Markt aus, bleiben künftig Renault, PSA, Audi, BMW, Jaguar und eben Mercedes und Porsche. Namen, die jede Rennserie gerne in der Tabelle ihrer Konstrukteursmeisterschaft hätte. Vieles kann man der Formel E vorwerfen, eines nicht: Die Anbiederung an den klassischen Verbrenner-Motorsport. Kein künstlicher Motorsound, der das unschöne Surren notdürftig überdeckt. Keine Leistungsdaten, die jene von Formel 1, DTM oder Le-Mans-Boliden übertrumpfen sollen. Elektro als Strafe und ein Kilometer als Sensation![]() So zu sehen bald bei den 24 Stunden von Le Mans: Spätestens 2020 sollen die Hybrid-Prototypen der Königsklasse LMP1 bestimmte Strecken rein elektrisch zurücklegen. Zumindest die letzten Meter über die Ziellinie, häufiger wohl den ersten Kilometer nach dem Boxenstopp. Und zwar nur dann, wenn das Auto beim Stopp an der Steckdose hing. Rund 400 Elektro-PS statt bis zu 900 PS Systemleistung von der Boxenausfahrt bis zum Dunlop-Bogen. E-Antrieb als Strafe und ein emissionsfreier Kilometer als Sensation – so will man in der Langstrecken-Weltmeisterschaft Fortschrittlichkeit demonstrieren. Zieht Porsche deshalb dem LMP1-Projekt den Stecker? Unwahrscheinlich. Aber die Posse verweist auf das wahre Problem: Viele internationale Rennserien bieten den Herstellern gemessen an den horrenden Einsatzkosten nur noch überschaubare Publicity. Für eine volle Saison in der Langstrecken-Weltmeisterschaft stehen Kosten von 100 Millionen Euro im Raum. Die Veranstalter wollen Zuseher- und Medieninteresse erhöhen. Und verrennen sich dabei in Nebenschauplätzen. Wehleidige Prototypen statt echtem Racing![]() Die aktuellen DTM-Fahrzeuge haben weit mehr mit Prototypen gemein als mit Serienwagen. Nur die Optik entspricht Audi RS 5, Mercedes C-Klasse oder BMW M4, darunter sitzt ein Gitterrohrrahmen-Chassis mit einem 4,0-Liter-V8-Motor und vielen einheitlichen Teilen. Bei ähnlicher technischer Basis und durchwegs hohem fahrerischen Niveau sind Kleinigkeiten entscheidend. Verständlich also, wenn die Fahrer abgestreiften Spoilern nachweinen. Unbegreiflich dagegen, wieso man die DTM-Tourenwagen zu Aerodynamik-Monstern machte. Umso mehr, da die Liga mit weniger serienentfremdeten Fahrzeugen einst so populär war. FazitDie Formel E wird den klassischen Motorsport nicht verdrängen. Sie ist ein netter Imagebringer für die Hersteller. Und ein dankbares Betätigungsfeld obendrein: Nur wenige Fans verfolgen sämtliche Rennen, nur wenige Massenmedien analysieren jedes Resultat. Dabeisein ist alles. Oder zumindest: ausreichend, wenn der Ruf grüner werden soll. Dass sich die Hersteller von anderen Rennserien abwenden, ist weder die Schuld noch das Verdienst der Elektro-Formel. DTM und Langstrecken-Weltmeisterschaft haben sich aus eigener Kraft uninteressant gemacht. Beide brachen sich beim Spagat zwischen allen Stühlen den Gasfuß. Er wird heilen, wenn sich die Veranstalter auf die eigenen Traditionen besinnen. |

Bis auch der Zusteller durch einen Roboter ersetzt wird, wirds noch eine ganze Weile dauern:
https://www.youtube.com/watch?v=JzlsvFN_5HI
320 Billionen Operationen pro Sekunde.
Hört sich zuerst mal beeindruckend an. Aber da lacht selbst das Kleinhirn drüber.
http://www.tomshardware.de/...-Wissenschaft-Forschung,news-249437.html
Gruß
electroman
Also dieser Scheiss wird immer schlimmer. Von wegen Vollbeschäftigung. Denen kann der Arbeitskraftabbau doch offenbar nicht schnell genug gehen. Automatisierung um Lohnkosten zu sparen.
... wobei der Unterschied sich stetig verringert (der Link ist 4 Jahre alt) und man zum autonomen Fahren ja ohnehin keine 100% der Kapazität eines menschlichen Hirnes benötigt.
Würde eher von einem „wird allmählich immer konkreter“ ausgehen. Mag sein, dass noch ein bisschen Zeit ist, aber zu gewissen Entwicklungen sollte man sich schon allmählich mal Gedanken machen. Ich bezweifle, dass sie aufzuhalten sein werden.
Das mit dem selber abholen bei DHL funktioniert schon heute. Bist zuhause und wartest und 2 Tage später bekommst ne Nachricht wir konnten Sie nicht antreffen bitte in der Filiale abholen...
Gruß
electroman
Und: 4 Jahre - meinetwegen, geschenkt. Aber bei 40 Jahren wäre ich (und nicht nur ich) mir nicht so sicher (und da reden wir nicht vom Klein-, sondern vom kompletten Gehirn).
Übrigens: der weltweit stärkste Computer von 1996 hatte weniger Rechenleistung als heute ein iPhone (der war nämlich auf dem Niveau des Grafikchips eines iPhone 6s, welches es 20 Jahre später für jeden für die Hosentasche zu kaufen gab), dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man versucht, solche Entwicklungen durch Vergleiche mit dem menschlichen Gehirn zu relativieren.
Hier - auch schon wieder 2 Jahre alt:
https://karl-olsberg.jimdo.com/.../
Grafikchips und CPUs sind nur schwer vergleichbar, da sie völlig unterschiedliche Algorithmen verarbeiten können. Daher ist der Vergleich eher suboptimal. Zu dem Phänomen das du beschreibst gibt es sogar ein "Gesetz" (wobei dieses kein Gesetz im eigentlichen Sinne ist und mittlerweile langsam überholt ist, da wir langsam an physikalische Grenzen kommen, die das Einhalten dieses "Vorschlages" immer schwieriger machen)
"Das mooresche Gesetz (englisch Moore's law; deutsch „Gesetz“ im Sinne von „Gesetzmäßigkeit“) besagt, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig verdoppelt; je nach Quelle werden 12 bis 24 Monate als Zeitraum genannt."
Was bringt uns eine Leistungsfähigkeit unseres Gehirnes, wenn wir noch keine passende Algorithmen haben um auch diese Resourcen hoch dynamisch zu nutzen? Neuronale Netze sind da sicherlich ein guter Anfang, aber das Problem wird nicht die Leistungsfähigkeit sein, sondern die Fähigkeit diese Leistung zu nutzen - just my 2 cents.
Zum Artikel: https://www.computerbase.de/.../ hier ist das Vorhaben ein bisschen aus technischer Sicht beleuchtet, falls es interessiert was für Hardware da drinnen arbeitet.
Schauen wir mal ob das Kleinhirn in 40 Jahren lacht oder vielleicht eher weint...wenn die technologische Singularität eingetreten ist :/
Solche Sprünge wird's nicht mehr geben, weil dort physikalische Grenzen entgegenstehen - dafür bräuchte man eine neue Technologie, die anders funktioniert. Nicht umsonst haut man mittlerweile immer mehr Kerne rein, bei der Frequenz und Miniaturisierung im einzelnen Kern scheint nicht mehr so viel zu gehen.
Zudem ist die Menschheit ziemlich gut im finden neuer Technologien. Davon auszugehen, dass CPUs / GPUs in alle Ewigkeit mit Transistoren funktionieren ist bisschen blauäugig.
Verstehe nicht, was an Vollbeschäftigung gut sein soll. Ein Mensch ist für mehr zu gebrauchen als zu arbeiten. Klar, die Existenzgrundlage muss gesichert sein, aber das Ziel sollte schon sein, dass niemand mehr arbeiten muss. Schon gar nicht in solchen stumpfsinnigen Jobs wie DHL Fahrer.
Ob der autonome Paketwagen dann auch in der zweiten Reihe oder auf dem Fußweg hält?