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Renault Zoe mit R110-Motor und 108 PS: Infos, Ausstattung - Mehr Leistung für Renaults Erfolgs-Stromer

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Der Kleinwagen Renault Zoe ist Deutschlands beliebtestes E-Auto. Zur Wahl stehen zwei Akkus für eine Motor-Variante. Bald könnte ein zweites, stärkeres Aggregat kommen.

Der Elektro-Kleinwagen Zoe debütierte 2012 auf dem Autosalon in Genf. Im Rahmen der 2018er-Ausgabe könnte Renault eine leistungsstärkere Variante vorstellen Der Elektro-Kleinwagen Zoe debütierte 2012 auf dem Autosalon in Genf. Im Rahmen der 2018er-Ausgabe könnte Renault eine leistungsstärkere Variante vorstellen Quelle: Renault

Genf – Der Automobilsalon Genf ist Zoe-Territorium. Hier stellte Renault den erfolgreichen Elektro-Kleinwagen 2012 vor. Hier zeigte Renault 2017 den Zoe E-Sport, eine 462 PS starke Kreuzung mit einem Formel E-Auto. Und hier dürfte im nächsten Monat eine Serienversion mit mehr Leistung debütieren.

Der Zoe R110 wäre ein Top-Modell, kein Sport-Modell

Die entscheidende Zahl bei Renault Zoe: 400 kilometer gibt Renault für Modelle mit der leistungsfähigeren Batterie an Die entscheidende Zahl bei Renault Zoe: 400 kilometer gibt Renault für Modelle mit der leistungsfähigeren Batterie an Quelle: dpa / Picture Alliance Das berichtet das britische Medium Autocar mit Verweis auf anonyme Quellen im Renault-Konzern. Die Engländer nennen 108 PS, 16 PS mehr als im aktuellen R90-Aggregat. 92 PS gibt Renault beim bisher einzigen verfügbaren Motor an. Die entscheidende Zahl ist eine andere: 400. So viele Kilometer soll der Stromer mit dem Akku mit einer Speicherkapazität von 41 kWh (kw/h) schaffen. Mehr als jeder andere elektrische in dieser Klasse. Mit der günstigeren Batterie-Einheit (22 kWh) schafft der Zoe laut Werk bis zu 240 Kilometer pro Ladung.

Zum Akku des Zoe R110 ist noch nichts bekannt. Wir gehen von der aktuellen ZE-40-Variante oder einem leistungsfähigeren Speicher aus. Das Top-Modell wird kein Sport-Modell – für derartiges ist ein Kleinwagen mit einem Mindestgewicht von mehr als 1.500 Kilogramm kaum geeignet. Fahrwerk, Bremsen und Optik sollen sich laut Autocar nicht vom 92-PS-Zoe unterscheiden. Die Serienausstattung sei umfangreicher: Unter anderem seien 16 Zoll-Räder und Renaults Schlüsselkarte Keycard-Handsfree bereits im angehobenen Basispreis enthalten.

Mit 41-kw/h-Akku und Leih-Batterie startet der Zoe bei 23.900 Euro, mit Batterie-Kauf bei 31.900 Euro. Konkreteres zum Startpreis des 108 PS-Modells? Zu früh. Renault Deutschland sagte auf MOTOR-TALK-Nachfrage nichts zu einem leistungsfähigeren Serien-Zoe.

Acht neue E-Autos von Renault

Einer der Konkurrenten des Renault Zoe kommt von Allianz-Partner Nissan: Der Leaf, ab März in zweiter Generation erhältlich Einer der Konkurrenten des Renault Zoe kommt von Allianz-Partner Nissan: Der Leaf, ab März in zweiter Generation erhältlich Quelle: Nissan Der französische Kleinwagen ist das erfolgreichste E-Auto auf dem Europäischen Markt. In Deutschland ebenso: 4.322 Exemplare wurden hierzulande 2017 neu zugelassen, der weltweit erfolgreichste Stromer Nissan Leaf kam auf 841 Stück. Ab März verkauft Allianz-Partner Nissan die zweite Generation.

In den nächsten fünf Jahren wollen Renault, Nissan und Mitsubishi insgesamt 12 neue rein batterieelektrische Fahrzeuge bringen, darunter gänzlich neue Modellreihen. Acht davon kommen mit Renault-Rhombus am Kühlergrill, eines ist bereits bekannt: Die elektrische Version des Nutzfahrzeuges Master ergänzt das Elektro-Programm der Franzosen. Aktuell besteht es aus dem ulkigen Kleinstwagen Twizy, der E-Version des Lieferwagens Kangoo und dem Zoe. Nissan hat aktuell neben dem Leaf den als E-NV200 im Programm. Mitsubishis einziges E-Auto Electric Vehicle (einst i-MiEv) wird nicht mehr angeboten.

Avatar von SvenFoerster
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49 Kommentare:
Avatar von cepheid1 "1-4-3-6-2-5"
Wed Feb 07 15:24:57 CET 2018

Unsere Deutschen Autobauer schnarchen noch immer...

Avatar von simmu "Karl-Heinz Kröto !"
Wed Feb 07 15:48:30 CET 2018

Moin,

 

wie fährt man denn 400 km mit einem ~ 40 kWh fassenden Akku bei 1.5 t (!!!) Leergewicht?

 

Bei einer Nutzung von 80 - 90 % der Kapazität des Akkus wären das weniger als 10 kWh/100km.

Avatar von Trennschleifer136623
Wed Feb 07 15:58:57 CET 2018

Wundert mich nicht, dass der so erfolgreich ist. Innen und Außen sehr gefällig, für die Größe recht geräumig und preislich noch im Rahmen. Die Reichweite reicht auch dicke.

Zitat:

@simmu schrieb am 7. Februar 2018 um 15:48:30 Uhr:

Moin,

 

wie fährt man denn 400 km mit einem ~ 40 kWh fassenden Akku bei 1.5 t (!!!) Leergewicht?

 

Bei einer Nutzung von 80 - 90 % der Kapazität des Akkus wären das weniger als 10 kWh/100km.

Laut NEFZ natürlich.

Avatar von Trennschleifer25867
Wed Feb 07 16:21:17 CET 2018

Zitat:

@simmu schrieb am 7. Februar 2018 um 15:48:30 Uhr:

Moin,

 

wie fährt man denn 400 km mit einem ~ 40 kWh fassenden Akku bei 1.5 t (!!!) Leergewicht?

 

Bei einer Nutzung von 80 - 90 % der Kapazität des Akkus wären das weniger als 10 kWh/100km.

Du vergisst die Rekuperation.

Zitat:

@DerEchteTobi schrieb am 7. Februar 2018 um 16:21:17 Uhr:

Zitat:

@simmu schrieb am 7. Februar 2018 um 15:48:30 Uhr:

Moin,

 

wie fährt man denn 400 km mit einem ~ 40 kWh fassenden Akku bei 1.5 t (!!!) Leergewicht?

 

Bei einer Nutzung von 80 - 90 % der Kapazität des Akkus wären das weniger als 10 kWh/100km.

Du vergisst die Rekuperation.

Im Gegensatz zum Verbrenner ist dieser Verbrauch nur zu erreichen, wenn wirklich niemals Stadtgrenzen verlassen werden ;)

240 km mit der kleinen Batterie! Ich lach mich tot. Im Winter sind es gerade mal 70km und im Sommer höchstens 120km. Zugebenermassen bei Fahrweise wie mit dem BMW. Da unser Zoe ein carsharing Auto ist, sehe ich auch was die andern schaffen. Mehr als 150km schafft niemand. Ich bin inzwischen von diesen Duracellkraxn schwer ernüchtert. Meine Mitbenutzer inzwischen auch. Das große Problem ist noch immer die Ladeinfrastruktur. Unser Bürgermeister war mit dem Zoe in der Landeshauptstadt und machte eine echte Odyssee durch, weil die Ladesäule kaputt war. Leider merkte er erst bei der Rückkehr, dass kaum geladen wurde. Die Heimfahrt war echt lustig. Er hagelte sich von Ladesäule zu Ladesäule. In der Not musste er an er Schukosteckdoese laden. Toll! Gleiches passierte einer Mitarbeiterin, die in Wien gestrandet war, weil ebenfalls die Ladesäule im WiFi (Wirtschaftförderungsinstitut) nicht funktionierte. Gerade öffentliche Körperschaften tun auf politisch ganz korrekt, indem sie Ladepunkte anbieten und Gemeindepolitiker und -Bedienstete auffordern elektrisch zu fahren, und dann passieren solche Dinge. Ich hatte schon zweimal das Problem dass die Ladesäule vorm Gemeindeamt nicht ludt. Oder man fährt mit halber Ladung los, sprich etwa 50km, weiß dass die Runde 35km ausmacht, und vor'm letzten Ziel schreit das Navi, dass Zuwenig Saft drin ist. Super! Wozu dann die Reichweitenanzeige. Bei den Reichweiten wird noch mehr gelogen als beim Spritverbrauch. Als Viertauto lasse ich mir einen Stromer einreden, aber kaufen? Nein!

@v70_d5:

Du beschreibst Probleme mit der Infrastruktur, nicht mit dem Fahrzeug!

 

Ja, daran muss noch viel gearbeitet werden, damit die Sache mit der E-Mobilität Sinn macht.

>1,5 Tonnen für einen Kleinstwagen. Das nenn ich doch mal Fortschritt!

Bitte nicht kW/h schreiben. Das ist wie PS pro Stunde: PS/h.

Was soll das sein? Richtig ist kWh Kilowattstunde.

Zitat:

@cepheid1 schrieb am 7. Februar 2018 um 15:24:57 Uhr:

Unsere Deutschen Autobauer schnarchen noch immer...

Findest du? Dann stell mal die Absätze eines Zoe einem verbrenner gegenüber, dann erklärt es vielleicht warum die deutschen Autobauer lieber einen Verbrenner-Polo

bauen. ich glaube schon das sie könnten wenn sie wollten

Avatar von Trennschleifer25867
Wed Feb 07 18:10:51 CET 2018

Zitat:

@kdiddy schrieb am 7. Februar 2018 um 17:53:05 Uhr:

>1,5 Tonnen für einen Kleinstwagen. Das nenn ich doch mal Fortschritt!

Du hast aber schon mitbekommen, dass es sich hierbei um ein Elektroauto handelt und dass die schwerer sind als Verbrenner?

Avatar von simmu "Karl-Heinz Kröto !"
Wed Feb 07 18:23:15 CET 2018

Zitat:

@DerEchteTobi schrieb am 7. Februar 2018 um 18:10:51 Uhr:

Zitat:

@kdiddy schrieb am 7. Februar 2018 um 17:53:05 Uhr:

>1,5 Tonnen für einen Kleinstwagen. Das nenn ich doch mal Fortschritt!

Du hast aber schon mitbekommen, dass es sich hierbei um ein Elektroauto handelt und dass die schwerer sind als Verbrenner?

Hohes Gewicht macht auch den Stromer nicht sparsam. Es wird zwar rekupiert, nur entsteht auch beim Stromer Abwärme durch die Elektronik während der Fahrt. Auch Walkarbeit und Verluste durch Reibung sind nicht ohne.

 

Stellt sich die Frage, ob ein optimierter Benziner mit 1 t GG so viel ineffizienter als ein 1.5 t E-Auto ist.

Weil viele immer über die Reichweiten meckern!

Der Zoe ist nicht einmal noch 5 Jahre im Verkauf und schafft schon reale 250 km. In 5 Jahren werden es wahrscheinlich 400 km sein. Tolle Leistung!