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308 kurz nach Kauf mit massivem Ölverlust

Peugeot
Themenstarteram 31. Oktober 2022 um 7:48

Hallo zusammen

Ich habe letzten Monat einen 308 SW BJ 2015 96kW Benziner mit knapp 140.000 km von privat gekauft. Neuer TÜV, neue Inspektion bei Vertragshändler, nochmal TÜV Autoprivatcheck mit Probefahrt gemacht, alles ok.

Etwa 1-2 Wochen nach Kauf: Meldung niedriger Ölstand. Manuell: Öl knapp am Minumum, nachgefüllt. Außerdem so ein Ruckeln alle 5 Sekunden im Stand nach ein paar Minuten (bei längerem Stehen an der Ampel). Nach 2 Wochen erneut Ölstand niedrig, Motorkontrollleuchte leuchtet, Display sagt Motorproblem. Mechaniker liest aus, liest über 20 Fehlermeldungen, die seiner Meinung nach am ehesten auf defekte Zündkerzen zurückzuführen sind. Dabei hat sich auch nebenbei gezeigt: Querlenker sind ab (einer komplett, der andere kurz davor).

Zündkerzen ausgetauscht, keine Veränderung. Dann schon nach einer weiteren Woche wieder wenig Öl, keine Lache unterm Fahrzeug. Öl nachgefüllt, nach einer Woche das exakt gleiche. Manchmal (nicht immer und leider nicht bei der Probefahrt): etwas bläulicher Rauch hinten und komischer Geruch. Heißt für mich: Motor verbrennt Öl. Zusammenfassend:

- Der Wagen hat zwei große Probleme: Ölverlust und Querlenker und beides kann eigentlich nicht so schnell aus dem nichts aufgetreten sein

- Ich frage mich: Bietet der tadellose Check vom TÜV irgendeinen Angriffspunkt? Das war schließlich ein Hauptgrund, das Fahzeug so zu kaufen.

- Endgültig frage ich mich auch, was jetzt zu tun ist, ob sich da überhaupt eine große Reparatur lohnt...

Kaufpreis übrigens knapp 8000

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8 Antworten

Zitat:

@leukotuk schrieb am 31. Oktober 2022 um 08:48:34 Uhr:

Zusammenfassend:

- Der Wagen hat zwei große Probleme: Ölverlust und Querlenker und beides kann eigentlich nicht so schnell aus dem nichts aufgetreten sein

- Ich frage mich: Bietet der tadellose Check vom TÜV irgendeinen Angriffspunkt? Das war schließlich ein Hauptgrund, das Fahzeug so zu kaufen.

Beim Ölverbrauch nicht. So etwas wird nicht geprüft.

So weit ich weiß wird bei der HU nur der Fehlerspeicher ausgelesen, wenn die MKL leuchtet.

Bei den Querlenkern sieht das ggf. anders aus. Das hätte auffallen können/müssen.

Es gibt leider auch unzählige Berichte im Netz über falsche HU Prüfungen. Die zweite Begutachtung hast du ja selbst beauftragt. Der Prüfer hat keine Motivation dir etwas vorzuenthalten.

Zitat:

@leukotuk schrieb am 31. Oktober 2022 um 08:48:34 Uhr:

- Endgültig frage ich mich auch, was jetzt zu tun ist, ob sich da überhaupt eine große Reparatur lohnt...

Ohne eine exakte Diagnose kann man das nicht beurteilen. Man wird es kaum nachweisen können, aber der Ölverbrauch wird wohl schon vor dem Kauf vorhanden gewesen sein und war ggf. auch der Grund für den Verkauf.

Man sollte das Problem schon angehen, bevor der Ölverbrauch dann auch noch den Kat schädigt.

Sieh mal in deinem Luftfilter nach. Wenn dort auch Öl ist, dann ist wohl ein Abstreifring am Kolben gebrochen.

Das wäre aber nicht gut.

Themenstarteram 9. Dezember 2022 um 21:07

Hallo zusammen, hier nochmal der TE mit einem update: das Ölproblem hatte sich ziwschenzeitlich dramatisch verschlimmert (immer öfter Öl komplett leer), dann eines Tages liegen geblieben (Wagen kam nicht mehr eine Steigung hoch, der ADAC kam und hat erstmal nur gesehen, dass er auf 2 Zylindern läuft), abgeschleppt worden, in der Werkstatt Diagnostik auch mit Endoskop, Ergebnis:

Öl im 3. Zylinder mit massivem Druckverlust im 3. Zylinder, Riefenbildung an der Seite des dritten Zylinders (siehe Bild). Weitere Diagnostik bzw. weitere Schritte, so wurde uns angekündigt, würde ins Vierstellige gehen, deshalb ist das erstmal alles was wir wissen. Jetzt stellt sich die große Frage: Reparieren oder Abstoßen?

Gemäß diverser "Autoankauf-Dienste" würden wir noch zwischen 3 und 4.000 EUR bekommen im jetzigen Zustand. Für einen ordentlichen gebrauchten Kombi bis 150.000 km wohl nicht unter 11.000. Worst case wäre eben, nun in eine teure Reparatur zu investieren und dann kommt das nächste, bis dato unerkannte Problem... andererseits war er wirklich das Auto, das wir gesucht haben (Platz, Ausstattung usw), und wenn wir das durch einen neuen Motor erreichen könnten, warum nicht! Schwierige Entscheidung...

Bilder sind einmal ein unbetroffener Zylinder, einmal der beschädigte 3. Zylinder und einmal der Kompressionstest des 3. Zylinder

Bild #210549643
Bild #210549644
Bild #210549645
Themenstarteram 1. Januar 2023 um 14:04

Hallo, würde mich immer noch über die ein oder andere Einschätzung freuen. Aber ich verstehe natürlich, das Problem ist super-spezifisch... Aber so langsam drängt die Entscheidung. Ich stehe vor der Entscheidung, den Wagen asap abzustoßen oder reparieren zu lassen, ich könnte mir dann vorstellen, ihn noch vllt 3 Jahre zu fahren.

Also Ausgangslage: der Wagen steht nicht-fahrbereit beim Mechaniker mit dem beschriebenen Öl-bedingten Motorschaden.

1) Option Reparatur: Von der Beschaffung eines gebrauchten Tauschmotors wurde mir von überall abgeraten (ich selbst habe auch überhaupt keine Ahnung davon), deshalb: Kostenvoranschlag von Vertragswerke eingeholt: knapp 5500 EUR für Motortausch.

Frage: Dabei auch noch weitere Teile austauschen, da Auto schon älter (Achse / Kupplung usw.)? Problem: es wird dann immer teurer und dann wird die Frage immer drängender, ob sich alles noch lohnt.

Pro: Ich wäre sozusagen nur 5500 EUR von einem ansonsten sehr guten Kombi "entfernt", ansonsten wäre alles viel teurer

Contra: Der Wagen hatte mehrere Vorbesitzer. Wer weiß, was da noch alles am vergammeln ist? Außerdem: Kann es nicht auch sein, dass die genauer Quelle für das Ölproblem AUßERHALB des Motorblocks ist und somit dann auch einen neuen Motor schrotten würde??

2) Option Abstoßen für Export (dort habe ich Angebote zw 2000 und 4000 EUR bekommen für so wie er jetzt dasteht) und anschließend erneut einen gebrauchten Kombi zu kaufen.

 

am 1. Januar 2023 um 15:25

Tendenziell würde ich Dir eher empfehlen den Unglücks-Kauf abzustoßen. Allerdings finde ich die von Dir erwähnte range 2-4 kEUR als zu wenig. Vielleicht wäre es eine Option, über einen seriösen Stellantis-Händler einen 308SW gebraucht (mit Gebrauchtwagengarantie) zu erwerben und über ihn einen besseren Export-Preis zu erzielen? Dieser Händler würde Deinen Wagen in Kommission nehmen und sollte über entsprechende Kontakte verfügen, einen realistischen Preis zu erzielen. Freilich solltest Du von Anfang an mit offenen Karten spielen und den Hergang (also die Geschichte des Wagens) so offen erzählen wie hier im Forum.

Was ich Dir aber auch nicht verheimlichen möchte: Die für sich gesehen tollen Dreizylinder von PSA haben ja das Problem, dass sich die Zahnriemen regelmäßig auflösen, den Ölkreislauf zu verstopfen drohen und ebenfalls für teure Reparaturen sorgen. Für Dich als Gebrauchtwagenkäufer also problematisch - außer Du findest einen Wagen, der in den letzten ~12 Monaten einen neuen ZR bekommen hat. Dann hast DU vielleicht 3 Jahre Ruhe, vllt auch 4. Aaaalso würde ich Dir eher zu einem Diesel raten. Bei denen kannst Du dann schon mal für einen neuen AdBlue-Tank mit dem Sparen beginnen, da die in diesen Tanks verbaute Harnstoff-Pumpe auch nur ein paar Jahre hält... Wie man's macht...

Themenstarteram 1. Januar 2023 um 15:34

OK danke für die Rückmeldung. Nach diesem ganzen Drama habe ich allerdings - sei es auch objektiv nicht rational - die Schnauze voll von 308 / Peugeot / PSA. Wenn ich mich also fürs Verkaufen entscheide, wäre der nächste Kombi keiner von denen (evtl. Passat / Insignia / Astra / Focus / Octavia, aber das ist ein anderes Thema...)

Wäre also womöglich sogar realistisch, im jetzigen Zustand über 4k zu erzielen - für einen reinen direkten Kauf mit Abholung an Export?

ZR war übrigens relativ frisch bei 136 km (aktuell 156) letzten Herbst

Und wie hast du entschieden?

 

Falls Focus dann vielleicht nicht den Dreizylinder nehmen. Stichwort Zahnriemen im Öl…

Themenstarteram 16. Januar 2023 um 16:55

Auto an Export, Budget erhöht, Golf VII gekauft!

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