Anhaltender Abwärtstrend bei Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland
Weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr 2018
Der leichte Abwärtstrend bei der Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland setzt sich fort. Der Güterverkehr hingegen ist laut Statistik unsicherer geworden.
Quelle: Picture-Alliance
Wiesbaden - Der leichte Abwärtstrend hält an: Auf deutschen Straßen sind im ersten Halbjahr 2018 weniger Menschen gestorben als im gleichen Zeitraum 2017. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, gab es in den ersten sechs Monaten 1.474 Unfalltote. Das sind 3,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle blieb dagegen annähernd gleich. Sie sank nur um zwei Prozentpunkte auf rund 1,3 Millionen. In rund 89 Prozent der Fälle entstand nur ein Sachschaden.
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Nach Angaben von Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV) lassen sich die Zahlen auf keine besonderen Maßnahmen oder äußere Umstände zurückführen. Seit 2010 lasse sich eine Stagnation bei Fahrrad- und Motorradtoten feststellen, die Zahl der Toten durch Autounfälle sinke seit Jahren leicht, sagte Brockmann. Neuwagen seien heute im Vergleich zu 2008 viel sicherer geworden, was sich auch in der Unfallstatistik widerspiegele.
"Das ist aber kein Grund zu jubeln", sagte der Experte. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent gegenüber 2011 zu senken, sei nur schwer zu erreichen. Ende 2017 sei nicht einmal die Hälfte des Ziels erreicht worden.
Quelle: dpa
40% Anstieg klingt total schlimm. Wenn man sich die Zahl anschaut, erkennt man wie unbedeutend das ist. Bei so geringen Mengen sind die Schwankungen eher mit Zufällen zu erklären. Tendenzen lassen sich da nur über sehr lange Zeiträume feststellen. Wenn ein Auto in den Verein der Mofafreunde fährt, steigt die Zahl gleich um einige Todesopfer und man würde über einen rapiden Anstieg der Opferzahlen sprechen.
Was sagt dieser Zwischenstand aus? Die Gesamtzahl der Verkehrstoten sinkt kontinuierlich und langsam. Die Anzahl der Unfälle stagniert. Alle Werte darunter sind nur über einen längeren Zeitraum bewertbar.
Vielleicht ist aber auch nur der Adrenalinspiegel vieler Verkehrsteilnehmer zu hoch? Wie könnte die Politik da Einfluss nehmen? Doch ein allgemeines Tempolimit?
Fragen über Fragen...
Das kommt eher davon, wenn man sich Wunschzahlen aus dem Hintern zieht. 0 Verkehrstote fordert die EU, wird's aber nie geben, weil man dann Radfahrern Stürze verbieten müsste oder Besoffene sich nicht mehr totfallen dürften.
Wenn man sieht, dass die Steigerungen bei den LKW stattfinden, die nur 89 fahren, scheint das kaum zielführend zu sein. So richtig viele Hochgeschwindigkeitsunfälle passieren ja auch nicht, meistens knallts ja doch eher am Stauende.
Glaube ich nicht dran. Mit nem stärkeren Auto fährt man IMO ruhiger als mit einer lahmen Gurke, mit der man nach Möglichkeit das Bremsen vermeidet. Es wird auch ohne Leistung überholt, aber mit ist es weniger gefährlich.
Wenn man genau liest ,erkennt man doch wohl dass mein Posting eher allgemein gehalten ist.
Schließlich hat man sich ja mit den E- Autos, CO 2 Ziele , Abgas Reduzierung usw, auch zu weit aus dem Fenster gelehnt und musste dann zurück Rudern.
Und genau so wird´s auch mit den 40% weniger bis 2020 nicht klappen, egal was man sich in Berlin noch einfallen lässt.
Es gibt gewisse Dinge die der Gesetzgeber und die Automobilindustrie schon noch machen könnten,
z.B. den ESP-Abschalt Knopf verbieten, und das ganze manipulationssicher machen, und für die Schneekettenfraktion das mit den Aussentemperaturfühler und einem Tempobegrenzer auf 50 km/h koppeln
das mit dem Angurten kann man noch besser überwachen, und manipulationssicherer machen, und man kann das Gesetz ändern, so in der Art, wer sich nicht angurtet hat kein Anspruch auf den Rettungsheli...
Nun soll nochmal jemand unserer BR noch Untätigkeit vorwerfen.
1965-1975 waren 15000-18000 Verkehrstote zu beklagen. unglaublich. und das nur im Westen Germanys. Du fuhrst mit dem Käfer oder Kadett leicht gegen einen Baum und warst tot. (für immer). Die Mercedes Fahrer sagten: da haste wenigstens was vor dir (Einen schweren Motor),der aber auch bis zu den Vordersitzen gedrückt wurde
Die wenigsten Autos haben einen ESP-Abschaltknopf. Das was dieser Knopf meist darstellt ist eine Abschaltung des ASR.
Und selbst einige Sportmodelle die eine vermeintliche Abschaltung anbieten machen real viel weniger. Zum einen schaltet sich der Modus dann oft von selbst immer wieder ab. Zum anderen handelt es sich meist lediglich um ein etwas späteres Eingreifen von ASR und ESP. Komplette ESP-Abschaltungen sind extrem selten und dürften im Verkehr keine Rolle spielen. Hier hat die Industrie reagiert.
Viel trauriger ist eigentlich, dass ESP noch nicht lange Pflicht ist. Erst seit 2014 ist das der Fall. Daher sind noch viele Kleinwagen ohne ESP unterwegs.
Wer sich nicht angurtet braucht den Heli in aller Regel sowieso nicht mehr. Die Kontrolle davon ist kaum möglich. Das Auto nervt ohne Gurt sowieso dauernd. Wer ohne Gurt fährt macht dies also sowieso vorsätzlich. Umgehen kann man dies auch mit dem Einstecken einer Gurtschnalle.
Die EU ist aber dran Druck auszuüben, dass die Gurtwarner für alle Sitzplätze pflicht werden. Oft sind es ungesicherte Kinder auf der Rückbank die versterben.
Eine Unterscheidung zwischen "Prozent" und "Prozentpunkte" (oder hält der Autor 2 Prozentpunkte für 2 ‰?) ist hier außerdem irrelevant. 😕
Dass es mehr Unfälle mit Personenschaden gab, verwundert mich. Ich würde hier auch langsam einen Abwärtstrend erwarten. Aber bei steigenden Motorleistungen... oder vielleicht auch einfach größeren Jammerlappen (500 € Schmerzensgeld - warum auch nicht?), kann man schwer einschätzen, woran´s wirklich liegt.
Senken könnte man die Zahl sicherlich durch niedrigere Limits, z. B. Tempolimit 80 außerorts.
Aus Tempo 80 steht man einfach deutlich früher als aus 100 und selbst wenn´s knallt, hat man aus Tempo 80 mehr Zeit/Strecke, um die Geschwindigkeit abzubauen, was in Summe die Aufprallgeschwindigkeit sogar exponentiell senkt!
Da der Gesetzgeber das nicht verordnen will und auch nicht kann (die Autofahrer wären außer sich!), mache ich es einfach selbst. Stört bisweilen den Hintermann, aber es gibt nunmal keine Mindestgeschwindigkeit. 😊
PS:
Ja ich weiß, Störung des Verkehrsflusses, Verleiteung zu gefährlichen Überholmanövern, gar Nötigung und ganz sicher Behinderung... spart es euch. Der Unfall kommt meist plötzlich, sonst wär´s keiner, von daher... 😮
Kannst mich mit deiner Äußerung also nicht ärgern. 😊 😜
Und ja, wenn man bei 80 km/h vom Gas geht, sobald der Hintermann zum Überholen ansetzt, ist der tatsächlich völlig problem- und gefahrlos an einem vorbei. Mir bricht kein Zacken aus der Krone und sobald der Hintermann "weg" ist, kann ich meine Geschwindigkeit wieder völlig frei wählen. 😊
2011 ?
2012 ?
...
2017 ?
also in 6 Jahren kaum die hälfte und ab jetzt gerade mal noch 3 weitere Jahre - da soll es dann im ganzen erreicht sein. klingt allein so schon sehr unrealistisch.
wie kommt man überhaupt auf solchen satten 40 % ?
Sowie 1 Million E-Autos bis....?!
Einfach was plakatives in Szene gesetzt...🙄
Ich sehe da auch kaum Möglichkeiten mit jetzigen/"herkömmlicher" Verfahrensweise so kräftig noch zu punkten. Es wäre mind. hoch-personal-intensiv.
Sprich "gnadenlos" Kontrollen: Auf Gurt, Fahrtauglichkeit, Geschwindigkeit.
Man müßte es quasi ständig "spüren", wenn ich jetzt losfahren, muss ich spätestens am Ortsaugang mit einer Kontrolle rechnen. Wochentag + Uhrzeit egal.